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Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R - T U V W X Y Z

 
Sacherörterung
Sachfrage
Sachtext
Sachurteil 
Sachverhalt
Sage
Satire
Satz
Satzgefüge 
Satz, komplexer
Satzreihe 
Satzverbindungen 
Satzwertiger Infinitiv 
Schaubild
Schauplatz
Schau-Platz
Schau-Raum
Schauspielerbezogene Bühnenanweisung
Schemata 
Schematisierte Ansichten 
Schichtentheorie 
Schlagwort 
Schlüssigkeit
Schlüsselbegriff 
Schlüsselwort 
Schluss
Schlussreim 
Schneeschaufelfrage 
Schnelllesen 
Schranken-Signal
Schreibatelier
Schreibaufgabe
Schreibblockade
Schreibdidaktik, literarische
Schreibdiskussion
Schreiben in einem Zug
Schreiben, aktivitätszerlegendes
Schreiben, argumentatives
Schreiben, assoziatives
Schreiben, authentisch-gestaltendes
Schreiben, automatisches 
Schreiben, epistemisches
Schreiben, epistemisch-heuristisches
Schreiben, erörterndes
Schreiben, essayistisches
Schreiben, flüssiges
Schreiben, gemeinsames kooperatives
Schreiben, kollaboratives
Schreiben, kommunikatives
Schreiben, konzeptionelles
Schreiben, kooperatives
Schreiben, kreatives
Schreiben, lernendes
Schreiben, literarisches
Schreiben, nicht-zerlegendes
Schreiben, performatives
Schreiben, planendes
Schreiben, poetisches
Schreiben, produktzerlegendes
Schreiben, reflektiertes
Schreiben, reflexives
Schreiben, schrittweise kooperatives
Schreiben, synkretistisches
Schreiben, teilweise kooperatives
Schreiben, texttransformierendes
Schreiben, zerlegendes
Schreibentwicklung
Schreibexperte
Schreibformen 
Schreibformen, betriebliche
Schreibformen, berufliche
Schreibformen, schulische
Schreibfunktionen
Schreibhemmung
Schreibkompetenz
Schreibkonferenz
Schreibplan
Schreibportfolio
Schreibprozess
Schreibstörung
Schreibstrategie
Schreibverhalten
Schreibziel
Schreibzirkel
Schriftführer 
Schriftlichkeit
Schrittweises kooperatives Schreiben
Schüttelreim
Schutz-Überkreuzung
Schwerpunktthema
Segment
Segmentierung
Sehfläche
Seifenoper
Selbstselektion
Selbstthematisierung
Selbstwahl
Selbstzuweisung
Sekundärliteratur
Sekundenstil
Semantik
Semiotik 
Senkung
Sentenz 
Sequenzielle Revision
Sequenzielles Lesen  
Sermon
Setting
Short Term WebQuest
Showing 
Sie-Anrede
Siezen
Silbenkurzwörter
Sinnabschnitte 

Sinnbild 
Sinnfiguren
Sinngemäßes Zitieren

Situationen (Epik) 
Situationalität
Situativer Kontext

Sitzungsprotokoll 
Slang
Slogan

Soap Opera
Sonett

Sozial-interaktive Fertigkeiten
Spatenfrage

Spitzenformulierung
Spontanes Gespräch
Sprachgestaltender Aufsatz
Sprachhandlung 
Sprachliche Eindeutigkeit
Sprachliche Einfachheit 
Sprachliche Kompetenz
Sprachliche Zeichen 
Sprachschicht
Sprechakt, initiativer
Sprechakt, reaktiver 
Sprechausdruck 

Sprechen
Sprechen, handlungsbegleitendes
Sprechen, thematisches
Sprechersigle
Sprecherwechsel
Sprechgestaltende Interpretation
Sprechhandlung
Sprichwort
Spruchgedicht
Sprungraffung 
Stabreim
Stamm
Ständeklausel
Statarisches Lesen
Statistisches Argument
Statistischer Fehlschluss
Steiger
Steigernde Erörterung
Stellungnahme
Stellungnahme, begründete
Stellung nehmen 
Stereotyp 
Sternchenthema
Stichomythie 
Stichwortliste, lineare
Stichwortliste, strukturierte
Stil
Stilblüte
Stilebene
Stilelemente
Stilfigur
Stilniveau
Stil, essayistischer
Stil, hypotaktischer
Stil, parataktischer
Stimmungsraum
Stimulanz. motivationale
Stirnsatz
Stoff 
Stoffsammlung 
Story
stream of consciousness
strittig
Strophenmaß
Strukturbild
Strukturierungskompetenz
Strukturlegetechnik
Strukturskizze
Strukturierende Aussagenliste
Strukturierte Stichwortliste
Strukturierte Textwiedergabe

Strukturmethode

Strukturwort
Strukturwortmethode
Stumme Rede

Stützstrategien, metakognitive
Stützungen des Arguments
 
Subjektsatz 
Subjunktion
Substantiv 
Substantivstil 
Substitution 
Subsumption 
Sukzessive Raffung 
Summary
Superlativ
Suprasegmentale Merkmale
Suprasegmentalia
Syllogismenkette
Syllogismus 
Symbol
Symbolisches Zeichen
Symbolraum 
Synästhesie 
Synekdoche 
Synkretismus
Synkretistisches Schreiben
Synonym
Syntax 
Synthetisches Drama 
Szenische Darstellung
Szenische Interpretation

 
     
  Sacherörterung
Form der freien Erörterung, die im Gegensatz zur Problemerörterung i. e. S., sich um strittige Sachverhalte dreht, zu denen ein begründetes Sachurteil gefällt werden soll; die Erörterung antwortet dabei auf eine Ergänzungsfrage- vgl. freie Erörterung, erörterndes Schreiben, schulische Schreibformen, Ergänzungsfrage
 
 
Sachfrage
auch: Ergänzungsfrage, den Partner festlegender Sprechakt; Partner soll dem Sprecher über eine Komponente eines bestimmten Sachverhalts Auskunft zu geben. (vgl. Engel, 1996) - vgl. Fragearten, FrageWertfrage, Werturteil
     
  Sachtext
vgl. Gebrauchstext, nicht-fiktionaler Text, pragmatischer Text,
 
 
Sachurteil
Urteil, das auf einer begründete Beurteilung von Bedeutung, Tragweite und Stellenwert eines Problems, seiner Ursachen, Folgen und Konsequenzen in einem größeren Sinngefüge beruht. - vgl. WerturteilSachfrage,
     
  Sachverhalt
Gegenstand komplexer Aussagen - vgl. Seiffert 1969a, S.59 - vgl.  Prädikation, Gegenstand
Beispiel: Der Gegenstand der Aussage: "Der neue multimediafähige Prozessor der Firma X ist dreimal schneller und leistungsfähiger als der beste Prozessor der Firma Y." ist der Sachverhalt, dass der neue multimediafähige Prozessor der Firma X dreimal schneller und leistungsfähiger ist als der beste Prozessor der Firma Y.
 
     
  Sage
epische Kleinform; volkstümliche, ursprünglich auf mündlicher Überlieferung beruhende kurze Erzählung von, objektive betrachtet, unwahren, oft ins Übersinnliche und Wunderbare hineinreichenden oder phantastischen Ereignissen, die jedoch mit dem Anspruch auf Authentizität vorgetragen werden und den Glauben der Rezipienten an die Geschichte und deren Elemente voraussetzt - vgl. Erzählung, epische Kleinformen, Märchen, Legende
 
     
  Satire
lat. at. satira bzw. satura lanx = Fruchtschüssel, übertragen etwa: "bunt gemischtes Allerlei" ); oft didaktisch motivierte Verspottung von Missständen, Unsitten, Anschauungen, Ereignissen, Personen, literarischen Werken etc.; entlarvt und verlacht werden soll z. B. das Spießige, Kleinliche, Schlechte und Ungesunde in einer meist sehr bissigen, teils zornigen, mitunter auch pathetischen Weise; Kunstform in verschiedenen Medien wie Texten, Filmen, Bildern usw.;  Satiren können in allen literarischen Formen gestaltet werden z. B- Spruch, Brief, Fabel, Schwank, Komödie, Drama, Lyrik und Epik; dabei bildet die Satire als Kunstform die Wirklichkeit nie originalgetreu ab, sondern ahmt diese auf ihre besondere Art und Weise nach, was sie in ein indirektes Verhältnis zur Wirklichkeit setzt;  im Deutschen auch als Spottschrift, Stachelschrift oder Pasquill (eine gegen bestimmte Personen gerichtete satirische Schmähschrift) bezeichnet. - vgl.
 
 
Satz
1. sprachliches Konstrukt, das a) ein finites Verb enthält, b) kein Element enthält, das den Satz anderen unterordnet (zumindest potentiell selbständig) c) sich besonders gut dazu eignet, Sprechakte eindeutig zu gestalten (vgl. Engel 1996, S.180) - 2. Eigenschaften: a) Wer einen Satz ausspricht, kann eine vollständige sprachliche Handlung vollziehen. b) Bei der Verständigung wirkt ein Satz wie ein "einzelner Zug im Verständigungsspiel". Wechsel zwischen Dialogpartnern, ohne zu unterbrechen, nur am Ende eines Satzes. c) relativ selbständige Einheit, die oft allein stehen kann d) Die Intonation bzw. die für bestimmte Satzarten typischen Intonationskurven halten einen Satz zusammen. e) Abgeschlossen durch Satzzeichen wie Punkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen, manchmal auch durch  Komma, Semikolon oder Gedankenstrich (vgl. Heringer 1989, S.250) 3. sprachliche Darstellung eines Sachverhaltes in Form einer komplexen Aussage; Aussage und Satz meist synonym verwendet; von "Satz" wird auch gesprochen, wenn gar kein bestimmter Wortlaut, sondern nur der Aussageninhalt gemeint ist (vgl. Seiffert 1969a, S.50, 60)
Beispiele zu 3:: 1) Das Haus ist dreistöckig. = Aussage oder Satz; 2) "Dieses Haus ist dreistöckig" - "Dieses Wohnhaus hat drei Stockwerke" - " This house has three floors" = drei verschiedene Sätze, identische Aussage - vgl. satzartiges Konstrukt, Satzarten

 

Satzarten
nach Handlungsarten unterscheidet man drei verschiedene Satzarten: Aussagesatz (Konstativsatz), Fragesatz (Interrogativsatz), Befehlssatz (Imperativsatz) (vgl. Heringer, 1989, Engel 1996) - 
 
Satzartiges Konstrukt
Oberbegriff für Sätze mit einem Hauptverb und abhängigen Gliedern: Hauptsätze, Nebensätze, Infinitivsätze, bedingt auch: Partizipialphrasen (vgl. Engel 1996, S.181)
 
Satzbau
oftmals ungenau gleichgesetzt mit dem Begriff Syntax; Satzteile eines Satzes: Subjekt, Prädikat, Objekt, adverbiale Bestimmung 

 

Satzfiguren
auch: grammatische Figuren, rhetorische Figuren, deren Wirkungsbereich auf der Ebene des Satzes liegt - vgl. rhetorische Figuren, grammatische Figuren
 
Satzformen
uneinheitliche Verwendung des Begriffes; Kurzsätze, gegliederte Sätze (vgl. Heringer, 1989); manchmal identisch mit den Begriffen Satzarten oder Satzverbindungen verwendet; vgl. Satzarten, Satzverbindungen
 
Satzfrage
Form des Fragesatzes; auch: Entscheidungsfrage (Verb-erst-Stellungstyp) - vgl. Fragesatz, Entscheidungsfrage
Beispiele: Gehen wir heute ins Kino? - Soll ich dir etwas vorlesen? - Kannst du später noch einmal vorbei kommen?

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Satzgefüge
vgl. Hypotaxe, Parataxe, Satzverbindungen
 
Satz, komplexer
vgl. komplexer Satz
 
Satzreihe
vgl. Parataxe, Hypotaxe, Satzverbindungen

 

Satzverbindungen
Übergang vom Satz zum Text durch meist paarweise Verbindung; Formen: Gleichordnung (Koordination) in Parataxen und Unterordnung (Subordination) in Hypotaxen (vgl. Heringer, 1989)
 
Satzwertiger Infinitiv
vgl. Infinitivsatz
     
  Schaubild
1) im Alltagssprachgebrauch Oberbegriff für →Visualisierungen jeder Art 2) Allgemeine Bezeichnung für die Visualisierung eines Sachverhaltes mit überwiegend grafischen Mitteln 3) i. e. S. →Prinzipdarstellung - vgl. Bildstatistik, Diagramm, diskontinuierlicher Text, Infografik, Prinzipdarstellung, Strukturbild, Strukturskizze,
 
     
  Schauplatz
1) allg. Stelle, an der sich etwas Bestimmtes abspielt/ereignet 2) in der Dramentheorie wird im Anschluss an Lessings Ausführungen in der »Hamburgischen Dramaturgie häufig zwischen dem allgemeinen Ort (z. B. Jerusalem im Drama Nathan der Weise unterschieden, an dem ein Drama spielt und dem Schauplatz im Rahmen dieses Orts, an dem die dramatischen Handlungen in Szene gesetzt werden (z.B. im Palast des Sultans, auf der Straße, unter Palmen etc.); nicht zu verwechseln mit dem Begriff des "Schau-Platzes" - vgl. Schau-Platz, Ort,
 
     
  Schau-Ort
abgegrenzter Platz (z.B. Saal, Kirche, Fabrikgebäude, Platz), der zum Schau-Raum für die Darsteller (Bühne) und die Zuschauer wird - vgl. Schau-Raum, Schau-Platz,
 
     
  Schau-Platz
m antiken Theater im engeren Sinne der Platz (orchestra und skene), gewöhnlich ein steinernes oder hölzernes Bühnenhaus, auf dem das dramatische Geschehen inszeniert wurde; Ggs. Schau-Raum der Zuschauer (theatron) (vgl. Denk/Möbius 2008, S.103); nicht zu verwechseln mit dem auch in der Dramentheorie uneinheitlich verwendeten Begriff Schauplatz, der die dramatische Handlung an einer bestimmten Stelle lokalisiert; - vgl. Schauplatz, Schau-Raum, Schau-Ort,
 
     
  Schau-Raum
Raum in einem Theater, der z. B. in einem herkömmlichen Theater mit Guckkastenbühne  zwischen Zuschauerraum und der Bühne als Produktionsraum für die Darsteller  aufgeteilt ist.; im antiken Theater im engeren Sinne der Zuschauerraum (theatron) im Ggs. zu dem "Schau-Platz" (orchestra und skene), dem steineren oder hölzernen Bühnenhaus ( vgl. Denk/Möbius 2008, S.103) - vgl. Schau-Platz,
 
     
  Schauspielerbezogene Bühnenanweisung
auch: Inszenierungsanweisung, Regiebemerkung; Bezeichnung für auktorialen Nebentext im dramatischen Text, der Hinweise auf die die Ausgestaltung der Rolle einer dramatischen Figur enthält; dazu zählen →Bühnenanweisungen mit Instruktionen, die sich auf den Auftritt oder den Abgang einer Figur, auf Statur und Physiognomie, Maske und Kostüm, Gestik und Mimik, die paralinguistische Realisierung der Repliken, Figurengruppierung und Interaktion beziehen (vgl. Pfister 1977, S.36f.); Ggs. kontextbezogene Bühnenanweisung
vgl. dramatischer Text, Haupttext, Nebentext, Bühnenanweisung, kontextbezogene Bühnenanweisung,
 
 
Schemata
Von Roman Ingarden  (1893-1970) aus der Phänomenologie Edmund Husserls (1959-1938) und dessen Untersuchung intentionaler Akte abgeleitete Vorstellung von der Aspekthaftigkeit jedes intentionalen Gegenstandes, damit auch des literarischen Werkes; im literarischen Werk fehlt den dargestellten Gegenständen eine allseitige Bestimmtheit, d.h. sie können nicht in ihrer Totalität dargestellt werden; sie sind stattdessen nur teilbestimmt und stellen insofern "Skelette" einer allseitigen Bestimmtheit dar, d.h. sie sind schematisiert. - vgl. schematisierte Ansichten, Schichtentheorie 
 
Schematisierte Ansichten
In der ästhetischen Theorie Roman Ingardens (1893-1970) eine der vier Schichten eines literarischen Kunstwerkes (Schichtentheorie); besonders ausgeprägte Beteiligung des Lesers, der die im Text nur potentiell angelegten Ansichten aktualisieren und konkretisieren kann; Aktualisierung in Form einer lebendigen Vorstellung beim Lesen durch den Leser, der "im Vorstellungsmaterial anschauliche Ansichten produktiv erlebt und [...] zur Darstellung bringt." (Ingarden 1968 (1975), S.42); prinzipiell können eine Vielzahl schematisierter Ansichten vom Leser aktualisiert werden, allerdings ist eine von der Suggestion der Textstrukturen adäquate ästhetische Erfassung eines Textes möglich; - vgl. Schichtentheorie
 
Schichtentheorie
Literaturästhetische Theorie Roman Ingardens (1893-1970); Auffassung des literarischen Werkes als "mehrschichtiges Gebilde"; 1. "Schicht der Wortlaute und der sprachlautlichen Gebilde und Charaktere höherer Ordnung", 2. "Schicht der Bedeutungseinheiten: der Satzsinne und der Sinne ganzer Satzzusammenhänge", 3. "Schicht der schematisierten Ansichten, in welchen die im Werk dargestellten Gegenstände verschiedener Art zur Erscheinung gelangen", 4. "Schicht der dargestellten Gegenständlichkeiten, welche [...] dargestellt werden" (Ingarden 1968 (1975), S.42) - vgl. schematisierte Ansichten 
 
Schlagwort
(Derzeit nur Platzhalter!) - 

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Schlüssigkeit
Kriterium für die Begründung bzw. den Beweis einer Aussage im Rahmen einer Argumentation; Prinzip: Wer den Ausgangssätzen einer Argumentation zustimmt, kann einem Argument nicht widersprechen, ohne damit einem anderen Argument zu widersprechen, dem man vorher zugestimmt hat (vgl. Metzler Lexikon Sprache 1993) - vgl. Argument, Argumentation
 
Schlüsselbegriff
auch: Schlüsselwort; öffnet den Zugang zum Verständnis von Problemen, Sachverhalten und Texten; - vgl. Kernbegriff,
 
Schlüsselwort
auch: Schlüsselbegriff; öffnen den Zugang zum Bedeutungskern eines Textes; stehen häufig in vielfältiger Art und Weise miteinander in Verbindung und bilden dann eine gewisses Bedeutungsfeld; oft in Form von rhetorischen Figuren gestaltet wie z.B. Wiederholung von Wörtern und Situationen, Parallelismen von Satzbaumustern oder Verhaltensweisen), Steigerungen, Kontrast/Gegensatz, Symbole, Metaphern, Vergleiche
     
  Schluss
1) in der formal-logischen Argumentationsanalyse Bezeichnung für den Übergang von etwas, was wir wissen oder zu wissen glauben, zu etwas Neuem; Prozess verläuft als psychischer, nicht selten als unbewusster oder nur halbbewusster Vorgang (vgl. Bayer 1999, S.239)
 
 
Schlussreim
auch Endreim - vgl. Reim

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Schneeschaufelfrage
von Clark (1973) geprägter Begriff zur Bezeichnung einer Problemfrage beim Brainstorming, die sehr weit gefasst und allgemein gehalten ist; beim Brainstorming zur Eingrenzung eines Problems einsetzbar, das dann in Form einer Spatenfrage formuliert werden soll, um die Ideenfindung effektiv zu machen - vgl. Brainstorming, Spatenfrage, Fragearten
Beispiele: Wie können wir das Klima in unserer Schule verbessern?
Wie lässt sich der Umsatz unserer Filialen erhöhen?
 
Schnelllesen
 - vgl. Lesen
      
  Schreibatelier
(auch: Atelier) auf Edouard Schneuwly (1995) zurückgehende schreibdidaktische Methode, bei der umfangreiche Schreibaufgaben, die an authentischen Textmustern entwickelt werden, in kurze, auf bestimmte Textmerkmale beschränkte Teilschreibaufgaben zerlegt und in unterschiedlichen "Ateliers" in eigenen Textproduktionen erprobt werden; Binnendifferenzierung erfolgt durch obligatorische und fakultative Aufgaben;
 
     
  Schreibaufgabe
 - vgl. Schreibprozess, Schreibstrategie
 
     
  Schreibblockade
auch: Schreibhemmung; Schreibstörung; Zustand, in dem der Schreibprozess zum Stillstand kommt und dem Schreiber zunächst keine Problemlösung dafür zur Verfügung steht -  vgl. Schreibstrategie, Schreibplan, Schreibentwicklung, Schreibprozess, Schreibkompetenz,
 
     
  Schreibdidaktik, literarische
vgl. Literarische Schreibdidaktik
 
     
  Schreibdiskussion
auch: Papier-Chat bzw. Papier-Posting oder Textforum; schreibdidaktische Methode, bei der in der Großgruppe Kommentare, Hinweise und Überarbeitungsvorschläge für einzelne Textentwürfe auf einem Plakat platziert werden, die von dem Autor/der Autorin zur Textüberarbeitung verwendet werden können (vgl.  Fix 2006/2008, S.177); - Textrevision, schrittweises kooperatives Schreiben, Textforum, Papier-Chat, Papier-Posting
 
     
  Schreiben, aktivitätszerlegendes
vgl. Aktivitätszerlegendes Schreiben
 
     
  Schreiben, argumentatives
vgl. Argumentatives Schreiben
 
     
  Schreiben, assoziatives
vgl. Assoziatives Schreiben
 
     
  Schreiben, authentisch-gestaltendes
vgl. Authentisch-getaltendes Schreiben
 
     
  Schreiben, automatisches
vgl. Automatisches Schreiben
 
     
  Schreiben, epistemisches
vgl. Epistemisches Schreiben
 
     
  Schreiben, epistemisch-heuristisches
vgl. Epistemisch-heuristisches Schreiben
 
     
  Schreiben, erörterndes
vgl. Erörterndes Schreiben
 
     
  Schreiben, essayistisches
vgl. Essayistisches Schreiben
 
     
  Schreiben, flüssiges
vgl. Flüssiges Schreiben
 
     
  Schreiben, gemeinsames kooperatives
vgl. Gemeinsames kooperatives Schreiben
 
     
  Schreiben, kollaboratives
vgl. Kollaboratives Schreiben
 
     
  Schreiben, kommunikatives
vgl. Kommunikatives Schreiben
 
     
  Schreiben, konzeptionelles
vgl. Konzeptionelles Schreiben
 
     
  Schreiben, kooperatives
vgl. Kooperatives Schreiben
 
     
  Schreiben, kreatives
vgl. Kreatives Schreiben
 
     
  Schreiben, lernendes
vgl. Lernendes Schreiben
 
     
  Schreiben, literarisches
vgl. Literarisches Schreiben
 
     
  Schreiben, nicht-zerlegendes
vgl. Nicht-zerlegendes Schreiben
 
      
  Schreiben, performatives
vgl. Performatives Schreiben
 
     
  Schreiben, planendes
vgl. Planendes Schreiben
 
     
  Scheiben, poetisches
vgl. Poetisches Schreiben
 
     
  Schreiben, produktzerlegendes
vgl. Produktzerlegendes Schreiben
 
     
  Schreiben, reflektiertes
vgl. Reflektiertes Schreiben
 
     
  Schreiben, reflexives
vgl. Reflexives Schreiben
 
     
  Schreiben, schrittweise kooperatives
vgl. Schrittweises kooperatives Schreiben
 
     
  Schreiben, synkretistisches
vgl. Synkretistisches Schreiben
 
     
  Schreiben, teilweise kooperatives
vgl. Teilweise kooperatives Schreiben
 
     
  Schreiben, texttransformierendes
vgl. Texttransformierendes Schreiben
 
     
  Schreiben, zerlegendes
vgl. Zerlegendes Schreiben
 
     
  Schreiben in einem Zug
vgl. Nicht-zerlegendes Schreiben
 
     
  Schreibentwicklung
1. nach Fix (2006/2008, S.50) das Schreiben, das sich an den Schriftsprachenerwerb (Erstlesen und Erstschreiben) anschließt; 2. bei (Bereiter (1980)Integrationsmodell zur Schreibentwicklung - vgl. Schreibkompetenz, Schreibexperte, Schreibprozess,
 
     
  Schreibexperte
"Denkfigur" (Portmann 1966, S.158f.) der Schreibforschung und Schreibdidaktik, die von einem höchsten Stadium der Schreibentwicklung ausgeht, in dem sich der Textproduzent mit seinem ganzen Schreibverhalten, sämtliche Phasen des →Schreibprozesses reflektierend kontrolliert, sich sämtliche Bedingungen des Schreibens in einer optimalen Weise zunutze macht und in allen Bereichen über eine umfassende  →Schreibkompetenz ( →Zielsetzungskompetenz, →inhaltliche Kompetenz, →Strukturierungskompetenz,  →Formulierungskompetenz) verfügt, die das jeweilige Schreibverhalten in Planungs-, Formulierungs- und Überarbeitungshandlungen den jeweiligen Schreibfunktionen und Schreibzielen anzupassen versteht; im →Integrationsmodell zur Schreibentwicklung (Bereiter (1980) Stadium des epistemischen bzw. epistemisch-heuristischen Schreíbens; Ggs. Schreibanfänger, Schreibnovize; - vgl. epistemisches Schreiben, Schreibkompetenz,
 

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Schreibformen
Aufgaben, die schreibend gelöst werden, im herkömmlichen Sinne textliche Gestalt annehmen
      
  Schreibformen, betriebliche
vgl. Betriebliche Schreibformen
 
     
  Schreibformen, berufliche
vgl. Berufliche Schreibformen
 
     
  Schreibformen, schulische
Vgl. Schulische Schreibformen
 
     
  Schreibfunktionen
1. in der Schreibforschung allgemeine Bezeichnung für die (kommunikativen) Ziele, die jemand beim Schreiben eines Textes verfolgt; die unterschiedlichen Schreibfunktionen leiten den  Schreibprozess an bestimmten Stellen  mehr, an anderen Stellen weniger an und spielen eine wesentliche bei der Überarbeitung von Texten (Textrevision) und stellen einen wichtigen Maßstab für Formulierungsentscheidungen dar; 2. nach Ossner (1995) fünf verschiedene Schreibfunktionen in drei Bereichen: a) psychisch: Für sich schreiben; b) sozial: Für andere Schreiben; an andere Schreiben; c) kognitiv: Schreiben zur Gedächtnisentlastung; Schreiben, um Erkenntnisse zu gewinnen 3. Fix (2206/2008) vereinfacht das Modell auf zwei Bereiche: a) kommunikatives Schreiben: Schreiben für andere; Schreiben an andere b) Personales und heuristisches Schreiben: Schreiben für sich selbst - vgl. Schreibstrategie, Schreibplan, Schreibentwicklung, Schreibprozess, kommunikatives Schreiben, Schreibkompetenz,
 
     
  Schreibhemmung
vgl. Schreibblockade
 
     
  Schreibkompetenz
Nach Fix (2008, S.33) kann unter Schreibkompetenz die Fähigkeit verstanden werden, pragmatisches Wissen, inhaltliches (Welt- und bereichsspezifisches) Wissen, Textmusterwissen, Sprachwissen in einem →Schreibprozess so anzuwenden, dass das Produkt den Anforderungen (selbst- und fremdbestimmter) Schreibfunktionen (z. B. Anleiten, Erklären, Unterhalten ...) gerecht wird; Teilkompetenzen dieser allgemeinen Schreibkompetenz sind →Zielsetzungskompetenz, →inhaltliche Kompetenz, →Strukturierungskompetenz und →Formulierungskompetenz - vgl. Zielsetzungskompetenz,  inhaltliche Kompetenz, Strukturierungskompetenz, Formulierungskompetenz, Schreibverhalten, Schreibexperte, Schreibstrategie, Schreibplan, Schreibentwicklung, Schreibprozess, kommunikatives Schreiben, Schreibverhalten,
 
     
  Schreibkonferenz
ursprgl. von Donald H. Graves (1930-2010) (1983) entwickeltes Konzept (writing conference), dann von Gudrun Spitta (1992) für die Grundschule modifiziert; schrittweises kooperatives Schreiben, bei dem die individuelle Textproduktion durch das Peer-Feedback in den unterschiedlichen Phasen des Schreibprozess unterstützt wird; jedes Mitglied der Schreibkonferenz-Gruppe hat dabei in persönlichen Schreibkonferenzen Gelegenheit, seine Textentwürfe den anderen Teammitgliedern vorzustellen und deren aus einer authentischen Leserrolle gegebenen Kommentare und Hinweise zur weiteren Textentwicklung in seine →Textüberarbeitung (Textrevision) einfließen zu lassen; der Perspektivenwechsel von →Feedbacknehmer hin zum →Feedbackgeber in den persönlichen Schreibkonferenzen der anderen Teammitglieder macht das Verfahren für die individuelle Schreibentwicklung besonders wertvoll. - vgl. kooperatives Schreiben, schrittweise kooperatives Schreiben, Lehrer-Schüler-Schreibkonferenz, Autoreninterview
 
     
  Schreibplan
 - vgl. Schreibstrategie, Schreibprozess, planendes Schreiben, Schreibverhalten,
 
     
  Schreibportfolio
- vgl. Portfolio, reflexives Schreiben,
 
     
  Schreibprozess
Komplexes Zusammenwirken unterschiedlicher Schreibhandlungen bei der Textproduktion; vollzieht sich  nach Flower und Hayes (1980) in mindestens in drei Etappen:  Planen (planning) - Formulieren (translating) - Überarbeiten (reviewing) ("Vorbereiten - Rohfassung schreiben - Überarbeiten",  Kruse/Ruhmann 2006, S.23); beim Schreiben muss der Schreiber seine(n) Adressaten, sein Schreibziel und die beim Schreiben einzuhaltenden Normen und zugleich den ganzen Schreibprozess im Blick haben (monitoring) - vgl. Schreibstrategie, Schreibplan, Schreibentwicklung
 
     
  Schreibstörung
vgl. Schreibblockade
 
     
  Schreibstrategie
"Vorgehenspläne beim Schreiben" (Mrotzek/Böttcher 2011, S. 30), mit denen Schreiber eine bestimmte Schreibaufgabe bewältigen wollen; 1. nach Bereiter/Scarmalia (1987) werden zwei Schreibstrategien unterschieden: knowledge telling und knowledge transforming; a) knowledge telling erschöpft sich in einem an den assoziativen Strukturen der Gedächtnisinhalte orientieren ohne weiteren Planungsaufwand organisierten Schreiben; b) knowledge transforming konstruiert beim Schreiben auf der Grundlage der dauernden Reflexion des eigenen Schreibprozesses neues Wissen; 2. Molitor-Lübbert (1985-2002) unterscheidet drei verschiedene Schreibtypen, die jeweils einer unterschiedlichen Schreibstrategie folgen: a) Bottom-up-Schreiber folgen einer textgeleiteten Strategie; dabei werden die Teilprozesse und Teilhandlungen beim Schreiben so aufeinander bezogen, dass die eigentliche Materialstrukturierung erst beim Formulieren selbst stattfindet; b)  Die selteneren Top-down-Schreiber folgen einer schemageleiteten Strategie; das bedeutet, dass der Schreiber ziemlich genau weiß, wie der Text, den er schreiben will, inhaltlich, sprachlich und kommunikativ gestaltet werden muss; zudem verfügt er über das dafür nötige Textmusterwissen und weiß auch, wie er dies bei der Textproduktion umsetzen will. c) Mischtypen gehen je je nach Wissen, Schreiberfahrungen und Aufgabenstellung im Ganzen oder auch nur bei einzelnen Textteilen entweder im Bottom-up- oder im im Top-down-Verfahren vor;. 3. Ortner (2000, S.346ff.) unterscheidet zwei grundlegende Strategien: Schreiben in einem Zug" (nicht-zerlegendes Schreiben") und zerlegendes Schreiben (aktivitätszerlegend, produktzerlegend) - vgl. Schreibentwicklung, Schreibkompetenz, Schreibprozess, Schreibexperte,
 
     
  Schreibverhalten
nach Portmann (1966, S.161) Bezeichnung für die Gesamtheit von Einstellungen und Handlungen, die als Antwort auf spezifische Anforderungen von einem Textproduzenten beim Schreiben gezeigt werden; Ergebnis (Resultante) einer ganzen Anzahl verschiedener miteinander interagierender Teilkompetenzen - vgl. Schreibentwicklung, Schreibkompetenz, Schreibprozess, Schreibplan,
 
     
  Schreibziel
derzeit nur Platzhalter! - vgl. Schreibaufgabe, Schreibstrategie, Schreibkompetenz, Schreibprozess
 
     
  Schreibzirkel
schreibdidaktische Methode, die beim individuellen oder auch schrittweise kooperativen Schreiben eingesetzt werden kann und sich auf die didaktischen Prinzipien und organisatorischen Strukturen des Lernzirkels stützt - vgl. Lernzirkel, schrittweise kooperatives Schreiben.
 
 
Schriftführer
vgl. Protokollant 
     
  Schriftlichkeit
vgl. Literalität
 
 
Schrittraffung
Erzähltechnisches Mittel zur Zeitgestaltung; Form der sukzessiven Raffung mit relativ geringer Raffungsintensität; Aufreihung von Vorgängen und Gegebenheiten in Richtung der  erzählten Zeit und zwar so, dass dem Geschehen mehr oder weniger kontinuierlich unter Annäherung an zeitdeckendes Erzählen gefolgt wird; (vgl. Lämmert 1955, S.83) - vgl. durative Raffung, iterative Raffung, Sprungraffung, sukzessiven Raffung, Zeitgestaltung, Zeitraffung
     
  Schrittweises kooperatives Schreiben
Von Becker-Mrotzeck/Böttcher (2006/2011, S.42) in Übersetzung des englischen Terminus Interactive writing verwendete Bezeichnung für eine besonders schulrelevante Form des kooperativen Schreibens; während der Textproduktion interagiert der Schreiber mit anderen Personen (Lehrkräften, Schülern), um seine jeweiligen Textentwürfe in den unterschiedlichen Phasen/Stadien des Schreibprozesses zur weiteren Überarbeitung kommentieren und beurteilen zu lassen;  - vgl. kooperatives Schreiben, gemeinsames kooperatives Schreiben, Schreibkonferenz, Autoreninterview, Schreibzirkel, Reihumtext, Reißverschlusstext
 
 
Schulische Schreibformen
Schreibaufgaben, die im modernen Deutschunterricht gestellt werden und die von den Schülerinnen und Schülern gelöst werden sollen (Aufsatz); Auswahl: Erzählen als Erlebnis- oder Phantasieerzählung; Berichten als Erlebnis- oder Vorgangsbericht; Schildern als Erlebnis-, Vorgangs- oder Personenschilderung; Beschreiben als Gegenstands-, Vorgangs- oder Personenbeschreibung; Charakterisieren als Personen- oder literarische Charakteristik; Erörtern als Problemerörterung (freie/textungebundene Erörterung) oder Texterörterung; Inhalt von Texten wiedergeben als strukturierte (auch: strukturierende) Textwiedergabe oder (referierende) Inhaltsangabe; Interpretieren als Interpretationsaufsatz (Textinterpretation, literarischer Aufsatz) oder produktive Textarbeit/ literarisches Rollenspiel, usw.

 

Schüttelreim
Sonderform des Doppelreims; die am Reim beteiligten Wörter tauschen ihre Anfangskonsonanten oder auch Silben miteinander aus; dadurch entsteht eine neue sinnvolle Wortfolge - vgl. Reim
Beispiel: In Reimes Hut Geheimes ruht
     
  Schranken-Signal
vgl. Schutz-Überkreuzung
 
     
  Schutz-Überkreuzung
Geste in der nonverbalen Kommunikation; mit dieser Geste reagieren viele Menschen dann, wenn sie ein Gebiet betreten, mit dem sie nicht vertraut sind. Man kreuzt in einem solchen Fall auf irgendeine Art vor seinem Körper einen Arm.
vgl. Geste, nonverbale Kommunikation, Körpersprache
 
     
  Schwerpunktthema
1. allgemeine Bezeichnung für das Festlegen eines bestimmten thematischen Kernbereichs; 2. Sternchenthema
 
     
  Segment
in der Sprachwissenschaft Bezeichnung für die zeitlich begrenzte sequenzielle Einheit lautsprachlicher Äußerungen (z. B. Laut, Silbe, Phon); Ggs. supragmentale Merkmale - vgl. Gesprächsanalyse, Segmentierung, suprasegmentale Merkmale
 
     
  Segmentierung
Zusammenfassung sprachlicher Ausdrücke zu einer Folge von Segmenten - vgl. Segment
 
     
  Sehfläche
Flächen, auf den Zeichen unterschiedlicher Art verteilt sind, die für den Rezipienten eine Bedeutung haben können oder sollen (vgl. Schmitz 2005, S.2)
 
     
  Seifenoper
(auch Soap Opera); Bezeichnung für in der Regel unter hohem Zeitdruck produzierte. über einen langen Zeitraum hin gesendete Fernsehserien mit eher trivialen Inhalten; Bezeichnung kommt daher, dass einst "seichte" Hörspiele von Waschmittelherstellern gesponsert worden sind
 

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Sekundärliteratur
frz. secondaire = an zweiter Stelle; auch allgemein als Forschungsliteratur bezeichnet; Literatur über Literatur; fachwissenschaftliche Analysen und Kommentare zu verschiedensten, meist literarischen oder philosophischen Werken; Gegensatz: Primärliteratur - vgl. Primärliteratur
     
  Sekundenstil
Bezeichnung für eine die Wirklichkeit kopierende Darstellungstechnik, die die kleinsten inneren Regungen und äußeren Bewegungen minutiös von Sekunde zu Sekunde in linearer zeitliche Reihenfolge aufzeichnet; überwiegend in der Literaturepoche des Naturalismus (1880-1910), dort erstmals in den Skizzen von Arno Holz und Johannes Schlaf verwendet; geht sprachlich mitunter so weit, dass die Sprache grammatische Fehler aufweist, unvollständig ist oder unlogisch wirkt; Ziel: Totale Nach- bzw. Abbildung von Wirklichkeit, was die Unabsehbarkeit der Realität zum Ausdruck bringen soll; in der epischen Literatur: zeitdeckendes Erzählen als szenische Darstellung; im Drama erkennbar an der von zahlreichen Bühnenanweisungen/Regiebemerkungen (Nebentext) unterbrochenen dramatischen Rede (Haupttext).
 
       
  Selbstselektion
vgl. Selbstwahl - Gegenteil: Partnerselektion
 

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Selbstthematisierung
1) im epischen Text: explizite Information zur Figurencharakterisierung durch  die Figur selbst in Form der direkten Redewiedergabe einer Figur oder in Form von auf Innensicht beruhender Gedankenwiedergabe einer Figur. 2) im dramatischen Text: Thematisierung einer Figur im Haupttext durch sprachliche Äußerungen der Figur selbst a) in einem glaubhaften Monolog oder Monologfragment b) in Form einer weniger glaubhaften, möglicherweise auf Verstellung beruhenden Dialogrede der dramatischen Figur (vgl. Fricke/Zymner 1993, S.188) - vgl. Fremdthematisierung
Epischer Text - Beispiel: Antonia schrie ihn jetzt fast an: "Dann bin ich eben spießig, das ist mir egal. Ich bin eine Frau mit ganz normalen Gefühlen. Da kannst du lange reden." Ein paar Minuten später schon fragte sie sich aber in Gedanken: "Warum habe ich mich so gehen lassen?"
     
  Selbstwahl
auch: Selbstzuweisung oder Selbstselektion; Form des Sprecherwechsels in einem Gespräch (Gegenteil: Fremdwahl); ein Hörer wechselt in die Sprecherrolle, indem er nach dem Ende einer Äußerung seines Gesprächspartners zu Wort kommt oder indem er diesen unterbricht, wodurch allerdings eine kurze Simultansequenz (beide sprechen) auftritt - vgl. Gesprächsanalyse, Sprecherwechsel, Fremdwahl
 
     
  Selbstzuweisung
vgl. Selbstwahl
 
 
Semantik
Lehre von der Bedeutung sprachlicher Zeichen und Zeichenfolgen

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Semiotik
Lehre von den Zeichen (sprachlichen und nichtsprachlichen) als kommunikativen Signalen und ihren Systemen. MORRIS unterscheidet drei Teilbereiche: Semantik (untersucht Verhältnis der Zeichen zu den "Sachen"), Pragmatik (untersucht Beziehungen zwischen Zeichen und Benutzer), Syntax (Grammatik; untersucht Beziehungen der Zeichen untereinander.
     
  Senkung
in der dt. Verslehre (Metrik) Bezeichnung für die unbetonte Silbe (Gegenteil: Hebung - vgl. Anapäst, DaktylusJambusMetrum, Takt, Taktart, Trochäus, Vers, Versfuß, Versmaß,
 
 
Sentenz
Sinn- oder Denkspruch, leicht einprägsamer allgemeiner Satz, der sich mit seiner geschlossenen Aussage aus einem literarischen Werk heraushebt und Allgemeingültigkeit beansprucht; kontextbezogen, d.h. sprachlich dem sie umgebenden Kontext angepasst (z.B. Vers oder Prosa, Blankvers u. ä.); in einer Sentenz werden häufig rhetorische Mittel eingesetzt (z.B. Antithese, Klimax, Parallelismus, Wiederholungen); steht oft an besonders exponierter und dadurch auffälliger Stelle, z.B. am Akt- oder Dramenende, am Beginn oder Ende eines Monologs; besitzt eine besondere Zitierbarkeit, die sie häufig zu einem "geflügelten Wort" werden lässt;
     
  Sequenzielle Revision
Textrevision, bei der ein Text im Rahmen vorliegender Text- und Satzschemata bei der Überarbeitung verändert wird; Ggs. konzeptionelle Revision - vgl. Textüberarbeitung, Textrevision, Revisionskompetenz, Revisionshandlung
 
 
Sequenzielles Lesen
Lesetechnik, bei der ein Text im Allgemeinen vollständig gelesen wird (Ggs. punktuelles Lesen); Lesevorgang folgt dem vorgegebenen Textfluss;  vgl. Lesen, Lesetechnik, punktuelles Lesen, diagonales Lesen, intensives Lesen, kursorisches Lesen,
     
  Sermon
1.  veraltet für Rede, Gespräch oder Predigt; 2. a) umgangssprachlich etwa länger ausgebreitetes Geschwätz, im abwertenden Sinne Redeschwall, lange und langweilige Rede, aber auch: Strafpredigt; b) redensartlich: seinen Sermon dazugeben etwa im gleichen Sinn wie seinen Senf dazugeben, also ungefragt zu allem seine Meinung zu sagen 3. in der christlichen Predigt eine den  pragmatischen Texten (Gebrauchstexten) zuzuordnende Textsorte, die auch als Themapredigt  bezeichnet wird; eine in gehobener Sprache, kunstvoll arrangierte und strukturierte Rede, die sich in der Regel auf einen Bibelvers bezieht; - vgl. Themapredigt, Predigt,
 
      
  Setting
Konzeption, die auf der Vorstellung einer engen, aufeinander vielfältig bezogenen Verbindung von Handlungen und einer darauf abgestimmten Umgebung, zwischen sozialer und physischer Welt beruht; besteht aus drei Teilen: 1. eine oder mehrere handelnde Personen , 2. eine Umgebung, die die spezifische(n) Handlung(en) des Settings unterstützt 3. ein spezieller, für das jeweilige Setting typischer (Programm-)Ablauf (Settingprogramm); in einem Setting sind die Programme der verschiedenen Akteure funktional aufeinander bezogen, miteinander verbunden und hängen stark voneinander ab; für das Vorhandensein eines Setting ist die gleichzeitige Existenz aller drei Teile konstitutiv; Mindestkriterien: 1. mindestens ein fixiertes gleich bleibendes Handlungsmuster (Settingprogramm), meistens jedoch mehrere, für alle Personen, die zum Setting gehören; 2. starke Gebundenheit des  Settingprogramms an die physische Struktur des Settings, die aus komplexen Anordnungen von Dingen besteht (Aspekt der Räumlichkeit, raumzeitliche Koordinaten); 3. physische als auch zeitliche Begrenzungen; 4. Abstimmung der physisch-materiellen Umgebung auf das Settingprogramm (Kongruenz von Umgebung und Programm = Synmorphie);
Beispiele
: Klassenzimmer, elterliche Wohnung
Beispiel Fußballspiel als Setting:

- Handelnde Akteure: Spieler, Schieds- und Linienrichter, Security-Personal, Kartenverkäufer, Zuschauer
- Programm für den Zuschauer: Kauf einer Eintrittskarte, Platz aufsuchen, Anfeuerungsrufe geben
- Programm für den Spieler: sich mit dem Trainer beraten, sich aufwärmen, Spielregeln beachten und taktisches Konzept einhalten
- Umgebung: Spielfeld mit der genau festgelegten Größe, Bodenmarkierungen, Toraufstellung; Tribünen, ihre Anordnung und Separierung; Eingänge für Anhänger der Heim- und Gastmannschaft, Drehkreuze zur Durchführung der Zugangskontrolle
 
     
  Short Term WebQuest
vgl. Kurzer Webquest
 

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Showing
Form des Erzählerberichts i. w. S. (h: Erzählerbericht i. e. S.), bei der sich der Erzähler bzw. die Erzählinstanz in keiner Weise kommentierend in das erzählte Geschehen einmischt; vgl. Telling .
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund. Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte zur Tür.
     
  Sie-Anrede
vgl. Siezen, Du-Anrede, Ihr-Anrede,
 
     
  Siezen
1. im Ggs, zum →Duzen die förmliche Anrede mit Verwendung des großgeschriebenen →Anredepronomen Sie; 2.  2. Sprechakt Anrede zur →Kontaktumgrenzung;- vgl. Anrede, Anredepronomen, Personalpronomen, Duzen, "Ihrzen"
 
     
  Silbenkurzwörter
Gruppe von Kurzwörtern, die meistens auf zwei die Kurzform bildende Segmente zurückgehen (vgl. Steinhauer 2007, S. 140); a) Kopfwörter: vom Anfang der Vollform gebildet b) Endwörter: aus dem Ende der Vollform gebildet
Beispiele: a) Kopfwörter: Mofa, Akku, Disko, Navi b) Endwörter: Bus - vgl. Kurzwörter
 
 
Sinnabschnitte
Bei der inhaltlichen Erfassung des Textes Bezeichnung für inhaltlich bzw. unter einer Textsinnrichtung zusammengehörige und zusammenfassbare Textteile. Im Allgemeinen: Handlungen, Zeitstrukturen, Raumstrukturen, Figuren - vgl. inhaltliche Erfassung des Textes
 
Sinnbild
Bezeichnung für eine bildhafte Darstellung, bei der eine bestimmte Beziehung zwischen dem Bild und dem Bildsinn besteht; meistens offenkundige Relation - vgl. Bild, Emblem, Metapher, Symbol,

   

Sinnfiguren
auch: Gedankenfiguren; rhetorische Figuren, die sich auf den Gedankengang. die innere Struktur einer Aussage beziehen; häufig erstreckt sich der Wirkungsbereich auf ganze Textteile oder vollständige Sätze; (uneinheitliche Systematik!); Wichtige Sinnfiguren: Allegorie, Antithese, Apostrophe, ChiasmusEuphemismus, Ironie, Hyperbel, Vergleich, Parenthese, ... vgl. rhetorische Figuren, Gedankenfiguren

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Sinngemäßes Zitieren
Form der Übernahme oder Wiedergabe schriftlicher oder mündlicher Äußerungen von anderen - vgl. Zitieren, wörtliches Zitieren, paraphrasieren,
Beispiel: Corneille und Racine haben sich als Autoren der geschlossenen Form des Dramas einer im Großen und Ganzen zutreffenden Auslegung der so genannten aristotelischen Regeln (drei Einheiten) unterworfen. (vgl. Klotz, 1969, S.38)
     
 

Situationalität
In der Textlinguistik Kriterium der Textualität, das die Beziehungen zwischen Texten und den Situationen ihrer Verwendung erfasst; Beaugrande/Dressler (1981, S.169ff.) bezeichnen damit die Gesamtheit der Beziehungen zwischen Texten und (aktuellen und rekonstruierbaren) Situationen; dazu zählen u. a.: Verstehen und Berücksichtigen der situativen Ausgangsbedingungen bei der Entstehung des Textes; Text kann eine Situation beschreiben oder darstellen oder zur Situationskontrolle und Situationslenkung (169) dienen; fließende Übergänge zwischen diesen Textfunktionen - vgl. Textlinguistik, Textualität, Informativität, Intentionalität, Akzeptabilität, Intertextualität 

 
 
Situationen (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur Figurencharakterisierung durch Einordnung einer Figur in einen zeitlichen, räumlichen und kausalen oder finalen (Handlungs-)Zusammenhang  einer "Story"  
Beispiel: Antonia betrat kurz vor drei Uhr das Restaurant unten am Fluss. Dort wartete sie auf ihren Freund, der sich da mit ihr treffen wollte. Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte zur Tür, um ihm schon beim Hereinkommen sein Anliegen von den Augen ablesen zu können.
 
Situativer Kontext
allgemeiner übergeordneter Zusammenhang, in dem eine bestimmte sprachliche Äußerung erfolgt; Berücksichtigung des komplexen Kommunikationsvorganges - vgl. Kontext
 
Sitzungsprotokoll
Form des Redeprotokolls; hält jedes gesprochene Wort in einem Gespräch, in der Regel Parlamentsdebatten (Bundestag, Landtag) - vgl. ProtokollRedeprotokoll
 
Slang
Bezeichnung für eine Varietät, die besonders wenig formgebunden und nicht auf eine besondere Region beschränkt ist; häufig stilistisch expressiv wirkende Wörter, die im Alltagsleben üblich sind oder Wörter, die in bestimmten Sozial- und Berufsgruppen gebräuchlich sind; Übergang zu Gruppenjargon fließend - vgl. Jargon, Varietät 
     
  Slogan
1) In der Werbeanzeige meist dem Logo gemeinsam gestalteter sprachlichter Textteil - vgl. Werbeanzeige, Logo
 
      
  Soap Opera
vgl. Seifenoper
 
     
  Sonett
Reimgedicht mit einer bestimmten Strophenform, bestehend aus zwei Quartetten (zwei vierzeilige Strophen) und zwei Terzetten (zwei dreizeilige Strophen); durch die vorhandene Zäsur zwischen den Quartetten und Terzetten besonders gut geeignete Form für die Gedankendichtung: Satz (These) und Gegensatz (Antithese), Frage und Antwort, Problem und Lösung, Erlebnis und allgemeine Anwendung, Gedankenspiel und Fazit (vgl. Bantel 1963, S.84)Reimverschränkung kann je nach historischer Tradition unterschiedlich ausfallen: 1) italienischer Petrarca-Typ: a) alternierender Oktavbau und zwei Sextettordnungen
abab / abab / cdc / dcd
abab / abab / cde / cde
b) umschlingender Oktavreim und zwei Sextettordnungen
abba / abba / cdc / dcd
abba / abba / cde / cde
2) französischer Ronsard-Typ: umschlingender Oktavreim und zwei Sextettanordnungen
abba / abba / ccd /eed
abba / abba / ccd/ ede
3) englischer Shakespeare-Typ: drei alternierend reimende Quartette und ein Reimpaar
abab / cdcd / efef / gg
- vgl. Ivo Braak 1969, S.138) - vgl. Vers, Strophe
Beispiel für den frz. Ronsard-Typ:
Du siehst, wo du siehst, nur Eitelkeit auf Erden,
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein ...
(Andreas Gryphius, Es ist alles eitel)
 
     
  Sozial-interaktive Fertigkeiten
Tätigkeiten im Bereich des Handlungswissens; Können im Umgang mit anderen Menschen; Formen: Geschick, Einfühlungsvermögen (vgl. Jarz 1997, S.77, Mandl/Spada (1988) - vgl. Fertigkeiten, Handlungswissens
Beispiele: Geschick und/oder Einfühlungsvermögen bei der Konfliktlösung
 

 

Spatenfrage
von Clark (1973) geprägter Begriff zur Bezeichnung einer Problemfrage beim Brainstorming, die mitten ins Zentrum eines Problems führt; beim Brainstorming zur effektiven Gestaltung der Ideenfindung - vgl. Brainstorming, Schneeschaufelfrage, Fragearten
Beispiele: Wie können wir das Klima in unserer Schule verbessern?
Wie lässt sich der Umsatz unserer Filialen erhöhen?
     
  Spitzenformulierung
In der Argumentationstheorie Bezeichnung für die Hauptthese bzw. die zentrale Konklusion einer komplex und hierarchisch angelegten Argumentation; sie steht in der Hierarchie der Thesen am höchsten und ihr lassen sich die übrigen Thesen und Argumente zu- bzw. unterordnen; obwohl logisch gesehen erst aus den Argumenten folgend steht sie oft schon am Anfang eines Textes oder wird am Beginn eines Gesprächs formuliert - vgl. Bayer 1999, S.448 - vgl. Argument, Argumentation, Argumentationstheorie, Hauptthese
 
     
  Spontanes Gespräch
(auch: natürliches spontanes Gespräch) - im gesprächsanalytischen Ansatz von Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für natürliche Gespräche, die im Gegensatz zu den arrangierten Gesprächen unvorbereitet  stattfinden  - vgl. Gespräch, natürliches Gespräch, arrangiertes Gespräch
 
     
  Sprachgestaltender Aufsatz
in der traditionellen Aufsatzlehre Bezeichnung für einen seit den 1930er Jahren bis in die Gegenwart hinein wirkenden Typ des Schulaufsatzes, der vor sich vor allem der so genannten "inneren Sprachbildung" und der Entwicklung eines sehr begrenzten Verständnisses von  Sprachkompetenz verpflichtet sieht; sprachlich-stilistische Komponenten der Textproduktion stark am Verhältnis von Inhalt und Form orientiert, das sich in der Beherrschung unterschiedlicher sprachlich-stilistischer Varianten niederschlägt wie z. B. der subjektiven und expressiven Erlebnissprache beim Erzählen und Schildern und dem sachlich-nüchternen Schreiben in einer Sach- oder Zwecksprache bei Betrachtungen, Beschreibungen, beim Berichten und Erörtern - vgl. Aufsatzlehre, gebundener Aufsatz, funktionaler Aufsatz, freier Aufsatz, Erlebnisaufsatz,
 

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Sprachhandlung
vgl. Sprechhandlung
     
  Sprachliche Eindeutigkeit
1) hinsichtlich der Wortbedeutung (semantisch): vgl. Monosemie, Disambiguierung
 
 
Sprachliche Einfachheit
Auf den Hamburger Verständlichkeitsansatz in der Kommunikations- bzw. Lesepsychologie zurückgehende Richtlinie zur Erreichung optimaler Verständlichkeit bei der Textproduktion (Verständlichmacher); umfasst folgende  Textmerkmale: einfache Darstellung, kurze einfache Sätze, geläufige Wörter, erklärte Fachwörter, konkret, anschaulich; Gegensatz: Kompliziertheit  - vgl. Christmann/Groeben 1999, S.182, Langer u.a. 1993, S.16) - vgl. Verständlichmacher, Textverständlichkeit 
 
Sprachliche Kompetenz
Fähigkeit des Sprechers oder Hörers einer Sprache unter Verwendung einer begrenzten Anzahl von Elementen und Regeln eine unbegrenzte Anzahl von Sätzen dieser Sprache zu bilden und zu verstehen, indem einer unbegrenzten Menge von Bedeutungsstrukturen eine unbegrenzte Menge von Lautstrukturen zugeordnet werden.

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Sprachliches Zeichen
Zeichen als eine Einheit von Ausdruck (Lautung) und Inhalt (Bedeutung); nach SAUSSURE Einheit von Signifiant (Signifikant) und Signifié (Signifikat); Verbindung zwischen Ausdruck und Inhalt ist arbiträr (=willkürlich, an sich beliebig), ist aber durch Konvention (Übereinkunft) in jeder Einzelsprache festgelegt. Was der Sprecher in der außersprachlichen Wirklichkeit meint (außersprachlicher Bezugspunkt auf den das Zeichen verweist) nennt man Denotat.
 
Sprachschicht
(Derzeit nur Platzhalter!) -
 
Sprechakt, initiativer
vgl. initiativer Sprechakt - vgl. Sprechakte, reaktiver Sprechakt
 
Sprechakt, reaktiver
vgl. reaktiver Sprechakt

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Sprechakte
Verständigungs- bzw. Sprechhandlungen (auch: Sprachhandlungen), die die kleinsten Einheiten der Textebene darstellen; Sprechakttypen: partnerbezogene Sprechakte, sprecherbezogene Sprechakte  (vgl. Engel 1996); - vgl. Sprechhandlung, initiativer Sprechakt, reaktiver Sprechakt
 
Sprechakte, partnerbezogene
vgl. partnerbezogene Sprechakte 
 
Sprechaktmethode
Methode zur Erfassung des Gedankenganges und/oder der argumentativen Strukturen eines Textes durch Bestimmung der meist nicht ausgesprochenen Sprachhandlungen Dabei muss man mit redebezeichnenden Verben oder Nomen die Sprachhandlung erfassen (z.B. behaupten, begründen, beweisen, verdeutlichen, erläutern, untermauern, bejahen, folgern …) Methode findet häufig Verwendung bei den Vorarbeiten zur strukturierten Textwiedergabe. vgl. Strukturwortmethode, W-Fragen-Methode
 
Sprechausdruck
(auch: paraverbale Mittel, Parasprache) Begriff aus der Sprechwissenschaft, der sämtliche Lauterscheinungen umfasst, die beim Sprechen beobachtet werden können, ohne dass sie zu den phonetischen Unterscheidungsmerkmalen gehören; man unterscheidet vier verschiedene Gruppen, die verschiedene Botschaften konstituieren können: 1. melodramatische Mittel: Tonhöhe, Tonhöhenverlauf, Klangfarbe, Klangfülle alle abhängig von Stimme, Stimmlage und Stimmgattung 2. dynamische Mittel: Lautstärke, Lautstärkenwechsel, Betonungsstärke, Betonungsart (stereotyp skandierend oder am Sinn orientiert), Betonungshäufigkeit, alle abhängig vom Schalldruck 3. temporale Mittel: Sprechtempo, Geschwindigkeitswechsel, Pausenanzahl, Pausenlänge, Pausenart (stauend - lösend, an Sinnschritten oder Sprechakten orientiert), alle abhängig von der Zeitwahrnehmung bei der Laut- und Silbenrealisierung 4. artikulatorische Mittel: Lautart (vokalisch - konsonantisch), Deutlichkeit, Lautungsstufe (z.B. Standardsprache, Dialekt, Soziolekt - vgl. Parasprache, Paralinguistik, sprechgestaltende Interpretation
     
  Sprechen
1)
alltagssprachlich: sämtliche Dimensionen der mündlichen Kommunikation 2) sprechwissenschaftlich: Sprechtätigkeit, die akustische Materialität besitzt, sich in einem sozialen Bedingungsgefüge mit einer ganzen Reihe von physischen, psychischen, inter- und intrasubjektiven Sprechhandlungen und -operationen (Sprechverhalten) vollzieht; Sprechen konstituiert Sinn, indem es das, was subjektiv gemeint ist und verstanden werden soll, konstituiert
 
     
  Sprechen, handlungsbegleitendes
vgl. handlungsbegleitendes Sprechen
 
     
  Sprechen, thematisches
vgl. thematisches Sprechen
 
     
  Sprechersigle
Pseudonyme in der Transkription eines Gesprächs; dabei  verwendete Abkürzungen für die Sprecher in einem Gespräch; damit die Sprecher bei nicht-öffentlich gesprochenem Wort nicht identifizierbar sind und gleichzeitig voneinander unterscheidbar sind, werden spezielle Abkürzungen, besondere Buchstaben, Indizes, Klammerausdrücke o. ä. verwendet; üblich ist allerdings auch die anonymisierte Abbildung von Beziehungen der Gesprächspartner untereinander: Duzbeziehungen werden mit Vornamen, Siezbeziehungen mit Nachnamen oder Kombinationen aus Initialen für Vor- und Nachnamen gebildet (z. B. im GAT) - Gesprächsanalyse, Transkription, Notation
 
     
  Sprecherwechsel
 auch turn-taking; Begriff aus der Gesprächsanalyse; grundlegende Organisationsgröße eines Gesprächs, bei dem ein Rollenwechsel stattfindet: ein ehemaliger Hörer wird zum Sprecher; verlangt eine intensive Kooperation der am Gespräch beteiligten Personen, die zur Eröffnung von Optionen der Beteiligten, zu deren Übernahme oder Abweisung durch die Beteiligten führt; Sprecherwechsel erfolgt entweder durch implizite oder explizite Fremdwahl (jemand erteilt uns das Wort) oder durch Selbstwahl (wir nehmen uns selbst das Wort); Formen des Sprecherwechsels: 1. Sprecherwechsel mit oder ohne Sprechpause (gap), 2. Sprecherwechsel mit Überlappen (overlap) 3. Sprecherwechsel mit längerer Pause bzw. Schweigen, 4. Sprecherwechsel durch Unterbrechung; Sprecherwechsel kann auf verschiedene Art und Weise vorbereitet werden, hängen aber auch von institutionellen und organisatorischen Rollen ab, die die Gesprächspartner einnehmen (z. B. Diskussionsleiter-Diskussionsteilnehmer, Richter-Angeklagter etc.); beim Sprecherwechsel spielt auch das nonverbale Verhalten eine große Rolle (Blickkontakt bei der Fremdwahl, Gesichtsausdruck und Körperhaltung bei der Selbstwahl - vgl. Gesprächsanalyse, turn-taking
 
 
Sprechgestaltende Interpretation
textproduktives Verfahren zur Interpretation, das auf dem bewussten Einsetzen des Sprechausdrucks beruht, z.B. Tonhöhe, Tonhöhenverlauf, Klangfarbe, Klangfülle - Lautstärke, Lautstärkenwechsel, Betonungsstärke, Betonungsart - Sprechtempo, Geschwindigkeitswechsel, Pausenanzahl, Pausenlänge, Pausenart, - Lautart, Deutlichkeit, Lautungsstufe (z.B. Standardsprache, Dialekt, Soziolekt) - vgl. Sprechausdruck, Rezitation

   

Sprechhandlung
1) häufig verwendet zur alternativen Eindeutschung des engl. Begriffs »speech act« (»Sprechakt«) 2) in der Kritik der Sprechakttheorie Bezeichnung für die Zweckgerichtetheit sprachlichen Handelns und zur Unterstreichung des Handlungscharakters des Sprechens 3) neutraler Ausdruck für »Mündlichkeit«, der aber über das Mündliche hinausreicht
     
 

Sprichwort
volkstümliche Aussage, die zu den so genannten einfachen Formen (A. Jolles) zählt; Besondere Merkmale: Anspruch auf Allgemeingültigkeit, geschlossene syntaktische Form, Konstanz im Wortlaut, häufig auch besondere sprachliche Eigenschaften wie Bildhaftigkeit, Rhythmus, Reim, Alliteration, Assonanz, Parallelismus; Anspruch auf Allgemeingültigkeit leitet aus der Thematisierung einer über die Zeit, Schichten und Milieus hinausreichenden Erfahrung, die sich den häufig aus dem bäuerlichen Bereich stammenden bildhaften Formulierungen zu eigen ist; lehrhafte Tendenz teils imperativisch als Vorschrift oder Warnung ausgedrückt oder auch in verschleierter Form; wichtiger als die lehrhafte Tendenz ist die Anwendung von Sprichwörtern, die Verstöße gegen eine bestimmte (auch moralische) Regel im Nachhinein z. T. in ironisierender Weise kennzeichnen soll - vgl. Redensart, Epigramm,

 

 

  Spruchgedicht
kleine, meist in Reimpaaren gestaltete Verserzählung, die eng verwandt mit der Beispielerzählung ist; Hauptvertreter im 13. Jh. ist der niederfränkische Dichter "Der Stricker"  (vgl. Braak 1969, S.162) - vgl. Beispielerzählung
 
 

 

 
Sprungraffung
Erzähltechnisches Mittel zur Zeitgestaltung; Form der sukzessiven Raffung mit hoher Raffungsintensität; Aufreihung von Vorgängen und Gegebenheiten in Richtung der  erzählten Zeit in zeitausgreifender Form wie "Ich kam, sah und siegte (veni, vidi, vici)  ; (vgl. Lämmert 1955, S.83) - vgl. durative Raffung, iterative Raffung, Schrittraffung, sukzessive Raffung, Zeitgestaltung, Zeitraffung
     
  Stabreim
auch: Buchstabenreim; vgl. Alliteration, gleichlautender Anlaut von betonten Stammsilben - vgl. Alliteration
Beispiele: Bei Wind und Wetter, mit Mann und Maus, Bitte ein Bit! (Werbung); Winterstürme wichen dem Wonnemond (Wagner, Walküre)
 
     
  Stamm
- vgl. Wortstamm
 
     
  Ständeklausel
regelpoetische Konvention für die Gestaltung von dramatischen Texten, die in Poetiken der Renaissance und des Barock bis ungefähr zur Mitte des 18. Jahrhunderts gegolten hat; danach sollten tragischen Handlungen in →Tragödien und Trauerspielen nur sozial hochstehenden Personen wie z. B. Königen, Fürsten und anderen Personen hohen Standes, vorbehalten bleiben, weil nur diese Personen über die für die tragische Wirkung nötig Fallhöhe verfügten; demgegenüber wurden komische Handlungen, insbesondere dann, wenn sie auf Lastern beruhten und normale menschliche Schwächen wurden nur den sozial tieferstehenden Figuren eines Theaterstücks zugeschrieben; mit dem bürgerlichen Trauerspiel wird dies Ständeklausel überwunden - vgl. Tragödie, bürgerliches Trauerspiel, Fallhöhe,
 
 
Standort des Erzählers
Der Erzählerstandort kann sich außerhalb oder innerhalb des erzählten Geschehens befinden; außerhalb= Außenperspektive; innerhalb=Innenperspektive; häufig vermischen sich beide Perspektiven in einem Text oder wechseln einander ab (fluktuieren).
Der Erzähler kann das Geschehen in einem bestimmten räumlichen und zeitlichen Abstand darbieten. In der Nahperspektive befindet sich der Erzähler in geringem Abstand zu Geschehen und Figuren, in der Fernperspektive in großem Abstand. Wenn der Erzähler einen personalen Standort einnimmt, wird das Geschehen in den Darbietungsformen erlebte Rede oder innerem Monolog erzählt.
     
  Statarisches Lesen
gründliches Lesen eines Texts mit Papier und Bleistift, mit häufigem Zurückblättern, wiederholtem Lesen ein- und derselben Textstelle etc. - vgl. textnahes Lesen
 
     
  Statistisches Argument
Form induktiver Argumente; aus bekannten Eigenschaften einer Teilmenge in Form einer Stichprobe darauf geschlossen, dass auch die übrigen Elemente der Gesamtmenge die gleichen Eigenschaften aufweisen. (vgl. Bayer 1999, S. 239)
vgl. Argumentation, induktives Argument, statistischer Fehlschluss
 
     
  Statistischer Fehlschluss
in der formal-logischen Argumentationsanalyse unkorrekte Form des statistischen Arguments; 1) untersuchte Stichprobe ist zu klein, um Verallgemeinerungen auf die Gesamtmenge zu ermöglichen (Fehlschluss der unzureichenden Statistik) 2) von einer bekanntermaßen oder wahrscheinlich nicht repräsentativen Teilmenge (Stichprobe) wird auf die Gesamtmenge geschlossen (Fehlschluss der voreingenommenen Statistik) 3) wesentliche Erfahrungsdaten werden unterschlagen, weil sie das Schließen von der Stichprobe auf die Gesamtmenge so verändern würden, dass dieser Schluss unkorrekt erscheint (Fehlschluss der unvollständigen Erfahrungsdaten) - vgl. Argumentation, induktives Argument, statistisches Argument, Fehlschluss,
 
     
  Steiger
vgl. Jambus
 
 
Steigernde Erörterung
vgl. lineare Erörterung; Bearbeitungsart der Problemerörterung, bei der die Ober- und Unterbegriffe, die Reihenfolge der Argumente nach dem Grundsatz der Steigerung angeordnet werden müssen

 

Stellungnahme
1. allg. Form der schriftlichen oder mündlichen kritischen Auseinandersetzung mit einem vorgegebenen Problem, Sachverhalt, Text u v .m. 2. schulische Schreibform/Schreibaufgabe, der eine noch stark persönlich geprägte Argumentation zu einem Problem oder Sachverhalt zugrunde liegt; zugleich dient das Schreiben einer Stellungnahme aber auch zur Klärung der eigenen Position in einem kommunikativen Zusammenhang dient. 3. Als eigenständige schulische Schreibform im Allgemeinen ab der 7. Klasse als Vorstufe der anspruchsvolleren Erörterung im Schreibunterricht praktiziert; oft auch noch in späteren Klassen als freiere Form der Erörterung an bestimmten journalistischen Darstellungsformen orientiert, z. B. dem kommentierenden Leserbrief, in einer gewissen Eigenständigkeit vom herkömmlichen Erörterungsaufsatz fortgeführt; 4.Aufgabentyp der Abschlussprüfung im Fach Deutsch an der Berufsschule in Baden-Württemberg, dabei nicht klar abgegrenzt von der Problemerörterung 5. häufig auch undifferenzierter und fast synonymer Gebrauch des Begriffs mit dem Begriff der →Erörterung  - vgl. Stellung nehmen, begründete Stellungnahme, Erörterung, erörterndes Schreiben, Leserbrief, Brief, Bitte, Beschwerde etc.
     
  Stellungnahme, begründete
vgl. Begründete Stellungnahme
 
 
Stellung nehmen
Form der kritischen Auseinandersetzung, die sich auf alle möglichen Aspekte eines Problems oder einer sprachlichen Äußerung usw. beziehen kann;  - vgl. Stellungnahme,
     
  Sternchenthema
(auch: Schwerpunktthema); Themenbereiche im Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums aber auch anderer Schularten, besonders in →Baden-Württemberg, die allgemein verbindlich abzuhandeln sind, da sie Gegenstand der schriftlichen Abiturprüfung im Fach Deutsch sein können; in der Regel resultieren aus den Sternchenthemen Aufgaben zur Textinterpretation (so genanntes Literarisches Thema) oder zur literarischen Erörterung ohne direkten Einzeltextbezug anhand einer bestimmten Textvorlage; Sternchenthemen beziehen sich daher auf bestimmte literarische Texte, z. B. Ganzschriften (Lektüren) oder lyrische Texte, die inhaltlich insgesamt einem bestimmten Motivbereich der Literatur zugeordnet werden; werden vom Kultusministerium für mehrere Jahre festgelegt und veröffentlicht - vgl. Textinterpretation, literarisches Thema, untersuchendes Erschließen, erörterndes Erschließen, gestaltendes Erschließen, Schwerpunktthema
 

 

Stereotyp
(Derzeit nur Platzhalter!)
 
Stichomythie
Form der Dialoggestaltung im Versdrama; für eine gewisse Zeit bzw. einen gewissen Textabschnitt werden die Verse streng abwechselnd auf verschiedene Sprecher verteilt - vgl. dagegen Antilabe
Beispiel:
Schiller. Maria Stuart II,8 V 1170ff.

LEICESTER.    Junger Mann, Ihr seid zu rasch

In so gefährlich dornenvoller Sache.

MORTIMER. Ihr - sehr bedacht in solchem Fall der Ehre.       1870

LEICESTER. Ich seh die Netze, die uns rings umgeben.

MORTIMER. Ich fühle Mut, sie alle zu durchreißen.

LEICESTER. Tollkühnheit, Raserei ist dieser Mut.

MORTIMER. Nicht Tapferkeit ist diese Klugheit, Lord.

LEICESTER. Euch lüstet's wohl, wie Babington zu enden?

MORTIMER. Euch nicht, des Norfolks Großmut nachzuahmen.

LEICESTER. Norfolk hat seine Braut nicht heimgeführt.

MORTIMER. Er hat bewiesen, dass er's würdig war.

LEICESTER. Wenn wir verderben, reißen wie sie nach .

MORTIMER. Wenn wir uns schonen, wird sie nicht gerettet.    1880

     
  Stichwortliste, lineare
vgl. Lineare Stichwortliste
 
     
  Stichwortliste, strukturierte
vgl. Strukturierte Stichwortliste
 
 
Stil
charakteristische Ausdrucks- und Gestaltungsweise eines Textes - vgl. Individualstil, Zeit- oder Epochalstil, Epigonalstil, Gattungsstil, Sachstil, Wissenschaftsstil, restringierter Code, elaborierter Code, Jargon, Umgangssprache, Dialekt, parataktischer Stil, hypotaktischer Stil, Nominalstil, Verbalstil
     
  Stilblüte
Bezeichnung für sprachliche Äußerungen und Formulierungen, die dadurch (ungewollt) doppelsinnig oder komisch wirken, dass sie mit einer ungeschickten und nicht passenden Wortwahl oder Wortstellung, mit dem Fehlen eines Wortes oder Satzteiles oder mit einer falschen syntaktische Verknüpfung aufwarten. Stilbüten, denen eine Katachrese (=Bildbruch) zugrunde liegt, bilden eine besondere Gruppe von Stilblüten. - vgl. Katachrese
Beispiele:  a) Ich habe den Rheumatismus und ein Kind von 4 Jahren, was auf die Feuchtigkeit zurückzuführen ist. b) Delphine sind wilde Tiere. Sie gehören in den Ozean. Und dort herrscht noch immer das Gesetz des Dschungels. c) Der 17-Jährige wurde von der Polizei alkoholisiert und aufgegriffen. d) "Der Pilot war sofort tot. Verletzt wurde bei dem Unglück jedoch niemand." (Gabi Bauer, Moderatorin der ARD-Tagesthemen)
 
Stilebene
unterschiedliche Terminologie und Einteilung; nach W.v.Rinsum (Fischer Kolleg Literatur) drei Grundtypen: diskursiver Stil, intensiver Stil, ironischer Stil - vgl. Stil

 

Stilelemente
Elemente der sprachlichen Gestaltung (auch häufig verwendet wie: sprachliche Mittel, sprachlich-stilistische Mittel) besonders Wortwahl, Satzbau i.w.S. (Syntax), Klang (Rhythmus, Sprachmelodie); Elemente des Aufbaus (z.B. in lyrischen Texten die Strophen- oder Versform) und andere Aspekte (z.B. Motive, Montagetechniken) können ebenfalls stilbildend sein - vgl. Stil
     
  Stilfigur
auch nur Figur; Formen des Redeschmucks, die den gewöhnlichen Ausdruck kunstvoll durch einen weniger gewöhnlichen ersetzen, während bei den Tropen die Vorstellung selbst vertauscht wird.“ (Kolmer/Rob-Santer, 2002, S. 53) - vgl. Tropen/Tropus
 

 

Stilniveau
 - vgl. Stilebene
     
  Stil, essayistischer
vgl. Essayistischer Stil,
 

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Stil, hypotaktischer
vgl. hypotaktischer Stil
 
Stil, parataktischer
vgl. parataktischer Stil

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Stimmungsraum
Raumtyp der Raumgestaltung im epischen Text:  vom Raum und seinen Elementen geht eine bestimmte Stimmung aus Raum (Sphäre) trägt selbst zur Atmosphäre in ihm bei Figuren erleben diesen Raum, reagieren mehr oder weniger auf ihn.
 
Stimulanz, motivationale
vgl. Motivationale Stimulanz
     
  Stirnsatz
vgl. Verberstsatz
 

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Stoff
Inhaltselement, das in unterschiedlichen Dichtungen in räumlicher, zeitlicher und figuraler Hinsicht gleich bleibt, aber bei der Ausgestaltung von Handlungsabläufen und Situationen variabel ist. vgl. Motiv, Thema, Story,
 
Stoffsammlung
Arbeitsschritt bei der Problemerörterung; Aktivierung des vorhandenen Wissens, gemachter Erfahrungen und erlebter Gefühle im Zusammenhang mit einem Thema oder Problem; Formen: Brainstorming, Clustering, W-Fragen-Methode,  - vgl. Problemerörterung

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Story
auch: Fabel (aber nicht: Gattungsbezeichnung!); Inhaltselement unterschiedlicher Dichtungen, das in Bezug auf die zeitliche Folge fiktiver Ereignisse gleich bleibt, die aber unterschiedlich zeitlich oder vom Motiv her verknüpft werden können. vgl. Motiv, Thema, Stoff, Plot, Fabel, Kurzinhalt,
Beispiel: Im Roman " Der Erwählte" von Thomas Mann ereignet sich in etwa dasselbe wie in der mittelalterlichen Legende "Gregorius" von Hartmann von Aue. Allerdings wird der Leser über die Ereignisse dieser 'story' jeweils ganz unterschiedlich in Kenntnis gesetzt.

 

stream of consciousness
vgl. Bewusstseinsstrom
     
  Strittig
in der Argumentationslehre Bezeichnung für eine mögliche Eigenschaft von Angelegenheiten, die jedoch nicht als solche bestritten werden können, sondern nur in als Aussagen über Erfahrungsgegenstände, die einen über das einzelne Subjekt hinausgehende verbindliche Gültigkeit beanspruchen; im Zusammenhang mit Strittigem werden in einer funktionierenden Argumentationskultur mit den dafür nötigen individuellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterschiedliche Standpunkte miteinander diskutiert, die jeweils mit einem →Geltungsanspruch verknüpft werden; man unterscheidet dabei den Geltungsanspruch auf Wahrheit und den Geltungsanspruch auf normative Richtigkeit; (vgl. Kopperschmidt 1989, S.15f.) - vgl. Argumentation, argumentative Themenentfaltung, Geltungsansprüche,
 
     
  Strophenmaß
Bezeichnung für ein metrisches Muster; welches sich einer typographisch abgegrenzten Gruppe von wenigstens zwei Verszeilen eines Textes unterlegen lässt; zusätzlich muss die Art, die Anzahl der Verse angegeben werden u. U. auch die Art der Reimbindung
 
     
 

Strukturbild
- vgl. Schaubild, Strukturskizze, Bildstatistik, Infografik,

 
     
  Strukturierungskompetenz
Teilkompetenz der allgemeinen Schreibkompetenz, die auf die Frage antwortet: Wie baue ich den Text auf?; im einzelnen gehören dazu bestimmte Operationen des Schreibprozesses wie Beurteilung und Strukturierung von Informationen, Vorstellungen über den Textaufbau und die Art der Themenentfaltung, Planung eines Textkonzepts, Gedanken über das weitere Vorgehen bei der Textproduktion - vgl. Schreibkompetenz, Zielsetzungskompetenz,  inhaltliche Kompetenz, Formulierungskompetenz
 
     
  Strukturskizze
- vgl. Schaubild, Strukturbild, Bildstatistik, Infografik,
 
     
  Strukturierende Aussagenliste
Arbeitsmethode zur inhaltlichen Erfassung eines Textes in Form von Thesen; hält sich bei der inhaltlichen Erfassung eines Textes in Form von Thesen zumindest zum Teil nicht an den in einem Text vorgegebenen Aufbau und die vorgegebene Reihenfolge der Gedanken; im Gegensatz zur einfachen Aussagenliste in der Regel neue Strukturierung des Textes; eine Zwischenstellung zwischen der einfachen und strukturierenden Aussagenliste stellen einfache Aussagenlisten dar, die hierarchisch nach Sinnabschnitten gegliedert sind. - vgl. Aussagenliste, einfache Aussagenliste, Thesenpapier
 
     
  Strukturierte Stichwortliste
Stichwortliste, die beim Exzerpieren eines Textes (ohne längere wörtliche oder sinngemäße Textzitate) im Rahmen einer  →textstrukturierenden Bearbeitungsstrategie erstellt werden kann, wenn die Unterstreichungen und Markierungen, die bei der Erfassung eines Textes vorgenommen werden, in einer gesonderten Liste ohne Berücksichtung der linearen Reihenfolge im Text aufgeführt werden; in einem mehrstufigen Schreibprozess kann sie auch durch Überarbeitung einer linearen Stichwortliste entstehen; - vgl. lineare Stichwortliste, Exzerpt, Inhaltsangabe, Textzusammenfassung, schrittweises kooperatives Schreiben, Aussagenliste,
 

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Strukturierte Textwiedergabe
auch: strukturierende Textwiedergabe; Textwiedergabe, strukturierte,   Textwiedergabe, Aufsatz
     
  Strukturlegetechnik
- vgl. Visualisierung,
 
     
  Strukturmethode
Methode zur Erfassung des Gedankengangs in einem Text; setzt an textinternen Strukturen des Textes an; in Anlehnung an Heinz-Ulrich Schaeder (2007) entwickeltes Konzept, das einen  top-down-Prozess bei der Erkennung von bestimmten "Strukturtypen"  von Texten in Gang setzt, mit dem erfasst wird, wie ein Text sein Thema entfaltet; auch wenn es keine festgelegte Anzahl von Strukturen in einem Text gibt, lassen sich dennoch stets wiederkehrende Strukturstereotypen erkennen, die Zugänge zum Gedankengang eines Textes schaffen können; Schaeder unterscheidet dabei Texte mit einer primär sachlogisch-aufklärenden Strukturierung, mit einer primär wirkungslogischen Strukturierung und mit einer primär ästhetischen Strukturierung
 

 

Strukturwort
Wörter und Formulierungen in einem Text, die Aufschluss über die argumentativen Strukturen geben. Zu derartigen Strukturwörtern zählen Partikeln, Konjunktionen und Adverbien (z.B. weil, denn, wenn … doch, wohl, schon, halt, ja…). Ferner: nominale oder verbale Strukturwörter oder Fügungen (Behauptung, behaupten, Begründung, begründen, …). Mit der Strukturwortmethode Möglichkeit zur Erfassung des Gedankenganges und/oder der argumentativen Strukturen eines Textes.

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Strukturwortmethode
Methode zur Erfassung des Gedankenganges und/oder der argumentativen Strukturen eines Textes. Strukturwörter werden als Textsignale für die Argumentationsstruktur aufgefasst. Methode findet häufig Verwendung bei den Vorarbeiten zur strukturierten Textwiedergabe. vgl. Sprechaktmethode, W-Fragen-Methode
 
Stumme Rede
Begriff aus der Erzählforschung; Formen der Figurenrede; dient zur Abgrenzung von der gesprochenen Rede; Formen; einfacher Gedankenbericht, psycho-narration, stumme direkte Rede (quoted monologue): Selbstgespräch, innerer Monolog, Bewusstseinsstrom vgl. Vogt 1996, S.304- vgl. Figurenrede, gesprochene Rede
     
  Stützstrategien, metakognitive
vgl. Metakognitive Stützstrategien
 

 

Stützungen des Arguments
im Rahmen einer Argumentation (Beweisführung) Teile, die den Begründungszusammenhang von These und Argument absichern sollen (plausibel, stichhaltig); z.B. Beweis, Beispiele - vgl. Argumentation, erweiterte Argumentation
 
Subjektsatz
Gliedsatz, bei dem der untergeordnete Nebensatz anstelle des Satzgliedes Subjekt steht; Formen: a) Konjunktionalsatz b) Relativsatz c) indirekter Fragesatz d) Infinitivsatz - vgl. Gliedsatz
Beispiele: a) Dass es so gekommen ist, erstaunt nicht.. b) Wer das nicht kapiert, hat keine Ahnung. c) Wie du das gemacht hast, ist mir ein Rätsel. d) Sich darüber schwarz zu ärgern hat doch keinen Zweck. - 
     
  Subjunktion
Konjunktion, die einen Nebensatz einem Hauptsatz unterordnet - vgl. Konjunktion
Beispiel: Das Smartphone ist kaputt, weil es mir heruntergefallen ist.
 
 
Substantiv
vgl. Nomen, Substantivstil 

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Substantivstil
vgl. Nominalstil, Substantiv 
 
Substitution
1. Ersetzung eines Begriffes durch einen anderen; im Zusammenhang mit rhetorischen Änderungsoperationen: Entfernen und Hinzufügen = Ersetzen eines Elementes oder mehrerer Elemente 2. in der Textlinguistik: wichtiges Kohäsionsmittel zur Herstellung von Kohäsion: ein Textelement (Wort, Wortgruppe) wird im nachfolgenden Text durch ein ihm inhaltlich verbundenes Textelement wieder aufgenommen; ursprüngliches Textelement und Substitutionselement beziehen sich dabei auf das gleiche außersprachliche Objekt (z.B. Synonyme, Unter- und Oberbegriffe, Metaphern) (vgl. Linke u.a. 19943. Verschiebung eines Affektes (z.B. Wut) auf ein Ersatzobjekt (psychologischer Abwehrmechanismus) 4. Ersetzung eines sprachlichen Elementes durch ein anderes, das zur gleichen Kategorie gehört 5. Ersetzung einer bestimmten mathematischen Größe durch eine ihr entsprechende andere 6. Ersetzung von Güter oder Produktionsfaktoren durch andere - vgl. rhetorische Änderungsoperationen
 
Subsumtion
Begriff aus der kognitiven Lerntheorie Ausubels (1963); Prozess, der sich bei der Rezeption und Verarbeitung von sprachlichem Material vollzieht: bedeutungshaltiges Material wird in die schon vorhandenen hierarchischen kognitiven  Strukturen eines Lernenden bzw. eines Rezipienten integriert
 
Sukzessive Raffung
Erzähltechnisches Mittel zur Zeitgestaltung; Aufreihung von Vorgängen und Gegebenheiten in Richtung der erzählten Zeit; Formen: Sprungraffung, Schrittraffung; Grundformel: "Dann ... und dann ... " (vgl. Lämmert 1955, S.83) - vgl. durative Raffung, iterative Raffung, Sprungraffung, Zeitgestaltung, Zeitraffung
     
  Summary
(auch: Zusammenfassung, Résumé): Wiedergabe der wesentlichen Gedanken und Probleme einer längeren Abhandlung oder eines längeren Berichts am Anfang oder am Schluss, um den Leser über den Inhalt des Textes zu informieren; sachlich-objektiver Stil, zusammenhängender, referierender Text in Art der Inhaltsangabe; häufig auch in mehreren Sprachen - vgl. Inhaltsangabe, Abstract, Précis
 
     
  Superlativ
grammatisch die Höchststufe / 2. Steigerungsstufe bei der Steigerung (Komparation), die eine graduelle Differenz zwischen mehr als zwei miteinander verglichenen Werten ausdrückt; Superlativ besitzt dabei den höchsten Wert; wenn die Vergleichswerte nicht ausgedrückt werden, spricht man vom Elativ - vgl. Elativ
Beispiele: Heiner läuft von allen Kindern am schnellsten. - Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt
 
     
  Suprasegmentale Merkmale
in der Sprachwissenschaft Bezeichnung für  lautsprachliche Merkmale, die lautübergreifend sind bzw. sich nicht in eine sequenzielle Abfolge von Segmenten einfügen; Suprasegmentalia, die sich über mehr als ein Segment erstrecken, sind  z. B. Ton, Intonation, Akzent und Akzentstruktur, zeitliche Dauer lautsprachlicher Äußerungen, Pausen, Sprechtempo, Sprechausdruck; häufig werden die Begriffe prosodisch und suprasegmental synonym verwendet; ansonsten ist die Differenzierung von Suprasegmentalia nach prosodischen und paraverbalen Merkmalen möglich - vgl. Gesprächsanalyse, Prosodie, Segment, paraverbale Merkmale
 
     
  Suprasegmentalia
vgl. suprasegmentale Merkmale
 
     
  Syllogismenkette
Form des zusammengesetzten Syllogismus; Bezeichnung für die Aufeinanderfolge einfacher (kategorischer) Syllogismen; dabei werden die Schlusssätze (Konklusionen) der vorangehenden Syllogismen (Prosyllogismen) als Prämissen der nachfolgenden Syllogismen verwendet - vgl. Syllogismus,
 

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Syllogismus
deduktives logisches Schlussverfahren; Schluss (= Conclusio) wird aus zwei oder mehreren Prämissen - vgl. Aussagenlogik, PrämisseProsyllogismus,
 
Symbol
(gr. symbolon = Kennzeichen) im Gegensatz zur Allegorie real vorhandenes bildhaftes Zeichen, das über sich hinaus verweist; Beziehung zwischen Sinn und Bild offenkundig; zielt auf das Bewusstsein; - vgl.  Allegorie, Bild, Metapher, Sinnbild,

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Symbolische Zeichen
Zeichen, deren Beziehung zum Gegenstand weder auf einem Folge-Verhältnis (indexikalisches Zeichen) noch auf Ähnlichkeit beruht (ikonisches Zeichen); Laut- und Schriftzeichen der menschlichen Sprache sind fast alle Symbole (Symbolbegriff nicht identisch mit dem Begriff Symbol in der Literaturwissenschaft)

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Symbolraum
Raumtyp der Raumgestaltung im epischen Text: Raum bzw. seine Elemente haben eine tiefere sinnbildliche Bedeutung als Symbol, Allegorie, z.B. Unglücksorte, bestimmte Naturelemente usw.
 
Synästhesie
rhetorische Figur: Vermischung bzw. Verschmelzung von Reizen, die zu unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen und Sinnesorganen gehören; in der Realität können bestimmte Sinneseindrücke (z.B. der Fingernagel des Lehrers kratzt beim Schreiben über die Tafel) eine andere Sinnesreaktion (z.B. Gänsehaut) hervorrufen; literarisch häufig bei metaphorischer Beschreibung (schreiendes Rot, heiße Rhythmen, farbige Klänge ...)
Beispiel: »Durch die Nacht, die mich umfangen,/ blickt zu mir der Töne Licht« (Clemens Brentano)
 
Synekdoche
rhetorische Figur: Begriffserweiterung /-verkürzung; ein Begriff wird durch einen anderen engeren oder weiteren Begriff, der zu seinem Bedeutungsfeld gehört, ersetzt; pars pro toto (ein Teil für das Ganze): Dach für Haus, oder umgekehrt: Eisen für Schwert  - vgl. Wortfiguren
     
  Synkretistisches Schreiben
1. abgeleitet vom Begriff Synkretismus, der einen Zustand der Vermischung, Vermengung und/oder Verschmelzung von Vorstellungen, Positionen und/oder Standpunkten beschreibt; dabei kann sich synkretistisches Denken zu Denkfiguren führen, die auch widersprüchliche Elemente integriert; 2. Gegenbegriff zu logischem und zusammenhängenden Schreiben (Wygotski); vor allem von Kinder praktiziert; 3.  Gegenbegriff zu linear geordnet-fortschreibend-diskursivem Schreiben (Ortner, 2000, S.496)
 

 

Synonym
Wörter (genauer: Lexeme), die bedeutungsgleich oder so bedeutungsähnlich sind, dass sie innerhalb eines Satzes gegenseitig ausgetauscht werden können - vgl. Wortfiguren
Beispiele: fast - beinahe; Samstag - Sonnabend; 
 
Syntax
auch: Grammatik; veraltet: Satzlehre; Lehre von den Beziehungen der sprachlichen Zeichen im Satz, von ihren Beziehungen in Satzbauplänen und ihren Funktionen im Satz; Erklärung von verschiedenen Satztypen und Satzbaumustern und ihres Zustandekommens
 
Synthetisches Drama
vgl. Zieldrama

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Szenische Darstellung
Mittel der Erzähltechnik: direkte Redewiedergabe der Figuren ohne kommentierende Einmischung des Erzählers oder der Erzählinstanz; Erzählerbericht i. w. S. tritt zugunsten des Dialoges soweit zurück, dass der Erzähler kaum mehr spürbar ist (neutrales Erzählen); Nahperspektive - vgl. direkte Rede
Beispiel: - "Deine Entschuldigungen kannst du dir sparen", sagte Antonia..
- "Aber... so hör doch, ..".
- "Das werde ich nicht, du bist..."
- "Ach, so geht es also weiter!"

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Szenische Interpretation
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. produktive Textarbeit, Rollenspiel

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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

     

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