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Sacherörterung
Sachfrage
Sachtext
Sachurteil
Sachverhalt
Sage
Satire
Satz
Satzgefüge
Satz, komplexer
Satzreihe
Satzverbindungen
Satzwertiger Infinitiv
Schaubild
Schemata
Schematisierte Ansichten
Schichtentheorie
Schlagwort
Schlüssigkeit
Schlüsselbegriff
Schlüsselwort
Schluss
Schlussreim
Schneeschaufelfrage
Schnelllesen
Schranken-Signal
Schreibatelier
Schreibaufgabe
Schreibblockade
Schreibdidaktik, literarische
Schreibdiskussion
Schreiben in einem Zug
Schreiben,
aktivitätszerlegendes
Schreiben, argumentatives
Schreiben, assoziatives
Schreiben,
authentisch-gestaltendes
Schreiben, automatisches
Schreiben, epistemisches
Schreiben,
epistemisch-heuristisches
Schreiben, erörterndes
Schreiben, essayistisches
Schreiben, flüssiges
Schreiben, gemeinsames
kooperatives
Schreiben, kollaboratives
Schreiben, kommunikatives
Schreiben, konzeptionelles
Schreiben, kooperatives
Schreiben,
kreatives
Schreiben, lernendes
Schreiben, literarisches
Schreiben, nicht-zerlegendes
Schreiben, performatives
Schreiben, planendes
Schreiben, poetisches
Schreiben, produktzerlegendes
Schreiben, reflektiertes
Schreiben, reflexives
Schreiben, schrittweise
kooperatives
Schreiben, synkretistisches
Schreiben, teilweise
kooperatives
Schreiben,
texttransformierendes
Schreiben, zerlegendes
Schreibentwicklung
Schreibexperte
Schreibformen
Schreibformen, betriebliche
Schreibformen, berufliche
Schreibformen, schulische
Schreibfunktionen
Schreibhemmung
Schreibkompetenz
Schreibkonferenz
Schreibplan
Schreibportfolio
Schreibprozess
Schreibstörung
Schreibstrategie
Schreibverhalten
Schreibziel
Schreibzirkel
Schriftführer
Schriftlichkeit
Schrittweises
kooperatives Schreiben
Schüttelreim
Schutz-Überkreuzung
Schwerpunktthema
Segment
Segmentierung
Seifenoper
Selbstselektion
Selbstthematisierung
Selbstwahl
Selbstzuweisung
Sekundärliteratur
Sekundenstil
Semantik
Semiotik
Senkung
Sentenz
Sequenzielle Revision
Sequenzielles Lesen
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Sermon
Setting
Short Term WebQuest
Showing
Sie-Anrede
Siezen
Silbenkurzwörter
Sinnabschnitte
Sinnbild
Sinnfiguren
Sinngemäßes Zitieren
Situationen (Epik)
Situationalität
Situativer
Kontext
Sitzungsprotokoll
Slang
Slogan
Soap
Opera
Sonett
Sozial-interaktive
Fertigkeiten
Spatenfrage
Spitzenformulierung
Spontanes
Gespräch
Sprachgestaltender Aufsatz
Sprachhandlung
Sprachliche Eindeutigkeit
Sprachliche Einfachheit
Sprachliche Kompetenz
Sprachliche Zeichen
Sprachschicht
Sprechakt, initiativer
Sprechakt, reaktiver
Sprechausdruck
Sprechen
Sprechen, handlungsbegleitendes
Sprechen, thematisches
Sprechersigle
Sprecherwechsel
Sprechgestaltende
Interpretation
Sprechhandlung
Sprichwort
Sprungraffung
Stabreim
Stamm
Statarisches
Lesen
Statistisches Argument
Statistischer Fehlschluss
Steiger
Steigernde Erörterung
Stellungnahme
Stellungnahme, begründete
Stellung nehmen
Stereotyp
Sternchenthema
Stichomythie
Stil
Stilblüte
Stilebene
Stilelemente
Stilfigur
Stilniveau
Stil, essayistischer
Stil,
hypotaktischer
Stil,
parataktischer
Stimmungsraum
Stimulanz. motivationale
Stirnsatz
Stoff
Stoffsammlung
Story
stream of consciousness
strittig
Strophenmaß
Strukturbild
Strukturierungskompetenz
Strukturlegetechnik
Strukturskizze
Strukturierende Aussagenliste
Strukturierte Textwiedergabe
Strukturmethode
Strukturwort
Strukturwortmethode
Stumme Rede
Stützstrategien, metakognitive
Stützungen des Arguments
Subjektsatz
Subjunktion
Substantiv
Substantivstil
Substitution
Subsumption
Sukzessive Raffung
Summary
Superlativ
Suprasegmentale Merkmale
Suprasegmentalia
Syllogismenkette
Syllogismus
Symbol
Symbolisches Zeichen
Symbolraum
Synästhesie
Synekdoche
Synkretismus
Synkretistisches Schreiben
Synonym
Syntax
Synthetisches Drama
Szenische Darstellung
Szenische Interpretation |

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Sacherörterung
Form der freien Erörterung,
die im Gegensatz zur
Problemerörterung i. e. S., sich um strittige
Sachverhalte dreht, zu denen ein begründetes
Sachurteil gefällt werden soll; die Erörterung antwortet dabei auf eine
Ergänzungsfrage- vgl. freie
Erörterung,
erörterndes Schreiben, schulische
Schreibformen,
Ergänzungsfrage |
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Sachfrage
auch:
Ergänzungsfrage, den Partner festlegender
Sprechakt; Partner soll dem Sprecher über eine Komponente eines
bestimmten
Sachverhalts Auskunft zu geben. (vgl.
Engel,
1996) - vgl.
Fragearten,
Frage, Wertfrage,
Werturteil |
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Sachtext
vgl.
Gebrauchstext,
nicht-fiktionaler Text,
pragmatischer Text, |
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Sachurteil
Urteil, das auf einer begründete Beurteilung von Bedeutung, Tragweite und
Stellenwert eines Problems, seiner Ursachen, Folgen und Konsequenzen in
einem größeren Sinngefüge beruht. - vgl.
Werturteil, Sachfrage, |
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Sachverhalt
Gegenstand komplexer Aussagen - vgl.
Seiffert
1969a, S.59 - vgl.
Prädikation,
Gegenstand
Beispiel: Der Gegenstand der Aussage: "Der neue
multimediafähige Prozessor der Firma X ist dreimal schneller und
leistungsfähiger als der beste Prozessor der Firma Y." ist der
Sachverhalt, dass der neue multimediafähige Prozessor der Firma X dreimal
schneller und leistungsfähiger ist als der beste Prozessor der Firma Y.
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Sage
epische Kleinform; volkstümliche, ursprünglich auf mündlicher
Überlieferung beruhende kurze Erzählung von, objektive betrachtet, unwahren,
oft ins Übersinnliche und Wunderbare hineinreichenden oder phantastischen
Ereignissen, die jedoch mit dem Anspruch auf Authentizität vorgetragen
werden und den Glauben der Rezipienten an die Geschichte und deren Elemente
voraussetzt - vgl.
Erzählung,
epische Kleinformen,
Märchen,
Legende |
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Satire
lat. at. satira bzw. satura lanx = Fruchtschüssel, übertragen etwa: "bunt
gemischtes Allerlei" ); oft didaktisch motivierte Verspottung von
Missständen, Unsitten, Anschauungen, Ereignissen, Personen, literarischen
Werken etc.; entlarvt und verlacht werden soll z. B. das Spießige,
Kleinliche, Schlechte und Ungesunde in einer meist sehr bissigen, teils
zornigen, mitunter auch pathetischen Weise; Kunstform in verschiedenen
Medien wie Texten, Filmen, Bildern usw.; Satiren können in allen
literarischen Formen gestaltet werden z. B- Spruch, Brief, Fabel, Schwank,
Komödie, Drama, Lyrik und Epik; dabei bildet die Satire als Kunstform die
Wirklichkeit nie originalgetreu ab, sondern ahmt diese auf ihre besondere
Art und Weise nach, was sie in ein indirektes Verhältnis zur Wirklichkeit
setzt; im Deutschen auch als Spottschrift, Stachelschrift oder
Pasquill (eine gegen bestimmte Personen gerichtete satirische Schmähschrift)
bezeichnet. - vgl. |
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Satz
1. sprachliches Konstrukt, das a) ein
finites
Verb enthält, b) kein Element enthält, das den Satz anderen
unterordnet (zumindest potentiell selbständig) c) sich besonders gut dazu
eignet, Sprechakte eindeutig zu gestalten (vgl.
Engel
1996, S.180) - 2. Eigenschaften: a) Wer einen Satz ausspricht, kann
eine vollständige sprachliche Handlung vollziehen. b) Bei der
Verständigung wirkt ein Satz wie ein "einzelner Zug im
Verständigungsspiel". Wechsel zwischen Dialogpartnern, ohne zu
unterbrechen, nur am Ende eines Satzes. c) relativ selbständige Einheit,
die oft allein stehen kann d) Die Intonation bzw. die für bestimmte
Satzarten typischen Intonationskurven halten einen Satz zusammen. e)
Abgeschlossen durch Satzzeichen wie Punkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen,
manchmal auch durch Komma, Semikolon oder Gedankenstrich (vgl.
Heringer
1989, S.250) 3. sprachliche Darstellung eines
Sachverhaltes
in Form einer komplexen Aussage; Aussage und Satz meist synonym verwendet;
von "Satz" wird auch gesprochen, wenn gar kein bestimmter
Wortlaut, sondern nur der Aussageninhalt gemeint ist (vgl.
Seiffert
1969a, S.50, 60)
Beispiele zu 3:: 1) Das Haus ist dreistöckig. = Aussage oder
Satz; 2) "Dieses Haus ist dreistöckig" - "Dieses Wohnhaus
hat drei Stockwerke" - " This house has three floors" =
drei verschiedene Sätze, identische Aussage - vgl.
satzartiges
Konstrukt, Satzarten |
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Satzarten
nach Handlungsarten unterscheidet man drei verschiedene Satzarten:
Aussagesatz (Konstativsatz),
Fragesatz (Interrogativsatz), Befehlssatz
(Imperativsatz) (vgl.
Heringer,
1989,
Engel 1996)
- |
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Satzartiges Konstrukt
Oberbegriff für Sätze mit einem Hauptverb und abhängigen Gliedern:
Hauptsätze,
Nebensätze,
Infinitivsätze,
bedingt auch:
Partizipialphrasen
(vgl.
Engel 1996, S.181) |
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Satzbau
oftmals ungenau gleichgesetzt mit dem Begriff Syntax; Satzteile eines
Satzes: Subjekt, Prädikat, Objekt, adverbiale Bestimmung |
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Satzfiguren
auch: grammatische Figuren, rhetorische Figuren, deren Wirkungsbereich auf
der Ebene des Satzes liegt - vgl.
rhetorische
Figuren,
grammatische
Figuren |
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Satzformen
uneinheitliche Verwendung des Begriffes; Kurzsätze, gegliederte Sätze
(vgl.
Heringer,
1989); manchmal identisch mit den Begriffen
Satzarten
oder Satzverbindungen verwendet; vgl.
Satzarten,
Satzverbindungen |
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Satzfrage
Form des Fragesatzes; auch: Entscheidungsfrage (Verb-erst-Stellungstyp) -
vgl. Fragesatz,
Entscheidungsfrage
Beispiele: Gehen wir heute ins Kino? - Soll ich dir
etwas vorlesen? - Kannst du später noch einmal vorbei kommen? |
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Satzgefüge
vgl.
Hypotaxe,
Parataxe,
Satzverbindungen |
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Satz, komplexer
vgl.
komplexer Satz |
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Satzreihe
vgl. Parataxe,
Hypotaxe,
Satzverbindungen |
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Satzverbindungen
Übergang vom Satz zum Text durch meist paarweise Verbindung; Formen:
Gleichordnung (Koordination) in
Parataxen
und Unterordnung (Subordination) in
Hypotaxen
(vgl.
Heringer,
1989) |
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Satzwertiger Infinitiv
vgl.
Infinitivsatz |
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Schaubild
1) im Alltagssprachgebrauch Oberbegriff für →Visualisierungen
jeder Art 2) Allgemeine Bezeichnung für die Visualisierung eines
Sachverhaltes mit überwiegend grafischen Mitteln 3) i. e. S. →Prinzipdarstellung
- vgl.
Bildstatistik,
Diagramm,
diskontinuierlicher Text,
Infografik,
Prinzipdarstellung, Strukturbild,
Strukturskizze, |
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Schemata
Von Roman Ingarden (1893-1970) aus der Phänomenologie
Edmund
Husserls (1959-1938) und dessen Untersuchung intentionaler Akte
abgeleitete Vorstellung von der Aspekthaftigkeit jedes intentionalen
Gegenstandes, damit auch des literarischen Werkes; im literarischen Werk
fehlt den dargestellten Gegenständen eine allseitige Bestimmtheit, d.h.
sie können nicht in ihrer Totalität dargestellt werden; sie sind
stattdessen nur teilbestimmt und stellen insofern "Skelette"
einer allseitigen Bestimmtheit dar, d.h. sie sind schematisiert. - vgl.
schematisierte
Ansichten, Schichtentheorie |
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Schematisierte Ansichten
In der ästhetischen Theorie Roman Ingardens (1893-1970) eine der vier
Schichten eines literarischen Kunstwerkes (Schichtentheorie);
besonders ausgeprägte Beteiligung des Lesers, der die im Text nur
potentiell angelegten Ansichten aktualisieren und konkretisieren kann;
Aktualisierung in Form einer lebendigen Vorstellung beim Lesen durch den
Leser, der "im Vorstellungsmaterial anschauliche Ansichten produktiv
erlebt und [...] zur Darstellung bringt." (Ingarden
1968 (1975), S.42); prinzipiell können eine Vielzahl schematisierter
Ansichten vom Leser aktualisiert werden, allerdings ist eine von der
Suggestion der Textstrukturen adäquate ästhetische Erfassung eines
Textes möglich; - vgl.
Schichtentheorie, |
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Schichtentheorie
Literaturästhetische Theorie Roman Ingardens (1893-1970); Auffassung des
literarischen Werkes als "mehrschichtiges Gebilde"; 1.
"Schicht der Wortlaute und der sprachlautlichen Gebilde und
Charaktere höherer Ordnung", 2. "Schicht der
Bedeutungseinheiten: der Satzsinne und der Sinne ganzer
Satzzusammenhänge", 3. "Schicht der schematisierten Ansichten,
in welchen die im Werk dargestellten Gegenstände verschiedener Art zur
Erscheinung gelangen", 4. "Schicht der dargestellten
Gegenständlichkeiten, welche [...] dargestellt werden" (Ingarden
1968 (1975), S.42) - vgl.
schematisierte
Ansichten |
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Schlagwort
(Derzeit nur
Platzhalter!) - |
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Schlüssigkeit
Kriterium für die Begründung bzw. den Beweis einer Aussage im Rahmen einer
Argumentation; Prinzip: Wer den Ausgangssätzen
einer Argumentation zustimmt, kann einem Argument nicht widersprechen, ohne damit einem
anderen Argument zu widersprechen, dem man vorher zugestimmt hat (vgl. Metzler Lexikon
Sprache 1993) - vgl. Argument, Argumentation |
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Schlüsselbegriff
auch: Schlüsselwort; öffnet den Zugang zum Verständnis von Problemen, Sachverhalten und
Texten; - vgl.
Kernbegriff, |
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Schlüsselwort
auch: Schlüsselbegriff; öffnen den
Zugang zum Bedeutungskern eines Textes; stehen häufig in vielfältiger
Art und Weise miteinander in Verbindung und bilden dann eine gewisses
Bedeutungsfeld; oft in Form von rhetorischen Figuren gestaltet wie z.B.
Wiederholung von Wörtern und Situationen,
Parallelismen
von Satzbaumustern oder Verhaltensweisen), Steigerungen,
Kontrast/Gegensatz, Symbole,
Metaphern,
Vergleiche |
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Schluss
1) in der formal-logischen Argumentationsanalyse Bezeichnung für den
Übergang von etwas, was wir wissen oder zu wissen glauben, zu etwas Neuem;
Prozess verläuft als psychischer, nicht selten als unbewusster oder nur
halbbewusster Vorgang (vgl.
Bayer 1999, S.239) |
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Schlussreim
auch Endreim - vgl.
Reim |
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Schneeschaufelfrage
von
Clark (1973) geprägter Begriff
zur Bezeichnung einer Problemfrage beim Brainstorming, die sehr weit gefasst und allgemein
gehalten ist; beim Brainstorming zur Eingrenzung eines Problems einsetzbar, das dann in
Form einer Spatenfrage formuliert werden soll, um die Ideenfindung effektiv zu machen -
vgl.
Brainstorming,
Spatenfrage,
Fragearten
Beispiele: Wie können wir das Klima in unserer Schule verbessern?
Wie lässt sich der Umsatz unserer Filialen erhöhen? |
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Schnelllesen
- vgl.
Lesen |
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Schreibatelier
(auch: Atelier) auf Edouard
Schneuwly (1995)
zurückgehende schreibdidaktische Methode, bei der umfangreiche
Schreibaufgaben, die an authentischen Textmustern entwickelt werden, in
kurze, auf bestimmte Textmerkmale beschränkte Teilschreibaufgaben zerlegt
und in unterschiedlichen "Ateliers"
in eigenen Textproduktionen erprobt werden; Binnendifferenzierung erfolgt
durch obligatorische und fakultative Aufgaben; |
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Schreibaufgabe
- vgl. Schreibprozess,
Schreibstrategie |
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Schreibblockade
auch: Schreibhemmung; Schreibstörung; Zustand, in dem der Schreibprozess zum Stillstand
kommt und dem Schreiber zunächst keine Problemlösung dafür zur Verfügung
steht - vgl.
Schreibstrategie,
Schreibplan,
Schreibentwicklung,
Schreibprozess, Schreibkompetenz, |
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Schreibdidaktik, literarische
vgl. Literarische
Schreibdidaktik |
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Schreibdiskussion
auch: Papier-Chat bzw.
Papier-Posting oder
Textforum; schreibdidaktische
Methode, bei der in der Großgruppe Kommentare, Hinweise und
Überarbeitungsvorschläge für einzelne Textentwürfe auf einem Plakat
platziert werden, die von dem Autor/der Autorin zur Textüberarbeitung
verwendet werden können (vgl.
Fix 2006/2008,
S.177); - Textrevision,
schrittweises kooperatives
Schreiben, Textforum,
Papier-Chat,
Papier-Posting |
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Schreiben, aktivitätszerlegendes
vgl.
Aktivitätszerlegendes Schreiben |
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Schreiben, argumentatives
vgl. Argumentatives
Schreiben |
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Schreiben, assoziatives
vgl. Assoziatives
Schreiben |
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Schreiben, authentisch-gestaltendes
vgl.
Authentisch-getaltendes Schreiben |
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Schreiben, automatisches
vgl. Automatisches
Schreiben |
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Schreiben, epistemisches
vgl. Epistemisches
Schreiben |
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Schreiben, epistemisch-heuristisches
vgl.
Epistemisch-heuristisches Schreiben |
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Schreiben, erörterndes
vgl. Erörterndes Schreiben |
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Schreiben, essayistisches
vgl. Essayistisches
Schreiben |
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Schreiben, flüssiges
vgl. Flüssiges Schreiben |
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Schreiben, gemeinsames kooperatives
vgl.
Gemeinsames kooperatives Schreiben |
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Schreiben, kollaboratives
vgl. Kollaboratives
Schreiben |
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Schreiben, kommunikatives
vgl. Kommunikatives
Schreiben |
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Schreiben, konzeptionelles
vgl. Konzeptionelles Schreiben |
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Schreiben, kooperatives
vgl.
Kooperatives Schreiben |
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Schreiben, kreatives
vgl.
Kreatives Schreiben |
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Schreiben, lernendes
vgl. Lernendes Schreiben |
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Schreiben, literarisches
vgl. Literarisches
Schreiben |
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Schreiben, nicht-zerlegendes
vgl.
Nicht-zerlegendes Schreiben |
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Schreiben, performatives
vgl. Performatives
Schreiben |
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Schreiben, planendes
vgl. Planendes Schreiben |
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Scheiben, poetisches
vgl. Poetisches Schreiben |
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Schreiben, produktzerlegendes
vgl.
Produktzerlegendes Schreiben |
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Schreiben, reflektiertes
vgl. Reflektiertes
Schreiben |
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Schreiben, reflexives
vgl. Reflexives Schreiben |
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Schreiben, schrittweise kooperatives
vgl. Schrittweises
kooperatives Schreiben |
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Schreiben, synkretistisches
vgl. Synkretistisches Schreiben |
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Schreiben, teilweise kooperatives
vgl. Teilweise
kooperatives Schreiben |
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Schreiben, texttransformierendes
vgl.
Texttransformierendes Schreiben |
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Schreiben, zerlegendes
vgl. Zerlegendes Schreiben |
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Schreiben in einem
Zug
vgl.
Nicht-zerlegendes Schreiben |
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Schreibentwicklung
1.
nach
Fix (2006/2008,
S.50) das
Schreiben, das sich an den Schriftsprachenerwerb
(Erstlesen und Erstschreiben) anschließt; 2. bei (Bereiter (1980)
→Integrationsmodell zur
Schreibentwicklung - vgl.
Schreibkompetenz, Schreibexperte,
Schreibprozess, |
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Schreibexperte
"Denkfigur" (Portmann 1966,
S.158f.) der Schreibforschung und Schreibdidaktik, die von einem
höchsten Stadium der Schreibentwicklung ausgeht, in dem sich der
Textproduzent mit seinem ganzen
Schreibverhalten, sämtliche Phasen des →Schreibprozesses
reflektierend kontrolliert, sich sämtliche Bedingungen des
Schreibens in einer optimalen Weise zunutze macht und in allen
Bereichen über eine umfassende →Schreibkompetenz
( →Zielsetzungskompetenz,
→inhaltliche Kompetenz,
→Strukturierungskompetenz,
→Formulierungskompetenz)
verfügt, die das jeweilige
Schreibverhalten in Planungs-, Formulierungs- und
Überarbeitungshandlungen den jeweiligen
Schreibfunktionen und Schreibzielen
anzupassen versteht; im →Integrationsmodell zur
Schreibentwicklung (Bereiter (1980) Stadium
des epistemischen bzw.
epistemisch-heuristischen Schreíbens; Ggs. Schreibanfänger,
Schreibnovize; - vgl.
epistemisches
Schreiben, Schreibkompetenz, |
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Schreibformen
Aufgaben, die schreibend gelöst werden, im herkömmlichen Sinne textliche
Gestalt annehmen |
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Schreibformen, betriebliche
vgl. Betriebliche
Schreibformen |
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Schreibformen, berufliche
vgl. Berufliche
Schreibformen |
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Schreibformen, schulische
Vgl. Schulische Schreibformen |
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Schreibfunktionen
1. in der Schreibforschung allgemeine Bezeichnung für die
(kommunikativen) Ziele, die jemand beim Schreiben eines Textes verfolgt; die
unterschiedlichen Schreibfunktionen leiten den Schreibprozess an
bestimmten Stellen mehr, an anderen Stellen weniger an und spielen
eine wesentliche bei der Überarbeitung von Texten (Textrevision)
und stellen einen wichtigen Maßstab für Formulierungsentscheidungen dar;
2. nach Ossner (1995)
fünf verschiedene Schreibfunktionen in drei Bereichen: a) psychisch: Für
sich schreiben; b) sozial: Für andere Schreiben; an andere Schreiben; c)
kognitiv: Schreiben zur Gedächtnisentlastung; Schreiben, um Erkenntnisse zu
gewinnen 3. Fix
(2206/2008) vereinfacht das Modell auf zwei Bereiche: a) kommunikatives
Schreiben: Schreiben für andere; Schreiben an andere b) Personales und
heuristisches Schreiben: Schreiben für
sich selbst - vgl. Schreibstrategie,
Schreibplan,
Schreibentwicklung,
Schreibprozess,
kommunikatives
Schreiben, Schreibkompetenz, |
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Schreibhemmung
vgl. Schreibblockade |
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Schreibkompetenz
Nach
Fix (2008, S.33)
kann unter Schreibkompetenz die Fähigkeit verstanden werden, pragmatisches
Wissen, inhaltliches (Welt- und bereichsspezifisches) Wissen,
Textmusterwissen, Sprachwissen in einem
→Schreibprozess so anzuwenden, dass
das Produkt den Anforderungen (selbst- und fremdbestimmter)
Schreibfunktionen (z. B. Anleiten, Erklären, Unterhalten ...) gerecht wird;
Teilkompetenzen dieser allgemeinen Schreibkompetenz sind →Zielsetzungskompetenz,
→inhaltliche Kompetenz,
→Strukturierungskompetenz
und →Formulierungskompetenz
- vgl.
Zielsetzungskompetenz, inhaltliche
Kompetenz, Strukturierungskompetenz,
Formulierungskompetenz,
Schreibverhalten,
Schreibexperte,
Schreibstrategie,
Schreibplan,
Schreibentwicklung,
Schreibprozess,
kommunikatives
Schreiben, Schreibverhalten, |
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Schreibkonferenz
ursprgl. von
Donald H. Graves
(1930-2010)
(1983) entwickeltes Konzept (writing conference), dann von
Gudrun
Spitta (1992) für die Grundschule modifiziert;
schrittweises
kooperatives Schreiben, bei dem die individuelle
Textproduktion durch das
Peer-Feedback in den unterschiedlichen Phasen des
Schreibprozess unterstützt wird; jedes
Mitglied der Schreibkonferenz-Gruppe hat dabei in persönlichen
Schreibkonferenzen Gelegenheit, seine Textentwürfe den anderen
Teammitgliedern vorzustellen und deren aus einer authentischen
Leserrolle gegebenen Kommentare und Hinweise zur weiteren
Textentwicklung in seine →Textüberarbeitung (Textrevision)
einfließen zu lassen; der Perspektivenwechsel von →Feedbacknehmer hin
zum →Feedbackgeber
in den persönlichen Schreibkonferenzen der anderen
Teammitglieder macht das Verfahren für die individuelle
Schreibentwicklung besonders wertvoll. - vgl.
kooperatives
Schreiben,
schrittweise kooperatives Schreiben,
Lehrer-Schüler-Schreibkonferenz,
Autoreninterview |
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Schreibplan
- vgl.
Schreibstrategie, Schreibprozess,
planendes Schreiben,
Schreibverhalten, |
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Schreibportfolio
- vgl. Portfolio,
reflexives
Schreiben, |
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Schreibprozess
Komplexes Zusammenwirken unterschiedlicher Schreibhandlungen bei der
Textproduktion; vollzieht sich nach
Flower
und Hayes (1980) in mindestens in drei Etappen: Planen (planning) - Formulieren (translating)
- Überarbeiten (reviewing) ("Vorbereiten - Rohfassung
schreiben - Überarbeiten",
Kruse/Ruhmann 2006, S.23); beim Schreiben muss der Schreiber seine(n)
Adressaten, sein Schreibziel und die beim Schreiben einzuhaltenden
Normen und zugleich den ganzen Schreibprozess im Blick haben (monitoring)
- vgl.
Schreibstrategie,
Schreibplan,
Schreibentwicklung |
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Schreibstörung
vgl. Schreibblockade |
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Schreibstrategie
"Vorgehenspläne beim Schreiben" (Mrotzek/Böttcher
2011, S. 30), mit denen Schreiber eine bestimmte Schreibaufgabe
bewältigen wollen; 1. nach
Bereiter/Scarmalia (1987) werden zwei Schreibstrategien
unterschieden:
knowledge telling und
knowledge
transforming; a) knowledge telling
erschöpft sich in einem an den assoziativen Strukturen der
Gedächtnisinhalte orientieren ohne weiteren Planungsaufwand
organisierten Schreiben; b)
knowledge transforming konstruiert beim Schreiben auf der
Grundlage der dauernden Reflexion des eigenen Schreibprozesses neues
Wissen; 2. Molitor-Lübbert (1985-2002) unterscheidet drei verschiedene
Schreibtypen, die jeweils einer unterschiedlichen Schreibstrategie
folgen: a) Bottom-up-Schreiber
folgen einer textgeleiteten Strategie;
dabei werden die Teilprozesse und
Teilhandlungen beim Schreiben so aufeinander bezogen, dass die
eigentliche Materialstrukturierung erst beim Formulieren selbst
stattfindet; b) Die selteneren Top-down-Schreiber folgen einer
schemageleiteten
Strategie; das bedeutet, dass der Schreiber ziemlich genau
weiß, wie der Text, den er schreiben will, inhaltlich, sprachlich und
kommunikativ gestaltet werden muss; zudem verfügt er über das dafür nötige
Textmusterwissen
und weiß auch, wie er dies bei der Textproduktion umsetzen will. c)
Mischtypen gehen je je nach Wissen, Schreiberfahrungen
und Aufgabenstellung im Ganzen oder auch nur bei einzelnen
Textteilen entweder im Bottom-up- oder im im Top-down-Verfahren
vor;. 3. Ortner (2000,
S.346ff.) unterscheidet zwei grundlegende Strategien:
Schreiben in
einem Zug" (nicht-zerlegendes Schreiben") und
zerlegendes
Schreiben (aktivitätszerlegend,
produktzerlegend) - vgl.
Schreibentwicklung, Schreibkompetenz,
Schreibprozess,
Schreibexperte, |
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Schreibverhalten
nach Portmann (1966,
S.161) Bezeichnung für die Gesamtheit von Einstellungen und
Handlungen, die als Antwort auf spezifische Anforderungen von einem
Textproduzenten beim Schreiben gezeigt werden; Ergebnis (Resultante)
einer ganzen Anzahl verschiedener miteinander interagierender
Teilkompetenzen - vgl.
Schreibentwicklung, Schreibkompetenz,
Schreibprozess,
Schreibplan, |
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Schreibziel
derzeit nur Platzhalter! - vgl.
Schreibaufgabe, Schreibstrategie, Schreibkompetenz,
Schreibprozess |
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Schreibzirkel
schreibdidaktische Methode, die beim individuellen oder auch
schrittweise
kooperativen Schreiben eingesetzt werden kann und sich auf die
didaktischen Prinzipien und organisatorischen Strukturen des
Lernzirkels stützt - vgl. Lernzirkel,
schrittweise
kooperatives Schreiben. |
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Schriftführer
vgl.
Protokollant |
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Schriftlichkeit
vgl. Literalität |
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Schrittraffung
Erzähltechnisches Mittel zur
Zeitgestaltung; Form der
sukzessiven Raffung
mit relativ geringer Raffungsintensität; Aufreihung von Vorgängen und
Gegebenheiten in Richtung der erzählten Zeit und zwar so, dass dem
Geschehen mehr oder weniger kontinuierlich unter Annäherung an
zeitdeckendes
Erzählen gefolgt wird; (vgl.
Lämmert
1955, S.83) - vgl.
durative
Raffung,
iterative
Raffung, Sprungraffung,
sukzessiven
Raffung,
Zeitgestaltung,
Zeitraffung |
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Schrittweises kooperatives Schreiben
Von
Becker-Mrotzeck/Böttcher (2006/2011, S.42) in Übersetzung des
englischen Terminus Interactive writing verwendete Bezeichnung für eine
besonders schulrelevante Form des kooperativen Schreibens; während der
Textproduktion interagiert der Schreiber mit anderen Personen (Lehrkräften,
Schülern), um seine jeweiligen Textentwürfe in den unterschiedlichen
Phasen/Stadien des Schreibprozesses zur weiteren Überarbeitung kommentieren
und beurteilen zu lassen; - vgl.
kooperatives Schreiben,
gemeinsames kooperatives Schreiben,
Schreibkonferenz,
Autoreninterview, Schreibzirkel,
Reihumtext,
Reißverschlusstext |
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Schulische
Schreibformen
Schreibaufgaben, die im modernen Deutschunterricht gestellt werden und die
von den Schülerinnen und Schülern gelöst werden sollen (Aufsatz); Auswahl: Erzählen
als Erlebnis- oder Phantasieerzählung; Berichten als Erlebnis- oder
Vorgangsbericht; Schildern als Erlebnis-, Vorgangs- oder
Personenschilderung;
Beschreiben
als
Gegenstands-,
Vorgangs- oder
Personenbeschreibung; Charakterisieren
als Personen- oder
literarische Charakteristik; Erörtern
als Problemerörterung (freie/textungebundene Erörterung) oder Texterörterung; Inhalt
von Texten wiedergeben als
strukturierte
(auch: strukturierende) Textwiedergabe oder
(referierende)
Inhaltsangabe; Interpretieren als Interpretationsaufsatz
(Textinterpretation,
literarischer Aufsatz) oder
produktive Textarbeit/
literarisches Rollenspiel, usw. |
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Schüttelreim
Sonderform des Doppelreims; die am Reim beteiligten Wörter tauschen ihre
Anfangskonsonanten oder auch Silben miteinander aus; dadurch entsteht eine
neue sinnvolle Wortfolge - vgl.
Reim
Beispiel: In Reimes Hut Geheimes ruht |
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Schranken-Signal
vgl.
Schutz-Überkreuzung |
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Schutz-Überkreuzung
Geste in der nonverbalen Kommunikation; mit dieser Geste reagieren viele
Menschen dann, wenn sie ein Gebiet betreten, mit dem sie nicht vertraut
sind. Man kreuzt in einem solchen Fall auf irgendeine Art vor seinem
Körper einen Arm.
vgl. Geste,
nonverbale Kommunikation,
Körpersprache
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Schwerpunktthema
1. allgemeine Bezeichnung für das Festlegen eines bestimmten
thematischen Kernbereichs; 2.
Sternchenthema |
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Segment
in der Sprachwissenschaft Bezeichnung für die zeitlich begrenzte
sequenzielle Einheit lautsprachlicher Äußerungen (z. B. Laut, Silbe,
Phon); Ggs. supragmentale Merkmale - vgl.
Gesprächsanalyse,
Segmentierung,
suprasegmentale Merkmale
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Segmentierung
Zusammenfassung sprachlicher Ausdrücke zu einer Folge von Segmenten - vgl.
Segment |
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Seifenoper
(auch Soap Opera); Bezeichnung für in der Regel unter hohem Zeitdruck
produzierte. über einen langen Zeitraum hin gesendete Fernsehserien mit
eher trivialen Inhalten; Bezeichnung kommt daher, dass einst "seichte"
Hörspiele von Waschmittelherstellern gesponsert worden sind |
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Sekundärliteratur
frz. secondaire = an zweiter Stelle; auch allgemein als Forschungsliteratur bezeichnet;
Literatur über Literatur; fachwissenschaftliche Analysen und Kommentare zu
verschiedensten, meist literarischen oder philosophischen Werken; Gegensatz:
Primärliteratur - vgl.
Primärliteratur |
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Sekundenstil
Bezeichnung für eine die Wirklichkeit kopierende Darstellungstechnik, die
die kleinsten inneren Regungen und äußeren Bewegungen minutiös von Sekunde
zu Sekunde in linearer zeitliche Reihenfolge aufzeichnet; überwiegend in der
Literaturepoche des
Naturalismus (1880-1910),
dort erstmals in den Skizzen von Arno Holz und Johannes Schlaf verwendet;
geht sprachlich mitunter so weit, dass die Sprache grammatische Fehler
aufweist, unvollständig ist oder unlogisch wirkt; Ziel: Totale Nach- bzw.
Abbildung von Wirklichkeit, was die Unabsehbarkeit der Realität zum Ausdruck
bringen soll; in der epischen Literatur:
zeitdeckendes Erzählen als
szenische Darstellung; im
Drama erkennbar an der von zahlreichen
Bühnenanweisungen/Regiebemerkungen
(Nebentext)
unterbrochenen dramatischen Rede (Haupttext). |
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Selbstselektion
vgl. Selbstwahl -
Gegenteil:
Partnerselektion |
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Selbstthematisierung
1) im epischen Text: explizite Information zur
Figurencharakterisierung
durch die Figur selbst in Form der direkten Redewiedergabe einer
Figur oder in Form von auf
Innensicht beruhender Gedankenwiedergabe einer
Figur. 2) im dramatischen Text: Thematisierung einer Figur im Haupttext
durch sprachliche Äußerungen der Figur selbst a) in einem glaubhaften
Monolog oder Monologfragment b) in Form einer weniger glaubhaften,
möglicherweise auf Verstellung beruhenden Dialogrede der dramatischen
Figur (vgl.
Fricke/Zymner
1993, S.188) - vgl.
Fremdthematisierung
Epischer Text - Beispiel: Antonia schrie ihn jetzt fast an:
"Dann
bin ich eben spießig, das ist mir egal. Ich bin eine Frau mit ganz normalen Gefühlen. Da
kannst du lange reden." Ein paar Minuten später schon fragte sie sich aber in
Gedanken: "Warum habe ich mich so gehen lassen?" |
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Selbstwahl
auch:
Selbstzuweisung oder
Selbstselektion;
Form des
Sprecherwechsels in einem
Gespräch
(Gegenteil:
Fremdwahl); ein Hörer wechselt in die Sprecherrolle, indem er nach dem
Ende einer Äußerung seines Gesprächspartners zu Wort kommt oder indem er
diesen unterbricht, wodurch allerdings eine kurze Simultansequenz (beide
sprechen) auftritt - vgl.
Gesprächsanalyse,
Sprecherwechsel,
Fremdwahl |
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Selbstzuweisung
vgl. Selbstwahl |
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Semantik
Lehre von der Bedeutung sprachlicher Zeichen und Zeichenfolgen |
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Semiotik
Lehre von den
Zeichen (sprachlichen und
nichtsprachlichen) als kommunikativen Signalen und ihren Systemen. MORRIS unterscheidet
drei Teilbereiche: Semantik (untersucht Verhältnis der Zeichen zu den
"Sachen"), Pragmatik (untersucht Beziehungen zwischen Zeichen und Benutzer),
Syntax (Grammatik; untersucht Beziehungen der Zeichen untereinander. |
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Senkung
in der dt. Verslehre (Metrik)
Bezeichnung für die unbetonte Silbe (Gegenteil:
Hebung
- vgl.
Anapäst,
Daktylus,
Jambus,
Metrum,
Takt,
Taktart,
Trochäus,
Vers,
Versfuß,
Versmaß, |
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Sentenz
Sinn- oder Denkspruch, leicht einprägsamer allgemeiner Satz, der sich mit
seiner geschlossenen Aussage aus einem literarischen Werk heraushebt und
Allgemeingültigkeit beansprucht; kontextbezogen, d.h. sprachlich dem sie
umgebenden Kontext angepasst (z.B. Vers oder Prosa,
Blankvers
u. ä.); in einer Sentenz werden häufig
rhetorische
Mittel eingesetzt (z.B.
Antithese, Klimax,
Parallelismus,
Wiederholungen); steht oft an besonders exponierter und dadurch
auffälliger Stelle, z.B. am Akt- oder Dramenende, am Beginn oder Ende
eines Monologs; besitzt eine besondere Zitierbarkeit, die sie häufig zu
einem "geflügelten Wort" werden lässt; |
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Sequenzielle Revision
Textrevision, bei der ein Text
im Rahmen vorliegender Text- und Satzschemata bei der Überarbeitung
verändert wird; Ggs.
konzeptionelle Revision - vgl.
Textüberarbeitung,
Textrevision,
Revisionskompetenz, Revisionshandlung |
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Sequenzielles Lesen
Lesetechnik, bei der ein Text im Allgemeinen vollständig gelesen wird
(Ggs.
punktuelles
Lesen); Lesevorgang folgt dem vorgegebenen Textfluss; vgl.
Lesen,
Lesetechnik,
punktuelles
Lesen,
diagonales
Lesen,
intensives Lesen,
kursorisches
Lesen, |
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Sermon
1. veraltet für Rede, Gespräch oder Predigt; 2. a)
umgangssprachlich etwa länger ausgebreitetes Geschwätz, im abwertenden Sinne
Redeschwall, lange und langweilige Rede, aber auch: Strafpredigt; b)
redensartlich: seinen Sermon dazugeben etwa im gleichen Sinn wie seinen Senf
dazugeben, also ungefragt zu allem seine Meinung zu sagen 3. in der
christlichen Predigt eine den
pragmatischen Texten (Gebrauchstexten)
zuzuordnende Textsorte, die auch
als Themapredigt
bezeichnet wird; eine in gehobener Sprache, kunstvoll arrangierte und
strukturierte Rede, die sich in der Regel auf einen Bibelvers bezieht; -
vgl. Themapredigt,
Predigt, |
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Setting
Konzeption, die auf der Vorstellung einer engen, aufeinander vielfältig
bezogenen Verbindung von Handlungen und einer darauf abgestimmten Umgebung,
zwischen sozialer und physischer Welt beruht; besteht aus drei Teilen: 1.
eine oder mehrere handelnde Personen , 2. eine Umgebung, die die
spezifische(n) Handlung(en) des Settings unterstützt 3. ein spezieller, für
das jeweilige Setting typischer (Programm-)Ablauf (Settingprogramm); in
einem Setting sind die Programme der verschiedenen Akteure funktional
aufeinander bezogen, miteinander verbunden und hängen stark voneinander ab;
für das Vorhandensein eines Setting ist die gleichzeitige Existenz aller
drei Teile konstitutiv; Mindestkriterien: 1. mindestens ein fixiertes gleich
bleibendes Handlungsmuster (Settingprogramm), meistens jedoch mehrere, für
alle Personen, die zum Setting gehören; 2. starke Gebundenheit des
Settingprogramms an die physische Struktur des Settings, die aus komplexen
Anordnungen von Dingen besteht (Aspekt der Räumlichkeit, raumzeitliche
Koordinaten); 3. physische als auch zeitliche Begrenzungen; 4. Abstimmung
der physisch-materiellen Umgebung auf das Settingprogramm (Kongruenz von
Umgebung und Programm = Synmorphie);
Beispiele: Klassenzimmer, elterliche Wohnung
Beispiel Fußballspiel als Setting:
- Handelnde Akteure: Spieler, Schieds- und Linienrichter,
Security-Personal, Kartenverkäufer, Zuschauer
- Programm für den Zuschauer: Kauf einer Eintrittskarte, Platz
aufsuchen, Anfeuerungsrufe geben
- Programm für den Spieler: sich mit dem Trainer beraten, sich
aufwärmen, Spielregeln beachten und taktisches Konzept einhalten
- Umgebung: Spielfeld mit der genau festgelegten Größe,
Bodenmarkierungen, Toraufstellung; Tribünen, ihre Anordnung und Separierung;
Eingänge für Anhänger der Heim- und Gastmannschaft, Drehkreuze zur
Durchführung der Zugangskontrolle |
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Short Term WebQuest
vgl. Kurzer Webquest |
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Showing
Form des
Erzählerberichts i. w. S.
(h: Erzählerbericht i. e. S.), bei der sich der Erzähler bzw. die Erzählinstanz in keiner
Weise kommentierend in das erzählte Geschehen einmischt; vgl.
Telling .
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund.
Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte zur Tür. |
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Sie-Anrede
vgl. Siezen,
Du-Anrede, Ihr-Anrede, |
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Siezen
1. im Ggs, zum →Duzen
die förmliche Anrede mit Verwendung des großgeschriebenen →Anredepronomen
Sie; 2. 2. Sprechakt →Anrede
zur →Kontaktumgrenzung;- vgl. Anrede,
Anredepronomen,
Personalpronomen,
Duzen, "Ihrzen" |
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Silbenkurzwörter
Gruppe von
Kurzwörtern, die meistens auf zwei die Kurzform bildende Segmente
zurückgehen (vgl.
Steinhauer 2007, S. 140); a) Kopfwörter: vom
Anfang der Vollform gebildet b) Endwörter: aus dem
Ende der Vollform gebildet
Beispiele: a) Kopfwörter: Mofa, Akku, Disko, Navi b) Endwörter: Bus -
vgl.
Kurzwörter |
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Sinnabschnitte
Bei der
inhaltlichen
Erfassung des Textes Bezeichnung für inhaltlich bzw. unter einer
Textsinnrichtung zusammengehörige und zusammenfassbare Textteile. Im
Allgemeinen: Handlungen, Zeitstrukturen, Raumstrukturen, Figuren - vgl.
inhaltliche
Erfassung des Textes |
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Sinnbild
Bezeichnung für eine bildhafte Darstellung, bei der eine bestimmte Beziehung zwischen dem
Bild und dem Bildsinn besteht; meistens offenkundige Relation - vgl.
Bild, Emblem,
Metapher,
Symbol, |
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Sinnfiguren
auch: Gedankenfiguren; rhetorische Figuren, die sich auf den Gedankengang.
die innere Struktur einer Aussage beziehen; häufig erstreckt sich der
Wirkungsbereich auf ganze Textteile oder vollständige Sätze;
(uneinheitliche Systematik!); Wichtige Sinnfiguren:
Allegorie,
Antithese,
Apostrophe,
Chiasmus,
Euphemismus,
Ironie,
Hyperbel,
Vergleich,
Parenthese,
... vgl.
rhetorische
Figuren,
Gedankenfiguren |
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Sinngemäßes Zitieren
Form der Übernahme oder Wiedergabe schriftlicher oder mündlicher
Äußerungen von anderen - vgl.
Zitieren,
wörtliches Zitieren,
paraphrasieren,
Beispiel: Corneille und Racine haben sich als
Autoren der geschlossenen Form des Dramas einer im Großen und Ganzen zutreffenden
Auslegung der so genannten aristotelischen Regeln (drei Einheiten) unterworfen. (vgl.
Klotz, 1969, S.38) |
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Situationalität
In der
Textlinguistik Kriterium der
Textualität, das die Beziehungen zwischen Texten und den
Situationen ihrer Verwendung erfasst;
Beaugrande/Dressler (1981, S.169ff.)
bezeichnen damit die Gesamtheit der Beziehungen zwischen Texten und
(aktuellen und rekonstruierbaren) Situationen; dazu zählen u. a.: Verstehen
und Berücksichtigen der situativen Ausgangsbedingungen bei der Entstehung
des Textes; Text kann eine Situation beschreiben oder darstellen oder zur
Situationskontrolle und Situationslenkung (169) dienen; fließende Übergänge
zwischen diesen Textfunktionen - vgl.
Textlinguistik,
Textualität,
Informativität,
Intentionalität,
Akzeptabilität,
Intertextualität |
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Situationen (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur
Figurencharakterisierung durch
Einordnung einer
Figur in einen zeitlichen,
räumlichen und kausalen oder finalen (Handlungs-)Zusammenhang einer "Story"
Beispiel: Antonia betrat kurz vor drei Uhr das Restaurant
unten am Fluss. Dort wartete sie auf ihren Freund, der sich da mit ihr treffen
wollte. Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte zur Tür, um ihm schon beim
Hereinkommen sein Anliegen von den Augen ablesen zu können. |
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Situativer Kontext
allgemeiner übergeordneter Zusammenhang, in dem eine bestimmte
sprachliche Äußerung erfolgt; Berücksichtigung des komplexen
Kommunikationsvorganges - vgl.
Kontext |
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Sitzungsprotokoll
Form des
Redeprotokolls;
hält jedes gesprochene Wort in einem Gespräch, in der Regel
Parlamentsdebatten (Bundestag, Landtag) - vgl.
Protokoll,
Redeprotokoll |
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Slang
Bezeichnung für eine Varietät, die besonders wenig formgebunden und
nicht auf eine besondere Region beschränkt ist; häufig stilistisch
expressiv wirkende Wörter, die im Alltagsleben üblich sind oder Wörter,
die in bestimmten Sozial- und Berufsgruppen gebräuchlich sind; Übergang
zu Gruppenjargon fließend - vgl.
Jargon,
Varietät |
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Slogan
1) In der Werbeanzeige meist dem Logo gemeinsam gestalteter sprachlichter
Textteil - vgl.
Werbeanzeige, Logo |
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Soap Opera
vgl. Seifenoper |
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Sonett
Reimgedicht mit einer bestimmten Strophenform, bestehend aus zwei Quartetten
(zwei vierzeilige Strophen) und zwei Terzetten (zwei dreizeilige Strophen);
durch die vorhandene Zäsur zwischen den Quartetten und Terzetten besonders
gut geeignete Form für die Gedankendichtung: Satz (These) und Gegensatz
(Antithese), Frage und Antwort, Problem und Lösung, Erlebnis und allgemeine
Anwendung, Gedankenspiel und Fazit (vgl.
Bantel 1963,
S.84)Reimverschränkung kann je nach historischer Tradition unterschiedlich
ausfallen: 1) italienischer Petrarca-Typ: a) alternierender Oktavbau und
zwei Sextettordnungen
abab / abab / cdc / dcd
abab / abab / cde / cde
b) umschlingender Oktavreim und zwei Sextettordnungen
abba / abba / cdc / dcd
abba / abba / cde / cde
2) französischer Ronsard-Typ: umschlingender Oktavreim und zwei
Sextettanordnungen
abba / abba / ccd /eed
abba / abba / ccd/ ede
3) englischer Shakespeare-Typ: drei alternierend reimende Quartette und ein
Reimpaar
abab / cdcd / efef / gg
- vgl.
Ivo Braak 1969, S.138)
- vgl. Vers, Strophe
Beispiel für den frz. Ronsard-Typ:
Du siehst, wo du siehst, nur Eitelkeit auf Erden,
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein ...
(Andreas Gryphius,
Es ist alles eitel) |
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Sozial-interaktive Fertigkeiten
Tätigkeiten im Bereich des
Handlungswissens;
Können im Umgang mit anderen Menschen; Formen: Geschick,
Einfühlungsvermögen (vgl.
Jarz
1997, S.77,
Mandl/Spada
(1988) - vgl.
Fertigkeiten,
Handlungswissens
Beispiele: Geschick und/oder
Einfühlungsvermögen bei der Konfliktlösung
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Spatenfrage
von
Clark (1973) geprägter
Begriff zur Bezeichnung einer Problemfrage beim Brainstorming, die mitten ins Zentrum
eines Problems führt; beim Brainstorming zur effektiven Gestaltung der Ideenfindung -
vgl.
Brainstorming,
Schneeschaufelfrage,
Fragearten
Beispiele: Wie können wir das Klima in unserer Schule verbessern?
Wie lässt sich der Umsatz unserer Filialen erhöhen? |
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Spitzenformulierung
In der Argumentationstheorie Bezeichnung für die
Hauptthese bzw. die zentrale Konklusion einer komplex und hierarchisch
angelegten Argumentation; sie steht in der Hierarchie der Thesen am höchsten
und ihr lassen sich die übrigen Thesen und Argumente zu- bzw. unterordnen;
obwohl logisch gesehen erst aus den Argumenten folgend steht sie oft schon
am Anfang eines Textes oder wird am Beginn eines Gesprächs formuliert - vgl.
Bayer 1999, S.448 - vgl.
Argument,
Argumentation,
Argumentationstheorie,
Hauptthese |
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Spontanes Gespräch
(auch: natürliches spontanes Gespräch) - im gesprächsanalytischen Ansatz von
Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für natürliche
Gespräche, die im Gegensatz zu den arrangierten Gesprächen unvorbereitet
stattfinden - vgl.
Gespräch,
natürliches Gespräch,
arrangiertes Gespräch, |
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Sprachgestaltender Aufsatz
in der traditionellen Aufsatzlehre
Bezeichnung für einen seit den 1930er Jahren bis in die Gegenwart hinein
wirkenden Typ des Schulaufsatzes, der vor sich vor allem der so genannten
"inneren Sprachbildung" und der Entwicklung eines sehr begrenzten
Verständnisses von Sprachkompetenz verpflichtet sieht;
sprachlich-stilistische Komponenten der Textproduktion stark am Verhältnis
von Inhalt und Form orientiert, das sich in der Beherrschung
unterschiedlicher sprachlich-stilistischer Varianten niederschlägt wie z. B.
der subjektiven und expressiven Erlebnissprache beim Erzählen und Schildern
und dem sachlich-nüchternen Schreiben in einer Sach- oder Zwecksprache bei
Betrachtungen, Beschreibungen, beim Berichten und Erörtern - vgl.
Aufsatzlehre,
gebundener Aufsatz,
funktionaler Aufsatz,
freier Aufsatz,
Erlebnisaufsatz, |
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Sprachhandlung
vgl. Sprechhandlung |
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Sprachliche Eindeutigkeit
1) hinsichtlich der Wortbedeutung (semantisch): vgl.
Monosemie,
Disambiguierung |
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Sprachliche Einfachheit
Auf den
Hamburger
Verständlichkeitsansatz in der Kommunikations- bzw. Lesepsychologie
zurückgehende Richtlinie zur Erreichung optimaler Verständlichkeit bei
der Textproduktion (Verständlichmacher); umfasst folgende
Textmerkmale: einfache Darstellung, kurze einfache Sätze, geläufige
Wörter, erklärte Fachwörter, konkret, anschaulich; Gegensatz:
Kompliziertheit
- vgl.
Christmann/Groeben
1999, S.182,
Langer
u.a. 1993, S.16) - vgl.
Verständlichmacher,
Textverständlichkeit |
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Sprachliche Kompetenz
Fähigkeit des Sprechers oder Hörers einer Sprache unter Verwendung einer
begrenzten Anzahl von Elementen und Regeln eine unbegrenzte Anzahl von Sätzen dieser
Sprache zu bilden und zu verstehen, indem einer unbegrenzten Menge von
Bedeutungsstrukturen eine unbegrenzte Menge von Lautstrukturen zugeordnet werden. |
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Sprachliches Zeichen
Zeichen als eine Einheit von Ausdruck
(Lautung) und Inhalt (Bedeutung); nach SAUSSURE Einheit von Signifiant (Signifikant) und
Signifié (Signifikat); Verbindung zwischen Ausdruck und Inhalt ist arbiträr
(=willkürlich, an sich beliebig), ist aber durch Konvention (Übereinkunft) in jeder
Einzelsprache festgelegt. Was der Sprecher in der außersprachlichen Wirklichkeit meint
(außersprachlicher Bezugspunkt auf den das Zeichen verweist) nennt man Denotat. |
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Sprachschicht
(Derzeit nur
Platzhalter!) - |
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Sprechakt, initiativer
vgl.
initiativer
Sprechakt - vgl. Sprechakte,
reaktiver
Sprechakt |
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Sprechakt, reaktiver
vgl.
reaktiver Sprechakt |
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Sprechakte
Verständigungs- bzw. Sprechhandlungen (auch: Sprachhandlungen), die die
kleinsten Einheiten der Textebene darstellen; Sprechakttypen:
partnerbezogene
Sprechakte, sprecherbezogene Sprechakte (vgl.
Engel
1996); - vgl. Sprechhandlung,
initiativer
Sprechakt,
reaktiver
Sprechakt |
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Sprechakte, partnerbezogene
vgl.
partnerbezogene
Sprechakte |
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Sprechaktmethode
Methode zur Erfassung des Gedankenganges und/oder der argumentativen Strukturen eines
Textes durch Bestimmung der meist nicht ausgesprochenen Sprachhandlungen Dabei muss man
mit redebezeichnenden Verben oder Nomen die Sprachhandlung erfassen (z.B. behaupten,
begründen, beweisen, verdeutlichen, erläutern, untermauern, bejahen, folgern
)
Methode findet häufig Verwendung bei den Vorarbeiten zur
strukturierten
Textwiedergabe. vgl.
Strukturwortmethode,
W-Fragen-Methode |
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Sprechausdruck
(auch: paraverbale Mittel, Parasprache) Begriff aus der
Sprechwissenschaft, der sämtliche Lauterscheinungen umfasst, die beim
Sprechen beobachtet werden können, ohne dass sie zu den phonetischen
Unterscheidungsmerkmalen gehören; man unterscheidet vier verschiedene
Gruppen, die verschiedene Botschaften konstituieren können: 1. melodramatische
Mittel: Tonhöhe, Tonhöhenverlauf, Klangfarbe, Klangfülle alle
abhängig von Stimme, Stimmlage und Stimmgattung 2. dynamische Mittel:
Lautstärke, Lautstärkenwechsel, Betonungsstärke, Betonungsart
(stereotyp skandierend oder am Sinn orientiert), Betonungshäufigkeit,
alle abhängig vom Schalldruck 3. temporale Mittel: Sprechtempo,
Geschwindigkeitswechsel, Pausenanzahl, Pausenlänge, Pausenart (stauend -
lösend, an Sinnschritten oder Sprechakten orientiert), alle abhängig von
der Zeitwahrnehmung bei der Laut- und Silbenrealisierung 4. artikulatorische
Mittel: Lautart (vokalisch - konsonantisch), Deutlichkeit,
Lautungsstufe (z.B. Standardsprache, Dialekt, Soziolekt - vgl. Parasprache,
Paralinguistik,
sprechgestaltende
Interpretation |
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Sprechen
1) alltagssprachlich: sämtliche Dimensionen der mündlichen Kommunikation
2) sprechwissenschaftlich: Sprechtätigkeit, die akustische
Materialität besitzt, sich in einem sozialen Bedingungsgefüge mit einer
ganzen Reihe von physischen, psychischen, inter- und intrasubjektiven
Sprechhandlungen und -operationen (Sprechverhalten) vollzieht; Sprechen
konstituiert Sinn, indem es das, was subjektiv gemeint ist und verstanden
werden soll, konstituiert |
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Sprechen, handlungsbegleitendes
vgl.
handlungsbegleitendes Sprechen |
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Sprechen, thematisches
vgl.
thematisches Sprechen |
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Sprechersigle
Pseudonyme in der Transkription eines Gesprächs; dabei verwendete
Abkürzungen für die Sprecher in einem Gespräch; damit die Sprecher bei
nicht-öffentlich gesprochenem Wort nicht identifizierbar sind und
gleichzeitig voneinander unterscheidbar sind, werden spezielle Abkürzungen,
besondere Buchstaben, Indizes, Klammerausdrücke o. ä. verwendet; üblich ist
allerdings auch die anonymisierte Abbildung von Beziehungen der
Gesprächspartner untereinander: Duzbeziehungen werden mit Vornamen,
Siezbeziehungen mit Nachnamen oder Kombinationen aus Initialen für Vor- und
Nachnamen gebildet (z. B. im GAT) -
Gesprächsanalyse,
Transkription,
Notation |
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Sprecherwechsel
auch
turn-taking; Begriff aus der Gesprächsanalyse; grundlegende
Organisationsgröße eines Gesprächs, bei dem ein Rollenwechsel stattfindet:
ein ehemaliger Hörer wird zum Sprecher; verlangt eine intensive Kooperation
der am Gespräch beteiligten Personen, die zur Eröffnung von Optionen der
Beteiligten, zu deren Übernahme oder Abweisung durch die Beteiligten führt;
Sprecherwechsel erfolgt entweder durch implizite oder explizite Fremdwahl
(jemand erteilt uns das Wort) oder durch Selbstwahl (wir nehmen uns
selbst das Wort);
Formen des Sprecherwechsels: 1.
Sprecherwechsel mit oder ohne Sprechpause (gap), 2. Sprecherwechsel mit
Überlappen (overlap) 3. Sprecherwechsel mit längerer Pause bzw. Schweigen,
4. Sprecherwechsel durch Unterbrechung; Sprecherwechsel kann auf
verschiedene Art und Weise vorbereitet werden, hängen aber auch von
institutionellen und organisatorischen Rollen ab, die die Gesprächspartner
einnehmen (z. B. Diskussionsleiter-Diskussionsteilnehmer,
Richter-Angeklagter etc.); beim Sprecherwechsel spielt auch das nonverbale
Verhalten eine große Rolle (Blickkontakt bei der Fremdwahl, Gesichtsausdruck
und Körperhaltung bei der Selbstwahl - vgl.
Gesprächsanalyse,
turn-taking |
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Sprechgestaltende Interpretation
textproduktives Verfahren zur Interpretation, das auf dem bewussten
Einsetzen des Sprechausdrucks beruht, z.B.
Tonhöhe, Tonhöhenverlauf, Klangfarbe, Klangfülle - Lautstärke,
Lautstärkenwechsel, Betonungsstärke, Betonungsart - Sprechtempo,
Geschwindigkeitswechsel, Pausenanzahl, Pausenlänge, Pausenart, - Lautart,
Deutlichkeit, Lautungsstufe (z.B. Standardsprache, Dialekt, Soziolekt) -
vgl. Sprechausdruck,
Rezitation |
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Sprechhandlung
1) häufig verwendet zur alternativen Eindeutschung des engl. Begriffs »speech act« (»Sprechakt«) 2) in der Kritik der Sprechakttheorie Bezeichnung für
die Zweckgerichtetheit sprachlichen Handelns und zur Unterstreichung des
Handlungscharakters des Sprechens 3) neutraler Ausdruck für »Mündlichkeit«, der aber
über das Mündliche hinausreicht |
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Sprichwort
volkstümliche Aussage, die zu den so genannten einfachen Formen (A. Jolles)
zählt; Besondere Merkmale: Anspruch auf Allgemeingültigkeit, geschlossene
syntaktische Form, Konstanz im Wortlaut, häufig auch besondere sprachliche
Eigenschaften wie Bildhaftigkeit, Rhythmus, Reim, Alliteration, Assonanz,
Parallelismus; Anspruch auf Allgemeingültigkeit leitet aus der
Thematisierung einer über die Zeit, Schichten und Milieus hinausreichenden
Erfahrung, die sich den häufig aus dem bäuerlichen Bereich stammenden
bildhaften Formulierungen zu eigen ist; lehrhafte Tendenz teils
imperativisch als Vorschrift oder Warnung ausgedrückt oder auch in
verschleierter Form; wichtiger als die lehrhafte Tendenz ist die Anwendung
von Sprichwörtern, die Verstöße gegen eine bestimmte (auch moralische) Regel
im Nachhinein z. T. in ironisierender Weise kennzeichnen soll - vgl.
Redensart, Epigramm, |
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Sprungraffung
Erzähltechnisches Mittel zur
Zeitgestaltung; Form der
sukzessiven Raffung
mit hoher Raffungsintensität; Aufreihung von Vorgängen und Gegebenheiten
in Richtung der erzählten Zeit in zeitausgreifender Form wie
"Ich kam, sah und siegte (veni, vidi, vici) ; (vgl.
Lämmert
1955, S.83) - vgl.
durative
Raffung,
iterative
Raffung, Schrittraffung,
sukzessive
Raffung,
Zeitgestaltung,
Zeitraffung |
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Stabreim
auch: Buchstabenreim; vgl.
Alliteration, gleichlautender
Anlaut von betonten Stammsilben - vgl.
Alliteration
Beispiele: Bei Wind und Wetter, mit Mann und
Maus, Bitte ein Bit! (Werbung); Winterstürme wichen
dem Wonnemond (Wagner, Walküre) |
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Stamm
- vgl.
Wortstamm |
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Standort des Erzählers
Der Erzählerstandort kann sich außerhalb oder innerhalb des erzählten Geschehens
befinden; außerhalb=
Außenperspektive;
innerhalb=Innenperspektive; häufig
vermischen sich beide Perspektiven in einem Text oder wechseln einander ab (fluktuieren).
Der Erzähler kann das Geschehen in einem bestimmten räumlichen und zeitlichen
Abstand darbieten. In der
Nahperspektive befindet sich der
Erzähler in geringem Abstand zu Geschehen und Figuren, in der
Fernperspektive in großem Abstand.
Wenn der Erzähler einen personalen Standort einnimmt, wird das Geschehen in den
Darbietungsformen
erlebte Rede oder
innerem Monolog erzählt. |
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Statarisches Lesen
gründliches Lesen eines Texts mit Papier und
Bleistift, mit häufigem Zurückblättern, wiederholtem Lesen ein- und
derselben Textstelle etc. - vgl.
textnahes Lesen |
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Statistisches Argument
Form
induktiver Argumente; aus bekannten Eigenschaften einer Teilmenge in
Form einer Stichprobe darauf geschlossen, dass auch die übrigen Elemente der
Gesamtmenge die gleichen Eigenschaften aufweisen. (vgl.
Bayer 1999, S. 239)
vgl.
Argumentation,
induktives Argument,
statistischer Fehlschluss |
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Statistischer Fehlschluss
in der formal-logischen Argumentationsanalyse unkorrekte Form des
statistischen Arguments; 1) untersuchte Stichprobe ist zu klein, um
Verallgemeinerungen auf die Gesamtmenge zu ermöglichen (Fehlschluss der
unzureichenden Statistik) 2) von einer bekanntermaßen oder wahrscheinlich
nicht repräsentativen Teilmenge (Stichprobe) wird auf die Gesamtmenge
geschlossen (Fehlschluss der voreingenommenen Statistik) 3) wesentliche
Erfahrungsdaten werden unterschlagen, weil sie das Schließen von der
Stichprobe auf die Gesamtmenge so verändern würden, dass dieser Schluss
unkorrekt erscheint (Fehlschluss der unvollständigen Erfahrungsdaten) - vgl.
Argumentation, induktives Argument,
statistisches Argument,
Fehlschluss, |
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Steiger
vgl. Jambus |
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Steigernde Erörterung
vgl.
lineare Erörterung;
Bearbeitungsart der Problemerörterung, bei der die Ober- und
Unterbegriffe, die Reihenfolge der Argumente nach dem Grundsatz der
Steigerung angeordnet werden müssen |
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Stellungnahme
1. allg.
Form der schriftlichen oder mündlichen kritischen Auseinandersetzung mit
einem vorgegebenen Problem, Sachverhalt, Text u v .m. 2. schulische
Schreibform/Schreibaufgabe, der eine noch stark persönlich geprägte
Argumentation zu einem Problem oder Sachverhalt zugrunde liegt; zugleich
dient das Schreiben einer Stellungnahme aber auch zur Klärung der eigenen
Position in einem kommunikativen Zusammenhang dient. 3. Als
eigenständige schulische Schreibform im Allgemeinen ab der 7. Klasse als
Vorstufe der anspruchsvolleren Erörterung im Schreibunterricht praktiziert;
oft auch noch in späteren Klassen als freiere Form der Erörterung an
bestimmten journalistischen Darstellungsformen orientiert, z. B. dem
kommentierenden Leserbrief, in einer gewissen Eigenständigkeit vom
herkömmlichen Erörterungsaufsatz fortgeführt; 4. →Aufgabentyp
der Abschlussprüfung im Fach Deutsch an der Berufsschule in
Baden-Württemberg, dabei nicht klar abgegrenzt von der Problemerörterung
5. häufig auch undifferenzierter und fast synonymer Gebrauch des
Begriffs mit dem Begriff der →Erörterung - vgl.
Stellung nehmen,
begründete
Stellungnahme, Erörterung,
erörterndes Schreiben, Leserbrief,
Brief, Bitte, Beschwerde etc. |
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Stellungnahme, begründete
vgl. Begründete
Stellungnahme |
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Stellung nehmen
Form der kritischen Auseinandersetzung, die sich auf alle möglichen
Aspekte eines Problems oder einer sprachlichen Äußerung usw. beziehen
kann; - vgl. Stellungnahme, |
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Sternchenthema
(auch: Schwerpunktthema); Themenbereiche im
Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums aber auch anderer
Schularten, besonders in →Baden-Württemberg,
die allgemein verbindlich abzuhandeln sind, da sie Gegenstand der
schriftlichen Abiturprüfung im Fach Deutsch sein können; in der Regel
resultieren aus den Sternchenthemen Aufgaben zur
Textinterpretation (so
genanntes Literarisches
Thema) oder zur
literarischen Erörterung ohne direkten Einzeltextbezug anhand einer
bestimmten Textvorlage; Sternchenthemen beziehen sich daher auf bestimmte
literarische Texte, z. B. Ganzschriften (Lektüren) oder lyrische Texte, die
inhaltlich insgesamt einem bestimmten Motivbereich der Literatur zugeordnet
werden; werden vom Kultusministerium für mehrere Jahre festgelegt und
veröffentlicht - vgl.
Textinterpretation,
literarisches Thema,
untersuchendes
Erschließen,
erörterndes Erschließen,
gestaltendes
Erschließen, Schwerpunktthema |
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Stereotyp
(Derzeit nur
Platzhalter!) |
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Stichomythie
Form der Dialoggestaltung im Versdrama; für eine gewisse Zeit bzw. einen
gewissen Textabschnitt werden die Verse streng abwechselnd auf
verschiedene Sprecher verteilt - vgl. dagegen
Antilabe
Beispiel:
Schiller.
Maria Stuart
II,8
V 1170ff.
LEICESTER.
Junger
Mann, Ihr seid zu rasch
In so gefährlich dornenvoller Sache.
MORTIMER.
Ihr - sehr bedacht in solchem Fall der Ehre.
1870
LEICESTER.
Ich seh die Netze, die uns rings umgeben.
MORTIMER.
Ich fühle Mut, sie alle zu durchreißen.
LEICESTER.
Tollkühnheit,
Raserei ist dieser Mut.
MORTIMER.
Nicht Tapferkeit ist diese Klugheit, Lord.
LEICESTER.
Euch lüstet's wohl, wie Babington zu
enden?
MORTIMER.
Euch nicht, des Norfolks Großmut nachzuahmen.
LEICESTER.
Norfolk hat seine Braut nicht heimgeführt.
MORTIMER.
Er
hat bewiesen, dass er's würdig war.
LEICESTER.
Wenn
wir verderben, reißen wie sie nach .
MORTIMER.
Wenn wir uns schonen, wird sie nicht gerettet.
1880
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Stil
charakteristische Ausdrucks- und Gestaltungsweise eines Textes - vgl.
Individualstil, Zeit- oder Epochalstil, Epigonalstil, Gattungsstil,
Sachstil, Wissenschaftsstil, restringierter Code, elaborierter Code,
Jargon, Umgangssprache, Dialekt,
parataktischer
Stil,
hypotaktischer
Stil,
Nominalstil,
Verbalstil
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Stilblüte
Bezeichnung für sprachliche Äußerungen und Formulierungen, die dadurch
(ungewollt) doppelsinnig oder komisch wirken, dass sie mit einer
ungeschickten und nicht passenden Wortwahl oder Wortstellung, mit dem
Fehlen eines Wortes oder Satzteiles oder mit einer falschen syntaktische
Verknüpfung aufwarten. Stilbüten, denen eine
Katachrese (=Bildbruch) zugrunde liegt, bilden eine besondere Gruppe
von Stilblüten. - vgl.
Katachrese
Beispiele: a) Ich habe den Rheumatismus und ein Kind von 4
Jahren, was auf die Feuchtigkeit zurückzuführen ist. b) Delphine sind
wilde Tiere. Sie gehören in den Ozean. Und dort herrscht noch immer das
Gesetz des Dschungels. c) Der 17-Jährige wurde von der Polizei
alkoholisiert und aufgegriffen. d) "Der Pilot war sofort tot. Verletzt
wurde bei dem Unglück jedoch niemand." (Gabi Bauer, Moderatorin der
ARD-Tagesthemen) |
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Stilebene
unterschiedliche Terminologie und Einteilung; nach W.v.Rinsum (Fischer
Kolleg Literatur) drei Grundtypen: diskursiver Stil, intensiver Stil,
ironischer Stil - vgl. Stil
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Stilelemente
Elemente der sprachlichen Gestaltung (auch häufig verwendet wie:
sprachliche Mittel, sprachlich-stilistische Mittel) besonders Wortwahl,
Satzbau i.w.S. (Syntax), Klang (Rhythmus, Sprachmelodie); Elemente des
Aufbaus (z.B. in lyrischen Texten die Strophen- oder Versform) und andere
Aspekte (z.B. Motive, Montagetechniken) können ebenfalls stilbildend sein
- vgl. Stil
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Stilfigur
auch nur Figur; Formen des Redeschmucks, die den gewöhnlichen Ausdruck kunstvoll durch einen weniger
gewöhnlichen ersetzen, während bei den Tropen die Vorstellung selbst
vertauscht wird.“ (Kolmer/Rob-Santer,
2002, S. 53) - vgl.
Tropen/Tropus |
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Stilniveau
- vgl. Stilebene |
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Stil, essayistischer
vgl. Essayistischer Stil, |
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Stil, hypotaktischer
vgl.
hypotaktischer Stil |
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Stil, parataktischer
vgl.
parataktischer Stil |
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Stimmungsraum
Raumtyp der
Raumgestaltung im epischen Text:
vom Raum und seinen Elementen geht eine bestimmte Stimmung aus Raum (Sphäre) trägt
selbst zur Atmosphäre in ihm bei Figuren erleben diesen Raum, reagieren mehr oder weniger
auf ihn. |
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Stimulanz, motivationale
vgl. Motivationale Stimulanz |
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Stirnsatz
vgl. Verberstsatz |
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Stoff
Inhaltselement, das in unterschiedlichen Dichtungen in räumlicher, zeitlicher und
figuraler Hinsicht gleich bleibt, aber bei der Ausgestaltung von Handlungsabläufen und
Situationen variabel ist. vgl.
Motiv,
Thema,
Story, |
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Stoffsammlung
Arbeitsschritt bei der Problemerörterung; Aktivierung des vorhandenen
Wissens, gemachter Erfahrungen und erlebter Gefühle im Zusammenhang mit
einem Thema oder Problem; Formen:
Brainstorming,
Clustering,
W-Fragen-Methode,
- vgl.
Problemerörterung, |
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Story
auch: Fabel (aber nicht: Gattungsbezeichnung!); Inhaltselement unterschiedlicher
Dichtungen, das in Bezug auf die zeitliche Folge fiktiver Ereignisse gleich bleibt, die
aber unterschiedlich zeitlich oder vom
Motiv her
verknüpft werden können. vgl.
Motiv,
Thema,
Stoff,
Plot,
Fabel,
Kurzinhalt,
Beispiel: Im Roman " Der Erwählte" von Thomas
Mann ereignet sich in etwa dasselbe wie in der mittelalterlichen Legende
"Gregorius" von Hartmann von Aue. Allerdings wird der Leser über die Ereignisse
dieser 'story' jeweils ganz unterschiedlich in Kenntnis gesetzt. |
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stream of
consciousness
vgl.
Bewusstseinsstrom |
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Strittig
in der Argumentationslehre Bezeichnung für eine mögliche Eigenschaft von
Angelegenheiten, die jedoch nicht als solche bestritten werden können,
sondern nur in als Aussagen über Erfahrungsgegenstände, die einen über das
einzelne Subjekt hinausgehende verbindliche Gültigkeit beanspruchen; im
Zusammenhang mit Strittigem werden in einer funktionierenden
Argumentationskultur mit den dafür nötigen individuellen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterschiedliche Standpunkte
miteinander diskutiert, die jeweils mit einem →Geltungsanspruch
verknüpft werden; man unterscheidet dabei den Geltungsanspruch auf Wahrheit
und den Geltungsanspruch auf normative Richtigkeit; (vgl.
Kopperschmidt 1989,
S.15f.) - vgl. Argumentation,
argumentative
Themenentfaltung,
Geltungsansprüche, |
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Strophenmaß
Bezeichnung für ein metrisches Muster; welches sich einer typographisch
abgegrenzten Gruppe von wenigstens zwei Verszeilen eines Textes unterlegen
lässt; zusätzlich muss die Art, die Anzahl der Verse angegeben werden u. U.
auch die Art der Reimbindung |
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Strukturbild
- vgl. Schaubild, Strukturskizze,
Bildstatistik,
Infografik, |
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Strukturierungskompetenz
Teilkompetenz der allgemeinen
Schreibkompetenz, die auf die Frage antwortet: Wie baue ich den
Text auf?; im einzelnen gehören dazu bestimmte Operationen des
Schreibprozesses wie Beurteilung und Strukturierung von Informationen,
Vorstellungen über den Textaufbau und die Art der Themenentfaltung,
Planung eines Textkonzepts, Gedanken über das weitere Vorgehen bei der
Textproduktion - vgl. Schreibkompetenz,
Zielsetzungskompetenz,
inhaltliche
Kompetenz,
Formulierungskompetenz |
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Strukturskizze
- vgl. Schaubild, Strukturbild,
Bildstatistik,
Infografik, |
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Strukturierende Aussagenliste
Arbeitsmethode zur inhaltlichen Erfassung eines Textes in Form von Thesen;
hält
sich bei der inhaltlichen Erfassung eines
Textes in Form von Thesen zumindest zum Teil nicht an den in einem Text
vorgegebenen Aufbau und die vorgegebene Reihenfolge der Gedanken; im
Gegensatz zur
einfachen Aussagenliste in der Regel neue Strukturierung des Textes; eine Zwischenstellung
zwischen der einfachen und strukturierenden Aussagenliste stellen einfache
Aussagenlisten dar, die hierarchisch nach Sinnabschnitten gegliedert sind. -
vgl.
Aussagenliste,
einfache Aussagenliste,
Thesenpapier |
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Strukturierte
Textwiedergabe
auch: strukturierende Textwiedergabe;
Textwiedergabe, strukturierte,
Textwiedergabe,
Aufsatz |
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Strukturlegetechnik
- vgl. Visualisierung, |
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Strukturmethode
Methode zur Erfassung des Gedankengangs in einem Text; setzt an textinternen
Strukturen des Textes an; in Anlehnung an
Heinz-Ulrich Schaeder (2007) entwickeltes Konzept, das einen
top-down-Prozess bei der Erkennung von bestimmten "Strukturtypen" von
Texten in Gang setzt, mit dem erfasst wird, wie ein Text
sein Thema entfaltet; auch wenn es keine festgelegte Anzahl von
Strukturen in einem Text gibt, lassen sich dennoch stets wiederkehrende Strukturstereotypen
erkennen, die Zugänge zum
Gedankengang eines Textes schaffen können; Schaeder unterscheidet dabei Texte
mit einer primär sachlogisch-aufklärenden Strukturierung,
mit einer primär wirkungslogischen Strukturierung
und
mit einer primär ästhetischen Strukturierung |
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Strukturwort
Wörter und Formulierungen in einem Text, die Aufschluss über die argumentativen
Strukturen geben. Zu derartigen Strukturwörtern zählen
Partikeln,
Konjunktionen
und Adverbien (z.B. weil, denn, wenn
doch, wohl, schon, halt, ja
). Ferner:
nominale oder verbale Strukturwörter oder Fügungen (Behauptung, behaupten, Begründung,
begründen,
). Mit der
Strukturwortmethode
Möglichkeit zur Erfassung des Gedankenganges und/oder der argumentativen Strukturen eines
Textes. |
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Strukturwortmethode
Methode zur Erfassung des Gedankenganges und/oder der argumentativen Strukturen eines
Textes. Strukturwörter werden als Textsignale für die
Argumentationsstruktur aufgefasst. Methode findet häufig Verwendung bei den Vorarbeiten
zur strukturierten Textwiedergabe. vgl.
Sprechaktmethode,
W-Fragen-Methode |
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Stumme Rede
Begriff aus der Erzählforschung; Formen der Figurenrede; dient zur
Abgrenzung von der gesprochenen Rede; Formen; einfacher
Gedankenbericht,
psycho-narration, stumme direkte Rede
(quoted monologue): Selbstgespräch,
innerer Monolog,
Bewusstseinsstrom vgl.
Vogt
1996, S.304- vgl.
Figurenrede,
gesprochene Rede |
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Stützstrategien, metakognitive
vgl. Metakognitive
Stützstrategien |
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Stützungen des Arguments
im Rahmen einer Argumentation (Beweisführung) Teile, die den Begründungszusammenhang von
These und Argument absichern sollen (plausibel, stichhaltig); z.B. Beweis, Beispiele -
vgl.
Argumentation,
erweiterte Argumentation |
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Subjektsatz
Gliedsatz, bei dem der untergeordnete Nebensatz anstelle des Satzgliedes
Subjekt steht; Formen: a)
Konjunktionalsatz
b) Relativsatz c) indirekter Fragesatz d)
Infinitivsatz
- vgl.
Gliedsatz
Beispiele: a) Dass es so gekommen ist,
erstaunt nicht.. b) Wer das nicht kapiert, hat keine Ahnung.
c) Wie du das gemacht hast, ist mir ein Rätsel. d) Sich
darüber schwarz zu ärgern hat doch keinen Zweck. - |
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Subjunktion
Konjunktion, die einen Nebensatz einem Hauptsatz unterordnet - vgl.
Konjunktion
Beispiel: Das Smartphone ist kaputt, weil es mir
heruntergefallen ist. |
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Substantiv
vgl. Nomen,
Substantivstil |
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Substantivstil
vgl.
Nominalstil,
Substantiv |
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Substitution
1. Ersetzung eines Begriffes durch einen anderen; im Zusammenhang mit rhetorischen
Änderungsoperationen: Entfernen und Hinzufügen = Ersetzen eines
Elementes oder mehrerer Elemente 2. in der
Textlinguistik:
wichtiges
Kohäsionsmittel
zur Herstellung von
Kohäsion:
ein Textelement (Wort, Wortgruppe) wird im nachfolgenden Text durch ein
ihm inhaltlich verbundenes Textelement wieder aufgenommen; ursprüngliches
Textelement und Substitutionselement beziehen sich dabei auf das gleiche
außersprachliche Objekt (z.B. Synonyme, Unter- und Oberbegriffe,
Metaphern) (vgl.
Linke
u.a. 1994) 3. Verschiebung eines Affektes
(z.B. Wut) auf ein Ersatzobjekt (psychologischer Abwehrmechanismus) 4.
Ersetzung eines sprachlichen Elementes durch ein anderes, das zur gleichen
Kategorie gehört 5. Ersetzung einer bestimmten mathematischen Größe
durch eine ihr entsprechende andere 6. Ersetzung von Güter oder
Produktionsfaktoren durch andere - vgl.
rhetorische
Änderungsoperationen |
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Subsumtion
Begriff aus der kognitiven Lerntheorie Ausubels (1963); Prozess, der sich
bei der Rezeption und Verarbeitung von sprachlichem Material vollzieht:
bedeutungshaltiges Material wird in die schon vorhandenen hierarchischen
kognitiven Strukturen eines Lernenden bzw. eines Rezipienten integriert |
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Sukzessive Raffung
Erzähltechnisches Mittel zur
Zeitgestaltung; Aufreihung von Vorgängen und Gegebenheiten in Richtung
der erzählten Zeit; Formen:
Sprungraffung,
Schrittraffung;
Grundformel: "Dann ... und dann ... " (vgl.
Lämmert
1955, S.83) - vgl.
durative
Raffung,
iterative
Raffung, Sprungraffung,
Zeitgestaltung,
Zeitraffung |
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Summary
(auch:
Zusammenfassung, Résumé): Wiedergabe der wesentlichen Gedanken und
Probleme einer längeren Abhandlung oder eines längeren Berichts am Anfang
oder am Schluss, um den Leser über den Inhalt des Textes zu informieren;
sachlich-objektiver Stil, zusammenhängender, referierender Text in Art der
Inhaltsangabe; häufig auch in mehreren Sprachen - vgl.
Inhaltsangabe,
Abstract,
Précis |
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Superlativ
grammatisch die Höchststufe / 2. Steigerungsstufe bei der Steigerung (Komparation),
die eine graduelle Differenz zwischen mehr als zwei miteinander verglichenen
Werten ausdrückt; Superlativ besitzt dabei den höchsten Wert; wenn die
Vergleichswerte nicht ausgedrückt werden, spricht man vom
Elativ - vgl.
Elativ
Beispiele: Heiner läuft von allen Kindern am schnellsten. - Der Mount
Everest ist der höchste Berg der Welt |
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Suprasegmentale Merkmale
in der Sprachwissenschaft Bezeichnung für lautsprachliche Merkmale,
die lautübergreifend sind bzw. sich nicht in eine sequenzielle Abfolge von
Segmenten einfügen; Suprasegmentalia, die sich über mehr als ein Segment
erstrecken, sind z. B. Ton, Intonation,
Akzent und Akzentstruktur,
zeitliche Dauer lautsprachlicher Äußerungen, Pausen, Sprechtempo,
Sprechausdruck; häufig werden die Begriffe prosodisch und suprasegmental
synonym verwendet; ansonsten ist die Differenzierung von Suprasegmentalia
nach
prosodischen und
paraverbalen Merkmalen möglich - vgl.
Gesprächsanalyse,
Prosodie,
Segment,
paraverbale Merkmale |
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Suprasegmentalia
vgl.
suprasegmentale Merkmale |
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Syllogismenkette
Form des zusammengesetzten Syllogismus; Bezeichnung für die Aufeinanderfolge
einfacher (kategorischer) Syllogismen; dabei werden die Schlusssätze (Konklusionen)
der vorangehenden Syllogismen (Prosyllogismen)
als
Prämissen
der nachfolgenden Syllogismen verwendet - vgl.
Syllogismus, |
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Syllogismus
deduktives logisches Schlussverfahren; Schluss (= Conclusio) wird aus zwei oder mehreren
Prämissen - vgl.
Aussagenlogik,
Prämisse, Prosyllogismus, |
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Symbol
(gr. symbolon = Kennzeichen) im Gegensatz zur Allegorie real vorhandenes bildhaftes
Zeichen, das über sich hinaus verweist; Beziehung zwischen Sinn und Bild offenkundig;
zielt auf das Bewusstsein; - vgl.
Allegorie,
Bild,
Metapher,
Sinnbild,
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Symbolische Zeichen
Zeichen, deren Beziehung zum Gegenstand weder auf einem Folge-Verhältnis (indexikalisches Zeichen) noch auf
Ähnlichkeit beruht (ikonisches Zeichen);
Laut- und Schriftzeichen der menschlichen Sprache sind fast alle Symbole (Symbolbegriff
nicht identisch mit dem Begriff Symbol in der Literaturwissenschaft) |
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Symbolraum
Raumtyp der
Raumgestaltung im epischen Text: Raum bzw. seine Elemente haben eine tiefere sinnbildliche Bedeutung als
Symbol, Allegorie, z.B. Unglücksorte, bestimmte Naturelemente usw. |
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Synästhesie
rhetorische Figur:
Vermischung bzw. Verschmelzung von Reizen, die zu unterschiedlichen
Sinneswahrnehmungen und Sinnesorganen gehören; in der Realität können
bestimmte Sinneseindrücke (z.B. der Fingernagel des Lehrers kratzt beim
Schreiben über die Tafel) eine andere Sinnesreaktion (z.B. Gänsehaut)
hervorrufen; literarisch häufig bei metaphorischer Beschreibung
(schreiendes Rot, heiße Rhythmen, farbige Klänge ...)
Beispiel: »Durch die Nacht, die mich umfangen,/
blickt zu mir der Töne Licht« (Clemens Brentano) |
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Synekdoche
rhetorische Figur:
Begriffserweiterung /-verkürzung; ein Begriff wird durch einen anderen
engeren oder weiteren Begriff, der zu seinem Bedeutungsfeld gehört,
ersetzt; pars pro toto (ein Teil für das Ganze): Dach für Haus,
oder umgekehrt: Eisen für Schwert - vgl.
Wortfiguren |
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Synkretistisches Schreiben
1. abgeleitet vom Begriff Synkretismus, der einen
Zustand der Vermischung, Vermengung und/oder Verschmelzung von
Vorstellungen, Positionen und/oder Standpunkten beschreibt; dabei kann sich
synkretistisches Denken zu Denkfiguren führen, die auch widersprüchliche
Elemente integriert; 2. Gegenbegriff zu logischem und zusammenhängenden
Schreiben (Wygotski); vor allem von Kinder praktiziert; 3.
Gegenbegriff zu linear geordnet-fortschreibend-diskursivem Schreiben (Ortner,
2000, S.496) |
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Synonym
Wörter (genauer: Lexeme), die bedeutungsgleich oder so bedeutungsähnlich
sind, dass sie innerhalb eines Satzes gegenseitig ausgetauscht werden
können - vgl.
Wortfiguren
Beispiele: fast - beinahe; Samstag -
Sonnabend; |
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Syntax
auch: Grammatik; veraltet: Satzlehre; Lehre von den Beziehungen der sprachlichen Zeichen im Satz, von ihren
Beziehungen in Satzbauplänen und ihren Funktionen im Satz; Erklärung von verschiedenen
Satztypen und Satzbaumustern und ihres Zustandekommens |
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Synthetisches Drama
vgl. Zieldrama |
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Szenische Darstellung
Mittel der Erzähltechnik: direkte Redewiedergabe der Figuren ohne
kommentierende Einmischung des Erzählers oder der Erzählinstanz; Erzählerbericht i. w. S.
tritt zugunsten des Dialoges soweit zurück, dass der Erzähler kaum mehr spürbar ist (neutrales Erzählen);
Nahperspektive - vgl.
direkte Rede
Beispiel: - "Deine Entschuldigungen kannst du dir
sparen", sagte Antonia..
- "Aber... so hör doch, ..".
- "Das werde ich nicht, du bist..."
- "Ach, so geht es also weiter!" |
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Szenische Interpretation
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
produktive Textarbeit,
Rollenspiel |
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