|

| |
|
|
Glossar
|
|
|
A
B
C -
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z |
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
Daktylus
(gr. daktylos = der Finger; jeder Finger mit Ausnahme des Daumens besteht
aus 3 Gliedern); auch: Doppelfaller; 1) antiker Versfuß: Bezeichnung
für einen dreisilbigen Versfuß mit langer erster Silbe und nachfolgend zwei
kurzen Silben (/ ˇ ˇ ) 2) in
deutscher Metrik: einmal betont und zweimal unbetont bzw. schwächer betont
(x'xx, bzw. -vv) - vgl.
Anapäst,
Jambus,
Metrum,
Takt,
Taktart,
Trochäus,
Vers,
Versfuß,
Versmaß,
Beispiele: Heilige, Königin, Buttermilch, Neulinge,
Sturmwetter
Schiller: Nimmer, das glaubt mir, erscheinen die Götter |
|
|
|
|
|
Darbietungsformen des Erzählens
Erzähltechnik oder Erzählweise, mit der ein Geschehen beim Erzählen dargeboten
wird. Insbesondere unterscheidet man den
Erzählerbericht
i.w.S. (Telling und
Showing) von der Figurenrede einschl. der Gedankenwiedergabe der
Figur (direkte Rede,
indirekte Rede,
erlebte Rede,
innerer Monolog,
Bewusstseinsstrom)
- vgl.
erzähltechnische
Mittel |
|
| |
|
|
| |
Deduktiver Fehlschluss
in der formal-logischen Argumentationsanalyse Bezeichnung für einen
unkorrekten Schluss bei einem deduktiven Argument; lässt sich ein
Gegenbeispiel für ein deduktives Argument finden, handelt es sich beim
ursprünglichen deduktiven Argument um einen deduktiven Fehlschluss; - vgl.
Schluss, deduktiv,
deduktives
Argument,
Beispiel:
Wenn die Schule aus ist, läutet es.
Es läutet.
Also ist die Schule aus. |
|
| |
|
|
| |
Deduktives Argument
in der formal-logischen Argumentationsanalyse Bezeichnung für ein Argument,
bei dem eine Konklusion aus Prämissen abgeleitet wird; Prämissen enthalten
dabei schon in impliziter oder expliziter Form den Gehalt der Konklusion
(vgl.
Bayer 1999, S.231) - vgl.
Argument,
Konklusion,
induktives Argument,
deduktiver
Fehlschluss |
|
|
|
|
|
Definition
Begriffsbestimmung zur eindeutigen begrifflichen Fixierung einer Sache oder eines
Sachverhaltes; legt Beziehung zwischen den Wörtern und ihrer Bedeutung fest; viele
verschiedene Ansätze zur Unterscheidung von Definitionen, z.B.
lexikalische Definition,
Nominaldefinition,
Realdefinition, häufig Mischformen verwendet;
extensionale Definition,
Arbeitsdefinition, |
|
| |
|
|
| |
Definition, extensionale
vgl.
extensionale Definition |
|
| |
|
|
| |
Definition, intensionale
vgl. intensionale Definition |
|
|
|
|
|
Definition, lexikalische
auch: Bedeutungsanalyse, deskriptive Definition, Festsetzungsdefinition; legt fest, was
unter einem bestimmten Begriff im bestehenden Sprachgebrauch zu verstehen ist - vgl.
Definition,
Nominaldefinition,
Realdefinition
Beispiel: Unter Linguistik versteht man die
Wissenschaft, die wissenschaftlich mit den Strukturen und der Verwendung von Sprache
befasst. |
|
| |
|
|
| |
Deklaratives Wissen
Faktenwissen, mit dem eine Erklärung über (vermeintliche) Tatsachen
abgegeben wird |
|
|
|
|
|
Deklarativsatz
vgl.
Konstativsatz |
|
|
|
|
|
Deklination
auch: Beugung;
Flexion der
nominalen Wortarten (Substantiv, Adjektiv, Artikel, Numerale, Pronomen) in
Numerus (Zahl: Singular, Plural) und Kasus (Fall: Nominativ, Genitiv,
Dativ, Akkusativ) - vgl.
Flexion,
Flexionsformen,
Konjugation,
Komparation
Beispiel: (der) Vater (Nominativ Singular), (des)
Vaters (Genitiv Sg.), dem Vater (Dativ Sg.), (den) Vater (Akkusativ Sg.),
(die) Väter (Nominativ Plural), (der) Väter (Genitiv Pl.), (den) Vätern
(Dativ Pl.), (die) Väter (Akkusativ Pl.) |
|
| |
|
|
| |
Dekonstruktive Erzählform
Moderne Erzählformen, welche die konventionellen Formen des Erzählens,
insbesondere im bürgerlichen Entwicklungs- und Bildungsroman des 18. und 19.
Jahrhunderts, mehr oder weniger grundlegend "verändern, in ihr Gegenteil
verkehren, auflösen, demontieren, destruieren, - oder mit dem inzwischen
geläufigen Begriff: dekonstruieren" (Waldmann
2003, S.159) |
|
| |
|
|
| |
Denkvers
Merkvers, der als unliterarische Gedächtnisstütze für grammatische Regeln o.
ä. dienen soll
Beispiel: In die Semmel biss der Kater - Einprägung
der lateinischen Zahlwörter semel, bis, ter, quater; |
|
|
|
|
|
Denotat
(lat. denotare= bezeichnen) ; 1. Außersprachliches Phänomen, das von einem
Sprecher mit einem bestimmten sprachlichen Zeichen gemeint wird, z.B. das Wort Tisch
bezieht sich auf einen physikalisch klar bestimmbaren Gebrauchsgegenstand; 2.
Begrifflicher Inhalt eines (sprachlichen) Zeichens im Unterschied zu den Nebenbedeutungen,
die es besitzt (z.B. Emotionen, Wirkung) - denotativ:
nur den begrifflichen Inhalt des sprachlichen Zeichens betreffend, ohne die z.B. von den
Emotionen geprägten Nebenbedeutungen und inhaltlichen Nuancen, die ein Zeichen bei einem
Sprecher oder Hörer hervorruft - vgl.
sprachliche
Zeichen,
Konnotat,
konnotativ |
|
| |
|
|
| |
Desambiguierung
vgl. Disamabiguierung |
|
| |
|
|
| |
Deskriptive Aussage
Aussage, die sich auf einen Sachverhalt bezieht; deskriptive Aussagen sind
prinzipiell empirisch nachprüfbar und können daher wahr oder falsch sein;
deskriptive Aussagen beziehen sich auf ein Sein; Thesen (Konklusionen) mit
deskriptiver Aussage sind dann haltbar, wenn die Voraussetzungen
(Prämissen), auf denen sie beruhen wahr sind. (vgl.
Bayer 1999, S.232)- vgl.
normative Aussage,
Argumentation,
Argumentationstheorie
Beispiel: Konstanz liegt am Bodensee. |
|
|
|
|
|
Deskriptive Themenentfaltung
Form der thematischen Entfaltung: Thema aufgegliedert in seine
Einzelkomponenten (Teilthemen) und eingeordnet in einen raum-zeitlichen
Zusammenhang; Ausprägungen: einmaliger Vorgang, historisches Ereignis;
regelhaft dargestellter Vorgang; Lebewesen oder Gegenstand; Textorten;
Ereignisbericht, Vorgangsbeschreibung, Gegenstandsbeschreibung,
Personenbeschreibung; thematische Kategorien: Spezifizierung
(Aufgliederung), Situierung (Einordnung) - vgl.
thematische
Entfaltung,
explikative
Themenentfaltung,
argumentative
Themenentfaltung |
|
|
|
|
|
Detektiverzählung
vgl. Detektivroman |
|
|
|
|
|
Detektivroman
Typus des Ich-Romans/der
Ich-Erzählung
ohne ausgeprägte Retrospektive und Randstellung des Erzählers; Erzähler
häufig in der Funktion des Stellvertreters der Leser, Perspektivfigur und
Informationsfilter - vgl.
Ich-Roman,
autobiographischer
Roman,
Tagebuchroman,
biographischer
Roman,
Memoirenroman,
Briefroman
Beispiel: Arthur Conan Doyle:
Die Abenteuer des Sherlock Holmes (1892) |
|
|
|
|
|
Detraktion
1. Ausheben größerer Gesteinspartien aus dem Untergrund eines Gletschers
2. im Zusammenhang mit rhetorischen
Änderungsoperationen (detractio): Entfernen eines Elementes oder
mehrerer Elemente; vgl.
rhetorische
Änderungsoperation, Adjektion
Beispiele: blau / lau; |
|
|
|
|
|
Deutungsmuster, konzeptionelle
vergleichsweise eng gefasster Wissensbestand; Teil und zugleich Voraussetzung von
Weltwissen (enzyklopädischem Wissen); Interpretationsmuster zur Steuerung und
Strukturierung der alltäglichen Wahrnehmung von "Welt", die dadurch aufeinander
bezogen werden; drei Grundmuster: koordinative Beziehung, temporale Beziehung, kausale
Beziehung (vgl.
Linke/Nussbaumer/Portmann
1994) - vgl.
Textarbeit,
Textverstehen,
Weltwissen,
enzyklopädisches Wissen |
|
| |
|
|
| |
Diagnostisches "weil"
vgl. Epistemisches "weil" |
|
|
|
|
|
Diagonales Lesen
Lesetechnik, bei der man sich
einen Gesamtüberblick über einen Text und dessen Inhalt verschaffen
will; vgl.
Lesen,
Lesetechnik,
intensives Lesen,
kursorisches
Lesen,
punktuelles Lesen,
sequenzielles
Lesen, - |
|
|
|
|
|
Diagramm
auch: Bildstatistik; - vgl.
diskontinuierlicher Text,
Infografik, Strukturbild,
Strukturskizze, |
|
|
|
|
|
dialektisch
These (Behauptung) wird einer Antithese entgegengestellt; in der Synthese
wird versucht, die ursprünglichen Gegensätze aufzuheben |
|
| |
|
|
| |
Dialoganalyse
weitgehend synonym verwendeter Begriff für die
Gesprächsanalyse; heute weniger gebräuchlich - vgl.
Gesprächsanalyse |
|
|
|
|
|
Dialektische Erörterung
Typ/Form der
Problemerörterung;
Erarbeitung und Darstellung kontroverser Ansichten (Sach-
und Werturteil) zu einem
bestimmten Problem, Ereignis oder Sachverhalt;
Schreibrolle/Schreibhaltung: mit dem / über das Thema streiten; Antwort
auf eine
Entscheidungsfrage
- vgl.
Problemerörterung,
lineare Erörterung,
Mischtyp
der Erörterung
Beispiel: Soll das Rauchen in allen öffentlichen
Gebäuden und Einrichtungen per Gesetz verboten werden? |
|
| |
|
|
| |
Diatribe
(gr. Zeitvertreib, Unterricht, Gespräch); antike Bezeichnung für eine
volkstümliche, satirisch-witzige Moralpredigt, die ihr Publikum ermahnen und
belehren will; in ihrer Vielfalt keine klar einzugrenzende literarische
Gattung, die meist von populärphilosphisch geprägten, kynisch-stoischen
Wanderrednern vorgetragen, sich unterschiedlicher Darstellungsformen
wie Anekdoten, fingierter Dialoge u. ä . m. bedient, um gegen die
Sittenlosigkeit der Zeit zu "poltern" |
|
| |
|
|
| |
Dichtung, visuelle
vgl. Visuelle Dichtung |
|
| |
|
|
| |
Didaktische Gebrauchstexte
Pragmatische Texte (Sachtexte),
die von ihrem Gegenstands- und Verwendungsbereich ausgehend, didaktischen
Zwecken dienen; dazu zählen nach
Belke (1980, S.35ff.)
bestimmte rhetorische Gebrauchsformen wie Rede,
Predigt, Vorlesung, Referat,
desweiteren das Sachbuch, das Schulbuch, der Schulaufsatz und
literarische Zweckformen
vgl. Gebrauchstexte,
private Gebrauchstexte,
wissenschaftliche Gebrauchstexte,
publizistische
Gebrauchstexte, |
|
|
|
|
|
Didaktisches Lesen
Lesen von Texten als schulische Lektüre,
Ziel:
etwas lehren, Moral, Einsichten, Ideen vermitteln (vgl.
Hussong
1973, S.46) - vgl.
emotionales
Lesen,
triviales Lesen,
Lesen,
Lesehaltungen |
|
| |
|
|
| |
Digression
Abschweifung - vgl. Exkurs |
|
| |
|
|
| |
Dinggedicht
im Ggs. z. Bildgedicht weniger Kunstwerke als Gegenstände des täglichen
Lebens oder Tiere im Mittelpunkt - vgl.
Bildgedicht,
visuelle Dichtung,
Beispiele: Eduard Mörike, Auf eine Lampe (1846); Rainer Maria Rilke, Der
Panther (1907) |
|
|
|
|
|
Dingwort
vgl. Nomen |
|
|
 |
|
|
Direktes
Charakterisieren
im epischen Text: sowohl als
Selbstthematisierung als auch als
Fremdthematisierung; a) explizite
Information zur
Figurencharakterisierung
durch den Erzähler in Form von auf
Außensicht
basierenden Beschreibungen einer
Figur oder
b) explizite Information durch andere Figuren in Form der direkten
Redewiedergabe einer
Figur oder in Form von auf
Innensicht beruhender Gedankenwiedergabe einer
Figur oder c) explizite Information durch die
thematisierte Figur selbst in Form der direkten Redewiedergabe der
Figur oder in Form von auf
Innensicht beruhender Gedankenwiedergabe der Figur
- vgl.
indirektes Charakterisieren,
|
|
|
|
|
|
Direkte Rede
1. (auch: wörtliche Rede) 2. als
Darbietungsform des Erzählens: Redewiedergabe
in der 1. bzw. 2. Pers. Indikativ Präsens; keine
Innensicht;
keine kommentierende Einmischung; mal mit, mal ohne redeeinleitende Zeichen oder sonstige
Satzzeichen; vgl.
indirekte Rede,
szenische Darstellung
Beispiel: - Deine Entschuldigungen kannst du dir sparen,
ging Antonia zum Angriff über.
- Aber... so hör doch, beschwichtigte Martin Bach.
- Das werde ich nicht, du bist...
- Ach, so geht es also weiter |
|
| |
|
|
| |
Disambiguierung
auch: Desambiguierung, Entambiguisierung, Monosemierung; Beseitigung
lexikalischer oder struktureller Mehrdeutigkeit durch den jeweiligen
außersprachlichen und sprachlichen Kontext, indem die sprachliche
Information steht - vgl.
Monosemierung,
sprachliche Eindeutigkeit,
Polysemie |
|
| |
|
|
| |
Disambiguierung
auch: Desambiguierung, Entambiguisierung, Monosemierung; Beseitigung
lexikalischer oder struktureller Mehrdeutigkeit durch den jeweiligen
außersprachlichen und sprachlichen Kontext, indem die sprachliche
Information steht - vgl.
Monosemierung,
sprachliche Eindeutigkeit,
Polysemie |
|
| |
|
|
| |
Diskontinuierlicher Text
auch: nicht-linearer Text oder nicht kontinuierlicher Text; 1. im
Anschluss an die »PISA-Studie
von 2000 zur Lesekompetenz
werden in der didaktischen Literatur diskontinuierliche
(nicht-kontinuierliche, nicht-lineare Texte) von
kontinuierlichen Texten
(lineare Texte) unterschieden. 2. Bezeichnung für Texte, die aus
einer Kombination von grafischen und textuellen Elementen bestehen wie z. B.
Karten, →Diagramme, →Bildstatistiken,
→Infografiken, →PR-Infografik,
→kartographische Infografiken,
→journalistische
Pressegrafik, Formulare, Tabellen, Schaubilder, →Prinzipdarstellungen
etc..; Funktion: kurze, prägnante und anschauliche Information über komplexe
Sachverhalte in Form einer Komposition aus Schrift und Bild, wobei grafische
und textuelle Elemente aufeinander verweisen und beim lesenden des Textes
aufeinander bezogen werden müssen. 3. Wenn ein kontinuierlicher Text
textuelle Verbindungen (z.B. durch Links) zu anderen Texten wie z. B.
Glossare, Fußnoten oder eben Hyperlinks zu anderen Texten oder Medien
(Hypertexte) dann kann aus einem ansonsten
kontinuierlichen Text
ein diskontinuierlicher Text werden. - vgl.
kontinuierlicher Text,
Lesekompetenz,
Lesekompetenzstufen,
Bildstatistik, Diagramm, |
|
| |
|
|
| |
Diskurs
frz. discours = Rede, Gespräch; 1. allgemein: methodisch fundierte
Abhandlung über ein bestimmtes, meist wissenschaftliches Thema; 2.
Gedankenaustausch, Gespräch, Unterhaltung; 3. heftiger, mit Worten
ausgetragener Streit, Wortwechsel 4. linguistisch Bezeichnung für
eine zusammenhängende Rede; 5. im Theoriesystem der
»Frankfurter Schule, vor allem bei
»Jürgen Habermas (1929-) Bezeichnung für einen Kommunikationstyp, der
zur Verständigung zwischen Personen über den Geltungsanspruch von Normen
führen soll; 6. in der Erzähltheorie (Diskurs bzw. discours)
Bezeichnung für das Erzählen, die Narration, als den sprachlich-formalen
Aspekt einer Erzählung im Ggs. zum Erzählten bzw. der Handlung, die als
histoire bezeichnet wird; 7. in der Diskurstheorie im Anschluss an
»Michel Foucaults (1926-1984) Diskursanalyse Begriff in verschiedenen
Fachwissenschaften, deren kleinster gemeinsamer Nenner die Definition von
Michael Titzmann (1991,
S.406) darstellen könnte. Danach wird unter dem Begriff "Diskurs" "ein
»System des Denkens und Argumentierens« verstanden, das durch einen
gemeinsamen »Redegegenstand«, durch »Regularitäten der Rede« und durch
»Relationen zu anderen Diskursen« bestimmt ist." (Köppe/Winko
2008, S.101); Diskurse stellen daher keine Einzeltexte oder Gruppen von
Texten dar, sondern müssen als Komplexe verstanden werden, "die sich aus
Aussagen und den Bedingungen und
Regeln ihrer Produktion und Rezeption in einem bestimmten Zeitraum
zusammensetzen." (ebd.,
S.100, 101) |
|
|
|
|
|
Diskussion
- vgl.
Argumentation,
Fünfsatz |
|
|
|
|
|
Diskussionsbeitrag
Form der mündlichen oder schriftlichen Beteiligung an einer Diskussion - vgl.
Diskussion,
Fünfsatz,
Redebeitrag |
|
| |
|
|
| |
Diskussionsleitung
eine oder u. U. auch mehrere Personen, die die Aufgabe
haben, eine Diskussion mehrerer Teilnehmer/-innen in einem
geregelten der Kommunikationssituation und den Teilnehmern
angemessen Rahmen zu leiten; Aufgabe u. a. : (vor der
Diskussion) Informationen zum Thema einholen, Diskussion
eröffnen, Denkimpulse geben, persönliche Angriffe auf andere
Diskussionsbeteiligte abwehren, zusammenfassen; ferner:
Rednerliste (Reihenfolge der Redner) führen und ggf.
Kontrolle festgelegter Redezeiten usw., - vgl.
Diskussion, Redebeitrag |
|
| |
|
|
| |
Dispositiv
in der historischen Diskursanalyse von
»Michel Foucault (1926-1984) Begriff, der eine bestimmte Machtstrategie
bzw. Machtpraktik bei der Entstehung und der Regelung von
Diskursen bezeichnet; komplexe machtstrategisch bestimmte
Konstellation, die aus Elementen besteht, die zum Diskurs
gehören, aber auch aus nicht diskursiven Praktiken und ihren
Beziehungen zueinander. (vgl. (Köppe/Winko
2008, S.100)
Beispiel: Das Zusammenspiel von literarischen
Institutionen, Verlagen, Kommentaren und Beiträgen und
bildungspolitischen Richtlinien zur Etablierung eines
Literaturkanon |
|
| |
|
|
| |
Distichon
gr. "Zweiversler"; nach antikem Vorbild und Muster ein
Strophenmaß, das aus einem
Hexameter und einem
Pentameter besteht; in der deutschen Sprache bestehend aus zwei
sechshebigen Versen - vgl.
Hexameter,
Pentameter |
|
|
|
|
|
Dominante Figur
Begriff aus der Dramentheorie: eine Figur ist
an jeder der Konfigurationen mit einer bestimmten anderen Figur beteiligt,
erscheint aber darüber hinaus noch in anderen Konfigurationen - vgl.
Konfiguration |
|
| |
|
|
| |
Doppelfaller
vgl. Daktylus |
|
| |
|
|
| |
Doppelung
vgl.
Gemination |
|
| |
|
|
| |
Doppelsteiger
vgl.
Anapäst |
|
| |
|
|
| |
Dossier
1. umfangreiche Mappe/Akte, in der alles gesammelt ist, was zu einem
bestimmten Vorgang oder Sachverhalt gehört oder eine bestimmte Person, z. B.
belastendes Material, betrifft; 2. Sonderbeilage oder besonderer Teil
in Presseerzeugnissen, die sich mit einem bestimmten Thema befassen; 3.
im Zusammenhang mit Schreibaufgaben in der Schule (→schulische
Schreibformen) Bezeichnung für eine Auswahl von
kontinuierlichen und
diskontinuierlichen Texten, die in
unterschiedlichen Formen zu bearbeiten sind, z. B. →Essay
auf der Grundlage eines Dossiers; ähnliche Verwendung des Begriffs
Kompendium; - vgl. Kompendium,
Kompendiumaufgabe, |
|
|
|
|
|
Drama
Gattung der Literatur (Gattungstrias: Epik,
Dramatik, Lyrik) ,
Kennzeichen: Plurimedialität, Unmittelbarkeit ; (wird noch ergänzt!) - vgl.
dramatische Texte,
Dramentheorie,
Literaturgattung,
Dramaturgie,
Haupt- und
Nebentext |
|
|
|
|
|
Drama, analytisches
vgl.
analytisches Drama |
|
|
|
|
|
Drama, geschlossenes
vgl.
geschlossenes Drama |
|
|
|
|
|
Drama, offenes
vgl.
offenes Drama |
|
|
|
|
|
Drama, synthetisches
vgl. Zieldrama |
|
|
|
|
|
Dramatik
vgl. Drama,
dramatische
Texte, Dramaturgie |
|
|
|
|
|
Dramatischer Auftakt
Einsetzen der szenisch präsentierten Handlung in einem
Drama
(=
point of attack);
häufig Teil des Eröffnungsdreischrittes von dramatischem Auftakt,
eigentlicher Exposition und erregendem Moment; Funktion: im
Allgemeinen nicht expositorische Informationsvergabe, sondern
Aufmerksamkeitslenkung der Zuschauer auf das dramatische Geschehen (phatische
Funktion) (vgl.
Pfister
1977, S.124,
Asmuth
1980, S.106f.). - vgl. Drama,
Exposition,
erregendes Moment |
|
|
|
|
|
Dramatische Texte
(vorläufig nur Platzhalter!) - vgl.
Drama,
Dramentheorie,
Dramaturgie |
|
|
|
|
|
Dramentheorie
(vorläufig nur Platzhalter!) - vgl.
Drama,
dramatische
Texte, Dramaturgie |
|
|
|
|
|
Dramaturg
literatur- und theaterwissenschaftlicher Berater einer Theaterleitung;
Aufgaben: Spielplanaufstellung, Beschaffung von Texten, Sichten von
Neuerscheinungen zu Originalwerken, Übersetzungen und Bearbeitungen, dazu
weitere verschiedene Beratungsaufgaben u. die Erstellung des
Programmheftes; - vgl.
Dramaturgie |
|
|
|
|
|
Dramaturgie
1. Tätigkeiten des Dramaturgen, mit Schwerpunkt
auf der praktisch-szenischen Umsetzung eines Dramas 2. Theorie (von
Lessing als Begriff dafür eingeführt), die sich mit der für die
Aufführung von Theaterstücken grundlegenden poetischen und ästhetischen
Regeln und Normen befasst; Beispiele: (Dramen-)Poetik des
Aristoteles,
Lessings Hamburgische Dramaturgie |
|
|
|
|
|
Drehbuch
(derzeit nur
Platzhalter!) |
|
| |
|
|
| |
Du-Anrede
vgl. Duzen.
Ihr-Anrede, Sie-Anrede,
Anrede,
Anredepronomen,
Personalpronomen,
Siezen,
"Ihrzen" |
|
|
|
|
|
Durative Raffung
Erzähltechnisches Mittel zur Zeitgestaltung; Angabe allgemeiner,
einen ganzen Zeitraum überdauernder Vorgänge oder Gegebenheiten; häufig
eng verflochten mit der
iterativen
Raffung; Formen: grob zusammenfassend oder stagnierend-verweilend;
Zeit stellt häufig nur einen Rahmen für die Erzählinhalte dar, die
häufig keiner zeitlichen, sondern einer zeitunabhängigen räumlichen
oder thematischen Ordnung folgen; Grundformel: "Die ganze Zeit
hindurch ..." (vgl.
Lämmert
1955, S.86) - vgl.
iterative
Raffung,
Zeitgestaltung,
Zeitraffung
Beispiel: "Unterdessen wurde die
Stadt Lissabon in Portugal durch ein Erdbeben zerstört und der
Siebenjährige Krieg ging vorüber [...] und der Kaiser Leopold der Zweite
ging auch ins Grab. Napoleon eroberte Preußen und die Engländer
bombardierten Kopenhagen und die Ackerleute säten und schnitten. Der
Müller mahlte und die Schmiede hämmerten und die Bergleute gruben nach
Metalladern ..." (aus:
Johann
Peter Hebel,
Unverhofftes
Wiedersehen, iterativ-durative Raffung) |
|
| |
|
|
| |
Duzen
1. Du- bzw. Ihr-Anrede -
dir, dich, euch, euer ... - ); nur üblich, wenn man mit der angesprochenen
Person in einem vertrauten Verhältnis steht; Höflichkeit verlangt oft, dass
man vom "Siezen" zum "Duzen" einvernehmlich übergeht (z.B. bietet häufig der
Ältere oder der Höhergestellte dem anderen das "Du" an); 2.
Sprechakt →Anrede
zur →Kontaktumgrenzung;
3.
Rechtschreibung: a) du und ihr und die entsprechenden
→Possessivpronomen
dein und euer sowie das →Reflexivpronomen
sich schreibt man klein. b) In Briefen, E-Mails oder in SMS kann man
du, ihr etc. entweder groß oder klein schreiben. c) In Fragebögen,
Arbeitsanweisungen (auf Arbeitsblättern etc.), schriftlich vorliegenden
Prüfungsfragen werden die
Anredepronomen du und ihr, sowie die ihnen entsprechenden
Possessivpronomen kleingeschrieben. - vgl.
Anrede,
Anredepronomen,
Personalpronomen,
Siezen,
"Ihrzen" |
|
|
 |
|
|
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z |
|
| |
|
|
|