Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

l_f.jpg (730 Byte) 

Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

A B C D E - G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 
Fabel
Face-to-face-
Kommunikation

Facharbeit 
Fachsprache 
Fachterminus
Faller
Feedback
Fehlschluss
Fehlschluss, deduktiver
Fehlschluss, genetischer
Fehlschluss, statistischer
Feintranskript
Fernperspektive
Figur
Figur, rhetorische 
Figurale Charakterisierungs-
technik

Figuralstil 
Figurencharak-
terisierung

Figuren, dominante 
Figuren, alternative

Figuren, konkomitante
Figurengestaltung

Figurenkonstellation
Figurenkonzeption
Figurenrede 
Fiktion
Fiktional
Fiktionaler Text
Fiktionales Gespräch Fiktionalität
Fiktives Gespräch
Fiktiver Leser 
Filmanalyse 
Filmgespräch 
Finalsatz 
Finite Verbform 
Flexem

Flexion 
Flexionsformen
Fließtext
Flugblatt
 
Fluktuation
Focus-visual
Form 
Fortsetzungsgeschichte
Fragearten
Fragemethode

Fragen
 
Fragesatz
Freies Exzerpt
Fremdthematisierung 
Fremdwahl
Fremdwort 
Fremdzuweisung
Fünfsatz
Funktionsverbgefüge
Funktionszusammenhang
Fuzzy Logic

 

Google
Web www.teachsam.de

 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

 
Fabel
1. epische Kleinform: kurze, lehrhaft unterhaltende Erzählung, die Einsichten (Moral) aus Politik, Gesellschaft und Alltagsleben in indirekter Weise vermitteln will (didaktische Funktion); Vers- oder Prosaform; meistens handeln Tiere so, dass die Ähnlichkeit mit menschlichen Verhaltensweisen deutlich wird; - vgl. epische Kleinformen -
2. Handlungsgerüst (kürzeste Form des Inhalts einschl. wesentlicher Aufbaumomente) eines epischen oder dramatischen Textes - vgl. Aussagekern, Kurzinhalt, Inhaltsangabe, story, Motiv,   Stoff, Plot,
 
Face-to-face-Kommunikation
Form der Kommunikation, bei der mindestens zwei Partner miteinander in einem gemeinsamen Wahrnehmungsraum kommunizieren; besondere Bedeutung der sinnlichen Wahrnehmung (face-to-face), dabei besonders der visuellen Wahrnehmung; Begriff wird aber auch bei der akustischen Wahrnehmung verwendet, wenn Sprecher und Hörer gleichzeitig präsent sind; bei medial vermittelten Kommunikationsformen wie z.B. mittels Texten in der Regel nicht möglich - vgl. Kommunikation, Adressat

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Facharbeit
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Klausur, Klassenarbeit, Kurzvortrag, Referat
 
Fachsprache
auch: Expertensprache; sprachliche Besonderheiten oder die Gesamtheit  sprachlicher Mittel, die in einem bestimmten Fachgebiet benutzt werden; tendenziell Berufssprachen; meist ein Kern von (Fach-)Termini, in denen sich besondere Fachkenntnisse ausdrücken - vgl. Varietäten, Sondersprachen
     
  Fachterminus
Pl. Fachtermini; Fachausdruck; im Bedeutungsinhalt mehr oder weniger klar festgelegter Ausdruck einer Fachsprache (Expertensprache) fachsprachliche - vgl. Fachsprache
 
 
Faktenwissen
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Wissen
     
  Faller
vgl. Trochäus
 
 
Feedback
Rückmeldung in einem Kommunikationsprozess; Information, die jemand über die Auswirkungen seines Verhaltens erhält
     
  Fehlschluss
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Schluss, deduktiver Fehlschluss, genetischer Fehlschluss, statistischer Fehlschluss
 
     
  Fehlschluss, deduktiver
vgl. deduktiver Fehlschluss
 
     
  Fehlschluss, genetischer
vgl. genetischer Fehlschluss
 
     
  Fehlschluss, statistischer
vgl. statistischer Fehlschluss
 
     
  Feintranskript
Form des Transkripts von Gesprächen nach den Transkriptionskonventionen des Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (GAT); die Erfassung von Merkmalen von Äußerungen geht dabei über die gesprächsanalytischen Mindeststandards des Basistranskripts hinaus; zu den Transkriptionskriterien des Basistranskripts kommen beim Feintranskript noch eine genauere Erfassung der Tonhöhenbewegung oder auch durch die Berücksichtigung der nonverbalen Kommunikation hinzu. - vgl. Basistranskript, Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (GAT), Transkription, Gesprächsanalyse, Notation
 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Fernperspektive
vgl. Standort des Erzählers
 
Figur
1) Haupt- oder Nebengestalt in einem literarischen Text; im dramatischen Text genauere Bezeichnung für die noch üblichen Bezeichnungen »Person« oder »Charakter«, die hervorheben soll, dass die fiktive dramatische Figur sich von einem realen Charakter als künstlich geschaffenes, intentionales Konstrukt abhebt (vgl. Pfister 1977, S.221)  2) besondere sprachliche Gestaltungsmittel: rhetorische Figuren - vgl. Personal, Hauptfigur, Nebenfigur, backstage character, rhetorische Figuren,
 
Figur, rhetorische
vgl. rhetorische Figuren
 
Figurale Charakterisierungstechniken
Techniken zur Charakterisierung einer Figur im Drama, bei denen die Informationen zur Charakterisierung unmittelbar von einer Figur ausgehen; Klassen: explizit-figurale Charakterisierungstechniken (z.B. Eigen-/Fremdkommentar), implizit-figurale Charakterisierungstechniken (z.B. außersprachlich: Mimik, Gestik, Kostüm; sprachlich: Stimmqualität, Sprachstil) - vgl. Pfister 1977, S.251ff. - vgl. Charakterisierungstechnik, explizit-figurale Charakterisierungstechniken, implizit-figurale Charakterisierungstechniken, auktoriale Charakterisierungstechniken 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Figuralstil
1) im epischen Text: Figurencharakterisierung durch  die Figuren selbst in Form ihrer eigenen charakteristischen Redeweise bei direkter Redewiedergabe oder auf Innensicht beruhender Gedankenwiedergabe - Beziehungsstil, Figurencharakterisierung 2) im dramatischen Text: charakteristische Redeweise einer bestimmten dramatischen Figur
Epischer Text - Beispiel: "Verdammtes Schwein!", rutschte Antonia heraus, nachdem sie den unglaublichen Vorschlag von Martin gehört hatte.
 
Figuren, alternative
vgl. alternative Figuren
 
Figuren, dominante
vgl. dominante Figuren
 
Figuren, konkomitante
vgl. konkomitante Figuren
 
Figurencharakterisierung
im epischen Text: Gesamtheit der Informationen über eine fiktive Gestalt im Text, die die Eigenart (Charakter) einer Figur ausmachen; Ebenen: 1) Erzählerebene bzw. Ebene der Erzählinstanz 2) Ebene der Figuren; zu 1: a) explizit durch den Erzähler bzw. die Erzählinstanz (Beschreibungen, Beziehungen, Handlungen, Situationen, Redeinhalte, Gefühlsinhalte) b) explizit durch Figuren (Selbsthematisierung, Fremdthematisierung); zu 2: a) implizit durch den Erzähler bzw. die Erzählinstanz (Korrespondenz und Kontrast, Namengebung, Auftreten) b) implizit durch die Figuren (Figuralstil, Beziehungsstil, Thematik) - vgl. poetische Charakteristik, Handlungsraum; im dramatischen Text:

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Figurengestaltung
auch: Personengestaltung, mitunter auch: Figurencharakterisierung i.w.S.; 1) im epischen Text Gesamtheit der vom Autor / Erzähler / der Erzählinstanz verwendeten erzähltechnischen Mittel, um eine Figur zu kennzeichnen 2) im dramatischen Text Gesamtheit der vom Autor direkt oder den Figuren verwendeten Mittel, um eine dramatische Figur zu gestalten- vgl. erzähltechnische MittelFigurencharakterisierung, Figurenkonstellation, Figurenkonzeption
 
Figurenkonzeption
Grundvorstellung über wesentliche Eigenschaften einer  Figur; im epischen Text: Man kann unterscheiden: a) statisch oder dynamisch angelegter Figur b) charakterlich voll/sehr ausgeprägter Figur (auch: Charakter) oder nur mit wenigen Merkmalen versehene Figur (tendiert zum Typus) c) geschlossener (=eher rätselhaft) oder offener (=erfassbare) Figur; im dramatischen Text

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Figurenkonstellation
auch: Personenkonstellation; 1) im literarischen Text: a) Anzahl der Figuren und ihr Anteil im literarischen Text (quantitativer Aspekt) b) Merkmalszuordnungen nach Geschlecht, Alter, sozialem Status, Wertorientierungen und Art der Beziehung der Figuren zueinander (z.B. Liebesbeziehung) (qualitativer Aspekt) 2) in der Dramentheorie: dynamische Interaktionsstruktur zwischen Figuren des Personals, die über personenstrukturierende, statische Merkmale und Merkmaloppositionen hinausgehen, aber auch auf diesen aufbauen; z.B. Merkmalopposition männlich - weiblich als Möglichkeit einer Liebesintrige (vgl. Pfister 1977, S.232) - vgl. Personal
 
Figurenrede
auch: Personenrede; Darbietungsform des Erzählens; das erzählte Geschehen wird durch Äußerungen oder Gedanken einer oder mehrerer Figuren vermittelt (direkte Rede, indirekte Rede, erlebte Rede, innerer Monolog, Bewusstseinsstrom) vgl. Erzählerbericht i.w.S., gesprochene Rede, stumme Rede
     
  Fiktion
1. Allgemeine Bezeichnung für etwas, das nur in der Vorstellung besteht, Erdachtes oder bloß Vorgestelltes; 2. als literaturwissenschaftlicher Begriff: Grundelement der "Dichtung", die Erfundenes und bloß Vorgestelltes ebenso wie real Existierendes als "wirklich" darstellt (Als-ob-Wirklichkeit).
 
     
  fiktional
auf einer Fiktion, etwas bloß Erdachtem oder nur Vorgestellten beruhend
 
     
  Fiktionales Gespräch
im gesprächsanalytischen Ansatz von Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für Gespräche, die in der fiktionalen Literatur (Literatur und Philosophie) stattfinden, z. B. dramatischer Dialog - vgl. Gespräch, Gesprächsanalyse, natürliches Gespräch, fiktives Gespräch
 
     
  Fiktionaler Text
Text, dessen dargestellte Welt "erfunden" ist und zwar so, dass seine Figuren und Sachverhalte als "wirklich" wahrgenommen werden können; oft auch synonym für den Begriff: literarischer Text oder Dichtung verwendet- vgl. nicht-fiktionaler Text, literarischer Text, Gebrauchstext
 
     
 

Fiktionalität
Eigenschaft eines Textgegenstandes, der auf einer Fiktion beruht

 
     
  Fiktives Gespräch
im gesprächsanalytischen Ansatz von Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für Gespräche, die zu bestimmten Zwecken wie z. B. für den Unterricht entworfen werden (Planung eines Unterrichtsgesprächs) - vgl. Gespräch, Gesprächsanalyse, natürliches Gespräch, fiktionales Gespräch
 
 
Fiktiver Leser
in der Rezeptionstheorie Bezeichnung für den in literarischen Texten häufig direkt angesprochenen (fingierten) Leser (Leseranrede); Pendant zum ebenso textinternen fiktiven Erzähler - vgl. Leser 
 
Filmanalyse
(Derzeit nur Platzhalter!) - Medienerziehung, verfilmte Literatur,
 
Filmgespräch
Methode der Medienerziehung; für die Bewahrpädagogik wichtige Methode, um Kinder und Jugendliche zum "guten" Film hinzuführen - vgl. Medienerziehung, Filmanalyse 
 
Finalsatz
Form des Adverbialsatzes; Gliedsatz bei dem der finale Adverbialsatz anstelle des Satzgliedes adverbiale Bestimmung des Zwecks (finale adverbiale Bestimmung) steht - vgl. Adverbialsatz, Gliedsatz
Beispiel: Er sprang zur Seite, damit der Lastwagen an ihm vorbeikam. (Konjunktionalsatzform)

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Finite Verbform
auch: Konjugationsform, Flexionsform des Verbs nach den grammatischen Kategorien Person, Tempus (Zeit), Numerus (Zahl), Modus (Aussageweise) und Genus verbi (=Aktiv oder Passiv); flektiertes Verb besitzt eine konjugierte Form (Konjugationsform), diese Form ist eine nach diesen Kriterien bestimmte, d.h. finite Verbform; Gegensatz: infinite Verbform - vgl. Verb, Konjugationsform, Flexionsform
Beispiele: ich gehe = 1. Person Singular Indikativ Präsens Aktiv (1.Pers. Sg. Ind. Präs. Akt.) - Sie werden gereinigt werden = 3.Pers. Pl. Fut. I Pass.
 
Flexem
Flexionsmittel, d.h. Änderungen an den flektierbaren Wortarten mit Hilfe von Endungen (gelegentlich mit Umlaut, teilweise mit Vokaländerungen (Ablaut); Flexeme für Kasus, Numerus, Person, Genus, Komparation und für die Verbformen treten immer zum Stamm des Wortes, den sie zur Wortform erweitern oder ergänzen - vgl. Engel 1996, S.18) - vgl. Flexion, Flexionsformen
 
Flexion
auch: Beugung, Biegung, Formenbildung, Abwandlung; übergreifend verwendet für alle Abwandlungen bei Nomen (Deklination), bei Adjektiven (Deklination) und Komparation (Steigerung)) und bei Verben (Konjugation); manchmal auch nur i. e. S. verwendet für die Beugung (Konjugation) des Verbs, dann: Flexionsformen des Verbs bzw. sogar: Verben werden flektiert, besser: konjugiert - vgl. Konjugation, Flexionsformen, Flexem
     
  Fließtext
1) auch copy; Textteil einer Werbeanzeige; entweder als eigenständiger Textteil oder gemeinsam mit der Headline als Makrotext aufgefasst; ursprüngliche Funktion Informationsübermittlung über das beworbene Produkt, heute häufig zur Erzeugung einer Glaubwürdigkeitsillusion eingesetzt; mitunter mit in direktem inhaltlichen Zusammenhang zur Copy stehenden Claim abgerundet; diese fungiert als eine Art Merkspruch, zieht ein kurzes Fazit der Copy und stellt deren zentrale Bedeutung noch einmal knapp dar; Shortcopy: Textblöcke aus maximal 5 Sätzen und ohne erkennbare Gliederung; einfache Sätze, ohne komplizierten Inhalt; in der Hauptsache zur Unterstreichung der Glaubwürdigkeit
Longcopy: längere Texte mit äußerlichen Gliederungsmerkmalen wie Absätze und/oder Absatzüberschriften (Sublines); Informationsfunktion - vgl. Werbeanzeige
 
 
Flugblatt
meist nur zwei-, manchmal auch mehrseitige Schrift (Blatt Papier), das zur Aufklärung der Öffentlichkeit über das Anliegen einer Interessengruppe auf der Straße verteilt wird 
     
  Fluktuation
Wechsel zwischen verschiedenen Darbietungsformen in epischen Texten; häufig: Wechsel zwischen direkter Rede und indirekter Rede bzw. Redebericht als Form des Erzählerberichts
 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Flexionsformen
abgewandelte, auch: gebeugte oder flektierte Formen eines Nomens (Substantiv, Hauptwort) = Deklinationsformen, eines Verbs = Konjugationsformen oder eines Adjektivs (Eigenschaftswort) = Deklinationsformen und Komparationsformen (Steigerung)
     
  Focus-visual
Funktion eines Bildes in einer Werbeanzeige; einzeln stehende, kleinere Bildelemente, die eine besonders wichtige Produkteigenschaft hervorheben, diese aber zum Zweck der Verdeutlichung noch einmal visualisieren (optische Wiederholung eines Objekts, meist als Abbildung ohne graphisch gestalteten Hintergrund) - vgl. Catch-visual, Key-visual
 
 
Form
1. bei der Textarbeit allg.: äußere Gestalt eines Textes im Gegensatz zu seiner inhaltlichen Aussage 2. in der Aufsatzlehre: bestimmte Regeln, nach denen eine Schreibform in ihrem Aufbau und in ihrer sprachlichen Gestaltung definiert ist; allerdings uneinheitliche Verwendung 2. allgemein in der Ästhetik, im besonderen in Literatur und Kunst: Gesamtheit der sprachlichen und außersprachlichen Mittel, die zur Gestaltung einer Aussage verwendet werden; - vgl. Aussage, Inhalt, Funktionszusammenhang
 
Fortsetzungsgeschichte
Darstellungsform des Aufsatzes Erzählung;

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Frage
den Partner festlegender Sprechakt; Sprecher möchte  Partner zu Mitteilung veranlassen;  Ziel: sein eigenes Wissen erweitern; verschiedene Fragearten (vgl. Engel, 1996, S.52f.) 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Fragearten
unter dem Aspekt der Sprechhandlung (Sprechakte):   Entscheidungsfrage, Sachfrage, Alternativfrage, Gegenfrage, Rückfrage, Kontaktsignal (Sprecher), Kontaktfrage,  (vgl. Engel, 1996, S.52f.)
nach ihrer inhaltlichen Leistung: geschlossene Fragen, offene Fragen, rhetorische Fragen, Tendenzfragen, Vergewisserungsfragen, Prüfungsfragen, abwehrende Fragen (vgl. Heringer, 1989)
im Bereich des Brainstorming: Schneeschaufelfragen, Spatenfragen
 
Fragemethode
auch: W-Fragen-Methode
 
Fragesatz
auch: Interrogativsatz; pragmatische Aufgabe: Formulierung von Fragen; in einem Fragesatz steht entweder ein Frageelement vor dem finiten Verb (z. B. mit Interrogativpronomen gebildete W-Fragen; sog. Verb-zweit-Stellungstyp) oder das finite Verb steht an der Spitze des Satzes (Stirnsatz, sog. Verb-erst-Stellungstyp); im Deutschen gibt es den Fragesatz als (a) Ergänzungsfrage (wenn dieser nicht eingebettet ist als Verb-zweit-Stellungstyp) oder als (b) Entscheidungsfrage (wenn nicht eingebettet als Verb-erst-Stellungstyp). Daneben man noch (c) indirekte Fragesätze formulieren. - vgl. Satzarten, Fragen, Fragearten,  Interrogativsätze, Entscheidungsfrage Ergänzungsfrage, Interrogativpronomen, 
Beispiele: Wann kommst du? - (b) Soll man das Rauchen in öffentlichen Gebäuden verbieten? - (c) Ich weiß nicht, wann der Briefträger kommt. 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Freie Erörterung
schulische Schreibform; Problemerörterung, die im Vergleich zur Texterörterung frei, d.h. nicht an eine größere Textvorlage gebunden ist, sondern von einem in einem (Aufsatz-)Thema gestellten Problem ausgeht - vgl. schulische Schreibform, Problemerörterung, Texterörterung
 
Freies Exzerpt
frei und eigenständig formulierter Inhaltsauszug aus einem Text; Auswahlkriterium: Wichtigkeit und Bedeutung für ein Thema, eine Fragestellung; genaue Quellenangabe erforderlich - vgl. Exzerpieren, wörtliches Exzerpt

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Fremdthematisierung
1) im epischen Text: explizite Information zur Figurencharakterisierung durch  andere Figuren in Form der direkten Redewiedergabe einer Figur oder in Form von auf Innensicht beruhender Gedankenwiedergabe einer Figur. 2) im dramatischen Text: Thematisierung einer Figur durch andere Figuren eines Dramas;  unterschieden werden muss: a) die Fremdthematisierung vor dem ersten Auftreten einer Figur b) - nach dem ersten Auftreten einer Figur c) - in Anwesenheit der Figur d) - in Abwesenheit der Figur; vgl. Selbstthematisierung
Epischer Text - Beispiel: Martin Bach ließ  es nicht gelten: "Nein, nein, Antonia - du bist nicht spießig. Du bist einfach verklemmt, das ist es!"
     
  Fremdwahl
auch: Fremdzuweisung, Form des Sprecherwechsels in einem Gespräch (Gegenteil: Selbstwahl); ein Hörer wechselt in die Sprecherrolle, nachdem er von seinem Gesprächspartner oder dem Gesprächsleiter bestimmte verbale und/oder nonverbale Signale bekommt, die ihm mitteilen, dass er nun zu Wort kommt (z. B. Frage und Nennung des Namens, Blickkontakt, Kopfnicken usw.)  - vgl. Gesprächsanalyse, Sprecherwechsel, Selbstwahl
 
 
Fremdwort
Ausdruck aus einer fremden Sprache, der in den Wortschatz der deutschen Sprache eingegangen ist, auch wenn er hinsichtlich seiner Lautung und/oder Schreibung und/oder Flexion nicht oder nur zum Teil in die deutsche Sprache integriert ist - vgl. Lehnwort
     
  Fremdzuweisung
vgl. Fremdwahl
 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Fünfsatz
Aufbauschema für die Gestaltung wirksamer Diskussionsbeiträge; Planungs- und Formulierungsmodell; fünfteiliger Aufbau - vgl. Argumentation, Diskussion, Diskussionsbeitrag, Redebeitrag
     
  Funktionsverbgefüge
(auch: Schwellform, Streckform); linguistischer Fachterminus zur Bezeichnung bestimmter komplexer Verbkonstruktionen, bestehend aus a) einem Funktionsverb und einem Präpositionalobjekt oder b) einem Funktionsverb und einem Akkusativobjekt; Funktionsverben sind dabei Vollverben, die ihre ursprüngliche Bedeutung innerhalb des Funktionsverbgefüges weitgehend verloren haben und kein eigenständiges Prädikat mehr bilden können; häufig keine Passivbildung möglich; Negation bei Funktionsverbgefügen mit Präpositionalobjekt mit "nicht" ; stilistische Gefahr "Beamtendeutsch" durch überflüssige Nominalisierungen;  vgl. Nominalisierung - Kondensierung - Textkondensation
Beispiele: a) zur Anzeige bringen:  in Kraft treten: Die Schulordnung tritt heute in Kraft; Anita bringt die Beleidigung zur Anzeige b) Nachricht geben: Auftrag erteilen: Der Bauherr erteilt heute den Auftrag zur Sanierung des Dachgeschosses; Der Arzt gibt dem Patienten Nachricht;
 
 
Funktionszusammenhang
h: Wechselwirkung von verschiedenen Faktoren 1.  F. von Form und Inhalt 2. F. von Form, Inhalt, Aussage und Wirkung
     
  Fuzzy Logic
Bezeichnung für die Analyse von logischen Strukturen (Argumenten), die streng logisch betrachtet nicht gültig bzw. korrekt sind; unscharfe Aussagen mit unscharfen Argumenten nach dem Muster:
Reife Äpfel sind süß.
Dieser Apfel ist ziemlich süß.
Also: Dieser Apel ist ziemlich süß.
(vgl. Bayer 1999, S.148)
 

pfote_bl.gif (897 Byte)

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

     
 

 

 
     
 

logo_sm.jpg (3144 Byte)
Copyright 1999/2005

Home ] Sitemap ] News ] Suche ] Arbeitstechniken ] Deutsch ] Geschichte ] Medien ] Pädagogik ] Politik ] Projekte ] Psychologie ] Didaktik ] Spiele ] Prüfungen ] textPlus ] Pool ] teachSam-Glossar ] FAQ's ] Copyright ] Über teachSam ] Quellen ] Impressum ] teachSam-Corner ] twitter ]