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Glossar
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Gänsefüßchen
GAT
Gattung
Gattung, literarische
Gebrauchsanleitung
Gebrauchsanweisung
Gebrauchstext
Gebundene Rede
Gedächtnisbild
Gedächtnisprotokoll
Gedankenbericht
Gedankengang
Gedankenfiguren
Gedanklicher Aufbau
Gefühlsinhalte
(Epik)
Gegenfrage
Gegenstandsbeschreibung
Gegentext
Gehalt,
propositionaler
Gelegenheitsdichtung
Gelegenheitsgedicht
Gemination
Genetischer Fehlschluss
Geschäftsbrief
Geschehen
Geschichte
Geschlossene Fragen
Geschlossenes Drama
Gespräch
Gespräch, arrangiertes
Gespräch,
fiktionales
Gespräch,
fiktives
Gespräch, inszeniertes
Gespräch,
natürliches
Gespräch,
spontanes
Gesprächsanalyse |
Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem
Gesprächsbeitrag
Gesprächsbereich
Gesprächsfunktion
Gesprächskohärenz
Gesprächslinguistik
Gesprächsschritt
Gesprächssequenz
Gesprächsstruktur
Gesprochene Rede
Gestaltung, textproduktive
Geste
Geste,
beiläufige
Geste, primäre
Geste,
sekundäre
Gestus
Gestus, gesellschaftlicher
Gleichnis
Gliederung, kognitive
Gliedsatz
Gliedteilsatz
Glosse
Grammatik
Grammatische Figuren
Gruppencharakteristik
Gruppenjargon |
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Gänsefüßchen
umgangsspr. für Anführungszeichen |
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GAT
Abkürzung für
Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem |
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Gattung
vgl. Gattung, literarische -
Literaturgattungen
- Textsorte |
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Gattung, literarische
herkömmliche Klassifikation literarischer Texte in die Gattungstrias
Epik, Dramatik, Lyrik; Sammelbezeichnung für literarische Formen und
Gruppen, die bestimmte Merkmale aufweisen - vgl.
Textsorte,
Literaturgattung |
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Gebrauchstext
ähnlich auch:
Sachtext,
pragmatischer Text; Im Ggs.
zum fiktionalen (literarischen, poetischen) Text; Text, der einen
nachvollziehbaren und überprüfbaren Bezug zur außersprachlichen Realität
besitzt; dient der Sache oder dem Sachverhalt, von dem er handelt und ist
auf einen bestimmten Adressatenkreis ausgerichtet; zum Teil fließende
Übergänge zu literarischen Texten (z. B.
literarische Gebrauchsformen wie Autobiographie, Biographie,
Brief, Essay, Feuilleton,
Glosse, Leitartikel,
Reportage, auch u. U. Tagebuch) ; |
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Gebrauchsanleitung
vgl. Gebrauchsanweisung |
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Gebrauchsanweisung
auch: Gebrauchsanleitung, Bedienungsanleitung; Form der (in der
Regel schriftlichen)
Vorgangsbeschreibung;
nicht immer eindeutig abzugrenzen von den Begriffen
Betriebsanweisung/Betriebsanleitung; oft Erklärung des einen Begriffs
durch den anderen; im Allgemeinen: Betriebsanweisung für größere
Maschinen, Apparate, Autos u. ä.; Gebrauchsanweisung für
"handlichere" Objekte wie Haushaltsgegenstände; vgl.
Engel
1996, S.135; - vgl.
Vorgangsbeschreibung |
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Gebundene Rede
im Ggs. zur
Prosa Rede, die sich
durch bewusste Eingriffe und Veränderungen vom natürlichen (=
ungebundenen) Sprachfluss unterscheidet; Mittel: metrische und rhythmische
Gestaltungen - vgl.
Prosa |
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Gedächtnisbild
Bezeichnung für ein inneres Bild (Vorstellungsbild), das ohne die
Präsenz eines sinnlich wahrnehmbaren Gegenstandes oder einer Abbildung eines
Gegenstandes in einem Subjekt entsteht; quasi gespeicherte
Wahrnehmungsbilder (vgl.
Kroeber-Riel/Weinberg 1999,
S.343 ) - vgl.
inneres Bild,
Wahrnehmungsbild,
Imagery, |
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Gedächtnisprotokoll
Form des
Protokolls; im
Nachhinein (in der Regel unmittelbar nach), meist ohne Grundlage einer
Mitschrift
abgefasster schriftlicher
Bericht
über den Verlauf und/oder die Ergebnisse eines Gesprächs (Diskussion,
Sitzung, Besprechung, Unterrichtsstunde, Veranstaltung); Funktion:
Erinnerungsstütze in Form einer persönlichen Aufzeichnung, ohne
standardisierte äußere Form; - vgl.
Protokoll,
Verlaufsprotokoll,
Ergebnisprotokoll |
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Gedankenbericht
Form des Erzählerberichtes i. w. S.; auch:
psycho-narration
(Cohn 1978) Wiedergabe unausgesprochener Gedanken, Wahrnehmungen und
Gefühle einer Figur; - vgl.
Erzählerbericht,
Redebericht,
psycho-narration,
stumme Rede |
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Gedankengang
Bezeichnung für den gedanklichen Aufbau eines Textes oder einer Äußerung; Abfolge von
Sinneinheiten (Gedanken); in Sachtexten die Art der
thematischen
Entfaltung, darunter auch die auch argumentative Struktur des Textes -
vgl.
thematische
Entfaltung, |
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Gedankenfiguren
vgl.
Sinnfiguren |
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Gedanklicher Aufbau
Bezeichnung für die Abfolge und Verknüpfung von Gedanken in Texten und
bei der Argumentation; Typen: reihend - entfaltend - kontrastierend -
assoziativ - sprunghaft - gegliedert - geradlinig - rückgreifend |
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Gefühlsinhalte (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur
Figurencharakterisierung in Form
einer pauschalen Wiedergabe von Gefühlen, Eindrücken und Wahrnehmungen einer
Figur; keine Wiedergabe von Gedanken der Figur.
Beispiel: Antonia war sauer. Dennoch hörte sie sich bis zu
Ende an, was ihr Freund ihr eröffnete. |
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Gegenfrage
den Partner festlegender
Sprechakt: Reaktion
auf gestellte Fragen; Sprecher wiederholt eine vorausgegangene Frage seines Partners;
Antwort darauf soll ihm bestätigen, dass er die vorausgegangene Frage richtig
verstanden hat. Gegenfragen sind also nur als möglich. Einzige Form: wiedergegebene
Frage. - vgl.
Fragearten,
Kontrollierter Dialog |
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Gegenstandsbeschreibung
(schulische) Schreibform:
Darstellung der äußeren Merkmale einer Sache oder eines Gegenstandes; Auswahl und
Anordnung der einzelnen Teile nicht bloß reihende Aufzählung, sondern Kriterien dafür:
räumliche Anordnung der einzelnen Teile und/oder Funktionalität der einzelnen Teile -
vgl. Beschreibung,
Vorgangsbeschreibung |
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Gegentext
Begriff aus der Literaturdidaktik und -methodik; Bezeichnung für einen
Text, der als textproduktive Gestaltung einen vorgegebenen Text so
transformiert, dass ein inhaltlich-thematischer Gegensatz entsteht - vgl.
textproduktive Gestaltung,
produktive
Textarbeit |
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Gehalt, propositionaler
vgl.
propositionaler
Gehalt |
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Gelegenheitsdichtung
vgl.
Gelegenheitsgedicht |
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Gelegenheitsgedicht
lyrisches Werk, das zu einem bestimmten öffentlichen oder privaten Anlass
(oft als Auftragsdichtung) verfasst wird; während ein Gelegenheitsgedicht
heute eher zur Zweck- und Gebrauchsliteratur ohne größeren künstlerischen
Anspruch gezählt wird, sieht man in der Renaissance und im
Barock darin "hohe" Dichtungskunst, die in ihren Formen das kurze
Epigramm,
ebenso wie das
Sonett
oder die Ode
kennt; Wandel des Dichtungsbegriffs im 18, Jahrhundert und das davon
geprägte neue Selbstverständnis des Dichters, sowie die Emanzipation der
bürgerlichen Gesellschaft führen zu einer Abwertung und davon bedingt zu
einem Rückgang der Gelegenheitsdichtung im Allgemeinen. |
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Gemination
auch: Doppelung;
Verdoppelung; unmittelbare Wiederholung eines Satzteiles (Wort oder
Wortgruppe) - vgl.
Wortfiguren
Beispiele: "Vorwärts, vorwärts, zum
Angriff!" - "Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich
an!" (Goethe, Erlkönig) - "Röslein, Röslein, Röslein
rot" |
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Genetischer Fehlschluss
in der formal-logischen Argumentationsanalyse Bezeichnung für eine Form des
unkorrekten Schließens; Einzelheiten des
Entdeckungszusammenhangs gehen dabei unangemessen in den
Begründungszusammenhang ein; - vgl.
Fehlschluss,
Entdeckungszusammenhang,
Begründungszusammenhang
Beispiele: Sie als Frau sollten
das doch besser wissen ... – Mit Ihrer Vorgeschichte würde ich hier den Mund
nicht so voll nehmen... etc.) |
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Geschäftsbrief
Form des Briefes; offizielle schriftliche Mitteilung an Behörde,
Arbeitgeber, Firma usw.; in äußerer Form und innerem Aufbau weitgehend
durch Konvention bestimmt; von der Funktion des Geschäftsbriefes
abhängig (z.B. Formular); kaum Spielraum für individuelle Gestaltung;
Aufbauelemente: Briefkopf, Adressat und Anschrift, Betreff, Bezug, Anlage
- vgl. Brief,
Privatbrief |
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Geschehen
zeitliche Abfolge eines Tuns bzw. Verhaltens und/oder von Ereignissen mit
einer räumlichen Dimension, bei denen die menschlichen oder vermenschlichten
Subjekte unfähig sind, eine Wahl zu treffen, oder aber ihnen, von den alles
dominierenden Umständen bestimmt, keine Möglichkeit zur Wahl eines
bestimmten Tuns bzw. Verhaltens (Handlung) bleibt - vgl.
Handlung |
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Geschichte
1.) Werdegang bzw. Entwicklungsprozess eines bestimmten geographischen,
sozialen, kulturellen Bereichs in politischer, kultureller und/oder
gesellschaftlicher Hinsicht 2) mündlich oder schriftlich vorgebrachte
Schilderung eines realen oder bloß vorgestellten Geschehens, Ereignisses,
dessen Elemente in einen zeitlichen bzw. logischen Zusammenhang gebracht
worden sind; auch: Erzählung 3.) (unangenehme) Sache oder Angelegenheit; 4.)
in epischen und dramatischen Texten makrostrukturelles Merkmal, das drei
Elemente erfordert: ein oder mehrere menschliche oder vermenschlichte (anthropomorphisierter)
Subjekte, eine gewisse zeitliche Erstreckung (temporale Dimension) und eine
gewisse Raumausdehnung (spatiale Diemension); dabei kann eine Geschichte aus
Handlungen, Handlungssequenzen oder auch aus Geschehen dominiert werden -
vgl. story,
Handlung,
Geschehen |
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Geschlossene Fragen
a) inhaltlich: Frage, die dem Gefragten nur die Möglichkeit lassen sich mit Ja oder Nein
oder für eine vorgegebene Alternative zu entscheiden b) bei
Fragebögen einer
Meinungsumfrage Fragen, die zugleich alle möglichen Antwort-Alternativen
vorgeben, die in der Regel durch Ankreuzen beantwortet werden können - vgl.
Fragearten,
offene Frage
Beispiele:
a)
Tanzt du mit mir? - Gehst du zu Marcel oder Martin? b) Verbringen Sie
ihre Freizeit am liebsten mit: Sport - Fernsehen - Computerspielen -
Lesen - Basteln - Nichtstun ... |
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Geschlossenes Drama
idealtypische Form des Dramas nach
Volker
Klotz (1969); (dramaturgisches) Kompositionsprinzip des
plots
eines Dramas (tektonisches Prinzip); meistens
Zieldramen;
Merkmale: Einheit von Ort, Zeit und Handlung; Einsträngigkeit einer
eindeutigen Haupthandlung; Beschränkung auf knappe Zeitspanne;
Linearität, kausale Verknüpfung und Folgerichtigkeit der
Handlungsführung; Unselbständigkeit der Teile; Beschränkung auf wenige
Figuren; einheitliche Sprache: hohes Stilniveau, Versform; ausgewogene
Komposition (z.B. pyramidaler Aufbau, Symmetrie); Gegensatz: offenes
Drama, aber auch Mischtypen möglich - vgl.
Drama,
offenes Drama, Tektonik,
pyramidaler
Aufbau, |
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Gespräch
1. in der Gesprächsanalyse/Gesprächslinguistik: a) Bezeichnung für "jede sprechsprachliche, dialogische und thematisch zentrierte Interaktion" (Henne/Rehbock
1995, S.261) b) Bezeichnung für "eine begrenzte Folge von sprachlichen
Äußerungen, die dialogisch ausgerichtet ist und eine thematische
Orientierung aufweist." (Brinker/Sager
1989, S.11) ; Klassifikation der Formen uneinheitlich- vgl.
Gesprächsanalyse,
Gesprächsbeitrag,
natürliches Gespräch,
arrangiertes Gespräch,
spontanes Gespräch,
fiktives Gespräch,
inszeniertes Gespräch,
fiktionales Gespräch |
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Gespräch, arrangiertes
vgl.
arrangiertes Gespräch |
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Gespräch, fiktionales
vgl.
fiktionales Gespräch |
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Gespräch, fiktives
vgl.
fiktives Gespräch |
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Gespräch, inszeniertes
vgl.
inszeniertes Gespräch |
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Gespräch, natürliches
vgl.
natürliches Gespräch |
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Gespräch, spontanes
vgl.
spontanes Gespräch |
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Gesprächsanalyse
(auch:
Gesprächslinguistik,
Diskursanalyse,
Dialoganalyse,
Konversationsanalyse) - (derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Gespräch,
Sprecherwechsel,
Transkription,
Notation,
Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem, |
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Gesprächsanalytisches Transkriptionssystem
Abk. GAT; Transkriptionskonventionen der Forschergruppe Margret Selting,
Peter Auer, Birgit Barden, Jörg Bergmann, Elizabeth Couper-Kuhlen, Susanne
Günthner, Christoph Meier, Uta Quasthoff, Peter Schlobinski, Susanne Uhmann
zur Notation von Äußerungen in einem Gespräch; plattformübergreifende und in
allen Textverarbeitungsprogrammen und in
Hmtl darstellbare
Textnotation in zwei Ausprägungen Basistranskript und Feintranskript -
Gesprächsanalyse,
turn,
Transkription,
Notation |
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Gesprächsbeitrag
auch: turn,
Gesprächsschritt
oder Redebeitrag- Grundeinheit des
Gesprächs;
kommunikative Handlung, die mit sprachlichen und nichtsprachlichen Mitteln
vollzogen wird; 1) unter sprechakttheoretischer Perspektive bestehend aus
dem illokutiven Akt, der einen bestimmten Handlungstyp repräsentiert (z. B.
Versprechen, Ratschlag, Frage, Vorwurf, etc.) und dem propositionellen Akt,
dem eigentlichen Inhalt der Äußerung; 2) unter gesprächslinguistischer
Perspektive kann unter Bezugnahme auf die sprechakttheoretische Fundierung
die Basisfunktion (= elementarer illokutiver Akt) und die
Gesprächsfunktion eines Gesprächsbeitrages unterschieden werden;
letzteres bezeichnet die konkrete kontextuelle Bedeutung eines
Gesprächsbeitrags (turn) vor dem Hintergrund der unmittelbar vorangehenden
Gesprächsbeiträge sowie bestimmtet Bedingungen und Gegebenheiten der
Gesprächssituation (z. B. Beziehungskonstellation) (vgl.
Brinker/Sager 1989, S. 64)- vgl.
Gesprächsanalyse, turn,
Gesprächsschritt |
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Gesprächsbereich
im gesprächsanalytischen Ansatz von
Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für die
Umfangsbestimmung von Gesprächen in der gesellschaftlichen Praxis;
Gesprächsbereiche sind finalistisch, da sie für die Mitglieder der
Gesellschaft spezifische Zwecke erfüllen, die durch die Ziele und
Zweckbestimmungen der Gesprächsteilnehmer begründet sind; bezogen auf die
Standardvarietät der deutschen Sprache, die deutsche Standardsprache, lässt
sich eine bestimmtes Ensemble von Gesprächsbereichen definieren, für das
bestimmte Regularitäten gelten; (vgl.
Henne/Helmut Rehbock 1995, S.28f.) - vgl.
Gesprächsanalyse, |
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Gesprächsfunktion
im gesprächsanalytischen Ansatz von
Klaus Brinker und Sven Sager (1989) Bezeichnung für die konkrete
kontextuelle Bedeutung eines Gesprächsbeitrags (turn) vor dem Hintergrund
der unmittelbar vorangehenden Gesprächsbeiträge sowie bestimmtet Bedingungen
und Gegebenheiten der Gesprächssituation (z. B. Beziehungskonstellation);
unterschieden von der
Basisfunktion, die dem illokutiven Akt (= elementare Sprechhandlung)
entspricht; Basisfunktion und Gesprächsfunktion können, aber müssen
keineswegs identisch sein, denn der Sprechakt des Fragens kann auch in einem
konkreten Gespräch einen Vorwurf oder eine provokative Abwertung des
Gesprächspartners darstellen- vgl.
Basisfunktion,
Gesprächsbeitrag,
Gesprächsanalyse, turn,
Gesprächsschritt |
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Gesprächskohärenz
Bezeichnung für den inneren Zusammenhang eines Gesprächs; beruht auf der
gegenseitigen Kooperation der Gesprächspartner im Gespräch und ordnet jeden
Gesprächsschritt in den inhaltlichen und kommunikativen Rahmen ein, der von
den vorausgehenden Gesprächsbeiträgen geschaffen worden ist (vgl.
Brinker/Sager 1989, S.72) vgl.
Gesprächsanalyse,
turn,.
Textkohärenz,
Kohärenz |
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Gesprächslinguistik
vgl.
Gesprächsanalyse |
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Gesprächsschritt
vgl.
Gesprächsbeitrag - "Grundeinheit des Dialogs" (vgl.
Brinker/Sager 1989, S.57) - vgl.
Gesprächsanalyse,
turn |
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Gesprächssequenz
Abfolge bzw. Kombination von Gesprächsbeiträgen (Gesprächsschritten), die in
vielfältiger Weise aufeinander bezogen sind und damit die Gesprächskohärenz
konstituieren (vgl.
Brinker/Sager 1989, S.72) - vgl.
Gesprächsanalyse,
turn |
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Gesprächsstruktur
in der Gesprächsanalyse Bezeichnung für das "Gefüge von Relationen, die
zwischen den Gesprächsbeiträgen als den unmittelbaren Strukturelementen des
Gesprächs bestehen und die den inneren Zusammenhang, die Kohärenz des
Gesprächs bewirken" (Brinker/Sager
1989, S.55)- vgl.
Gesprächsanalyse,
turn |
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Gesprächstranskript
im Standardtranskript des Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (GAT)
der Teil der dem Transkriptionskopf folgend die Transkription
lautsprachlicher (und nonverbaler) Äußerungen in einem Gespräch umfasst -
vgl.
Gesprächsanalyse,
Transkription,
Transkriptionskopf, GAT, |
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Gesprochene Rede
Begriff aus der Erzählforschung; Form der Figuren-/Personenrede; dient
zur Unterscheidung von der so genannten stummen Rede, die Empfindungen und
Gedanken einer Figur wiedergibt; Formen:
Redebericht,
direkte Rede,
indirekte
Rede,
erlebte Rede (vgl.
Vogt
1996, S.303) - vgl.
Figurenrede,
stumme Rede,
psycho-narration, |
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Gestaltung, textproduktive
vgl.
textproduktive
Gestaltung |
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Geste
Unter kommunikationstheoretischem Aspekt eine nonverbale Handlung, die einem
Zusehenden ein optisches Signal übermittelt (visuelle Kommunikation); die
nonverbale Information wird im Allgemeinen mit den Armen und Händen
übermittelt (gestikulieren), kann aber auch andere Körperteile umfassen,
z.B. Kopf- und Beinbewegungen; in einem weiteren Sinne kann der Begriff auch
Körperhaltung und Mimik (Gesichtsausdruck) umfassen; nach
Morris (1977/2000) zwei verschiedene Arten von Gesten: a) beiläufige
Gesten b) primäre Gesten - vgl.
beiläufige Geste,
primäre Geste |
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Geste, beiläufige
vgl.
beiläufige Geste |
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Geste, primäre
vgl.
primäre Geste |
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Geste, sekundäre
vgl.
beiläufige Geste |
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Gestus
a) häufig gleichbedeutend mit Geste als einer normierten Gebärde (Bewegungen
von Armen und Händen) b) in
Bertolt Brechts
Dramen- und Theatertheorie Bezeichnung für einen Komplex einzelner
Gesten unterschiedlicher Art, die zusammen mit Äußerungen dem Verhalten und
den Beziehungen der Menschen zueinander zugrunde liegt und diese maßgebend
beeinflusst; im Allgemeinen bezeichnet ein
Gestus
daher die Beziehungen von Menschen zueinander - vgl.
Geste,
gesellschaftlicher Gestus |
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Gestus, gesellschaftlicher
in
Bertolt Brechts
Dramen- und Theatertheorie Bezeichnung für einen
Gestus,
der Rückschlüsse auf die gesellschaftlichen Zustände zulässt; dieser
gesellschaftlich relevante Gestus kann verbal wie nonverbal ausgedrückt
werden. - Gestus |
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Gleichnis
manchmal auch synonym mit
Parabel
verwendet; Großform des
Vergleichs;
sprachliches Gestaltungsmittel zur Veranschaulichung und Intensivierung
einer Vorstellung, eines Vorgangs oder eines Zustandes durch Vergleichen
mit einem analogen Sachverhalt aus einem anderen, meist sinnlich-konkreten
Bereich; Bildebene und Sachebene meist durch Vergleichspartikeln (so ...
wie) zueinander in Beziehung gesetzt; Bild- und Sachebene müssen sich nur
mit einem einzigen Vergleichsmoment aufeinander beziehen lassen (Ggs.
Allegorie,
die möglichst viele Entsprechungen anstrebt) - vgl.
Allegorie,
Parabel,
Vergleich |
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Gliederung, kognitive
vgl.
kognitive Gliederung |
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Gliedsatz
1. allgemeine Bezeichnung für
Nebensätze
2. Bezeichnung für die Satzgliedfunktion eines untergeordneten
Nebensatzes (Untersatzes);
Formen: Subjektsatz, Objektsatz, Adverbialsatz. Prädikativsatz,
Attributsatz
3. häufig auch Unterteilung in Gliedsätze und
Attributsätze
vgl.
Attributsatz,
Subjektsatz,
Objektsatz,
Adverbialsatz,
Prädikativsatz |
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Gliedteilsatz
vgl.
Attributsatz |
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Glosse
(Derzeit nur Platzhalter!) |
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Grammatik
vgl. Syntax |
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Grammatische Figuren
vgl.
Satzfiguren.
rhetorische
Figuren |
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Gruppencharakteristik
Form der (literarischen)
Charakteristik;
Betrachtung einer Gruppe von Personen oder literarischen Figuren - vgl.
Charakteristik,
literarische
Charakteristik,
Einzelcharakteristik,
Typencharakteristik,
vergleichende
Charakteristik
Beispiel: Die Lübecker Gesellschaft in
Thomas
Manns "Die
Buddenbrooks" (literarisches Beispiel) - Jugend 2000
(nichtliterarisches Beispiel) |
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Gruppenjargon
Bezeichnung für die "Sprache" (Varietät), die nur einer
bestimmten Gruppe von Menschen (Merkmale der Gruppenbildung: Alter,
Geschlecht, Tätigkeit usw.) verständlich und geläufig ist (z.B.
Jugendsprache, Sprache der Twens...) - vgl.
Berufsjargon,
Jargon,
Slang |
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A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
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