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Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

A B C D E F G H I J K L - N O P Q R S T U V W X Y Z

 
Madrigal
Märchen
Manifeste Erzählerfigur
Manipulieren
Markieren 
Massenkommunikation
Massenmedien
Mehrdeutigkeit
Mehrteilige Arbeitsanweisung
Meinungswand 
Meinungsumfrage
Melodrama
Melodramatisch
Memoiren 
Memoirenroman 
Merkmale, paraverbale
Merkmal, prosodisches
Metakommunikation
Metalepsis
Metapher
Metasprache
Methode, hermeneutische

Methode, ideologiekritische 
Methode 635
Metonymie
 
Metrik
 
Metrum 
Mind Mapping

Mischkurzwörter
Mischtyp Mitschrift 

Mitteilungen im engeren Sinne
Mitteilungsakt 
Mittel, erzähltechnische
Mittel, rhetorische
 
Mittelwort

Modalität
Modalpartikeln 

Modalsatz
Modalverb
 
Modus
Möglichkeitsform
Moment, erregendes 
Moment, retardierendes
Monolog
Monologue, autonomous
Monologerzählung
Monologue, narrated
 
Monologue, quoted
Monosemie
Monosemierung
Morphemkurzwörter
Motiv 
Motivationale Stimulanz

 

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Web www.teachsam.de

 

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  Madrigal
einfacher Gesang; Hirten- zw. Schäferlied; häufigstes Motiv: idyllische Schäferwelt; ursprünglich nicht festgelegte Form; nach Umwandlung zum Kunstlied wird die freie Taktzahl, aber feste Taktfüllung (= verschieden lange Verse, die innerhalb der Versfolge alternieren) wichtigstes Merkmal; im 17. Jh. wieder Tendenz zu festerer Form (13 Zeilen, die in 3 Terzette und 2 Reimpaare gegliedert sind)
Beispiele: Johann Wolfgang von Goethe, Madrigal (Aus dem Französischen), ders.: Madrigal;
 
 
Märchen
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Erzählung
     
  Manifeste Erzählerfigur
engl. overt narrator
 
 
Manipulieren
Menschen - ohne deren Wissen und häufig auch gegen deren Willen (z.B. Werbung) - bewusst und gezielt beeinflussen oder lenken
 
Markieren
Arbeitstechnik zur inhaltlichen Erfassung von Texten mittels Hervorhebungen, Unterstreichungen und Randbemerkungen - vgl. inhaltliche Erfassung von Texten
     
  Massenkommunikation
Begriff zur Bezeichnung einer eines rückkoppelungsarmen Kommunikationsprozesses, dem im Gegensatz zur Face-to-Face-Kommunikation keine unmittelbare Interaktion zwischen Sender und Empfänger einer Information zugrunde liegt; Botschaften, die im Zuge der Massenkommunikation öffentlich an ein disperses (= zerstreutes) Publikum (d. h. ein nicht begrenzter und personell definierter Adressatenkreis) gesendet werden, werden dabei mit technischen Mitteln verbreitet und erreichen ihr disperses  Publikum damit indirekt (räumliche, zeitliche oder raumzeitliche Distanz zwischen den Kommunikationspartnern; Massenmedien, wie Fernsehen, Rundfunk, und die Presse gelten dabei als die klassischen Medien der Massenkommunikation, zu denen heute aber auch die so genannten "neuen" Medien hinzukommen (Internet usw.)   (vgl. Maletzke 1963, S. 32) - vgl. Kommunikation, Massenmedien, Interaktion, parasoziale Interaktion, Lasswell-Formel
 
     
  Massenmedien
Begriff zur Bezeichnung bestimmter Organisationen, Träger oder Transportmedien großer Reichweite, mit denen Informationen in einem überwiegend in eine Richtung (Sender zu Empfänger) verlaufenden Kommunikationsprozess vermittelt werden; Kontext: keine Face-to-Face-Beziehung und damit auch keine Interaktion; als klassische Massenmedien gelten Film, Fernsehen, Rundfunk und Presse - vgl. Massenkommunikation, Medien,
 
     
  Mehrdeutigkeit
vgl. Polysemie, sprachliche Eindeutigkeit
 
     
  Mehrteilige Arbeitsanweisung
 
 
 
Meinungswand
Form der Wandzeitung, bei der es hauptsächlich darum geht, unterschiedliche Meinungen zu einem bestimmten Thema zu präsentieren und zur weiteren Meinungsbildung zu verwenden - vgl. Wandzeitung
     
  Meinungsumfrage
Methode zur Befragung Stichprobe (aber auch prinzipiell einer Gesamtheit) von Personen zu einem bestimmten Sachverhalt;
 
     
  Melodrama
(gr. Lied + Handlung); Bezeichnung für eine Sonderform des lyrischen Dramas, bei dem das Zusammenwirken von deklamiertem Text (Gedicht, Monolog) mit einer untermalenden Musik charakteristisch ist - vgl. melodramatisch
 
     
  melodramatisch
Bezeichnung für einen in einem negativen Sinn überzeichneten Effekt, der durch das übertriebene Zusammenwirken von Wort, Ton und Gestik zustande kommt
 
 
Memoiren
i. e. S. rückblickender Prosabericht in der ersten Person, der von einer historisch realen Person über ihr eigenes Leben gegeben wird; Gegenstände der M. häufig: berufliches oder öffentliches Wirken; dagegen Autobiographie eher: Privatleben, Bildungsgang bis zur Übernahme einer sozial verantwortlichen Rolle,  Memoiren sind aber wie alle autobiographische Texte über die bloße Rekapitulation von Geschehen immer auch Interpretation der Vergangenheit - (vgl. Vogt 1990, S.69) - vgl. Memoirenroman, autobiographischer Roman, Tagebuchroman, Tagebuch 
 
Memoirenroman
Typus des Ich-Romans/der Ich-Erzählung mit Retrospektive und Zentralstellung des Erzählers; zweipolige Ich-ich-Struktur (erzählendes/sich erinnerndes Ich und erlebendes/erinnertes Ich);  - vgl. Ich-Roman, autobiographischer Roman, Tagebuchroman, biographischer Roman, Detektivroman, Briefroman  
Beispiel: Goethe: Dichtung und Wahrheit, Thomas Mann: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1954)
     
  Merkmale, paraverbale
vgl. paraverbale Merkmale
 
     
  Merkmal, prosodisches
vgl. prosodisches Merkmal
 
 
Metakommunikation
(derzeit Platzhalter!) - vgl. Metasprache,
     
  Metalepsis
Tropus der eine Zwischenstellung zwischen Metapher und Metonymie einnimmt; Ersetzung eines vieldeutigen Wortes durch ein synonymes Wort, wobei eine im gegebenen Kontext nicht gemeinte Teilbedeutung in den Vordergrund rückt; häufig in Wortspielen verwendet
Beispiel: "Er ist ein Gesandter, aber kein Geschickter." (h: Wortbedeutung von geschickt im Sinne von gewandt, tüchtig, fähig)
 
 
Metapher
bildlicher Vergleich durch Fügung von Wörtern, die eigentlich nicht zusammengehören (bildliche Übertragung); metaphorischer Prozess nach Weinrich 1963): Verknüpfung eines Bildspenders mit einem Bildempfänger; metaphorischer Wortgebrauch als punktuelle Abweichung vom »dominanten, prototypischen Gebrauch eines Wortes, der Standardbedeutung« (Kurz 1993, S.17); ein von außen in den syntaktisch-semantischen Textzusammenhang eintretendes, ungewöhnliches, unerwartetes Wortelement, das - sofern die Metapher noch nicht eingeführt oder ganz verblasst ist - aufmerken lässt  (vgl. Burdorf 1995 , S.151) vgl. Allegorie, Bild, Sinnbild, Symbol, absolute Metapher
Beispiel: Die Sonne lacht; Redefluss, Staatsschiff
 
Metasprache
Sprachebene, in der Aussagen über Sprache oder Sprachen gemacht werden; man spricht über die Objektsprache; im Alltag: über das Sprechen Sprechen (Metakommunikation) - vgl. Objektsprache, Metakommunikation
 
Methode, antihermeneutische
vgl. antihermeneutische Methode
 
Methode, hermeneutische
vgl. hermeneutische Methode
 
Methode, ideologiekritische
vgl. ideologiekritische Methode 
 
Methode 635
Methode zur Ideenfindung in der Gruppe; 6 Teilnehmer geben zur Problemlösung 3 Ideen vor, die im Rotationsprinzip an die übrigen fünf Teilnehmer zur Anregung und weiteren Ergänzung weitergereicht werden - vgl. Brainstorming, Brainwriting, Kreativität, Kreative Arbeitstechniken, Clustering, Mind Mapping
 
Metonymie
Umbenennung, Übertragung
Beispiel: den ganzen Goethe aufsagen; Mosel trinken; einen BMW fahren; ein Glas trinken
     
  Metrik
Lehre vom Vers, die sich mit der Gliederung von Versen und dem Versgefüge beschäftigt, vgl. Prosodie
 
 
Metrum
(gr. Maß) Versmaß, d.h. Bezeichnung für die regelmäßige Tonfolge ( Zahl und Abstand der betonten Silben; Versfuß als kleinste Einheit; in der antiken Literatur silbenmessend (Silbenumfang), in romanischer Dichtung silbenzählend  (Silbenzahl), im deutschen Vers ist die Silbenwucht maßgebend; daher wird  im deutschen Vers nicht von Länge oder Kürze einer Silbe gesprochen, sondern von Hebung (Starkton) und Senkung (Schwachton), ob eine Silbe eine Hebung oder eine Senkung erforderlich macht, ergibt sich aus den Betonungsregeln; diese sind unabhängig von der Bedeutung und ebenso unabhängig von Vers oder Prosa; einsilbige Wörter wiederum können sich als Hebung oder Senkung zeigen; im Zweifelsfall Faustegel: Als "schwer" gilt eine Silbe dann, wenn sie "schwerer" ist als ihre unmittelbare Nachbarsilbe, als "leicht", wenn sie "leichter" als die unmittelbare Nachbarsilbe ist; grundsätzlich aber gilt (vgl. Fricke/Zymner 1993, S.104): Metrum im Deutschen ist eine Bezeichnung für die Abfolge starker und schwacher Betonungen ; unterschiedliche Notationen für die deutsche Metrik: 1) - für Hebung, v - für Senkung; 2) x - für Silbe;  xx' - für Abfolge einer unbetonten und betonten Silbe (Jambus)  vgl. Versmaß, 3) / betonte Silbe; ˇ unbetonte Silbe / ˇ vgl. Hebung, Senkung, Vers, Versfuß, Versmaß
 
Mind Mapping
kreative Arbeitstechnik; - vgl. Kreativität, Kreative Arbeitstechniken, Brainstorming, Clustering, kognitive Landkarte
     
  Mischkurzwörter
Gruppe von Kurzwörtern, die häufig auf mehrere di Kurzform bildende Segmente zurückgehen (vgl. Steinhauer 2007, S. 141);
Beispiele: Azubi, H-Milch, Dispo-Kredit, E-Maul, Iso-Matte, Pauschbetrtag, E-Book, E-Learning  - vgl. Kurzwörter
 
 
Mischtyp
1. Themenstellung und Bearbeitungsart einer Problemerörterung, die sowohl linear als auch dialektisch bearbeitet werden muss - vgl. Problemerörterung
Beispiel: Generation @ Was bedeutet das eigentlich? Wie stehen Sie dazu?
 
Mitschrift
schriftliche Notizen, die häufig als Grundlage für die Niederschrift eines Protokolls herangezogen werden - vgl. Protokoll 
 
Mitteilungen im engeren Sinne
initiative, ohne Voräußerungen vollzogene Mitteilungsakte, die hauptsächlich zur Information des Partners dienen - vgl. Sprechakte, Mitteilungsakt, initiativer Sprechakt 
 
Mitteilungsakt
Form des partnerbezogenen Sprechakts; Sprecher beschreibt einen Sachverhalt mit der Absicht, seinen Partner darüber zu informieren; Formen: Mitteilungen im engeren Sinne, Generalisierung, Einschränkung, Ablehnung, Kontaktsignal (Hörer), Intensivierung, Paraphrase, Kommentierung, Zustimmung - vgl. Sprechakte, partnerbezogene Sprechakte, initiativer Sprechakt, reaktiver Sprechakt 
 
Mittel, erzähltechnische
vgl. erzähltechnische Mittel

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Mittel, rhetorische
seit der Antike gebräuchliche sprachliche, aber auch parasprachliche (z.B. Lautstärke, Tonfall usw.) Mittel, die für eine kunst- und / oder wirkungsvolle Sprachverwendung eingesetzt werden (Tropen und Figuren)
 
Mittelwort
vgl. Partizip
     
  Modalität
Semantisch-pragmatische Kategorie, die in der traditionellen und neueren Grammatik zur Bezeichnung für bestimmte Einschätzungen und Urteile über Wirklichkeit und Nichtwirklichkeit, Wünschbarkeit, Möglichkeit und Unmöglichkeit verwendet wird; die jeweilige Art der Stellungnahme eines Sprechers zum Wahrheitsanspruch seiner Äußerung kann in der deutschen Sprache auf zwei verschiedene Art und Weise ausgedrückt werden kann, nämlich a) durch bestimmte finite Verbformen, die so genannten Modi (Singular: Modus = Aussageweise) wie den Indikativ, den Konjunktiv, den Konditional und den Imperativ b) durch Modalverben wie dürfen, können, müssen, sollen, wollen, mögen/möchten; vgl. Modus, Indikativ, Konjunktiv, Konditional, Indikativ
 
 
Modalpartikeln
Gruppe von Partikeln, die im Vorfeld eines Aussagesatzes (Konstativsatzes) stehen können; sie können auch auf Ja-/Nein-Fragen antworten; Beispiele: allerdings, anscheinend, fast, größtenteils, hoffentlich, leider, sicherlich, vielleicht, zweifellos - vgl. Engel 1996, S.762-763 - vgl. Partikeln
 
Modalsatz
Form des Adverbialsatzes; Gliedsatz bei dem der modale Adverbialsatz anstelle des Satzgliedes adverbiale Bestimmung der Art und Weise (modale adverbiale Bestimmung) steht - vgl. Adverbialsatz, Gliedsatz
Beispiel: Er packte seine Sachen, ohne dass jemand davon Notiz nahm. (Konjunktionalsatzform)
 
Modalverb
verbindet sich mit dem Infinitiv eines anderen Verbs zu einem Verbalkomplex - vgl. Auxiliarverb, Hilfsverb
Beispiele: müssen, sollen, können, dürfen, wollen, mögen
     
  Modus
auch Aussageweise; Bezeichnung für eine in der traditionellen und neueren Grammatik verwendeten Einteilung finiter Verbformen in Indikativ, Konjunktiv, Konditional und Imperativ; ursprünglich wurde bei Modus nur vom Konjunktiv gesprochen, mittlerweile werden nicht selten die vorstehenden vier verschiedenen Modi unterschieden; mit der Wahl eines bestimmten Modus kann ein Sprecher seine Stellung zum Wahrheits-/Wirklichkeitsgehalt eines von ihm geäußerten Sachverhalts als bedingt wirklich (Konjunktiv, Konditional), als zu verwirklichen (Imperativ) oder einfach als wirklich/wahr (restliche finiten Verbformen) ausdrücken. - Modalität, Indikativ, Konjunktiv, Imperativ, Konditional
 
     
  Möglichkeitsform
vgl. Konjunktiv
 
 
Moment, erregendes
vgl. erregendes Moment 
 
Moment, retardierendes
vgl. retardierendes Moment
     
  Monolog
Form der dramatischen Rede; eine Figur im Drama spricht für die Zuschauer hörbare, aber weder an sie noch an eine andere Bühnenfigur gerichtet etwas aus, was sie beschäftigt; vielfach als eine Art "Selbstgespräch" verstanden - vgl, dramatische Rede, Dialog
 
 
Monologue, autonomous
vgl. Monologerzählung
 
Monologue, narrated
vgl. narrated monologue
 
Monologue, quoted
vgl. quoted monologue
 
Monologerzählung
auch: autonomous monologue (Cohn 1978); eine in Ich-Form und mit Innerem Monolog erzählte Erzählung; (vgl. Zenke 1976
Beispiel
: Arthur Schnitzler, "Leutnant Gustl"
     
  Monosemie
semantische Eigenschaften sprachlicher Zeichen nur eine einzige Bedeutung (= ein einziges Semen) zu besitzen; in Fachsprachen und wissenschaftlichen Ausführungen wird nach Monsosemie gestrebt; Gegensatz Polysemie, - vgl. Monosemierung, Polysemie
 
     
  Monosemierung
vgl. Disambiguierung
 
     
  Morphemkurzwörter
Gruppe von Kurzwörtern, die meistens auf ein die Kurzform bildendes Segment zurückgehen (vgl. Steinhauer 2007, S. 141)
Beispiele: der Ober, das Hoch, das Tief, der Bund  - vgl. Kurzwörter
 
 
Motiv
Inhaltselement, das in unterschiedlichen Dichtungen in der typischen Grundsituation und im zentralen Ablauf der Handlung gleich bleibt, aber räumlich, zeitlich und figural verschieden umgesetzt werden kann. vgl. Thema, Stoff, Story, Plot, Leitmotiv 
Beispiel: Das Kindsmord-Motiv wird in verschiedenen literarischen Texten unterschiedlich umgesetzt.
 
Motivationale Stimulanz
1. in der Kommunikationspsychologie: aus dem Hamburger Verständlichkeitsansatz (zusätzliche Stimulanz) entwickelte Verständlichkeitsstrategie, die Texte durch Verwendung motivationaler Elemente (Textfragen, kognitiver Konflikt ...) hinsichtlich ihrer Verständlichkeit optimieren will

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