|
|
Glossar
|
|
|
|
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U -
W
X
Y
Z |
|
| |
|
|
|
 |
|
| |
|
|
| |
Variatio(n)
1. in antiker Rhetorik möglichst abwechslungsreiche Gestaltung einer Rede
mit unerwartetem Wechsel im Satzbau, beim Rhythmus oder bei der Wortwahl 2.
rhetorisches Stilmittel: ein Begriff (Wort) oder ein Gedanke wird einmal
oder mehrmals in anderer Form wiederholt
|
|
|
|
|
|
Veränderliche Wortarten
auch: flektierte, flektierbare oder beugbare Wortarten; Flexion
der Wörter als
Deklination,
Konjugation oder
Komparation;
Verben werden
konjugiert: Person, Numerus
(Zahl), Tempus (Zeit), Modus
(Aussageweise) und Genus des Verbs (Handlungsart); andere veränderliche Wortarten wie
Nomen
(Hauptwort, Nennwort, Substantiv), Artikel
(Geschlechtswort), Pronomen
(Fürwort), Numerale (Zahlwort) und
Adjektiv
(Eigenschaftswort) nach den
Genus (Geschlecht), Numerus
(Zahl) und Kasus (Fall) dekliniert; neben der Deklination die meisten
Adjektive noch steigerbar (Komparation). - vgl.
Wortarten,
unveränderliche
Wortarten, Nomen,
Adjektiv,
Verb,
|
|
|
|
|
|
Verb
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Wortarten,
veränderliche Wortarten,
finite
Verbform,
infinite
Verbform
|
|
|
|
|
|
Verbaler Kontext
Schriftliche oder mündliche sprachliche Äußerungen die einer bestimmten
anderen sprachlichen Äußerungen vorangehen oder dieser folgen (Wörter,
Wortgruppen, Sätze) oder auch assoziative Verknüpfungen zwischen
bestimmten sprachlichen Äußerungen; häufig auch ohne das Attribut
verbal verwendet; - vgl.
Kontext
|
|
|
|
|
|
Verbalstil
sprachliche Äußerungen, in denen Verben im Vergleich zu anderen
Wortarten (besonders
Nominalisierungen)
dominieren; Wirkung: dynamisch, lebendig, leicht verständlich - vgl.
Nominalstil,
Nominalisierung,
|
|
|
|
|
|
Verbform, finite
vgl. finite Verbform
|
|
|
|
|
|
Verbform, infinite
vgl.
infinite Verbform
|
|
|
|
|
|
Vereinigung, integrative
vgl.
integrative
Vereinigung
|
|
|
|
|
|
Verfilmte Literatur
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Filmanalyse
|
|
|
|
|
|
Vergewisserungsfrage
unter inhaltlichem Aspekt: Frage will bestätigt sehen, dass das, was behauptet oder
vermutet wird, tatsächlich stimmt - vgl.
Fragearten
Beispiel: Wir hätten es doch nie geschafft, nicht wahr? |
|
|
|
|
|
Vergleich
Verbindung des gemeinsamen Gehalts zweier Bereiche
Beispiel: Wie ein Fels in der
Brandung |
|
|
|
|
|
Vergleichende Charakteristik
Form der literarischen Charakteristik; vergleichende Betrachtung
verschiedener Einzelfiguren in einem literarischen Text - vgl.
Charakteristik,
literarische
Charakteristik,
Einzelcharakteristik,
Gruppencharakteristik,
Typencharakteristik,
Beispiel:
Monsieur
Buddenbrook sen. und
Konsul
Jean Buddenbrook in
Thomas
Manns "Die
Buddenbrooks" |
|
|
|
|
|
Verhandlungsprotokoll
vgl. Verlaufsprotokoll |
|
|
|
|
|
Verifikationsschema
Konvention des Erzählens insbesondere beim frühen in Ich-Form erzählten
Roman; Ich-Form wird gewählt um den Authentizitätsanspruch der
erzählten Geschichte zu erhöhen, d.h. die Identität von Ich-Erzähler
und Romanfigur verstärkt den Eindruck, dass es sich um eine "wahre
Geschichte" handelt - vgl.
Stanzel
(1964/1979, S.29) |
|
|
|
|
|
Verkaufsgespräch
(Derzeit nur Platzhalter!) |
|
|
|
|
|
Verknüpfungswörter
auch:
Konnektive; Sammelbezeichnung für alle Wortarten, die
als
Kohäsionsmittel auf
der
Textoberflächenstruktur für die Verknüpfung (Kohäsion) von Wörter, Sätzen oder
Satzfolgen sorgen:
Konjunktionen,
Pronominaladverbien (auch:
Adverbialpronomen)
(z.B. wie daher, deshalb u.ä.). - vgl.
Wortarten,
Konjunktion,
Pronominaladverbien,
Adverbialpronomen,
Konnektive,
Kohäsionsmittel,
Kohäsion,
Textoberflächenstruktur |
|
|
|
|
|
Verlaufsprotokoll
Form des
Protokolls; auch:
Verhandlungsprotokoll
oder ausführliches Protokoll; schriftlicher
Bericht
über den Verlauf, die Ergebnisse und Beschlüsse eines Gesprächs
(Diskussion, Sitzung, Besprechung, Unterrichtsstunde, Veranstaltung);
Äußerungen der Teilnehmer/-innen werden im Allgemeinen in geraffter Form
(indirekte Rede) wiedergegeben; lässt erkennen, wie Entscheidungen,
Beschlüsse und Ergebnisse zustande gekommen sind - vgl.
Protokoll,
Ergebnisprotokoll |
|
|
|
|
|
Vermenschlichung
vgl.
Anthropomorphisierung,
Fabel,
Personifikation, |
|
|
|
|
|
Vers
(lat. Umwenden (des Pflugs)) a) metrisch gegliederte Wortreihe, die
darüber hinaus durch ihren Rhythmus durchzogen ist; Ordnungseinheit
innerhalb eines Gedichts; verlangt im Allgemeinen eine korrespondierende
Fortsetzung in Form einer einzelnen, gleich- oder auch andersartig
wiederholten Zeile gebundener Rede - vgl.
gebundene Rede,
Metrum,
Versmaß b) einzelne
Verszeile c) Strophe (umgangssprachliche Verwendung) |
|
| |
|
|
| |
Verschleifung
auch:
latching; Bezeichnung für einen über Gebühr schnellen Anschluss von
Wörtern in bestimmten Intonationseinheiten, die z. B. sonst übliche
Wortgrenzen tilgen. - vgl.
Gesprächsanalyse,
Transkription,
GAT
Beispiel:
"und" und "äh" werden ohne Glottalverschluss direkt
aneinander gefügt (Notation im
GAT: und=äh) |
|
|
|
|
|
Verschweigen
etwas Wichtiges wird nicht ausgesprochen
Beispiel: Du wirst doch nicht... |
|
| |
|
|
| |
Versfuß
vgl. Takt,
Taktart |
|
|
|
|
|
Versmaß
vgl.
Metrum; |
|
|
|
|
|
Verständlichkeit
in der Kommunikations- bzw. Lesepsychologie Bezeichnung für die Wirkung
von bestimmten (Text-)Strukturen in der sprachlichen Kommunikation, die
sich mit bestimmten Merkmalsdimensionen beschreiben und bewerten lässt - vgl.
Textverständlichkeit |
|
|
|
|
|
Verständlichkeitsdimensionen
1.) im theoretisch-deduktiven Verständlichkeitsansatz Norbert Groebens
Textmerkmale, die das Verständnis von Texten erleichtern oder schweren:
stilistische Einfachheit, semantische Redundanz, kognitive Strukturierung,
kognitiver Konflikt; wichtigste Dimension in diesem Ansatz ist die der
kognitiven Strukturierung 2.) allgemein Bezeichnung auch für die
Verständlichmacher des
Hamburger
Verständlichkeitsansatzes oder Bezeichnung für
Verständlichkeitsstrategien
- vgl.
kognitiver Konflikt
|
|
|
|
|
|
Verständlichkeitsstrategien
Bezeichnung für die Handlungsanweisungen, die aus den in den vier
Verständlichkeitsdimensionen zusammengefassten Merkmale zur
Textoptimierung hervorgehen - vgl.
Verständlichkeit,
Textverständlichkeit,
Verständlichkeitsdimensionen
|
|
|
|
|
|
Verständlichmacher
in der Kommunikations- bzw. Lesepsychologie (Schulz
von Thun 1981) Bezeichnung für die vier Merkmale der
Verständlichkeit von Texten : Einfachheit, Gliederung-Ordnung,
Kürze-Prägnanz, anregende Zusätze (bzw. zusätzliche Stimulanz) (vgl.
Langer
u.a. 1993) |
|
|
|
|
|
Verweis, anaphorischer
vgl.
anaphorischer Verweis |
|
|
|
|
|
Verweis, kataphorischer
vgl.
kataphorischer Verweis |
|
| |
|
|
| |
Visual
Bild; engl. Bezeichnung für ein Bild in einer
Werbeanzeige, das im
Wesentlichen drei Aufgaben erfüllen soll: Erregung von Aufmerksamkeit und
Auslösung von Aktivierung (Blickfangfunktion,
Catch-visual), Vermittlung
von Informationen (durch Produktabbildung (Key-visual)
und/oder ergänzendem
Focus-visual),
Emotionen auslösen (durch die von ihnen ausgehenden emotionalen Appelle) - vgl.
Catch-visual,
Key-visual,
Focus-visual |
|
| |
|
|
| |
Visuelle Kommunikation
Form der nonverbalen Kommunikation, bei der mit visuellen Signalen, über den
Sehsinn, kommuniziert wird - vgl.
nonverbale Kommunikation |
|
|
 |
|
|
Vorausdeutung
Ein Ereignis, das sich später als zu dem Zeitpunkt ereignet, an dem sich das erzählte
Geschehen gerade befindet, wird vorgreifend erwähnt. Möglichkeiten: zukunftsgewisse
Vorausdeutung durch den Erzähler oder zukunftsungewisse Vorausdeutung durch den Erzähler
oder eine Figur (nicht-lineares
Erzählen) vgl.
Rückwendung
Beispiel: Antonia wartete in dem Restaurant auf ihren
Freund und blickte zur Tür. Sie wusste zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht, dass
Sie dieses Rendezvous einmal verfluchen sollte. |
|
|
|
|
|
Vorgangsbeschreibung
(schulische)
Schreibform: Darstellung des Verlaufs einer Handlung im zeitlichen Nacheinander; z.B.
Gebrauchsanweisung, Arbeitsanleitung, Spielregel, Rezept vgl.
Beschreibung,
Gegenstandsbeschreibung,
Gebrauchsanweisung, |
|
|
|
|
|
Vorerwartungen
in der (Psycho-)Linguistik verwendeter Begriff, der die situativen und
individuellen Bedingungen beschreibt, die im Prozess sprachlicher
Kommunikation beim Rezipienten vorhanden sind und den
Erwartungsrahmen
bilden; beeinflussen in hohem Maße die Informationsverarbeitung - (vgl.
Linke
1994, S.355) - vgl.
Erwartungsrahmen,
Erwartungshorizont, |
|
|
 |
|
|
Vorgriff
ein möglicher Einwand wird vorweggenommen
Beispiel: Natürlich werden jetzt
einige sagen ... |
|
|
|
|
|
Vorverweis
vgl.
anaphorischer Verweis |
|
|
|
|
|
Vorwurf
Sprechakt, der den Partner festlegen soll; Sprecher drückt aus, dass er
ein früheres oder gegenwärtiges Verhalten eines Partners missbilligt;
Sprecher will den Partner dazu bewegen, dieses Verhalten zu unterlassen
(vgl.
Engel 1996, S.50f.)
- vgl.
Sprechakte,
Beispiele: Wir werfen Ihnen vor, ... - Kannst du
nicht einmal zwei Minuten zuhören? - Hier stinkt's gewaltig! - Quatsch! -
Drehst du durch? - |
|
|
 |
|
|
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z |
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|