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Backstage character
Figuren in einem dramatischen Text, die nie szenisch präsentiert werden
und nur in der dramatischen Rede einer oder mehrerer Figuren des Personals
(Ensemble der auftretenden Figuren) erwähnt werden
Beispiele: Melek, der Bruder Saladins, in
Lessings,
Nathan
der Weise |
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Ballade
Erzählgedicht; vereint lyrische, epische und dramatische Elemente in
sich; meistens strophisch-gereimte Form; verschiedene Typen u.a.
Volksballade: in vielen Nationalliteraturen vertreten, Themen häufig ein
geheimnisvolles Geschehen, aus Geschichte, Sage und Mythologie;
Kunstballade des 18., 19., 20. Jahrhunderts: strenge literarische Form
starke Bedeutung in der Literaturepoche des Sturm und Drang, klassische
Kunstballade bei Schiller und Goethe (Ideenballade,
"Balladenjahr" 1797/98), romantische Ballade: Tieck, Brentano,
Eichendorff; spätere Autoren u.a. Uhland, Droste-Hülshoff, C. F. Meyer
Beispiele: G. A. Bürger, Lenore (1774);
F.
Schiller, Der Ring des Polykrates,
Die
Bürgschaft ;
J. W. v. Goethe, Der Zauberlehrling, -
Textauswahl |
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Basisargument
Begründung für eine Behauptung als Anführung von Ursachen, Motiven, Zielen und Zwecken,
die sich unmittelbar, d.h. ohne dass gedankliche oder logische Zwischenschritte erforderlich sind, auf die
Behauptung beziehen lassen - vgl.
Argument,
Argumentation,
Argumentationsmodell
Beispiel: Das Auto flog aus der Kurve, weil es zu schnell gefahren
ist. |
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Basisfunktion
im gesprächsanalytischen Ansatz von
Klaus Brinker und Sven Sager (1989) Bezeichnung für den illokutionären Akt
(= elementare Sprechhandlung), der im Rahmen eines Gesprächsbeitrags
vollzogen wird; unterschieden von der Gesprächsfunktion dieser Äußerung,
d. h. der konkreten kontextuellen Bedeutung eines Gesprächsbeitrags
(turn); Basisfunktion und Gesprächsfunktion können, aber müssen
keineswegs identisch sein, denn der Sprechakt des Fragens kann auch in einem
konkreten Gespräch einen Vorwurf oder eine provokative Abwertung des
Gesprächspartners darstellen- vgl.
Gesprächsfunktion,
Gesprächsbeitrag,
Gesprächsanalyse, turn,
Gesprächsschritt |
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Basissatz
kürzestmögliche Zusammenfassung des Themas, Inhalts
und der Kernaussage des Textes - vgl.
Überblicksinformation,
strukturierte
Textwiedergabe |
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Basistranskript
Form des Transkripts von Gesprächen nach den Transkriptionskonventionen des
Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (GAT); die Erfassung von
Merkmalen von Äußerungen umfasst dabei die gesprächsanalytischen
Mindeststandards: wie
Turns (Gesprächsbeitrag),
Überlappungen und Simultansprechen, schneller, unmittelbarer Anschluss neuer
Turns
oder Einheiten, Pausen, Dehnung, Verzögerungssignale,
Glottalverschluss, Lachen,
Rezeptionssignale, prosodische Merkmale wie Phrasierungseinheiten,
Akzentstellen und Akzentstärken, Tonhöhenbewegung am Einheitenende,
nonverbale Handlungen und Ereignisse und interpretierende Kommentare; das
Basistranskript kann je nach Untersuchungszweck durch eine genauere Analyse
prosodischer Merkmale oder auch nonverbaler Ereignis zum so genannten
Feintranskript erweitert werden - vgl.
Feintranskript,
Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (GAT),
Gesprächsanalyse,
Transkription,
Notation |
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Bedienungsanleitung
vgl.
Gebrauchsanweisung,
Betriebsanweisung |
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Befehlsform
vgl.
Imperativ |
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Befehlssatz
vgl.
Imperativsatz |
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Begriffsinhalt
wesentliche Merkmale, die einen Begriff ausmachen - vgl.
Brendel,
1977, S.132 |
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Begriffsumfang
Gesamtheit aller Erscheinungen (des Gegenstandes, Sachverhaltes), zum
Umfeld eines Begriffes gehören, neben wesentlichen auch unwesentliche
Merkmale vgl.
Brendel,
1977, S.132 |
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Begründungszusammenhang
in der formal-logischen Argumentationsanalyse Bezeichnung für Argumente, mit
denen eine bestimmte Behauptung gestützt wird und die dazu veranlassen eine
Aussage zu akzeptieren; streng zu unterscheiden vom Entdeckungszusammenhanf.
(vgl.
Bayer 1999, S.232) - vgl.
Entdeckungszusammenhang,
genetischer Fehlschluss |
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Behauptungssatz
vgl.
Aussagesatz,
Konstativsatz |
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Beiläufige Geste
Handlung, deren Aussage bzw. Aussagekraft unbeabsichtigt ist (z.B.
sich kratzen, husten, gähnen, Glieder strecken, sitzen, hocken, stehen,
liegen, essen usw.); beiläugige Gesten können dennoch einem Beobachter
Informationen über Stimmung und Befinden geben; bewusstes Einsetzen
beiläufiger Gesten nennt man stilisierte beiläufige
Geste; starke kulturelle Unterschiede: jeweilige Kultur
regelt wo und wann angebracht (z.B. rülpsen, furzen oder gähnen)
Desmond Morris (1977/2001) - vgl.
Geste, primäre Geste
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Beleg
h: Textbeleg, Stelle in einem
Text, die zur Begründung oder zur Absicherung für das subjektive
Verständnis (auch: Interpretation) herangezogen wird; Formen: Zitieren,
indirekte Wiedergabe, Umschreibung, Anspielung; - vgl.
Belegstelle,
Zitat,
Quellennachweis |
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Belegstelle
vgl. Beleg,
Zitat,
Quellennachweis |
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Bericht
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Protokoll,
Schreibformen,
schulische
Schreibformen |
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Berufliche
Schreibformen
(derzeit nur Platzhalter!) |
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Berufsjargon
Bezeichnung für die "Sprache" (Varietät), die nur einer
bestimmten Gruppe von Menschen, deren Zusammengehörigkeit sich aus der
Gemeinsamkeit bestimmter sozialer und beruflicher Aspekte ergeben
verständlich und geläufig ist (z.B. Jugendsprache, Sprache der Twens...)
- vgl.
Gruppenjargon,
Jargon,
Slang |
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Beschimpfung
Sprechakt, der den Partner festlegen soll; Sprecher will den Partner mit
einer herabsetzenden Bemerkung oder Charakterisierung von einem bestimmten
Verhalten abbringen - vgl.
Engel,
1996, S.51) - vgl.
Sprechakte,
Beispiele: Idiot! - Du Penner! - Du bist ein ganz
hinterlistiges Stück - |
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Beschlussprotokoll
kürzeste Form eines
Ergebnisprotokolls;
kurz gehaltener, auf gefasste Beschlüsse beschränkter schriftlicher
Bericht
über ein Gespräch (Besprechung, Diskussion, Veranstaltung, u.ä.) - vgl.
Protokoll,
Ergebnisprotokoll |
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Beschreibung
in Prosa verfasster, informierender und sachlicher Text; gibt
Auskunft über Personen, Sachen oder Sachverhalte, indem sichtbare
Eigenschaften aufgezählt werden; als
(schulische)
Schreibform: anschauliche, detaillierte und zeitlich geordnete Darstellung sichtbarer
Merkmale a) von einzelnen Gegenständen und Zuständen (Gegenstandsbeschreibung) oder b) von
Vorgängen und Handlungen (Vorgangsbeschreibung)
oder c) von Personen (Personenbeschreibung);
weitgehende - soweit überhaupt möglich - Ausschaltung subjektiver Eindrücke. |
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Beschreibungen (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur
Figurencharakterisierung in
Form von auf
Außensicht basierenden
Beschreibungen einer
Figur; können mit oder ohne
kommentierende Einmischungen gestaltet sein;
Beispiel: Antonia zog ihre breiten, mit ein wenig zuviel
rotem Lippenstift nachgezogenen Lippen in die Höhe, als sie bemerkte wie der
hochgewachsene Martin Bach, geradezu betont lässig, auf ihren Tisch zukam. |
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Betrachtung und Erschließung des Themas
erster Arbeitsschritt bei der
Problemerörterung;
auch: (nur) Erschließung, Erfassung des Themas; Bestimmung der Themaart
(Erörterungstyp, Bearbeitungsart), Klärung der Themabegriffe, Ermittlung
der Themafrage aus der Themenstellung (Thema) - vgl.
Problemerörterung |
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Betriebliche
Schreibformen |
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Betriebsanleitung
auch: Betriebsanweisung |
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Betriebsanweisung
auch: Betriebsanleitung; Form der (in der Regel schriftlichen)
Vorgangsbeschreibung;
nicht immer eindeutig abzugrenzen von den Begriffen
Gebrauchsanweisung/Gebrauchsanleitung/Bedienungsanleitung; oft Erklärung
des einen Begriffs durch den anderen; im Allgemeinen: Betriebsanweisung
für größere Maschinen, Apparate, Autos u.ä.; Gebrauchsanweisung für
"handlichere" Objekte wie Haushaltsgegenstände; vgl.
Engel
1996, S.135; - vgl.
Vorgangsbeschreibung,
Gebrauchsanweisung |
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Bewusstseinsstrom
Darbietungsform
des Erzählens;
stream of
consciousness; 1. Pers. Indikativ Präsens;
Innensicht
ohne kommentierende Einmischung des Erzählers bzw. der Erzählinstanz; unvollständige
grammatische Form und meist ohne Zeichensetzung
Beispiel: was glotzt der denn so Blödmann typisch als Frau
bist du Freiwild schau endlich weg mann wo bleibt er denn wieder in dieser Dreckskneipe so
was... |
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Beziehungen (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur
Figurencharakterisierung in Form der
Darstellung von Beziehungen einer
Figur zu anderen
Figuren; Möglichkeit zu
Korrespondenz
oder Kontrast gegenüber anderen Figuren
Beispiel: Antonias Vater war schon seit zehn Jahren tot. Sie
wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, mit deren wechselnden Lebenspartner sie nie
so recht warm wurde. |
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Beziehung, kausale
konzeptionelles Deutungsmuster, mit dessen
Hilfe die Wahrnehmung von verschiedenen Dingen, Ereignissen oder Sachverhalten in einer
Grund-Folge-Beziehung zusammenhängend möglich wird |
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Beziehung, koordinative
konzeptionelles Deutungsmuster, mit dessen
Hilfe die zusammengehörige Wahrnehmung von verschiedenen Dingen, Ereignissen oder
Sachverhalten möglich wird; räumlich, situative oder sachlich-thematischen
Einordnung(sinstanz)
Beispiele: Fußballstadion, Schulzimmer, Umweltproblematik |
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Beziehung, temporale
konzeptionelles Deutungsmuster, mit dessen
Hilfe die Wahrnehmung von verschiedenen Dingen, Ereignissen oder Sachverhalten als
temporale (zeitliche) Verknüpfung ermöglicht wird; Einordnung in eine Zeitachse
Beispiele: vorher, nachher, gleichzeitig, |
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Beziehungsstil
1) im epischen Text: implizite Information zur
Figurencharakterisierung durch
die Figuren selbst in Form charakterisierender Redeweise anderer Figuren über eine
bestimmte Figur in direkter Redewiedergabe oder in auf
Innensicht beruhender Gedankenwiedergabe. Zu
unterscheiden ist, ob a) dies in Anwesenheit oder b) in Abwesenheit der zu
charakterisierenden Figur geschieht. - 2) im dramatischen Text:
charakteristische Redeweise von Figuren zu einer oder über andere
Figuren, die etwas über die Beziehung des Sprechers zu dieser/n aussagt;
unterschieden wird ob a) die andere Figur anwesend oder b) abwesend
ist - vgl.
Figuralstil
Epischer Text Beispiel: Martin Bach holte tief Luft: " Im
Endeffekt willst du das ja doch, nicht wahr. Du kannst nämlich im Endeffekt gar nicht
anders." "Im Endeffekt, im Endeffekt ... Du kannst mich mal - im
Endeffekt." |
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Bezugsausdruck
in der Textlinguistik Bezeichnung für den bei der Wiederaufnahme
wieder aufgenommenen Ausdruck, der im Dienst der Herstellung von
Textkohärenz steht |
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Bibliothek
Räumlich konzentrierte Zusammenführung von vielen Werken - Druckschriften,
Handschriften, digitalen "Texten" räumlich konzentriert und in eigens dazu
bestimmten Räumen; Formen: private und öffentliche Bibliotheken, Bibliotheken für wissenschaftliche Zwecke und
Bibliotheken für ein allgemeines Lesepublikum (vgl.
Grund
/Heinen 1995, S.27f.) |
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Bild
1)
unscharfe "Allerweltsbezeichnung" für unterschiedlichste Formen bildhaften
Ausdrucks, v. a. im sprachlichen Bereich bei der Belebung von etwas Unbelebtem - vgl.
Sinnbild
2) in der Gedächtnispsychologie als
inneres Bild verstanden |
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Bild, inneres
vgl.
inneres Bild |
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Bildergeschichte
auch: Bildgeschichte; in Form einer Folge von Einzelbildern werden
wichtige Ausschnitte einer Handlung / eines Geschehens dargestellt; diese
Bilderfolge wird verbalisiert und als Geschichte "erzählt" -
vgl. Bild, Erzählung |
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Bildgedächtnis
Teil des Gedächtnisses, in dem bildhafte Vorstellungen repräsentiert werden;
Gedächtnisleistung steigt in dem Maße, in dem eine Information bildlich
kodiert und repräsentiert wird; dabei wird die Information in einen
Imagekode übersetzt - vgll. Imagery, Imagerysystem, Imagerykode |
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Bildkommunikation
Kommunikation mit Bildern;
vgl.
visuelle Kommunikation |
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Binnenerzählung
Geschichte, die von einer fiktiven Person in einer Erzählung erzählt wird.
vgl.
Rahmenerzählung
Beispiel: "Vater, erzähle uns eine Geschichte!",
riefen die Kinder. Der Vater setzte sich in die Runde und fing an: "Vor langer
Zeit lebte in unserem Dorf..." |
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Biographie
literarische Gebrauchsform; tritt meist mit dem Anspruch auf eine
kritische und objektive, den historischen Fakten verpflichtete
Wirklichkeitsdarstellung über das Leben einer historischen Person auf; |
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Biographischer Roman
Typus des Ich-Romans/der
Ich-Erzählung
mit Retrospektive und Randstellung des Erzählers; Form einer
Zweischichtenerzählung - vgl.
Ich-Roman,
Memoirenroman,
Detektivroman,
Briefroman
Beispiel: Thomas Mann: Doktor Faustus. Das Leben des
deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde (1947) |
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Biographismus
literaturwissenschaftliches Verfahren; will einen Text ausschließlich
oder ganz überwiegend aus den biographischen Lebensumständen eines
Autors verstehen; meist abwertend verwendet |
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Blankvers
reimloser Vers (blank=ungereimt) bestehend aus einem in der Regel fünfhebigen
alternierenden
Jambus als
Versmaß mit männlichem oder weiblichem Versschluss (Kadenz); im
Allgemeinen zehnsilbig bei männlichem Versende (Hebung) und elfsilbig bei
weiblichem Versende (Senkung); erster Jambus kann auch regelmäßig durch
einen Trochäus (x'x bzw. -v oder /
ˇ) kommt neben
Gedichten auch als Dramenvers vor; Lessings Nathan der Weise begründet
die Stellung des Blankverses im dt. Versdrama; Leistungen des Blankverses:
Geschmeidigkeit, Vereinheitlichung der Sprecher, Denaturalisierung des
Sprechers, Differenzqualität zur Alltagssprache - vgl.
Versmaß,
Jambus
Beispiele: Lessing,
Nathan der
Weise:
Vor grauen Jahren lebt' ein Mann im Osten
Der einen Ring von unschätzbarem Wert
Aus lieber Hand besaß. Der Stein war ein
Opal, der hundert schöne Farben spielte, ...;
vgl. auch:
Schiller,
Maria Stuart |
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Blending
vgl. Wortkreuzung |
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Bohème
Bezeichnung für Kreise von Künstlern, die sich ganz bewusst außerhalb
der bürgerlichen Gesellschaft etablieren, z.B. durch einen extravaganten
Lebensstil, wobei die Ausprägungen dieses Lebensstiles ganz
unterschiedlich sein können |
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Bonmot
treffende und geistreiche Bemerkung |
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Botenbericht
dramentechnisches Mittel, mit dem Handlungen, die sich außerhalb der
Bühne abgespielt haben oder auf der Bühne kaum oder gar nicht
realisierbar waren (Schlachten, Naturkatastrophen etc.) durch einen
fiktionsinternen epischen Bericht einer dramatischen Figur in die
dramatische Handlung eingebracht werden |
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Bottom-up-Verarbeitung
auch datengesteuerte Verarbeitung; Form der Wahrnehmungsanalyse,
bei der sensorische Daten mit bestimmten physikalischen Reizmerkmalen an
das
Gehirn
weitergeleitet werden; Dabei werden diese Daten so transformiert, damit
sie im Gehirn in abstrakter Form repräsentiert werden können.
vgl. Top-down-Verarbeitung |
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Brainstorming
1. Kreative Arbeitstechnik in Gruppen zur Ideenfindung durch wechselseitige
Anregung der Teilnehmer; 2. im Deutschunterricht häufig auch verwendet
für individuelles, freies Assoziieren z.B. bei der Stoffsammlung zur
Problemerörterung - vgl.
Schneeschaufelfrage,
Spatenfrage,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken,
Clustering,
Mind Mapping,
Brainwriting,
Brainwriting-Pool |
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Brainwriting
Kreative Arbeitstechnik in Gruppen zur Ideenfindung durch wechselseitige
Anregung der Teilnehmer, Art schriftlichen Brainstormings:
Brainwriting-Pool,
Methode
635,
Collective
Notebook - vgl.
Brainstorming,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken, |
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Brainwriting-Pool
Kreative Arbeitstechnik in Gruppen zur Ideenfindung durch wechselseitige
Anregung der Teilnehmer, Art schriftlichen Brainstormings vgl.
Brainstorming,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken, |
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Brief
schriftliche Mitteilung an einen bestimmten oder mehrere bestimmte
Adressaten; in gewisser Hinsicht Ersatz für eine mündliche Aussprache;
Formen:
Privatbrief,
Geschäftsbrief |
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Briefroman
Typus des Ich-Romans/der
Ich-Erzählung
ohne besondere Bedeutung der Retrospektive, aber mit Zentralstellung des
Erzählers; Ich als Hauptfigur oder Augenzeuge; monoperspektivische (ein
Verfasser) oder multiperspektivische Struktur (zwei oder mehrere
Verfasser); Herausgeberfiktion als minimaler Erzählrahmen zur expliziten
Informationsvergabe; in der Regel ohne erzählende
Texte zur Verbindung der Briefe; mitunter ergänzt durch ähnliche fiktive
Dokumente (z.B. Tagebuchfragmente); Blütezeit in Europa von 1740 bis
1820; Form einer nuancierten Selbstaussage, die bei zeitlich
geringer Distanz zwischen Erlebnis und Aufzeichnung auch die Anteilnahme
des Lesers bewirkt - vgl.
Ich-Roman,
autobiographischer
Roman,
Tagebuchroman,
biographischer
Roman,
Memoirenroman,
Detektivroman
Beispiel: Johann Wolfgang Goethe; Die Leiden des
jungen Werther (1774) |
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Buchstabenkurzwörter
Gruppe von
Kurzwörtern, die entweder auf ein einzelnes die Kurzform bildendes
Segment zurück gehen (unisegmental) oder auf mehrere in der Vollform
vorhandene Segmente (multisegmental) (vgl.
Steinhauer 2007, S. 138ff.)
Beispiele: a) unisegemental: A3 (Autobahn 3), B31 (Bundesstraße 31)
b) multisegmental: BH (Büsten - Halter), WM (Welt - Meisterschaft), RAF
(Rote - Armee - Fraktion), FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) - vgl.
Kurzwörter |
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Bühnenanweisung
Bezeichnung für auktorialen
Nebentext im dramatischen Text, der Hinweise auf die Gestaltung des
Bühnenbildes oder die Ausgestaltung der Rolle einer dramatischen Figur
enthält; häufig auch gleichbedeutend mit Regiebemerkungen verwendet
vgl.
dramatischer Text,
Haupttext,
Nebentext |
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G
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I
J
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M
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