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Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

 

A - C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 
Backstage character
Ballade

Basisargument
 
Basisfunktion
Basissatz 
Basistranskript
Bedienungsanleitung 
Befehlsform
Befehlssatz 
Begriffsinhalt 
Begriffsumfang 
Begründungszusammenhang
Behauptungssatz 
Beiläufige Geste
Beleg 
Belegstelle 
Bericht 
Berufliche Schreibformen 
Berufsjargon 
Beschimpfung  
Beschlussprotokoll 
Beschreibung

Beschreibungen (Epik) 
Betrachtung und Erschließung des Themas 
Betriebliche Schreibformen
Betriebsanleitung 
Betriebsanweisung
Bewusstseinsstrom
Beziehungen (Epik)
Beziehung, kausale
Beziehung, koordinative

Beziehung, temporale
Beziehungsstil 
Bezugsausdruck

Bibliothek 
Bild 
Bild, inneres
Bildergeschichte 
Bildgedächtnis
Bildkommunikation
Binnenerzählung 

Biographie 
Biographischer Roman
 
Biographismus 
Blankvers
 
Blending
Bohème 
Bonmot 
Botenbericht
Bottom-up-Verarbeitung
Brainstorming
Brainwriting
Brainwriting-Pool 
Brief 
Briefroman 
Buchstabenkurzwörter
Bühnenanweisung

 

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Backstage character
Figuren in einem dramatischen Text, die nie szenisch präsentiert werden und nur in der dramatischen Rede einer oder mehrerer Figuren des Personals (Ensemble der auftretenden Figuren) erwähnt werden
Beispiele: Melek, der Bruder Saladins, in Lessings, Nathan der Weise
 
Ballade
Erzählgedicht; vereint lyrische, epische und dramatische Elemente in sich; meistens strophisch-gereimte Form; verschiedene Typen u.a. Volksballade: in vielen Nationalliteraturen vertreten, Themen häufig ein geheimnisvolles Geschehen, aus Geschichte, Sage und Mythologie; Kunstballade des 18., 19., 20. Jahrhunderts: strenge literarische Form starke Bedeutung in der Literaturepoche des Sturm und Drang, klassische Kunstballade bei Schiller und Goethe (Ideenballade, "Balladenjahr" 1797/98), romantische Ballade: Tieck, Brentano, Eichendorff; spätere Autoren u.a. Uhland, Droste-Hülshoff, C. F. Meyer
Beispiele: G. A. Bürger, Lenore (1774); F. Schiller, Der Ring des Polykrates, Die Bürgschaft ; J. W. v. Goethe, Der Zauberlehrling, - Textauswahl
 
Basisargument
Begründung für eine Behauptung als Anführung von Ursachen, Motiven, Zielen und Zwecken, die sich unmittelbar, d.h. ohne dass gedankliche oder logische Zwischenschritte erforderlich sind, auf die Behauptung beziehen lassen - vgl. Argument, Argumentation, Argumentationsmodell
Beispiel: Das Auto flog aus der Kurve, weil es zu schnell gefahren ist.
     
  Basisfunktion
im gesprächsanalytischen Ansatz von Klaus Brinker und Sven Sager (1989) Bezeichnung für den illokutionären Akt (= elementare Sprechhandlung), der im Rahmen eines Gesprächsbeitrags vollzogen wird; unterschieden von der Gesprächsfunktion dieser Äußerung,  d. h. der  konkreten kontextuellen Bedeutung eines Gesprächsbeitrags (turn);  Basisfunktion und Gesprächsfunktion können, aber müssen keineswegs identisch sein, denn der Sprechakt des Fragens kann auch in einem konkreten Gespräch einen Vorwurf oder eine provokative Abwertung des Gesprächspartners darstellen- vgl. GesprächsfunktionGesprächsbeitragGesprächsanalyseturn, Gesprächsschritt
 
 
Basissatz
kürzestmögliche Zusammenfassung des Themas, Inhalts und der Kernaussage des Textes - vgl. Überblicksinformation, strukturierte Textwiedergabe 
     
  Basistranskript
Form des Transkripts von Gesprächen nach den Transkriptionskonventionen des Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (GAT); die Erfassung von Merkmalen von Äußerungen umfasst dabei die gesprächsanalytischen Mindeststandards: wie Turns (Gesprächsbeitrag), Überlappungen und Simultansprechen, schneller, unmittelbarer Anschluss neuer Turns oder Einheiten, Pausen,  Dehnung, Verzögerungssignale, Glottalverschluss, Lachen, Rezeptionssignale, prosodische Merkmale wie Phrasierungseinheiten, Akzentstellen und Akzentstärken, Tonhöhenbewegung am Einheitenende, nonverbale Handlungen und Ereignisse und interpretierende Kommentare; das Basistranskript kann je nach Untersuchungszweck durch eine genauere Analyse prosodischer Merkmale oder auch nonverbaler Ereignis zum so genannten Feintranskript erweitert werden - vgl. Feintranskript, Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (GAT), Gesprächsanalyse, Transkription, Notation
 
 
Bedienungsanleitung
vgl. Gebrauchsanweisung, Betriebsanweisung
     
  Befehlsform
vgl. Imperativ
 
 
Befehlssatz
vgl. Imperativsatz
 
Begriffsinhalt
wesentliche Merkmale, die einen Begriff ausmachen - vgl. Brendel, 1977, S.132
 
Begriffsumfang
Gesamtheit aller Erscheinungen (des Gegenstandes, Sachverhaltes), zum Umfeld eines Begriffes gehören, neben wesentlichen auch unwesentliche Merkmale vgl. Brendel, 1977, S.132
     
  Begründungszusammenhang
in der formal-logischen Argumentationsanalyse Bezeichnung für Argumente, mit denen eine bestimmte Behauptung gestützt wird und die dazu veranlassen eine Aussage zu akzeptieren; streng zu unterscheiden vom Entdeckungszusammenhanf. (vgl. Bayer 1999, S.232) - vgl. Entdeckungszusammenhang, genetischer Fehlschluss
 
 
Behauptungssatz
vgl. Aussagesatz, Konstativsatz 
     
 

Beiläufige Geste
Handlung, deren Aussage bzw. Aussagekraft unbeabsichtigt ist (z.B. sich kratzen, husten, gähnen, Glieder strecken, sitzen, hocken, stehen, liegen, essen usw.); beiläugige Gesten können dennoch einem Beobachter Informationen über Stimmung und Befinden geben; bewusstes Einsetzen beiläufiger Gesten nennt man stilisierte beiläufige Geste; starke kulturelle Unterschiede:  jeweilige Kultur regelt wo und wann angebracht (z.B. rülpsen, furzen oder gähnen) Desmond Morris (1977/2001) - vgl. Geste, primäre Geste

 
 
Beleg
h: Textbeleg, Stelle in einem Text, die zur Begründung oder zur Absicherung für das subjektive Verständnis (auch: Interpretation) herangezogen wird; Formen: Zitieren, indirekte Wiedergabe, Umschreibung, Anspielung; - vgl. Belegstelle, Zitat, Quellennachweis
 
Belegstelle
vgl. Beleg, Zitat, Quellennachweis
 
Bericht
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Protokoll, Schreibformen, schulische Schreibformen 
 
Berufliche Schreibformen
(derzeit nur Platzhalter!)
 
Berufsjargon
Bezeichnung für die "Sprache" (Varietät), die nur einer bestimmten Gruppe von Menschen, deren Zusammengehörigkeit sich aus der Gemeinsamkeit bestimmter sozialer und beruflicher Aspekte ergeben verständlich und geläufig ist (z.B. Jugendsprache, Sprache der Twens...) - vgl. Gruppenjargon, Jargon, Slang
 
Beschimpfung
Sprechakt, der den Partner festlegen soll; Sprecher will den Partner mit einer herabsetzenden Bemerkung oder Charakterisierung von einem bestimmten Verhalten abbringen - vgl. Engel, 1996, S.51) - vgl. Sprechakte
Beispiele: Idiot! - Du Penner! - Du bist ein ganz hinterlistiges Stück - 
 
Beschlussprotokoll
kürzeste Form eines Ergebnisprotokolls; kurz gehaltener, auf gefasste Beschlüsse beschränkter schriftlicher Bericht über ein Gespräch (Besprechung, Diskussion, Veranstaltung, u.ä.) - vgl. Protokoll, Ergebnisprotokoll 

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Beschreibung
in Prosa verfasster, informierender und sachlicher Text; gibt Auskunft über Personen, Sachen oder Sachverhalte, indem sichtbare Eigenschaften aufgezählt werden; als (schulische) Schreibform: anschauliche, detaillierte und zeitlich geordnete Darstellung sichtbarer Merkmale a) von einzelnen Gegenständen und Zuständen (Gegenstandsbeschreibung) oder b) von Vorgängen und Handlungen (Vorgangsbeschreibung) oder c) von Personen (Personenbeschreibung); weitgehende - soweit überhaupt möglich -  Ausschaltung subjektiver Eindrücke.
 
Beschreibungen (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur Figurencharakterisierung in Form  von auf Außensicht basierenden Beschreibungen einer Figur; können mit oder ohne kommentierende Einmischungen gestaltet sein;
Beispiel: Antonia zog ihre breiten, mit ein wenig zuviel rotem Lippenstift nachgezogenen Lippen in die Höhe, als sie bemerkte wie der hochgewachsene Martin Bach, geradezu betont lässig, auf ihren Tisch zukam.
 
Betrachtung und Erschließung des Themas
erster Arbeitsschritt bei der Problemerörterung; auch: (nur) Erschließung, Erfassung des Themas; Bestimmung der Themaart (Erörterungstyp, Bearbeitungsart), Klärung der Themabegriffe, Ermittlung der Themafrage aus der Themenstellung (Thema) - vgl. Problemerörterung
 
Betriebliche Schreibformen
 
Betriebsanleitung
auch: Betriebsanweisung
 
Betriebsanweisung
auch: Betriebsanleitung; Form der (in der Regel schriftlichen) Vorgangsbeschreibung;  nicht immer eindeutig abzugrenzen von den Begriffen Gebrauchsanweisung/Gebrauchsanleitung/Bedienungsanleitung; oft Erklärung des einen Begriffs durch den anderen; im Allgemeinen: Betriebsanweisung für größere Maschinen, Apparate, Autos u.ä.; Gebrauchsanweisung für "handlichere" Objekte wie Haushaltsgegenstände; vgl. Engel 1996, S.135; - vgl. Vorgangsbeschreibung, Gebrauchsanweisung 

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Bewusstseinsstrom
Darbietungsform des Erzählens; stream of consciousness; 1. Pers. Indikativ Präsens; Innensicht ohne kommentierende Einmischung des Erzählers bzw. der Erzählinstanz; unvollständige grammatische Form und meist ohne Zeichensetzung
Beispiel: was glotzt der denn so Blödmann typisch als Frau bist du Freiwild schau endlich weg mann wo bleibt er denn wieder in dieser Dreckskneipe so was...
 
Beziehungen (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur Figurencharakterisierung in Form der Darstellung von Beziehungen einer Figur zu anderen Figuren; Möglichkeit zu Korrespondenz oder Kontrast gegenüber anderen Figuren
Beispiel: Antonias Vater war schon seit zehn Jahren tot. Sie wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, mit deren wechselnden Lebenspartner sie nie so recht warm wurde.
 
Beziehung, kausale
konzeptionelles Deutungsmuster, mit dessen Hilfe die Wahrnehmung von verschiedenen Dingen, Ereignissen oder Sachverhalten in einer Grund-Folge-Beziehung zusammenhängend möglich wird
 
Beziehung, koordinative
konzeptionelles Deutungsmuster, mit dessen Hilfe die zusammengehörige Wahrnehmung von verschiedenen Dingen, Ereignissen oder Sachverhalten möglich wird; räumlich, situative oder sachlich-thematischen Einordnung(sinstanz)
Beispiele: Fußballstadion, Schulzimmer, Umweltproblematik
 
Beziehung, temporale
konzeptionelles Deutungsmuster, mit dessen Hilfe die Wahrnehmung von verschiedenen Dingen, Ereignissen oder Sachverhalten als temporale (zeitliche) Verknüpfung ermöglicht wird; Einordnung in eine Zeitachse
Beispiele: vorher, nachher, gleichzeitig,

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Beziehungsstil
1) im epischen Text: implizite Information zur Figurencharakterisierung durch  die Figuren selbst in Form charakterisierender Redeweise anderer Figuren über eine bestimmte Figur in direkter Redewiedergabe oder in auf Innensicht beruhender Gedankenwiedergabe. Zu unterscheiden ist, ob a) dies in Anwesenheit oder b) in Abwesenheit der zu charakterisierenden Figur geschieht. - 2) im dramatischen Text: charakteristische Redeweise von Figuren zu einer oder über andere Figuren, die etwas über die Beziehung des Sprechers zu dieser/n aussagt; unterschieden wird ob a) die andere Figur anwesend  oder b) abwesend ist - vgl. Figuralstil 
Epischer Text Beispiel: Martin Bach holte tief Luft: " Im   Endeffekt willst du das ja doch, nicht wahr. Du kannst nämlich im Endeffekt gar nicht anders." "Im Endeffekt, im Endeffekt ... Du kannst mich mal - im Endeffekt."
     
  Bezugsausdruck
in der Textlinguistik Bezeichnung für den bei der Wiederaufnahme wieder aufgenommenen Ausdruck, der im Dienst der Herstellung von Textkohärenz steht
 
 
Bibliothek
Räumlich konzentrierte Zusammenführung von vielen Werken - Druckschriften, Handschriften, digitalen "Texten" räumlich konzentriert und in eigens dazu bestimmten Räumen; Formen:  private und öffentliche Bibliotheken, Bibliotheken für wissenschaftliche Zwecke und Bibliotheken für ein allgemeines Lesepublikum (vgl. Grund /Heinen 1995, S.27f.)
 
Bild
1) unscharfe "Allerweltsbezeichnung" für unterschiedlichste Formen bildhaften Ausdrucks, v. a. im sprachlichen Bereich bei der Belebung von etwas Unbelebtem - vgl. Sinnbild 2) in der Gedächtnispsychologie als inneres Bild verstanden
     
  Bild, inneres
vgl. inneres Bild
 
 
Bildergeschichte
auch: Bildgeschichte; in Form einer Folge von Einzelbildern werden wichtige Ausschnitte einer Handlung / eines Geschehens dargestellt; diese Bilderfolge wird verbalisiert und als Geschichte "erzählt" - vgl. Bild, Erzählung
     
  Bildgedächtnis
Teil des Gedächtnisses, in dem bildhafte Vorstellungen repräsentiert werden; Gedächtnisleistung steigt in dem Maße, in dem eine Information bildlich kodiert und repräsentiert wird; dabei wird die Information in einen Imagekode übersetzt - vgll. Imagery, Imagerysystem, Imagerykode
 
     
  Bildkommunikation
Kommunikation mit Bildern; vgl. visuelle Kommunikation
 
 
Binnenerzählung
Geschichte, die von einer fiktiven Person in einer Erzählung erzählt wird. vgl. Rahmenerzählung
Beispiel: "Vater, erzähle uns eine Geschichte!", riefen die Kinder. Der Vater setzte sich in die Runde und fing an: "Vor langer Zeit lebte in unserem Dorf..."
 
Biographie
literarische Gebrauchsform; tritt meist mit dem Anspruch auf eine kritische und objektive, den historischen Fakten verpflichtete Wirklichkeitsdarstellung über das Leben einer historischen Person auf;
 
Biographischer Roman
Typus des Ich-Romans/der Ich-Erzählung mit Retrospektive und Randstellung des Erzählers; Form einer Zweischichtenerzählung - vgl. Ich-Roman, Memoirenroman, Detektivroman, Briefroman  
Beispiel: Thomas Mann: Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde (1947)
 
Biographismus
literaturwissenschaftliches Verfahren; will einen Text ausschließlich oder ganz überwiegend aus den biographischen Lebensumständen eines Autors verstehen; meist abwertend verwendet
 
Blankvers
reimloser Vers (blank=ungereimt) bestehend aus einem in der Regel fünfhebigen alternierenden Jambus als Versmaß mit männlichem oder weiblichem Versschluss (Kadenz); im Allgemeinen zehnsilbig bei männlichem Versende (Hebung) und elfsilbig bei weiblichem Versende (Senkung); erster Jambus kann auch regelmäßig durch einen Trochäus (x'x bzw. -v oder  / ˇ) kommt neben Gedichten auch als Dramenvers vor; Lessings Nathan der Weise begründet die Stellung des Blankverses im dt. Versdrama; Leistungen des Blankverses: Geschmeidigkeit, Vereinheitlichung der Sprecher, Denaturalisierung des Sprechers, Differenzqualität zur Alltagssprache - vgl. Versmaß, Jambus
Beispiele: Lessing, Nathan der Weise
Vor grauen Jahren lebt' ein Mann im Osten
Der einen Ring von unschätzbarem Wert
Aus lieber Hand besaß. Der Stein war ein 
Opal, der hundert schöne Farben spielte, ...;
vgl. auch: Schiller, Maria Stuart
     
  Blending
vgl. Wortkreuzung
 
 
Bohème
Bezeichnung für Kreise von Künstlern, die sich ganz bewusst außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft etablieren, z.B. durch einen extravaganten Lebensstil, wobei die Ausprägungen dieses Lebensstiles ganz unterschiedlich sein können
 
Bonmot
treffende und geistreiche Bemerkung
 
Botenbericht
dramentechnisches Mittel, mit dem Handlungen, die sich außerhalb der Bühne abgespielt haben oder auf der Bühne kaum oder gar nicht realisierbar waren (Schlachten, Naturkatastrophen etc.) durch einen fiktionsinternen epischen Bericht einer dramatischen Figur in die dramatische Handlung eingebracht werden
     
  Bottom-up-Verarbeitung
auch datengesteuerte Verarbeitung; Form der Wahrnehmungsanalyse, bei der sensorische Daten mit bestimmten physikalischen Reizmerkmalen an das Gehirn weitergeleitet werden; Dabei werden diese Daten so transformiert, damit sie im Gehirn in abstrakter Form repräsentiert werden können.
vgl. Top-down-Verarbeitung
 
 
Brainstorming
1. Kreative Arbeitstechnik in Gruppen zur Ideenfindung durch wechselseitige Anregung der Teilnehmer; 2. im Deutschunterricht häufig auch verwendet für individuelles, freies Assoziieren z.B. bei der Stoffsammlung zur Problemerörterung - vgl. Schneeschaufelfrage, Spatenfrage, Kreativität, Kreative Arbeitstechniken, Clustering, Mind Mapping, Brainwriting, Brainwriting-Pool
 
Brainwriting
Kreative Arbeitstechnik in Gruppen zur Ideenfindung durch wechselseitige Anregung der Teilnehmer, Art schriftlichen Brainstormings: Brainwriting-Pool, Methode 635, Collective Notebook - vgl. Brainstorming, Kreativität, Kreative Arbeitstechniken
 
Brainwriting-Pool
Kreative Arbeitstechnik in Gruppen zur Ideenfindung durch wechselseitige Anregung der Teilnehmer, Art schriftlichen Brainstormings vgl. Brainstorming, Kreativität, Kreative Arbeitstechniken
 
Brief
schriftliche Mitteilung an einen bestimmten oder mehrere bestimmte Adressaten; in gewisser Hinsicht Ersatz für eine mündliche Aussprache; Formen: Privatbrief, Geschäftsbrief 
 
Briefroman
Typus des Ich-Romans/der Ich-Erzählung ohne besondere Bedeutung der Retrospektive, aber mit Zentralstellung des Erzählers; Ich als Hauptfigur oder Augenzeuge; monoperspektivische (ein Verfasser) oder multiperspektivische Struktur (zwei oder mehrere Verfasser); Herausgeberfiktion als minimaler Erzählrahmen zur expliziten Informationsvergabe; in der Regel ohne erzählende Texte zur Verbindung der Briefe; mitunter ergänzt durch ähnliche fiktive Dokumente (z.B. Tagebuchfragmente); Blütezeit in Europa von 1740 bis 1820; Form einer nuancierten Selbstaussage, die bei zeitlich geringer Distanz zwischen Erlebnis und Aufzeichnung auch die Anteilnahme des Lesers bewirkt - vgl. Ich-Roman, autobiographischer Roman, Tagebuchroman, biographischer Roman, Memoirenroman, Detektivroman  
Beispiel: Johann Wolfgang Goethe; Die Leiden des jungen Werther (1774)
     
  Buchstabenkurzwörter
Gruppe von Kurzwörtern, die entweder auf ein einzelnes die Kurzform bildendes Segment zurück gehen (unisegmental) oder auf mehrere in der Vollform vorhandene Segmente (multisegmental) (vgl. Steinhauer 2007, S. 138ff.)
Beispiele: a) unisegemental: A3 (Autobahn 3), B31 (Bundesstraße 31) b) multisegmental: BH (Büsten - Halter), WM (Welt - Meisterschaft), RAF (Rote - Armee - Fraktion), FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) - vgl. Kurzwörter
 

 

  Bühnenanweisung
Bezeichnung für auktorialen Nebentext im dramatischen Text, der Hinweise auf die Gestaltung des Bühnenbildes oder die Ausgestaltung der Rolle einer dramatischen Figur enthält; häufig auch gleichbedeutend mit Regiebemerkungen verwendet
vgl. dramatischer Text, Haupttext, Nebentext
 
     

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