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Ich,
erinnerndes
Ich, erinnertes
Ich, erlebendes
Ich, erzählendes
Ich, lyrisches
Ich mit Leib
Ich-Erzählperspektive
Ich-Erzählsituation
Ich-Erzählung
Ich-Roman
"Ich-verstehe"-Zuhören
Idealer Leser
Ideenfindung
Ideenwand
Ideologie
Ideologiekritik
Ideologiekritische Methode
Ihr-Anrede
Ihrzen
Ikonisches Zeichen
Illokution
Illokutionärer Akt
Imagery
Imagerykode
Imagerysystem
Implizit
Implizit-auktoriale
Charakterisierungs- technik
Implizite Figurencharak-
terisierung
Impliziter Leser
Implizites Wissen
Implizit-figurale
Charakterisierungs-
technik
Indexikalisches Zeichen
Indikativ
Indirekte Rede
Indirekte Redewiedergabe
Indirektes Charak-
terisieren
Individualkarikatur
Individuelle Wertfrage
Induktives
Argument
Inert knowledge
Inferieren
Infinite Verbform
Infinitiv
Infinitivsatz
Infinitiv, satzwertiger
Infografik
Informationswand |
Informativität
Inhalt
Inhaltliche Erfassung eines Textes
Inhaltliche Gliederung
eines Textes
Inhaltliche Kompetenz
Inhaltsangabe
Inhaltsangabe, erweiterte
Inhaltsangabe, literarische
Initiativer Sprechakt
Initiierender
Akt
Initiierender Gesprächsschritt
Initiierung
Innenperspektive
Innensicht
Innerer Monolog
Inneres Bild
Instrumentalsatz
Inszeniertes
Gespräch
Intendierter
Leser
Intensionale
Definition
Intensives Lesen
Intention
Intentionalität
Interactive writing
Interaktion
Interaktion, parasoziale
Interjektion
Interpretation
Interpretation, gestaltende
Interpretation, multimediale
Interpretation,
sprechgestaltende
Interpretation, szenische
Interpretation, textimmanente
Interpretation, werkimmanente
Interpretierendes Lesen
Interpretationsaufsatz
Interpretieren Sie (den Text)
Interrogativpronomen
Interrogativsatz
Intertextualität
Interview
Inversion
Invokation
Ironie
Iterativ-durative Raffung
Iterative Raffung
i-Wörter
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Ich, erinnerndes
vgl.
erinnerndes Ich |
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Ich, erinnertes
vgl.
erinnertes Ich |
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Ich, erlebendes
vgl.
erlebendes Ich |
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Ich, erzählendes
vgl.
erzählendes Ich |
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Ich, lyrisches
vgl.
lyrisches Ich |
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Ich mit Leib
In der Erzähltheorie Franz K. Stanzels besondere Ausgestaltung eines
personalisierten Erzählers, einer manifesten Erzählerfigur; das "Ich mit
Leib" wird mit Beschreibungen zu seinem Äußeren, seinem Geschlecht, seiner
Vorgeschichte u. ä. m. ausführlich charakterisiert und tritt als Akteur auf
der Ebene der Narration, der Vermittlungsebene, selbst auf, indem es z.B.
eine Fotografie betrachtet, über seine soziale Lage nachdenkt usw. - vgl. |
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Ich-Erzählung
Der Erzähler bzw. die Erzählinstanz ist zugleich eine Figur des erzählten
Geschehens. In Form des auktorialen Erzählens Unterscheidung zwischen sich
erinnerndem und
erinnertem Ich möglich; in Form des
auktorialen wie auch
personalen Erzählens nur
Innensicht der eigenen Person möglich (perspektivisch fokalisierte
Zentralfigur);
Beispiel: Als ich auf das Restaurant zuging, konnte ich in
meiner grenzenlosen Naivität damals noch nicht wissen, dass ich wieder versetzt werden
würde. |
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Ich-Erzählsituation
auch:
Ich-Erzählperspektive; epische Darstellungstechnik; perspektivische Ich-Erzählung;
Innensicht
auf den Ich-Erzähler beschränkt; mit kommentierender Einmischung des Ich-Erzählers (auktoriales Erzählen)
(telling); mitunter durch zeitliche bzw. situative
Distanz zwischen
sich erinnerndem
(auch: erzählendem) und
erinnertem
(auch:
erlebendem) Ich
Hervorhebung der Distanz (zweischichtige Ich-Erzählung)
Beispiel: Als ich auf das Restaurant zuging, konnte ich in
meiner grenzenlosen Naivität damals noch nicht wissen, dass ich wieder versetzt werden
würde. |
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Ich-Erzählperspektive
vgl. Ich-Erzählsituation |
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Ich-Roman
In Ich-Erzählperspektive (Ich-Erzählsituation)
erzählter epischer Text; Variationsrichtungen: auktoriale
Ich-Erzählperspektive, personale Ich-Erzählperspektive; Formen:
Memoirenroman, biographischer Roman, Detektivroman, Brief- oder
Tagebuchroman |
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"Ich-verstehe"-Zuhören
Zuhörer-, Sprech- und allgemeines Kommunikationsverhalten des Empfängers
(Pseudo-Zuhören) einer Nachricht in der Kommunikation; eigentlich Auftakt
zum eigenen Sprechen; Floskeln wie "Ich verstehe..., Ja, da haben Sie
recht, aber ... etc.); (Weisbach
1994)- vgl.
Zuhören,
aktives
Zuhören,
aufnehmendes
Zuhören,
umschreibendes
Zuhören |
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Idealer Leser
in der Rezeptionstheorie eine durch Abstraktion vom
empirischen
Leser gewonnenen Idealvorstellung eines Lesers, der einen Text dadurch
vollständig versteht, dass er sämtliche Bedeutungsangebote des Textes
realisieren kann - vgl.
Leser |
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Ideenfindung
Verfahren in Problemlösungsprozessen ("Heuristik" = Findekunst);
Methodengruppen: analytisch-systematische Methoden (Morphologischer
Kasten, Morphologische Matrix, Attribute-Listing, Problemlösungsbaum
u. a.), intuitiv-kreative Methoden (Brainstorming,
Brainwriting, Synektik,
Semantische Intuition u.a.) vgl.
Schlicksupp
1992, S.60f. - |
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Ideenwand
Form der Wandzeitung, mit der man Ideen und Assoziationen
zu einem bestimmten Thema anschaulich darstellen kann - vgl.
Wandzeitung |
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Ideologie
System von Werten und Ideen; Deutung der Wirklichkeit, die von der
Perspektive einer bestimmten sozialen Gruppe bestimmt ist, die die
Wirklichkeit aus ihrer Sicht heraus "interpretiert"; in
marxistischer Theorie: "falsches Bewusstsein" - vgl.
Ideologiekritik |
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Ideologiekritik
Marxistische Methode zur Aufdeckung meist unbewusster Interessen, die
hinter bestimmten (ideologischen) Deutungen der Wirklichkeit stehen,
welche von bestimmten Interessengruppen oder sozialen Gruppen vorgenommen
werden; - vgl. Ideologie |
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Ideologiekritische Methode
- vgl.
Ideologie,
Ideologiekritik |
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Ihr-Anrede
- vgl. Ihrzen,
Du.Anrede, Sie-Anrede |
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Ihrzen
1.
"Ihrzen" (Kurt Marti) = Anrede mit
dem →Anredepronomen
ihr als Zwischenform zwischen →Duzen
und →Siezen;
vor allem dann üblich, wenn Unklarheit darüber besteht, ob man sich "duzen"
darf oder "siezen" sollte; In einigen
Mundarten werden häufig zwei oder
mehr Personen mit ihr angesprochen. Dies geschieht selbst dann, wenn
man sich ansonsten einzeln nicht duzt. 2. Sprechakt
→Anrede
zur →Kontaktumgrenzung; - vgl.
Anrede,
Anredepronomen,
Personalpronomen,
Siezen,
Duzen,
Beispiele: 1. Habt ihr den Film auch gesehen?
2. "Mich ichze ich.
Dich duze ich. (...)
Euch ihrze ich. (...)
(Kurt Marti, Umgangsformen) |
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Ikonisches Zeichen
Zeichen, dessen Beziehung zum Gegenstand auf einem Abbildungsverhältnis, d.h. auf
Ähnlichkeiten, beruht, z.B. optische Ähnlichkeiten (bei Piktogrammen etc.),
lautmalerische Ausdrücke (onomatopoetische Wörter wie miau oder wauwau) oder
lautmalerische Lyrik (z.B. Programmmusik) |
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Illokution
1. In der Sprechhandlungstheorie: Begriff zur Bezeichnung der einer
Sprechhandlung zugrunde liegenden Intention; danach kann jede
Sprechhandlung in einen die Sprechhandlungsintention wiedergebenden
Hauptsatz (Obersatz) und einen den eigentlichen sachverhaltsbezogenen
Nebensatz zerlegt werden. 2. In der Sprechakttheorie Searles einer der
vier in einem Sprechakt vollzogenen Akte:
Äußerungsakt, illokutionärer Akt
und propositionaler Akt - vgl.
illokutionärer Akt,
Sprechakte,
performative
Äußerung
Beispiele: zu 1) Treibe häufiger Sport! - Ich rate
dir, wieder häufiger Sport zu treiben. |
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Illokutionärer Akt
manchmal auch: illokutiver Akt; in der Sprechakttheorie Searles einer der drei in einem Sprechakt
vollzogenen Akte: Äußerungsakt, illokutionärer Akt und propositionaler Akt
- vgl. Illokution,
Sprechakte,
performative
Äußerung,
lokutiver Akt, Äußerungsakt,
propositionaler Akt,
perlokutiver Akt |
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Imagery
Bezeichnung für die gedankliche Entstehung, Verarbeitung und Speicherung von
inneren Bildern; bildliche Informationen werden dabei im Gedächtnis
nicht-verbal kodiert (vgl.
Kroeber-Riel/Weinberg 1999,
S.343) - vgl.
Gedächtnisbild,
Wahrnehmungsbild,
innere Bilder,
Imagerykode,
Imagerysystem |
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Imagerykode
Kode mit dem Informationen im Gedächtnis bildlich kodiert werden -. vgl.
Imagery |
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Imagerysystem
Bezeichnung für das System, das im Gedächtnis dafür sorgt, dass
Informationen bildlich kodiert und repräsentiert werden können - vgl.
Imagery |
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Imperativ
finite Verbform;
Befehlsform |
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Imperativsatz
Satzart; Befehlssatz, auch: Aufforderungssatz; Kennzeichen: finites Verb
steht an erster Stelle (Verb-erst-Stellung), Nichtauftreten eines Subjekts
und eine steigend-fallendes Intonation - vgl.
Satzarten,
Beispiele: Mach das Licht aus! - Bleiben Sie
stehen! |
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Implizit
1. mit enthaltend, mit gemeint, aber nicht ausdrücklich (so) gesagt; Ggs.
explizit 2. nicht aus sich selbst heraus verständlich, sondern
Ergebnis logischer Erschließung - vgl.
explizit |
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Implizit-auktoriale Charakterisierungstechnik
Bezeichnung für auktoriale Techniken zur Charakterisierung einer Figur im
Drama, a) Namensgebung für die Figuren folgt zwar den konventionellen
Regeln, hat aber dennoch einen charakterisierenden Bezug zur Figur (interpretative
name) b) Kontrast- und Korrespondenzbezüge zwischen den Figuren - vgl.
Pfister
1977, S.251f. - vgl.
auktoriale
Charakterisierungstechnik,
explizit-auktoriale
Charakterisierungstechnik,
figurale Charakterisierungstechniken, |
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Implizite Figurencharakterisierung
Herausarbeitung der charakterlichen Merkmale einer literarischen Figur ohne dass
diese Merkmale ausdrücklich benannt werden (implizit=nicht ausdrücklich, nicht deutlich,
mitenthalten). vgl.
Figurencharakterisierung;
explizite
Figurencharakterisierung
im epischen Text: implizite Information zur
Figurencharakterisierung durch
den Erzähler bzw. die Erzählinstanz oder durch die Figuren selbst; |
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Impliziter Leser
In der
Wirkungsästhetik
von Wolfgang Iser Bezeichnung für eine Leserrolle, die beim Lesen
eingenommen werden kann; personifizierende Bezeichnung irreführend;
Leserrolle, die die "Gesamtheit aller gedanklichen Operationen"
umfasst, "die ein Text für eine adäquate Rezeption vom Leser
fordert"; umfasst die dazu nötigen kognitiven Operationen und die
textlichen Grundlagen"; "allgemeinster Beschreibungsrahmen für
die bewusstseinsmäßige Form, in der sich alle individuellen
Realisierungen fiktionaler Texte vollziehen" (Iser) (vgl.
Richter
1996, S.526) - vgl.
Wirkungsästhetik,
Leser |
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Implizites Wissen
Wissen, das sich im Gegensatz zum expliziten Wissen, nicht vollständig
verbalisieren und in eindeutiger Sprache mitteilen lässt (vgl.
Polanyi
1985,
Jarz 1997,
S.71) - vgl.
Wissen,
explizites Wissen |
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Implizit-figurale Charakterisierungstechnik
Bezeichnung für figurale Techniken zur Charakterisierung einer Figur im
Drama, a) sprachlich: Stimmqualität, sprachliches Verhalten,
Sprachstil, sprachliche Varietät b) außersprachlich: Mimik, Gestik,
Statur, Maske, Kostüm, Requisit, Schauplatz, Verhalten - vgl.
Pfister
1977, S.257ff. - vgl.
figurale
Charakterisierungstechnik,
explizit-figurale
Charakterisierungstechnik, |
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Indikativ
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Modalität,
Modus,
Konjunktiv,
Konditional,
Imperativ, |
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Indexikalische Zeichen
Zeichen, die in einem Folge-Verhältnis zum Bezeichneten oder Gemeinten steht;
lässt Rückschlüsse auf etwas anderes (z.B. Ursache oder Grund) zu.
Beispiele: Lachen = indexikalisches Zeichen für Freude;
Torkeln=Trunkenheit; bestimmter Dialektgebrauch=bestimmte regionale Herkunft;
Stimmqualität=bestimmtes Alter etc. |
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Indirektes Charakterisieren
im epischen Text: a) implizite Information zur
Figurencharakterisierung durch den
Erzähler in Form von Merkmalen wie
Korrespondenz,
Kontrast,
Namengebung,
Auftreten einer
Figur
oder b) implizite Information durch die Figuren selbst in Form eines
charakteristischen
Figuralstils und/oder
Beziehungsstils oder durch die von der Figur
selbst bevorzugten
Thematik |
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Indirekte Rede
1. Wiedergabe von etwas Gesagtem in Form der grammatisch definierten
indirekten Rede; dazu nötig: Umformungen und Verschiebungen, Konjunktiv I 2.als
Darbietungsform des Erzählens: Redewiedergabe in der 3. Person Konjunktiv
Präsens (bei der Ich-Erzählung: 1.Person Konjunktiv Präsens); keine
Innensicht; kommentierende Einmischungen möglich; vollständige
grammatische Form, aber ohne Frage-, Ausrufe- und Anführungszeichen. vgl.
direkte Rede
Beispiel: Antonia sagte angriffslustig, er könne sich seine
Entschuldigungen sparen. Martin Bach versuchte einzuwenden, sie möge doch erst einmal
zuhören. |
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Indirekte Redewiedergabe
Wiedergabe von etwas Gesagtem mittels verschiedener grammatischer Formen,
die die Nicht-Urheberschaft des Sprechers anzeigen; |
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Individualkarikatur
Karikatur, die bestimmte Individuen, z. B. bekannte Persönlichkeiten, und
deren persönlichen Attribute überzeichnet und verfremdet; kann durch ihre
satirische oder komische Wirkung dazu beitragen, dass Autoritäten
hinterfragt werden - vgl. Karikatur,
politische Karikatur,
Pressekarikatur |
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Individuelle Wertfrage
Ggs. zu allgemeiner
Wertfrage; - vgl.
Persönliche Wertfrage |
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Induktives Argument
in der formal-logischen Argumentationsanalyse Form des Arguments, bei dem
induktiv vorgegangen wird; Ableitung der Konklusion aus Prämissen, die nur
Teile eines Ganzen beschreiben, z. B. ein(ige) Teile, etwas Besonderes oder
Individuelles ; Konklusion beschreibt dagegen etwas Allgemeines oder
Universelles; sind die Prämissen wahr, ist jedoch die Konklusion nicht
wirklich sicher wahr, sondern nur wahrscheinlich (vgl. Bayer 1999, S.234f.)
- vgl. Schluss, induktiv,
Argument,
deduktives Argument,
statistisches Argument,
Beispiel:
Prämissen:
Als Benjamin den Film angesehen hatte, bekam er hinterher Angstzustände.
Als Tina den Film angesehen hatte, bekam sie hinterher Angstzustände.
Als Claudia den Film angesehen hatte, bekam sie hinterher Angstzustände.
Konklusion:
Also gilt: Wer den Film ansieht, bekommt hinterher Angstzustände. |
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Inert knowledge
vgl. träges Wissen |
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Inferieren
Begriff zur Bezeichnung von kognitiven Prozesse bei der Textrezeption;
aktiver Vorgang zur Konstruktion eines (kohärenten) Textganzen, der bei der
Textrezeption und beim Textverstehen erfolgt; dabei werden Textinformationen
durch aktiviertes Vorwissen ergänzt, Schlussfolgerungen gezogen und eine
kohärenten Sinnzusammenhang hergestellt; mit Interferenzen ergänzen und
erweitern die jeweilige Textbasis durch die Aktivierung eigenen Wissens
dazu; sie helfen damit dabei, mit Hilfe von Schlussfolgerungen
Kohärenzlücken zu überbrücken und ermöglichen den Aufbau eines mentalen
Modells des Textinhalts (mentale Textrepräsentation) |
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Infinite Verbform
Verbform, die weder durch Person noch durch Numerus (Zahl) bestimmt ist;
Beispiele: Infinitiv, Partizip, Gerundium,
Gerundiv; Ggs. finite Verbform- vgl.
finite
Verbform, Verb |
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Infinitiv
infinite Verbform; auch: Grundform,
Nennform des Verbs;
Beispiele: gehen - singen - sprechen |
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Infinitivsatz
satzartiges Konstrukt, das einen Infinitiv als Kern enthält (vgl. Engel
1996, S.881), auch: satzwertiger Infinitiv - vgl.
satzartiges
Konstrukt,
satzwertiger
Infinitiv, Infinitiv
Beispiele: Ich verbiete dir, dies zu tun.
- Dies zu tun ist äußerst wichtig. |
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Infinitiv, satzwertiger
vgl.
satzwertiger
Infinitiv |
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Infografik
(vorerst nur Platzhalter! )vgl.
Schaubild, kartografische Infografik,
Bildstatistik,
Diagramm, Strukturbild,
Strukturskizze,
diskontinuierlicher
Text, |
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Informationswand
Form der Wandzeitung, die hauptsächlich der Information über einen
bestimmten Sachverhalt dient und dabei viele verschiedene
Gestaltungselemente zur wirksamen Präsentation einsetzt - vgl.
Wandzeitung |
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Informatives Lesen
rasches Überfliegen eines Textes, um nur die wichtigsten
Informationen zu erfassen oder selektiv bestimmte Detailinformationen
"herauszulesen" - vgl.
Lesen,
Lesehaltungen |
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Informativität
In der
Textlinguistik Kriterium der
Textualität, das sich auf Quantität und Qualität der durch einen
Text übermittelten Informationen und deren Bekanntheitsgrad bezieht; (Beaugrande/Dressler (1981,
S.13, 147ff..); I. zielt auf Inhalte, aber auch Strukturen, bei
poetischen Texten auch auf die gesamte ästhetische Gestaltung (z. B.
Rhythmus und Reim); Gradmesser für Neuartigkeit und Unerwartetheit eines
dargebotenen Materials ;(ebd. S. 168); verschiedene Informativitätsstufen
- vgl.
Textlinguistik,
Textualität,
Intentionalität,
Situationalität,
Akzeptabilität,
Intertextualität |
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Inhalt
- vgl.
Textinhalt, |
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Inhaltsangabe
(schulische)
Schreibform zur inhaltlichen Wiedergabe von Texten. Dabei wird der Textinhalt
referiert. Aufbau:
Aussagekern, Inhaltsangabe
i. e. S.; meist ohne Stellungnahme; sprachliche Form: Präsens, sachlicher Stil
- vgl.
strukturierte Textwiedergabe,
Précis,
Summary,
Klappentext,
erweiterte Inhaltsangabe, |
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Inhaltsangabe, erweiterte
vgl. Erweiterte
Inhaltsangabe |
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Inhaltsangabe, literarische
vgl.
literarische
Inhaltsangabe |
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Inhaltliche
Erfassung eines Textes
1. Herstellung eines vollständigen Textverständnisses 2. Arbeitstechniken zur
Erarbeitung eines vollständigen Textverständnisses mit verschiedenen Methoden wie
Exzerpieren,
Markieren,
W-Fragen-Methode,
Inhalt,
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Inhaltliche
Gliederung eines Textes
1. Gliederung eines Textinhalts durch äußere Merkmale wie Kapitel,
Überschriften, Absätze 2. Hierarchische Abbildung inhaltlich über- und
untergeordneter Sinneinheiten in einem Text durch Klassifikation der
verschiedenen Gliederungsebenen der Textstruktur - vgl.
Textgliederung,
Textstruktur,
Grobgliederung,
Textaufbau,
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Inhaltliche Kompetenz
Teilkompetenz der allgemeinen
Schreibkompetenz, die auf die Frage antwortet: Was schreibe
ich?; im einzelnen gehören dazu bestimmte Operationen des Schreibprozesses
wie Ideenfindung, Entfaltung und Nutzung der eigenen Vorstellungskraft,
Aktivierung des eigenen Vorwissens, Konkretisierung und Präzisierung des
Schreibziels - vgl.
Schreibkompetenz,
Zielsetzungskompetenz, Strukturierungskompetenz,
Formulierungskompetenz |
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Initiativer Sprechakt
Sprechakt, der keine Voräußerung voraussetzt; insbesondere Mitteilungen
im engeren Sinne (Ggs.
reaktiver
Sprechakt) - vgl.
Engel
1996, S.37 - vgl.
Sprechakte,
reaktiver Sprechakt |
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Initiierender Akt
auch:
initiierender Gesprächsschritt; in der Gesprächsanalyse
Bezeichnung für eine Aufforderung eines Sprechers, die an einen Hörer
gerichtet ist und diesen zu einer Reaktion verpflichtet (Determinierung) - vgl.
respondierender Akt,
Zug, |
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Initiierender Gesprächsschritt
vgl.
initiierender Akt |
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Initiierung
- vgl.
Respondierung |
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Innenperspektive
Ggs.
Außenperspektive; Begriff
der Erzähltechnik, der den
Standort
des Erzählers näher beschreibt; Erzähler befindet sich räumlich und
zeitlich innerhalb der Welt der Figuren; personaler Erzählerstandort (personales Erzählen). |
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Innensicht
Ggs.
Außensicht; Begriff der
Erzähltechnik; Wiedergabe von inneren Vorgängen (Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle)
einer oder mehrerer Figuren.
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren
Freund, wollte aber nicht mehr als zehn Minuten verstreichen lassen. Sie bestellte sich
einen Kaffee und blickte zur Tür. Dabei überlegte sie, was sie ihm sagen würde, wenn er
jetzt im Lokal erschiene. |
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Innerer Monolog
Darbietungsform des Erzählens; 1. (ersatzweise auch 2.) Person Indikativ
Präsens;
Innensicht
ohne kommentierende Einmischung des Erzählers bzw. der Erzählinstanz; sowohl
in vollständiger oder unvollständiger grammatischen Form; unbeschränkte
Zeichensetzung, aber ohne Anführungszeichen. Erzähler schlüpft in eine Figur
hinein und versucht deren Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen wiederzugeben;
Erzähler während des inneren Monologs nicht mehr präsent vgl.
erlebte Rede
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf
ihren Freund. Ob er überhaupt schon unterwegs ist? Bestimmt. Ich kann mir
das gar nicht anders vorstellen. Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte
zur Tür. |
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Inneres Bild
Sinnliche Reize, die von einem Subjekt aufgenommen werden (Wahrnehmungsbild)
oder Vorstellungen, die ohne sinnliche Präsenz eines Objekts im Gedächtnis
erzeugt werden (Gedächtnisbild),
werden innere Bilder genannt; unterschiedliche Qualitäten:
Lebendigkeit - vgl.
Imagery,
Gedächtnisbild,
Wahrnehmungsbild,
Lebendigkeit, |
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Instrumentalsatz
Form des Adverbialsatzes; Gliedsatz bei dem der instrumentale
Adverbialsatz anstelle des Satzgliedes adverbiale Bestimmung des Mittels
(instrumentale adverbiale Bestimmung) steht - vgl.
Adverbialsatz,
Gliedsatz
Beispiel: Der Verteidiger brachte den Angreifer dadurch
zu Fall, dass er die Notbremse im Strafraum zog.
(Konjunktionalsatzform) |
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Inszeniertes Gespräch
im gesprächsanalytischen Ansatz von
Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für Gespräche, die
Aufführungscharakter haben und damit eine zweite Wirklichkeit konstituieren,
z. B. Theateraufführungen, Fernsehspiele, Gespräche zu wissenschaftlichen
Aufnahmezwecken (eliciting);
dramatische Rede ist in diesem Klassifikationsansatz sowohl ein
inszeniertes, als auch fiktionales Gespräch - (vgl.
Henne/ Rehbock 1995, S.34) - vgl.
Gespräch,
Gesprächsanalyse,
fiktionales Gespräch,
fiktives Gespräch,
eliciting |
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Intendierter Leser
in der Rezeptionstheorie Vorstellung eines historisch zu lokalisierenden
Lesers, den der Autor bei der Abfassung seines Textes vor Augen hat und
den er sich dabei als Adressaten vorstellt - vgl.
Leser |
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Intensionale Definition
Form der Definition, bei der
meist nach
Nennung des nächsthöheren Begriffs, der den zu definierenden Begriff
beinhaltet, charakteristische Eigenschaften des zu definierenden Begriffs
oder Wortes genannt werden. vgl.
Definition,
extensionale Definition
Beispiele:
a) Chemiker bedeutet ein Mensch, der sich in der Chemie auskennt. b) :
Zivilcourage ist Mut sich in problematischen Situationen einzumischen, auch
gegen offenkundige Missfallenskundgebungen anderer auf seinem Standpunkt zu
beharren, andere bei offensichtlichem Fehlverhalten gegen die Regeln der
Gemeinschaft zurechtzuweisen und ohne Rücksicht auf eigene Gefährdungen für
eine gute Sache einzutreten. |
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Intensives Lesen
Lesetechnik, die auf ein
umfassendes und reflektiertes Textverständnis zielt; Untersuchung
textsortenspezifischer Aspekte; Herstellen einer kritischen Distanz zum
Text - vgl.
Lesen,
Lesetechnik,
diagonales
Lesen,
kursorisches
Lesen,
punktuelles Lesen,
sequenzielles
Lesen, |
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Intention
vgl.
Aussageabsicht
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Intentionalität
In der
Textlinguistik Kriterium der
Textualität, das Textproduktion und Textrezeption als gezielte,
konstruktive Handlungsprozesse auffasst (Beaugrande/Dressler (1981,
S.118ff.); Textherstellung als geplante Handlung im Sinne einer
Situationslenkung, Textrezeption als konstruktive Verarbeitung des Textes
mit dem Ziel, den Text zu verstehen. indem der Sinnzusammenhang des Textes
erschlossen wird; um seine Intentionen erkennbar zu machen, muss
TextproduzentKonventionen berücksichtigen - vgl.
Textlinguistik,
Textualität, Informativität,
Situationalität,
Akzeptabilität, Intertextualität
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Interaktion
(lat. interactio - wechselseitiges, aufeinander bezogenes Handeln); 1.
oft synonym mit dem Begriff Kommunikation verwendet; in zahlreichen
Zusammenhängen verwendeter Begriff zur Bezeichnung des wechselseitigen
Zusammenwirkens von Personen, Orgasen, Geräten oder auch komplexen Systemen-2.
ursprgl.
soziologischer Grundbegriff zur Bezeichnung einer Wechselbeziehung zwischen
zwei handelnden Akteuren, die im Allgemeinen in einer Face-to-Face-Beziehung
zueinander stehen müssen; im Unterschied dazu bezeichnet der davon
abgegrenzte Begriff
Kommunikation die Mittel, die
beim Interagieren verwendet werden (z. B. verbale, nonverbale Mittel);
Interaktion ist stets Kommunikation, Kommunikation aber nicht immer
Interaktion (z. B. Briefe schreiben und empfangen als zeitversetzte
Kommunikation, nicht aber Interaktion)
Watzlawick u. a. (1969/1983,
S. 50f.): "Ein wechselseitiger Ablauf von Mitteilungen zwischen zwei oder
mehreren Personen wird als Interaktion bezeichnet."; - vgl.
parasoziale Interaktion,
Kommunikation |
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Interactive writing
vgl.
Schrittweises kooperatives Schreiben |
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Interaktion, parasoziale
vgl.
parasoziale Interaktion |
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Interjektion
unveränderliche Wortart; auch: Ausrufewort; vgl.
unveränderliche Wortarten, Partikeln
Beispiele: Oh! Pfui! Aha! Autsch! He!
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Interpretation
- vgl.
hermeneutischer
Zirkel,
Textinterpretation
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Interpretation, gestaltende
vgl.
gestaltende Interpretation |
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Interpretation, multimediale
vgl.
Multimediale Interpretation |
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Interpretation, sprechgestaltende
vgl.
sprechgestaltende
Interpretation
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Interpretation, szenische
vgl.
szenische Interpretation |
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Interpretation, textimmanente
vgl.
textimmanente
Interpretation
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Interpretation, werkimmanente
vgl.
werkimmanente
Interpretation
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Interpretierendes Lesen
Lesen, bei dem das Erkennen und
Werten von mehr oder weniger deutlich zusammenhängenden Sinnbezügen in
einem Text im Mittelpunkt steht; häufig in Form von- vgl.
Lesen,
Lesehaltungen,
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Interpretationsaufsatz
Schulische Schreibform zur
Textinterpretation; 1.
Bezeichnung für alle schulischen Schreibformen, die sich mit der
Untersuchung und dem Verstehen
fiktionaler Texte im Zuge der
Interpretation
befassen; 2. im engeren Sinne Form eines Aufsatzes, der mit einer
einteiligen Arbeitsanweisung die Aufgabe einer
werkimmanenten Interpretation
im
hermeneutischen Verfahren
darstellt; - vgl.
Textinterpretation
Beispiele: Interpretieren Sie das Gedicht "Reklame" von Ingeborg
Bachmann. - Interpretieren Sie den Text. |
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Interpretieren Sie
(den Text)
1. Gängiger übergeordneter Arbeitsauftrag zur deutenden Analyse
literarischer Texte; fungiert quasi als "hermeneutischer Imperativ" (Kammler 2005,
S.195) für den herkömmlichen
werkimmanenten Interpretationsaufsatz
auf der Basis des
hermeneutischen Zirkels des Verstehens (hermeneutische
Methode); in
mehrteiligen Arbeitsanweisungen der übergeordnete Operator, dem
untergeordnete Arbeitsaufträge zugeordnet sind. 2. im
Operatorenkatalog
für die
Abiturprüfung
im Fach Deutsch unter dem Begriff
Analysieren
geführter
übergeordneter Operator, der sich auf auf alle drei
Anforderungsbereiche bezieht und auf auf das untersuchende
Erschließen von literarischen und pragmatischen Texten zielt. - vgl.
hermeneutischer
Zirkel,
Textinterpretation |
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Interrogativpronomen
auch: fragendes Fürwort; vgl. Pronomen
Beispiele: wer, was, wann, wo, wie, warum, weshalb,
.. |
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Interrogativsatz
vgl. Fragesatz |
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Intertextualität
In der
Textlinguistik Kriterium der
Textualität, das sich auf das Gefüge von Relationen zwischen
Texten und Aktivierung von Kenntnissen über Texte bei deren Verwendung
bezieht (Beaugrande/Dressler (1981,
S.13.); unterschiedliche intertextuelle Relationen: 1)
referentielle Intertextualität: ein bestimmter Text refereriert auf einen
anderen authentischen Text (z. B.
Parodien) oder zwei Texte, z.
B. ein Zeitungsbericht und ein Kommentar beziehen sich auf denselben
Sachverhalt in der außersprachlichen Wirklichkeit; 2) Typologische
Intertextualität: intertextuelle Relationen betreffen funktionale und
strukturelle Übereinstimmungen von Texten, wichtig für: Wiedererkennen von
Textmustern und die
Textsortenklassifikation -
vgl.
Textlinguistik,
Textualität,
Informativität,
Situationalität,
Akzeptabilität,
Intentionalität |
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Interview
1) tatsachenbetonte journalistische Darstellungsform und Form des
Recherchierens; in gedruckter oder gesendeter Form; Grundprinzip: Befragung;
Interviewer und Interviewter besitzen bestimmte
gesprächsorganisatorische Rollen mit Bevorrechtigung des Interviewers;
unterschiedliche Typologien, z. B.: Recherchen-Interview, geformtes
Interview, Reportagen-Interview; 2) im gesprächsanalytischen Ansatz der so
genannten Freiburger Schule stellt das Interview einen bestimmten
Redekonstellationstyp dar - vgl.
journalistische Darstellungsformen,
Redekonstellation,
Gesprächsanalyse |
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Inversion
Umstellung von Satzgliedern, abweichend vom normalen Sprachgebrauch
- vgl. Anastrophe
Beispiel: Unendlich ist die
jugendliche Trauer. |
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Invokation
literarischer Topos; Hilfe und Rat bei höheren Mächten suchende Wendung; z.
B. in der Dichtung die Anrufung der Musen, der Götter oder Gottes |
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Ironie
etwas anderes als das Gesagte ist gemeint
Beispiel: Du bist mir ein schöner
Freund. |
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Iterativ-durative Raffung
Erzähltechnisches Mittel zur Zeitgestaltung;
Kombinationsform der
durativen Raffung
und der iterativen Raffung |
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Iterative Raffung
Erzähltechnisches Mittel zur Zeitgestaltung; einmalige Darstellung
eines sich mehrfach wiederholenden Vorgangs oder einer wiederholt
auftretenden Begebenheit; häufig eng verflochten
mit der
durativen Raffung; Formen: grob zusammenfassend oder
stagnierend-verweilend; Zeit stellt häufig nur
einen Rahmen für die Erzählinhalte dar, die häufig keiner zeitlichen,
sondern einer zeitunabhängigen räumlichen oder thematischen Ordnung
folgen; Grundformel: "Immer wieder in dieser
Zeit ..."(vgl.
Lämmert
1955, S.86) - vgl.
durative
Raffung,
Zeitgestaltung,
Zeitraffung
Beispiel: "Seit zehn Jahren sitze
ich emanzipiert regelmäßig nach Feierabend in einer Runde von Männern.
Ich trinke das gleiche Quantum Bier..." (aus:
Angela
Stachowa,
Ich bin ein
Kumpel, 1976) |
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i-Wörter
neue Wörter, die durch Wortkürzung und gleichzeiter Suffigierung entstanden
sind; angehängt wird an den reduzierten Stamm das Suffix -i; keine echten
Kurzwörter, mit diesen aber nahe verwandt und mitunter auch so
bezeichnet
Beispiele: Knobi, Fundi, Studi; Kosenamen wie
Schumi für Michael Schumacher (Autorennfahrer) oder Klinsi für
Jürgen Klinsmann (Fußballspieler); Jugendsprache: Drogi, Schleimi,
Grufti, Spasti, Tussi - vgl.
o-Wörter |
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A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z |
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