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Haltbarkeit
in der
Argumentationstheorie Kategorie zur Bezeichnung der Qualität von Thesen/
Konklusionen/Argumenten; 1) Thesen (Konklusionen) mit einer
deskriptiven Aussage (auf Sachverhalte bezogene Aussagen, die wahr oder
falsch sein können) sind dann haltbar, wenn die Voraussetzungen (Prämissen),
auf denen sie beruhen wahr sind. 2) Thesen (Konklusionen) mit einer
normativen Aussage (moralische, ethische, politische usw. Forderung),
die ein Sollen beschreiben, werden von den Menschen mit unterschiedlichen
Wertvorstellungen für unterschiedlich akzeptabel gehalten; sie sind ums so
mehr haltbar, je wahrscheinlicher ist, dass die bei Anwendung der Norm
behauptete (positive/negative) Folge auch eintritt (vgl.
Bayer 1999, S.232, 234, 237) - vgl.
Argument,
Argumentation,
Argumentationstheorie,
deskriptive Aussage,
normative Aussage,
Relevanz |
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Hamburger Verständlichkeitsansatz
in den siebziger Jahren von Reinhard Tausch, Friedemann Schulz von Thun
und Ingard Langer im Rahmen eines (kommunikations-)psychologischen
Forschungsprojektes empirisch entwickeltes Konzept zur Verbesserung von
Texten unter dem Blickwinkel ihrer Verständlichkeit; Entwicklung von vier
als wesentlich angesehenen
Verständlichmachern:
Einfachheit, Gliederung,
Kürze, zusätzliche Stimulanz - vgl.
Verständlichkeit,
Textverständlichkeit |
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Handeln
zielgerichtetes aktives Verhalten, das zwar oft individuell vollzogen wird
(die Türe abschließen, Blumen gießen...), meistens aber einen unmittelbaren
sozialen Bezug hat hat, da es unter bestimmten sozialen Rahmenbedingungen
auf einen oder mehrere Partner gerichtet ist (vgl.
Heinemann 2002, S.2) - vgl. Interaktion, Sprachhandeln,
Sprachhandlung |
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Handlung
1.) allgemein: a) (bewusst ausgeführte) Tat b) Abfolge zusammenhängender
Ereignisse und Vorgänge, die in der Dichtung das Grundgerüst des
Dargestellten bilden; in der Dramenanalyse von
Pfister (1977, S. 268f.) ist
Handlung stets Teil einer
Geschichte und hat wie diese
eine dreigliedrige Struktur von Ausgangssituation, Veränderungsversuch und
veränderter Situation; im Unterschied zum Geschehen erfolgt bei der Handlung
die Situationsveränderung durch intentionales Handeln - vgl.
Geschehen, |
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Handlungen (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur
Figurencharakterisierung
in Form der Darstellung von Handlungen einer
Figur
Beispiel: Antonia wartete in dem Restaurant auf ihren Freund.
Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte zur Tür. |
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Handlung, äußere
Unter der äußeren Handlung versteht man im Gegensatz zur
inneren
Handlung das von außen beobachtbare Geschehen, die von außen wahrnehmbaren
Handlungen einer Person oder
Figur. |
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Handlung, innere
Unter der inneren Handlung versteht man im Gegensatz zur
äußeren
Handlung, die nicht von außen wahrnehmbaren Gedanken und Gefühle einer Person oder
Figur. |
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Handlungsbegleitendes Sprechen
Im Gegensatz zum thematischen Sprechen jene sprechsprachlichen Äußerungen,
in denen kein bestimmtes Thema sprachlich konstitutiert wird; z. B. knappe
Instruktionen oder Aus- und Zurufe bei manueller Interaktion wie Achtung!
- Vorsicht! - Ruhe bewahren! - Etwas langsamer bitte! - Ich kann nicht
mehr! (vgl.
Brinker/Sager 1989, S.10) - vgl.
Sprechen,
thematisches Sprechen |
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Handlungsdrama
Bezeichnung für ein dramatisches Werk, dessen Handlungsverlauf vor allem auf
willentlich (intentional) herbeigeführte Situationsveränderungen
(Handlungen) von Figuren zurückzuführen ist; im Ggs. dazu
Charakterdrama, dessen
Handlungsverlauf auf vorgegebenen Anlagen dramatischer Figuren beruhen -
vgl.
Charakterdrama,
Handlung |
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Handlungsgrund
- vgl. Realgrund,
Erkenntnisgrund, |
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Handlungsraum
Raumtyp der
Raumgestaltung im epischen Text: Raum
(Sphäre), in dem sich Figuren der Geschichte "bewegen"; steht in einem direkten
Bezug zu den handelnden Figuren;
charakterisiert
Einstellungen und Verhalten der handelnden Figuren; Raumelemente sind
"wirklich"; |
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Handlungswissen
außersprachliche Wissensbestände, die uns zur Deutung von bestimmten Abläufen und
Ereignissen zur Verfügung stehen oder die Voraussetzungen für das eigene Handeln sind
(prozessual orientiertes Wissen) (vgl.
Nussbaumer/Linke/Portmann) - vgl.
Textarbeit,
Textverstehen;
praktisches Wissen,
prozedurales Wissen, Können, |
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Handout
Bezeichnung für ein bei einem
Kurzvortrag/Referat
oder einer
Präsentation ausgegebenes Printmedium (Texte, Bilder), das frei gestaltet werden kann.
- vgl.
Thesenpapier,
Paper |
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Handschrift des Künstlers
in der Kunstwissenschaft verwendetet Begriff zur Kennzeichnung der im Werk
eines Künstlers zum Ausdruck gelangenden eigentümlichen technischen und vor
allem formalen Besonderheiten; in der Handschrift des Künstlers fließen
Zeittypisches, die technischen Möglichkeiten und der besondere Ausdruck
eines Künstlers zusammen; sie ist z. B. trotz seiner Zugehörigkeit zu einer
bestimmten Schule eine individuelle Modifikation (vgl. Lexikon der Kunst,
1991, S. 122) |
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Haptische Kommunikation
auch:
taktile Kommunikation, Form der nonverbalen Kommunikation durch
Berührungen und Körperkontakt; von Kultur zu Kultur sehr unterschiedlich mit
unterschiedlich ausgeprägten öffentlichen und privaten, tabuisierten
Körperzonen - vgl.
nonverbale Kommunikation |
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Haupthandlung
Strukturbegriff der Dramenanalyse; quantitativ und/oder funktional
dominierende Handlung bzw. Handlungssequenz, der von einer oder mehreren
graduell abgestuften Nebenhandlungen neue Entwicklungsimpulse zugetragen
werden oder die durch Korrespondenz- oder Kontrastbezüge in Nebenhandlungen
verdeutlicht oder relativiert werden; Sonderfall: mehrere Haupthandlungen,
dann wechselseitige Funktionalisierung; - vgl.
Pfister 1977, S.286f.) - vgl.
Nebenhandlung,
Handlung |
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Hauptthese
auch:
Spitzenformulierung; in der Argumentationstheorie Bezeichnung für die
zentrale Konklusion einer komplex und hierarchisch angelegten Argumentation;
sie steht in der Hierarchie der Thesen am höchsten und ihr lassen sich die
übrigen Thesen und Argumente zu- bzw. unterordnen; obwohl logisch gesehen
erst aus den Argumenten folgend steht sie oft schon am Anfang eines Textes
oder wird am Beginn eines Gesprächs formuliert - vgl.
Bayer 1999, S.448 - vgl.
Argument,
Argumentation,
Argumentationstheorie,
Spitzenformulierung |
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Haupttext
dramatische Rede als Textschicht des dramatischen Textes, die bei der
Inszenierung gesprochen wird; im Gegensatz dazu Nebentext: Dramentitel,
Epigraphe, Widmungsschriften, Vorwörter, Personenverzeichnis, Akt- und
Szenenmarkierungen, Bühnenanweisungen zur Szenerie und zum Verhalten
einer Figur; Unterscheidung von Haupt- und Nebentext geht auf Roman
Ingarden zurück und wurde von
Manfred
Pfister (1977, S.35f.) wieder aufgegriffen - vgl.
Nebentext,
Drama, dramatische Rede |
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Hauptsatz
1. unter dem Aspekt der Satzverbindung der einem anderen Satz
übergeordnete Satz, der auch selbständig stehen kann 2. Bezeichnung für
jeden einfachen, nicht komplexen Satz (vgl.
Engel
1996, S.180) - vgl.
Satz,
Nebensatz,
Satzverbindungen,
komplexer
Satz, |
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Hauptwort
vgl. Nomen |
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Headline
1) in journalistischen
Darstellungsformen auch Schlagzeile 2) in der
Werbeanzeige sprachlicher
Textteil, der entweder als eigenständig oder mit dem Fließtext zusammen als
Makrotext aufgefasst werden kann - vgl. Schlagzeile,
Werbeanzeige,
Fließtext |
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Hebung
in der dt. Verslehre (Metrik)
Bezeichnung für die betonte Silbe (Gegenteil: Senkung - vgl.
Anapäst,
Daktylus,
Jambus,
Metrum,
Takt,
Taktart,
Trochäus,
Vers,
Versfuß,
Versmaß, |
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Hermeneutik
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
hermeneutische
Methoden,
hermeneutischer Zirkel |
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Hermeneutische Methoden
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Hermeneutik,
hermeneutischer
Zirkel,
antihermeneutische
Methoden |
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Hermeneutischer Essentialismus
Hermeneutische Theorie, die im Anschluss an die Äußerungen von Sokrates
in Platons Dialog "Ion" ausgeht, dass man zwischen den Worten
und dem Sinn eines literarischen Werkes unterscheiden muss; fortgesetzt in
der an Dilthey angelehnte Psychologie der Einfühlung, die glaubt den Sinn
eines Textes nur dann verstehen zu können, wenn man ermitteln kann, was
der Autor gemeint hat - vgl.
Japp
1995, S.583f.) - vgl.
Hermeneutik,
hermeneutischer Nihilismus |
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Hermeneutischer Nihilismus
derzeit nur Platzhalter! |
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Hermeneutischer Zirkel
Vorstellung der hermeneutischen Theorie der Auslegung (Wilhelm Dilthey,
1833-1911), wonach das Einzelne nur aus dem Ganzen heraus verstehbar wird,
das Ganze auf der anderen Seite aber auch aus dem Einzelnen entsteht. Die
Berücksichtigung dieses Wechselverhältnis führt die Erkenntnis in einer
einer aufwärts gerichteten Spiralbewegung oder in einer dialektischen
Wechselwirkung dem Ziel der Erkenntnis näher. In der
Literaturwissenschaft Auffassung, wonach zum Verstehen eines Werkes die
Verschmelzung von gegenwärtigem Horizont des Lesers und des historischen
Horizonts des "Werkes" nötig ist. Indem der Leser beim
Verstehen eines literarischen Textes immer wieder von der Erkenntnis der
Teile zum Ganzen oder von Annahmen über das Ganze zu den Erkenntnissen
der Teile gelangt, bewegt sich sein Weg zur Erkenntnis (Interpretation) in
Form des hermeneutischen Zirkels. Dabei stellt die Dialektik von Frage und
Antwort stets die Grundfigur jedes hermeneutischen Vorganges dar. vgl.
Hermeneutik,
hermeneutische Methoden,
Interpretation |
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Hendiadyoin
rhetorische Figur; ein Begriff wird durch zwei gleichwertige, mit »und«
verbundene Wörter (meistens Substantive, Nomen) ausgedrückt statt diesen in
seiner logisch richtigeren syntaktischen Unterordnung ( z. B. Substantiv +
Adjektiv- oder Genitivattribut) zu verwenden; in der rhetorisch geprägten
Literatur seit der Antike sehr populär
Beispiele: natura pudorque (= Natur und Scham) für »natürliche
Scham«; |
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Hexameter
Versmaß. das aus sechs
Daktylen besteht; dabei
können die ersten vier durch Spondeen oder
Trochäen ersetzt werden; der letzte Trochäus katalektisch (=
trochäisch) ist; Versform der Homerischen Epen (Ilias, Odyssee); in
deutscher Dichtung meist durch den Alexandrinervers ersetzt; in der
deutschen Verslehre Hexameter sechshebiger Vers ohne Eingangssenkung mit
ein- oder zweisilbiger Binnensenkung und weiblicher Kadenz (xxx
entspricht gr. Daktylus; xx dem gr. Trochäus)
Beispiele: Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten
und blühen - vgl.
Pentameter
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel
(Goethe, Reineke Fuchs) |
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High-Involvement-Anzeige
Begriff aus der Werbeforschung; Werbeanzeige, bei der sprachliche
Textelemente bei der Gestaltung der Werbebotschaft dominieren, Bilder (Visual)
eine untergeordnete Rolle spielen; Zielgruppe: die eher aktiv ist und die
Werbung auch zu Informationszwecken nutzen möchte. - vgl.
Low-Involvement-Anzeige,
Visual,
Werbeanzeige |
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Hilfsverb
Verwendung uneinheitlich; häufig verwendet für die perfekt- und
passivbildenden "Nebenverben", die andere Verben benötigen, um
Tempusformen usw. zu bilden; manchmal einschließlich Modalverben - vgl.
Heringer
1989, S.16;
Engel 1996,
S.391) - vgl. Verb,
Auxiliarverb,
Modalverb
Beispiele: haben, sein, werden, bekommen, kriegen,
erhalten, gehören |
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Historisches Präsens
In epischen Texten kann das Präsens verwendet werden als
Erzähltempus. Es dient dann nicht zur
Darstellung von Gegenwart oder zeitlosen Sachverhalten. In seiner Funktion als
Erzähltempus kann es als Wirklichkeitsbericht über ein vergangenes Geschehen oder quasi
als Ersatz für das
epische Präteritum
fungieren. |
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Historisch-sozialer Kontext
allgemeine Bezeichnung für den historischen Bedingungen der Entstehung,
Wirkung oder Rezeption sprachlicher Äußerungen; Einbeziehung der
gesellschaftlichen und sozialen Aspekte; Lebensumstände, politische
und/oder soziale Verhältnisse, die die Bedeutung der schriftlichen oder
mündlichen sprachlichen Äußerung mitbestimmen- vgl.
Kontext |
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»Homilektik
Theorie und Geschichte der Predigt - vgl. Predigt,
Predigt, Homilie,
Sermon,
Themapredigt,
Kunsthomilie, |
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Homilie
eine den
pragmatischen Texten (Gebrauchstexten)
zuzuordnende Textsorte; geistliche
Form, die didaktischer
Gebrauchstext der Verkündigung der christlichen Lehre dient (Predigt);
eine eher einfachere, nicht so durchgestaltete und eher volkstümlich
ausgerichtete Rede (Bibelauslegung) im Ggs. zum
Sermon (Themapredigt)
und der so genannten Kunsthomilie,
die Textauslegung und Themapredigt miteinander verbindet; - vgl. Gebrauchstexte,
didaktische
Gebrauchstexte, |
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Hörer-Feedback
(auc: back-channel-behavior oder Rückmeldeverhalten); Bezeichnung für die
Gesamtheit der Aktivitäten des Hörers in einem Gespräch, die zur
Koordinierung des Gesprächsablaufs, zur Signalisierung der
Hörer-Aufmerksamkeit und zur Kommentierung von Sprecheräußerungen in einem
Gespräch eingesetzt werden - vgl.
Gesprächsanalyse,
Kontaktsignal (Hörer) |
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Horizont
Gesamtheit lebensweltlicher Erfahrungen (Horizont), über die ein
Individuum kognitiv und emotional verfügt |
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Horizontverschmelzung
1. in der philosophischen Hermeneutik Hans Georg
Gadamers
Bezeichnung für die produktive Überwindung des Zeitabstandes
(hermeneutische Differenz) zwischen dem jeweils gegenwärtigen Leser und
dem überlieferten Text; damit Grundstruktur jeden historischen Verstehens
2. in der rezeptionsgeschichtlich orientierten Rezeptionsästhetik von
Hans Robert Jauß die aus Vorkenntnissen, Vor-Urteilen,
Weltwissen
usw. in den Lektürevorgang eingebrachten Dispositionen, die beim
Lesen mit dem Horizont der Textwelt verschmelzen; - vgl.
Rezeptionsästhetik,
Erwartungshorizont, |
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Horizontwandel
in der literarischen Rezeptionstheorie Bezeichnung für den Wandel der
Gesamtheit literarischer und lebensweltlicher Erfahrungen (Horizont) der
aus dem Erkennen der ästhetischen Distanz bzw. eines Abstandes zwischen
einem gegebenen Erwartungshorizont und einem neuen literarischen Werk
resultiert - vgl.
Erwartungshorizont,
Horizontverschmelzung, |
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Horrorgeschichte
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. »Horrorliteratur,
»Horrorfilm |
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Humilitas
auch: Bescheidenheit; |
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Hyperbel
starke Übertreibung; offensichtlich unglaubwürdig; meistens wird ein
Gegenstand in nicht angemessener Weise vergrößert oder verkleinert
Beispiele: todmüde - ein Meer
von Tränen - Sie hat einen Mund wie ein Scheunentor - |
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Hyperonym
Oberbegriff - vgl. Hyponymie,
Hyponym, |
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Hyponym
Unterbegriff - vgl. Hyponymie,
Hyperonym, |
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Hyponymie
auch: Subordination; in der Linguistik Bezeichnung für die
semantisch-begriffliche Unterordnung von »Sememen
(semantischen Einheiten als Bündel von Merkmalen); häufig als
Art-Gattung-Relation dargestellt in der Beziehung zwischen untergeordneten
Sememen (Hyponymen, Unterbegriffen) und übergeordneten Sememen (Hyperonymen,
Oberbegriffen) - vgl. Hyponym,
Hyperonym |
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Hypotaktischer Stil
Form der sprachlichen Darstellung, in der meist weit umspannende Satzgefüge (Hypotaxen)
dominieren - vgl. Hypotaxe,
parataktischer Stil,
Satzverbindungen, Stil
Beispiel: Er zeigte mir alle Gewächse dieser Art,
besonders den peruvianus, welcher wirklich eine prachtvolle Pflanze
geworden war, er verbreitete sich über die Behandlung dieser Gewächse
während des Winters, sagte, dass mancher schon im Hornung blüht, dass
nicht alle eine gewisse Kälte vertragen, sondern in der wärmeren
Abteilung des Hauses stehen müssen, besonders verlangen dieses viele
Cereusarten, und er ging dann auf die Einrichtung des Hauses selbst über,
und hob es als eine Vorzüglichkeit heraus, dass der Herr für jene
Stellen, an denen die Gläser übereinander liegen, ein so treffliches
Bindemittel gefunden habe, durch welches das Hereinziehen des Wassers an
den übereinander gelegten Stellen des Glases unmöglich sei, und das
diesen Pflanzen so nachteilige Herabfallen von Wassertropfen vermieden
werde. (Adalbert Stifter, Der Nachsommer) |
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Hypotaxe
auch: Satzgefüge (Hauptsatz-Nebensatz); Form
der Satzverbindung; unselbständige Sätze werden in einen anderen Satz eingebettet und
auf diese Weise mit ihm verbunden - vgl.
hypotaktischer
Stil,
Parataxe
Beispiel: Weil das letzte Spiel verloren wurde, spielt heute eine
ganz andere Mannschaft auf, wenn der Anpfiff erfolgt. |
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