Wahrnehmungsbild
Bezeichnung für ein inneres Bild (Vorstellungsbild), das durch die sinnliche
Wahrnehmung eines präsenten Gegenstandes oder einer präsenten Abbildung
eines Gegenstandes durch ein Subjekt entsteht (vgl.
Kroeber-Riel/Weinberg 1999,
S.343) - vgl.
inneres Bild,
Gedächtnisbild,
Imagery,
Wandzeitung mindestens plakatgroße Präsentation von Informationen jedweder Art,
die an einer Wand angebracht werden kann - vgl. Präsentationsformen,
Ergebniswand, Ideenwand, Informationswand, Meinungswand,
Warnung
Sprechakt, der den Partner festlegen soll; Sprecher will den Partner von
einem bestimmten Verhalten abbringen; andernfalls Androhung von
Sanktionen, die allerdings nicht von ihm selbst verhängt werden (vgl.
dagegen: Drohung) - vgl.
Engel,
1996, S.52 - vgl.
Sprechakte Beispiele: Ich warne dich ein letztes Mal.... -
Halte dich hier besser heraus! - Bei Nichtbeachtung wird Anzeige
erstattet! - Du rauchst aber viel! - Bissiger Hund!
Weltwissen
auch:
enzyklopädisches Wissen,
allgemeinster und umfassendster außersprachlicher Wissensbereich, der sehr
unterschiedliche Wissensinhalte umfasst, z.B. Alltagswissen, individuelles
Erfahrungswissen, Bildungs- und Fachwissen; steht in enger Verbindung zur
Kulturgemeinschaft oder Gruppe, in der man lebt; - vgl.
Alltagswissen, Bildungs- und
Fachwissen,
individuelles Erfahrungswissen,
Textarbeit,
Textverstehen,
Wissen,
Werturteil
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Sachurteil
Werkimmanente Interpretation
hermeneutische Methode der Textinterpretation, für die die
Geschichtlichkeit der Literatur unerheblich ist; geprägt durch die
Literaturwissenschaftler Emil Staiger, Wolfgang Kayser und Benno von Wiese
; Betonung der formal-ästhetischen Merkmale des literarischen Textes in
ihrem Funktionszusammenhang für die Gestaltung der Aussage; aus
zeithistorischen Gründen (NS-Diktatur) Abwendung von Politik, Geschichte
und Gesellschaft hin zum "sprachlichen Kunstwerk"; Art
Dichtungs-Religion, die verloren gegangene weltanschauliche Orientierungen
kompensierte
W-Frage
Frage(satz), der mit einem
Interrogativpronomen
(fragendes Fürwort), wie wer, was, wann, wo, warum beginnt. Meist in Form einer
Ergänzungsfrage.;
manchmal auch Erschließungsfragen oder Schlüsselfragen genannt Beispiele:
Wer ist der derzeitige Bundeskanzler? - Wann zündete die Atombombe auf Hiroshima?
- Wen hast du denn getroffen?
W-Fragen-Methode
auch:
Fragemethode, Methode zur Erfassung von
Inhalt, des Gedankenganges und/oder der argumentativen Strukturen eines Textes durch Formulierung
eines Kataloges von Fragen, auf die der Text antwortet. Diese Fragen werden als
W-Fragen formuliert. vgl.
Strukturwortmethode,
Sprechaktmethode
Wirkungsästhetik
Literaturwissenschaftlicher Ansatz, der die Rezeption von Texten vom
Standpunkt des Textes aus bestimmt; in der
Konstanzer
Schule der Rezeptionsästhetik von Wolfgang Iser vertreten - vgl.
Rezeptionsästhetik
Wissen, enzyklopädisches
auch: Weltwissen, allgemeinster und
umfassendster außersprachlicher Wissensbereich, der sehr unterschiedliche Wissensinhalte
umfasst, z.B. Alltagswissen, individuelles Erfahrungswissen, Bildungs- und Fachwissen;
steht in enger Verbindung zur Kulturgemeinschaft oder Gruppe, in der man lebt; - vgl.
Alltagswissen, Bildungs- und Fachwissen,
individuelles Erfahrungswissen,
Textarbeit, Textverstehen,
Weltwissen, Wissen,
Wortfrage
Form des Fragesatzes; auch:
Ergänzungsfrage; Antwort auf eine
Ergänzungsfrage meist in Form eines Wortes oder einer Wortgruppe, daher
Begriff Wortfrage (Verb-zweit-Stellungstyp) - vgl.
Fragesatz,
Ergänzungsfrage Beispiele: Wann fängt der Film an? - Wer kommt
heute noch zur Party? - Auf welcher CD finde ich den Song?
Wörtliches Exzerpt
wörtlich zitierter Inhaltsauszug aus einem Text; Auswahlkriterium: Wichtigkeit und
Bedeutung für ein Thema, eine Fragestellung; genaue Quellenangabe erforderlich; Grundlage
für das Zitieren in einer eigenen Arbeit - vgl.
Exzerpieren, freies Exzerpt,
Zitieren
Wortkreuzung auch: Wortverschränkung, Wortverschmelzung, Wortmischung, Kontamination,
Kontraktion oder Blending; neue Wortbildung durch Kürzung von Wörtern oder
Wortgruppen; keine Kurzwörter, da keine gleichbedeutenden Langformen als
lexikalische Varianten vorhanden Beispiele: Kurlaub, Stagflation
Wortspiel
Zusammenstellung klangähnlicher, aber bedeutungsverschiedener Wörter Beispiel: So fürchten sie keine
Verhandlungen, aber handeln auch nie aus Furcht.
Wortstamm
auch: Stamm; unterschiedliche Verwendung des Begriffs; Vorstellung, wonach
Wörter sich aus Wortteilen (Morphmen) zusammensetzen, einem Grundbestandteil und einem hinzugefügten Wortbestandteil; Bestimmung des Wortstamms durch Weglassen der zuletzt
angefügten Elements (Affix: Flexionsaffixe bei der Konjugation wie -st, -te,
ge- in: baust, baute, gebaut; Wortbildungsaffixe wie un-, zer-, -lich, -ung
in un-kündbar, zer-brechen, pein-lich, Erober-ung;
Suffix: Wortbildungselement, das an den Wortstamm angehängt wird, z.
B. Land-ung, gelb-lich, kauf-te; Präfix:
Wortbildungselement, das vor den Wortstamm gestellt wird, z. B. un-möglich,
zer-stören; - vgl. Stamm, Affix, Suffix, Präfix