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Pronomen

Überblick

 
 

Man kann einschl. der so genannten Adverbialpronomen (auch: Pronominaladverbien) acht verschiedene Pronomen unterscheiden.

Pronomen Beispiele Stilistische Hinweise
Personal-
pronomen

(persönliches Fürwort )

bezeichnet Rollen in einem Gespräch

ich, du, sie, ihr, wir
  • "Siezen" und "Duzen"; "Ihr" - Anrede als Zwischenform

  • Als Anredeform bei der Sie-Anrede Großschreibung in förmlichen Briefen; ansonsten Kleinschreibung

Reflexiv-
pronomen

(rückbezügliches Fürwort)

drückt Rückbeziehung auf ein Subjekt aus

sich, einander, sich gegenseitig
  • nicht eindeutige Verwendung:
    Der Abteilungsleiter lässt die Auszubildenden für sich arbeiten. - besser: Der Abteilungsleiter lässt die Auszubildenden für sich selbst arbeiten.
Interrogativ-
pronomen

(Fragefürwort)

stellt eine Ergänzungsfrage

wer? was? was für einer
  • keine Entscheidungsfragen mit Interrogativpronomen bilden, wie z.B. Ist da wer?

  • umgangssprachlich: Was träumst du hier herum? besser: Warum träumst du?

Possessiv-
pronomen

(besitzanzeigendes Fürwort
)

gibt Besitzverhältnisse an und ordnet das eine dem anderen zu

mein, dein, sein, euer, unser,
  • rhetorische Floskeln vermeiden: in diesem unserem Lande

  • Anrede als Höflichkeitsform: Meine Damen und Herren

  • umgangssprachliche Vermeidung des Genitivs: "Meiner Freundin ihr Auto ist gestohlen worden." statt: Das Auto meiner Freundin ist gestohlen worden."

Demonstrativ-
pronomen

(hinweisendes Fürwort)

weist auf etwas schon Bekanntes hin oder "zeigt" auf etwas, das näher bestimmt werden soll

dieser, dies, das, jener, jenes, derselbe, dieselbe, derjenige, dasjenige, solcher
  • auch der, die, das können demonstrativ sein

  • Unterschied dasselbe und das gleiche: Wir haben dasselbe Auto = ein Auto. Wir haben das gleiche Auto = ein Auto, das einem anderen gleicht

  • falscher Gebrauch von derselbe: "Im Verkaufsraum stand gestern ein Kunde. Derselbe verlangte… besser. Er / (dieser) verlangte…

Relativ-
pronomen

(bezügliches Fürwort)

leitet einen Relativsatz / Attributsatz ein

welcher, welche, welches, der, die, das
  • relatives der, die, das nicht mit Artikel verwechseln

  • Kommasetzung vor einleitendem Relativpronomen

  • relatives was nur in Verbindung mit Indefinitpronomen, z.B. alles, was… oder manches, was

  • in Dialekten relatives wo, z.B. Der Hund, wo zugebissen hat — schriftsprachlich grober Fehler!

Indefinit-
pronomen

(unbestimmtes Fürwort)

bezeichnet etwas nicht näher Bestimmtes

man, jemand, niemand, etwas, etliche, andere, alle,
  • besondere Deklination von "man"

  • viel und wenig: Ich sehe wenig Autos — ebenso möglich: Ich sehe wenige Autos

  • umgangssprachlich: Das hat was (was im Sinne von etwas)

Adverbial-
pronomen

ersetzen präpositionale Ausdrücke

 

dort, hier, ab heute, von hier, dabei, dafür, deswegen, deshalb, darüber
  • auch Pronominaladverb genannt

  • fungieren meist als Adverbial, können aber auch Präpositionalobjekt oder Attribut sein

                 
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