Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

l_a.jpg (907 Byte)     

Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

a. a. O. 
Abkürzung
Abitursaufsatz 
Abschreiben
Abstract
Abstractor
Abtönungspartikeln
Abschreiben
Abwehrende Frage 
accounts
Adäquanz 
Adjektion
Adressat
Adressatenbezug 
Advance Organizer 
Adverb 
Adverbialpronomen
Adverbialsatz 
Akkumulation 
Akrostichon 
Akt 
Akt, initiierender
Akt, illokutiver 
Akt, propositionaler 
Akt, respondierender
Aktives Zuhören
Akustische Kommunikation
Akzent
Akzeptabilität
Alexandrinervers
Allegorese
Allegorie 
Alliteration
Alltagswissen 
Allusion
Alternative Figuren
Alternativfrage
Ambiguitätstoleranz 
Amerikanische Debatte 
Amplifikation
Anagramm 
Anakoluth
Anakreontik
Analogie
Analogieschluss 
Analytisches Drama 
Anapäst
Anapher 
Anaphorischer Verweis 

Anastrophe
Änderungskategorie, rhetorische
Änderungsoperation,
rhetorische

Anekdote
Anführungszeichen
Annonce
Anrede

Anspielung
 
Anschaulichkeit  
Ansichten, schematisierte 
Anthropomor-
phisierung
 
Antihermeneutische Methode 
Antilabe 
Antithese 
Antonomasie
Apokope 
Aposiopese 
Apostroph
Apostrophe 
Apotheose
Appellativer Text 
Appellativum
Appellcharakter 
Apperzeption
Apposition
Aprosdoketon
Arbeitsanweisung, mehrteilige
Arbeitsdefinition
Arbeitsgliederung 
Arbeitstechnik
Arbeitstechnik, kreative
Archaismus

Argument
Argument, deduktives
Argument, induktives
Argument, statistisches
Argumentation
Argumentationskette
Argumentationsmodell 
Argumentationsskizze 
Argumentationstheorie
Argumentative Themenentfaltung 
Arrangiertes Gespräch
Assonanz

Assoziation
Assoziationskette
Ästhetik 
Asyndeton
Attribuierung
Attributsatz

Aufbau 
Aufbau, gedanklicher
Aufforderung
Aufforderungssatz
Aufnehmendes Zuhören
Aufsatz
Aufsatzlehre
 
Aufsatz, literarischer 
Aufsatzthema 
Auftakt, dramatischer 
Auftreten
Auftritt 

Aufzug 
Auktoriale Charakterisierungs-
technik
 
Auktoriales Erzählen 
Auktoriale Erzählperspektive 
Auktoriale Erzählsituation 
Auktoriale Ich-Erzählperspektive 
Ausdrucksgeste
Ausführliches Protokoll 
Aussage
Aussageabsicht
Aussagekern
Aussagenliste
Aussagenliste, einfache
Aussagenliste, strukturierende
Aussagenlogik 
Aussagesatz
Aussage, deskriptive
Aussage, normative
Aussageweise
Ausruf
Außenperspektive
Außensicht 
Äußerung
Äußerung, performative
Autobiographie
Autonomous monologue
Autorisierung 
Auxiliarverb 

 

 

Google
Web www.teachsam.de

 

 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

 
a. a. O.
Abkürzung für: am angegebenen Ort; Hinweis beim Zitieren in der Quellenangabe; wird verwendet, wenn ein Titel auf einer Seite mehrmals zitiert wird - vgl. ebd., ebendaZitieren, Quellenangabe
Beispiele: (a. a .O., S.234) - (vgl. a. a. O., S.2) - (Müller, a .a. O., S.42) - (vgl.  Merger, a. a. O., S.36)
     
  Abkürzung
linguistisch betrachtet kein Wortbildungsprodukt und damit ohne Wortcharakter; können nicht mit Artikel versehen und nicht flektiert (konjugiert) werden; gekürzt aus längeren Wörtern (Hbf. = Hauptbahnhof) oder es liegen ihnen ganze Phrasen zugrunde (usw. z. B.); gewöhnlich in mündlicher Rede wie die Vollform gesprochen. d. h. Abkürzungen existieren eigentlich nur in Schriftform; allerdings auch Übergangsformen, die durch häufigen Gebrauch, meistens zuerst in der Umgangssprache in der Kurzform in die mündliche Kommunikation gelangen (a.D. - km/h - med.) - vgl. lexikalische Kurzformen, Kurzwort
 
 
Abitursaufsatz
vgl. Literarisches Thema, literarische Erörterung, Problemerörterung, Textanalyse, Texterörterung, Textinterpretation

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Abschreiben
schriftliche Übertragung eines Textes von einer schriftlichen Vorlage; Vorlage kann dabei betrachtet werden; Form zum Üben der Schreibfertigkeit und für die Rechtschreibung
     
  Abstract
(engl. to abstract = einen Auszug machen), auch in deutscher Schreibung Abstrakt; "Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Abhandlung" (Werlich 1979, S.75); meistens nichtfiktionale Gegenstände wie wissenschaftliche Thesen oder ganze wissenschaftliche Arbeiten, Rückblicke auf Ereignisse oder die Darstellung von Konferenzverläufen; Funktion:  kurze und bündige Information über die Quintessenz der Sachverhalte;  Länge abhängig vom Gegenstand und der jeweiligen Fachdisziplin, meistens zwischen 100 und 500 Wörtern;  »American National Standards Institute (ANSI) defiiniert Abstract als "an abbreviated accurate representation of the contents of a document" definiert "eine gekürzte präzise Darstellung des Inhalts eines Dokuments“)"; nach DIN 1426 (Abs. 3.5; Fassung vom Oktober 1988) gleichbedeutend mit Kurzreferat, das den Inhalt eines Dokuments kurz und klar, informativ ohne Interpretation und Wertung wiedergibt und zugleich auch ohne die Originalvorlage verständlich sein muss; kein Anspruch auf vollständige Wiedergabe aller Inhaltskomponenten, sondern auch Auswahl besonders wichtiger möglich; im englischen Sprachraum auch normative Vorgaben, die sogar Kommentare des Abstractors zulassen, was die strenge Bedingung der Objektivität lockert (vgl. Kretzenbacher 1990, S.25) - vgl. Inhaltsangabe - Kurzreferat - Rekapitulation - Summary
 
     
  Abstractor
Verfasser eines Abstracts; meistens andere Person als der Autor, aber kann auch mit dem Autor identisch sein
 
 
Abtönungspartikeln
Gruppe der Partikeln, die im Allgemeinen die Redeabsicht mehr oder weniger modifizieren,  verstärken oder auch abmildern können; Beispiele: aber, also, denn, durchaus, ja (unbetont oder betont gedehnt), nicht, schon, vielleicht, wohl (vgl. Engel 1996 , S.231-238) - vgl. Partikeln
 
Abwehrende Frage
unter inhaltlichem Aspekt: Frage, die deutlich erkennen lässt, dass sie eigentlich als Aufforderungen zu verstehen sind vgl. Fragearten
Beispiel: Du wirst doch nicht auch mitgehen?
     
  accounts
Begriff aus der Konversationsanalyse; "Begriff für alle jene kommunikativen Handlungen, durch die die Gesprächsteilnehmer sich gegenseitig den Sinn ihres Gesprächshandelns aufzeigen bzw. die anderen dazu anhalten, diesen Sinn offenzulegen, oder durch die er in kritischen Momenten problematisch gewordene Sinn wieder in Ordnung gebracht wird:" (Brinker/Sager 1989, S.135); man unterscheidet: Hervorbringungs-, Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren - vgl. Gesprächsanalyse, Konversationsanalyse
 
 
Adäquanz
Prinzip beim  trivialen Lesen;   "Zusammenspiel von Lesererwartung und Textdisposition" (Hoppe 1973), so dass es zu einer "Übereinstimmung zwischen den Leseerwartungen der Käufer und dem Leseerlebnis, das der Text ermöglicht" (Hoppe 1973) kommt. - (vgl. Hussong 1973, S.53)

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Adjektiv
veränderliche Wortart; auch: Eigenschaftswort, Wiewort; Kriterien: attributive Verwendung, deklinierbar, können gesteigert werden (Komparation), können abgestuft oder graduiert werden (z.B. sehr schlau, echt schlau), können ein direktes Gegenteil haben; Formen: geborene Adjektive, Partizipien, abgeleitete Adjektive; einwertige Adjektive (ernst, dick, groß), zweiwertige Adjektive (gespannt auf, wohnhaft in, jemandem dankbar), dreiwertige Adjektive ( mit jemandem einig sein über); Arten: Eigenschaftswörter (dick, kalt, trocken), Orientierungswörter (gestrig, hiesig, heutig), Wertwörter (gut, böse, schlecht), Zahlwörter (Numeralia) (eine, zwei, sieben, tausend) - vgl. Heringer 1989, S.92f.) - vgl. Wortarten, veränderliche Wortarten, Eigenschaftswort

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Adjektion
1. Mehrgebot bei Versteigerungen 2. im Zusammenhang mit rhetorischen Änderungsoperationen (adjectio): Hinzufügen eines Elementes oder mehrerer Elemente; vgl. rhetorische ÄnderungsoperationDetraktion
Beispiele: und / rund; 
 
Adressat
auch: Empfänger; 1. in der Kommunikation: Person, an die eine bestimmte Nachricht (sprachliche Handlung) gerichtet ist; in "unmittelbarer" Kommunikation (face-to-face) Adressat = Hörer; in medial vermittelter Kommunikation (z.B. Radio, Fernsehen, Internet) Mehrfachadressierung; 2. Rezipient - vgl. Kommunikation, Face-to-face-Kommunikation, Adressatenbezug

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Adressatenbezug
1. Beziehung, die zwischen einer sprachlichen Handlung und dem, an den sie gerichtet ist besteht; sprachliche und außersprachliche Elemente, die erkennen lassen, an wen eine bestimmte Nachricht (sprachliche Handlung) gerichtet ist; 2. Wirkungsakzent eines rhetorischen Mittels / einer rhetorischen Figur - vgl. Adressat, Aufsatz, Wirkungsakzent
 
Advance Organizer
auch: Vorstrukturierungen; in der kognitiven Lerntheorie Ausubels Bezeichnung für vorstrukturierende kurze, dem eigentlichen Lernmaterial vorangestellte Einführungstexte
 
Adverb
auch: Umstandswort, Beiwort; unveränderliche Wortart (daher mitunter zu Partikeln gezählt); leicht verwechselbar mit Adjektiven, die ohne Endung als Adverbial oder Prädikativum verwendet werden; Funktionen: 1. als Attribut: a) Attribut zu einem Substantiv/Nomen b) Attribut zu einem Adjektiv c) Attribut zu einem Adverb 2. als Prädikativum 3. als Adverbial; verschiedene Klassifizierungsansätze: 1. syntaktisch: a) frei vorkommende Adverbien (z.B. heute, morgens), b) Konjunktional-Adverbien (z.B. daher, dennoch, deswegen) c) Interrogativ-Adverbien zur Einleitung von Frage- und Relativsätzen (z.B. wann; Erkläre mir, wo du wohnst.), d) Pronominal-Adverbien (z.B. darauf, dorthin), werden als sog. Pro-Formen für ganze Präpositionalobjekte oder adverbiale Bestimmungen verwendet 2. semantisch: a) Lokaladverbien (z.B. rechts, unten, hier) b) Temporaladverbien (z.B. gestern, heute, morgen) c) Modaladverbien ( z.B. gern, höchstens, beinahe) Kausaladverbien (deshalb, demzufolge); - vgl. unveränderliche Wortarten
Beispiele: heute, dort, darum, gern, vielleicht… - Funktionen: 1. a) die Hochzeit morgen b) Sie singen ziemlich falsch. c) Wir verreisen sehr selten. 2. Es ist genug. Eltern sind anders. 3. Wir verabschieden uns heute. Ihr mögt euch dennoch.
     
  Adverbialpronomen
häufig auch: Pronominaladverb, unveränderliche Wortart, die präpositionale Ausdrücke ersetzen; enthalten häufig eine Präposition und/oder können mit einer Präposition verbunden werden (vgl. Heringer 1989, S.125) - vgl. Pronominaladverb
Beispiele: dort, von dort, ab heute, dafür, deswegen
 
 
Adverbialsatz
Gliedsatz, bei dem der untergeordnete Nebensatz anstelle des Satzgliedes Adverbiale steht: a) statt einer adverbialen Bestimmung der Zeit (Temporalsatz) b) statt einer adverbialen Bestimmung des Ortes (Lokalsatz) c) statt einer adverbialen Bestimmung der Art und Weise (Modalsatz) d) statt einer adverbialen Bestimmung des Mittels (Instrumentalsatz) e) statt einer adverbialen Bestimmung des Grundes (Kausalsatz) f) statt einer adverbialen Bestimmung der Bedingung (Konditionalsatz)  g)  statt einer adverbialen Bestimmung der Einräumung (nichtzureichender Gegengrund) (Konzessivsatz) h) statt einer adverbialen Bestimmung der Folge (Konsekutivsatz) i) statt einer adverbialen Bestimmung des  Zwecks (Finalsatz); Form: meistens Konjunktionalsatz- vgl. Gliedsatz
Beispiele: a) Ich habe gehört, dass der Film heute anläuft. b) Wir

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Akkumulation
Anhäufung von Synonymen oder Aufzählung mehrerer Unterbegriffe statt des zusammenfassenden Oberbegriffes vgl. Wortfiguren
Beispiele: Meine Knie zittern, mein Herz klopft, ich schwebe wie auf einer Wolke - ich liebe dich. - "Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder." (Paul Gerhardt) - "Nenn's Glück! Herz! Liebe! Gott!" - 
 
Akrostichon
Name, Wort oder Satz, der aus den jeweils ersten Buchstaben, Silben oder Wörtern von Versen oder Strophen gebildet wird, die aufeinander folgen; wird häufig als Huldigung oder Anspielung auf den Empfänger oder Verfasser eingesetzt
 
Akt
auch: Aufzug; größter, im Allgemeinen geschlossener Handlungsabschnitt eines Dramas; umfasst häufig eine Anzahl von Auftritten oder Szenen; wird häufig durch Pausen, Lichteinsatz oder Öffnen und Schließen des Vorhanges markiert; seit Renaissance im Anschluss an die antike Poetik von Aristoteles und Horaz  Drei- bzw. Fünfteilung des Handlungsverlaufs; im klassizistischen Drama seit Gottsched (1731, Sterbender Cato) und in der deutschen Klasse fünfteiliger Aktaufbau als Norm; unter dem Einfluss Shakespeares seit dem Sturm und Drang (Ende des 18.Jh.) allmähliche Auflösung fester Aktstrukturen; stattdessen Tendenz zu lockerer epischer Aneinanderreihung von Szenen (z.B. episches Theater) - vgl. Drama, Aufzug 
     
  Akt, initiierender
vgl. initiierender Akt
 
 
Akt, illokutiver
vgl. illokutiver Akt
 
Akt, propositionaler
vgl. propositionaler Akt
     
  Akt, respondierender
vgl. respondierender Akt
 
 
Aktives Zuhören
Zuhörerverhalten und Sprechverhalten des Empfängers einer Nachricht in der Kommunikation; in Worte fassen, was gefühlsmäßig in den Äußerungen des Senders der Nachricht mitschwingt, auf die Gefühle des anderen in besonderer Weise eingehen (Weisbach 1994)- vgl. Zuhören, aufnehmendes Zuhören, "Ich-verstehe"-Zuhören, umschreibendes Zuhören 
     
  Akustische Kommunikation
Form der nonverbalen Kommunikation, bei der mit akustischen, aber nicht sprachlichen Signalen, über den Gehörsinn kommuniziert wird - vgl. nonverbale Kommunikation
 
     
  Akzent
prosodisches Merkmale der Sprache; Bezeichnung für die (linguistisch funktionelle) Hervorhebung einer Silbe innerhalb eine Wortes; verschiedene Möglichkeiten zur phonetischen Realisierung dieses suprasegmentalen Merkmals der Sprache: höhere, manchmal auch tiefere Grundfrequenz, größere Intensität, längere dauer, andere Klangfarbe; Akzentformen: dynamischer Akzent (entsteht durch höhere Intensität), melodischer Akzent (durch Erhöhung der Grundfrequenz); - vgl. suprasegmentale Merkmale, Prosodie
 
      
  Akzeptabilität
In der Textlinguistik Kriterium der Textualität, das das eine aktive Rezeption des Textes voraussetzt  (Beaugrande/Dressler (1981, S.13f.); Grad der Akzeptabilität hängt davon ab, wie groß der gemeinsame Wissensvorrat von Textproduzent und Textrezipient ist und ob und wie weit beide herrschende Konventionen berücksichtigen; damit  abhängig von der Qualität des Textes, seiner Kohärenz, Verständlichkeit und Informativität, sowie von den Erwartungen des Rezipienten an den Text und seiner Bereitschaft, den Text zu verstehen (ebd. 118 ff); aktive Rezeption bedeutet daher auch,  eigenes Wissen den Textinformationen hinzuzufügen, zu inferieren, die Kohärenz nicht nur zu rekonstruieren, sondern sie z. T. erst herzustellen;  Die Akzeptabilität eines Textes ergibt sich auch daraus, -  vgl. Textlinguistik, Textualität, Informativität, Situationalität Intentionalität, Intertextualität 
 
     
  Alexandrinervers
Vers mit einem sechshebigen Jambus und Mittelzäsur nach der dritten Hebung; benannt nach seiner Verwendung in der altfranzösischen Alexandrinerepik
- vgl. Jambus, Metrum, Vers, Versmaß
Beispiel:
Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden,
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein ...
(Andreas Gryphius, Es ist alles eitel)
 
     
  Allegorese
Hermeneutisches Verfahren zur systematischen Suche nach allegorischen Bedeutungen - vgl. Allegorie
Beispiel: Allegorese am Beispiel von Gryphius »Abend«
 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Allegorie
(gr. allegorein = etwas anders sagen, bildlich reden) bildhafte Veranschaulichung eines Begriffes, eines abstrakten Gedankens oder Begriffsfeldes durch eine Bild- und/oder Handlungsfolge; oftmals in Form der Personifikation, die quasi flächendeckend über einen ganzen Text oder mindestens einen Textabschnitt ausgedehnt wird; im Unterschied zur Metapher willkürliche Beziehung zwischen Bild und Bedeutung, die rational erklärt werden will;  im Vergleich zum Symbol meist ad hoc konstruiert; zielt auf Sinn und Gefühl; - vgl. Bild, GleichnisMetapher, Personifikation, Symbol, Sinnfiguren
Beispiele: "Justitia" als blinde Frau oder Frau mit verbundenen Augen; "Ehe" als Hafen; "Staat" Schiff

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Alliteration
Übereinstimmung im Anlaut von zwei oder mehreren Wörtern vgl. Klangfiguren, Stabreim
Beispiel: Wint
erwinde wichen dem Wonnemond
 
Alltagswissen
Teil des Weltwissens, bzw. enzyklopädischen Wissens
Beispiel: Man weiß, ein Apfel aussieht, wie eine Briefmarke aufgeklebt wird, wie eine Stadt aussieht) 
     
  Allusion
vgl. Anspielung
 
 
Alternative Figuren
Figuren in einen Drama, die während des dramatischen Geschehens niemals in einer gemeinsamen Szene auftreten - vgl. Konfiguration

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Alternativfrage
den Partner festlegender Sprechakt:   (Mindestens) zwei Sachverhalte oder zwei Elemente eines Sachverhaltes werden in Frage gestellt;  Sprecher erwartet, dass eine seiner aufgezeigten Alternativen bestätigt wird; Mischform: als Standardform wie  Entscheidungsfrage finites Verb an erster Stelle, aber: Antwort wie bei  Sachfrage (vgl. Engel 1996) - vgl. Fragearten
 
Ambiguitätstoleranz
Fähigkeit, mehrdeutige Situationen, Sachverhalte, sprachliche Ausdrücke oder widersprüchliche Merkmale einer Erscheinung hinzunehmen, ohne eine Seite zu übersehen
 
Amerikanische Debatte
(vorläufig nur Platzhalter!)
     
  Amplifikation
rhetorisches Mittel; kunstvolle Erweiterung bzw. Aufschwellung einer Aussage über das hinaus, was eigentlich zur Kommunikation nötig wäre, durch wiederholte Betrachtung unter verschiedenen Gesichtspunkten und ausführliches Ausmalen der verschiedenen Aspekte
 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Anagramm
Umstellung der Buchstaben eines Wortes zu einer neuen sinnvollen Wortfolge - vgl. Wortfiguren
Beispiel: "Ave - Eva"
 
Anakoluth
Störung des Satzbaus, der grammatisch nicht folgerichtig aufgebaut ist; häufig auch stilistischer Fehler; dient als rhetorisches Mittel zur Nachahmung einer sozial oder emotional bestimmten Redeweise - vgl. Satzfiguren
Beispiel: "deine Mutter glaubt nie, dass du vielleicht erwachsen bist und kannst allein für dich aufkommen" (U. Johnson, Mutmaßungen über Jakob)
     
  Anakreontik
Bezeichnung für Nachahmungen der Anakreon (6. Jh. v. Chr.) zugeschriebenen reim- und strophenlosen Oden; aber auch im weiteren Sinne verwendet für Gedichte, die - ohne Nachahmung der Formmerkmale der sog. Anakreonteen - eine Freude an und gegenüber Welt und Leben ausdrücken; in dt. Literatur oft auch Bezeichnung für die Lyrik des Rokoko (1740-1780), der die rationale, der Aufklärung verpflichtete Weltsicht mit einem neuartigen Lebensgefühl, einer heiteren Lebensfreude und einem verfeinerten sinnlichen Erleben, mit ästhetischem Spiel verbinden will; betont gesellige Literatur, die das Schöne als das zugleich moralisch Gute zum Ausdruck bringen will und das an literarischen Vorbildern (Anakreon, Horaz, Catull) orientierte Natürliche zum Ideal verklärt; anakreontische Motivik als "Ausdruck der aufklärerischen Diesseitsgesinnung und Glückseligkeitsreligion" (Kaiser 1976, S.88) - Wegbereiter der Anakreontik: Friedrich von Hagedorn (1708-1754)
 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Analogie
allg.: Verhältnisgleichheit; zwischen Dingen besteht eine gewisse Übereinstimmung bei gleichzeitiger Verschiedenheit - vgl. Analogieschluss, Aussagenlogik, Syllogismus
 
Analogieschluss
auch: Analogismus; von einzelnen Übereinstimmungen zwischen Dingen wird auf ihre Übereinstimmung oder Ähnlichkeit in anderer Beziehung geschlossen; A. stellt keinen wissenschaftlich zwingenden Beweis dar - vgl. Analogie, Aussagenlogik, Syllogismus
 
Analytisches Drama
auch: Enthüllungsdrama Dramentyp, bei dem das entscheidende Ereignis für das dramatische Geschehen auf der Bühnen der Vorgeschichte liegt; Aufklärung des vor dem Handlungsbeginn liegenden Vorgangs  oder Konflikts durch das szenische Spiel; Gegensatz: Zieldrama (bzw. synthetisches Drama oder Entfaltungsdrama) - vgl. Drama, Zieldrama
Beispiele: Sophokles: König Ödipus, Lessing, Nathan der Weise; Schiller: Maria Stuart; Kleist: Der zerbrochene Krug, Ibsen: Gespenster
     
  Anapäst
(gr. anapaiein = zurückschlagen);  auch: Doppelsteiger; 1) antiker Versfuß: Bezeichnung für einen dreisilbigen Versfuß mit zwei kurzen Silben und nachfolgend einer langen Silbe ( ˇ ˇ /) 2) in deutscher Metrik: zweimal unbetont und einmal betont  (xxx', bzw. vv-) - vgl. DaktylusJambusMetrum, Takt, Taktart, Trochäus, Vers, Versfuß, Versmaß,
Beispiele: Paradies, Malerei, nebenbei
 

. pfote_bl.gif (897 Byte)

Anapher
Wiederholung des Anfangswortes bei aufeinander folgenden Sätzen, Versen oder Strophen; vgl. Klangfiguren, Epipher, Wortfiguren, Klangfiguren
Beispiel: "Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll..."
 
Anaphorischer Verweis
auch: Rückverweis; rückverweisende Verweisrichtung von Pro-Formen als Kohäsionsmittel auf der Textoberflächenstruktur vgl. kataphorischer Verweis 
Beispiel: Heiner geht mit dem Hund raus. Das macht er immer. 
     
  Anastrophe
auch: Inversion, Veränderung der üblichen Abfolge von Satzgliedern, ; vgl. Inversion
Beispiele: der Verstellung schwere Kunst; zweifelsohne statt ohne Zweifel; Büblein klein statt kleines Büblein
 
 
Änderungskategorie, rhetorische
vgl. rhetorische Änderungsoperation

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Änderungsoperation, rhetorische
vgl. rhetorische Änderungsoperation
     
  Anedokte
epische Kleinform; Gegenstand der Erzählung meist eine historische Persönlichkeit oder eine bezeichnende Begebenheit; meist pointeartiger Schluss, mit dem verborgene Zusammenhänge blitzartig erleuchtet werden; (historische) Wahrheit ist zwar nicht verbürgt, aber erscheint plausibel; Kunstform bei Heinrich von Kleist, Johann Peter Hebel
Beispiel: Heinrich von Kleist, Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege;
 
 
Anführungszeichen
auch: Anführungsstriche, Zeichen der deutschen Zeichensetzung; A. schließen etwas wörtlich Wiedergegebenes ein. - umgangsspr.: Gänsefüßchen - vgl. Redewiedergabe, direkte Rede,
     
  Annonce
vgl. Werbeanzeige
 

.pfote_bl.gif (897 Byte)

Anrede
Hinwendung an den Adressaten
Beispiel: meine Damen und Herren
 
Anschaulichkeit
1. Wirkungsakzent rhetorischer Figuren 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Anschauungsraum
Raumtyp der Raumgestaltung im epischen Text: eher statisch wirkender Großraum, der der Fern- und Übersicht dient
 
Ansichten, schematisierte
vgl. schematisierte Ansichten

.pfote_bl.gif (897 Byte)

Anspielung
auch: Allusion; versteckter Hinweis auf einen Zusammenhang, eine Person, die der Adressat kennt
Beispiel: Ich brauche nicht zu sagen, ... - Sie wissen, was ich meine ... - 
 
Antihermeneutische Methoden
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Hermeneutik, hermeneutische Methode, hermeneutischer Zirkel
 
Antilabe
Form der Dialoggestaltung in einem Versdrama; dabei wird ein Vers auf zwei oder mehrere Sprecher aufgeteilt; häufig bei emphatischen oder pathetischem Sprechen verwendet - vgl. dagegen Stichomythie

  . pfote_bl.gif (897 Byte)

Antithese:
Entgegenstellung von Begriffen und Gedanken vgl. Sinnfiguren
Beispiel: Heiß geliebt und kalt getrunken

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Anthropomorphisierung
Vermenschlichung; besonderer Fall der Belebung von etwas Unbelebtem; - vgl. Personifikation,
     
  Antonomasie
Abart der Synekdoche; 1. Umschreibung eines Eigennamens durch besondere Kennzeichen (charakteristische Beiwörter oder Eigenschaften), um eine mehrfache Namensnennung zu vermeiden; setzt einen kompetenten Sender/Empfänger voraus; Formen: Patronymikon (= Nennung des Vaternamens); Ethnicum (= Nennung der Volkszugehörigkeit); Berufsbezeichnung; ausholende Beschreibung (Periphrase) 2. Umschreibung einer Gattung durch den Eigennamen eines herausragenden Vertreters oder einer herausragenden Vertreterin
Beispiele: zu 1) Patronymikon: der Pelide = Achilleus; der Atride = Agamemnon, Sohn des Atreus - Etrhnicum: der Galiläer = Jesus; der Korse = Napoleon, der Leimener = Boris Becker - Berufsbezeichnung: der Dichterfürst = Goethe; der Erlöser = Jesus - ausholende Beschreibung/Periphrase: der Besieger Karthagos = Scipio, Vater der Götter und Menschen = Zeus
 
 
Apokopé
Wegfallen eines Lautes oder einer Silbe am Wortende; sprachgeschichtl. Ursachen, metrische Zwänge ("manch' bunte Blumen", Goethe, Erlkönig) oder aus artikulatorischen Gründen (z.B. in der Mundart oder Umgangssprache); meistens mit dem Satzzeichen Apostroph gekennzeichnet
Beispiele: Bitt' Sie! - 'n Bier, bitte! 
 
Aposiopese
rhetorische Figur; bewusstes Abbrechen der Rede, bevor die entscheidende Aussage gemacht wird; a) Abbruch der syntaktischen Konstruktion b) Gedanke wird nicht einem vollständigen Satz zu Ende geführt; Hörer muss Gemeintes aus dem Kontext schließen
Beispiel: Ich werd' Euch gleich! - Ich sag' nur... 

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Apostroph
Auslassungszeichen, Häkchen, das den Wegfall eines Lautes oder einer Silbe kennzeichnet
Beispiele: Bitt' Sie! - 'n Bier, bitte! 
 
Apostrophe
Anrede an das Publikum; auch direkte Anrede von Dingen; häufig als Ausruf oder Frage formuliert vgl. Sinnfiguren
Beispiel: Alter Freund! Immer getreuer Schlaf! Fliehst du mich auch, wie die übrigen Freunde? Wie willig senktest du dich sonst auf mein freies Haupt herunter und kühltest, wie ein schöner Myrtenkranz der Liebe, meine Schläfe! (Goethe, Egmont, V)
     
  Apotheose
(griech. Vergöttlichung) Verklärung des Menschlichen zum Göttlichen hin oder Enthüllung des bis dahin in seiner Bedeutung unterschätzten Göttlichen am Ende eines Dramas
Beispiel: Schlussszene in Goethes »Egmont« oder die Auffahrt des 'unsterblichen' Fausts am Schluss von Goethes »Faust II«
 
 
Appellativer Text
Bezeichnung für Textsorten,  die den Adressaten in seinem Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen wollen - vgl. Textfunktion
     
  Appelativum
Gattungsbezeichnung; im Gegensatz zum Eigennamen, der singulär vorkommende Lebewesen oder Gegenstände bezeichnet,  Bezeichnung für Gattungen, Klassen von Personen, Pflanzen, Tieren oder Dingen), aber auch zur Bezeichnung eines bestimmten, einzelnen Elements dieser Gattung; z. B.  Frau als Bezeichnung der Gattung und Bezeichnung einer ganz bestimmten Frau
 
 
Appellcharakter
Bezeichnung für eine Textfunktion, die den Adressaten in seinem Denken, Fühlen und Handeln in bestimmter Weise beeinflussen will - vgl. Textfunktion
     
  Apperzeption
aktives, bewusstes und zugleich willentliches Wahrnehmen bzw. Erfassen von Denkinhalten; im Gegensatz zur Assoziation Beteiligung des Willens und im Unterschied zur eher passiven Rezeption aktive Geistestätigkeit; Begriff in der heutigen Psycholinguistik kaum verbreitet
 
     
  Apposition
(auch: Zusatz oder Beisatz); ein besonderer Fall der Attribuierung: substantivisches Attribut zu einem Substantiv, das den gleichen Kasus wie sein Bezugswort aufweist; Formen: a) vorangestellte A. b) nachgestellte A.
Beispiele: a) Sie hat der Stadt Konstanz einen Dienst erwiesen. b) Er pfiff nach seinem Hund, einem Tibetterrier.
 
     
  Aprosdoketon
rhetorische Figur; überraschender und unerwarteter Ausdruck (Redewendung, Wort), der anstelle eines Ausdrucks verwendet wird, der vom Leser oder Hörer erwartet wird
Beispiel: "(Trompeten), die den Marsch blasen, die griechischen den Trojanern, die trojanischen - na, wem wohl?" (anstelle "den Griechen") (R. Hagelstange, "Spielball der Götter")
 
     
  Arbeitsanweisung, mehrteilige
vgl. mehrteilige Arbeitsanweisung
 
     
  Arbeitsdefinition
vorläufige Definition eines Sachverhaltes, die noch nicht den Anspruch erhebt, diesen Sachverhalt erschöpfend zu definieren; dient in der Regel als Arbeitsgrundlage für bestimmte Fragestellungen und wird im Allgemeinen nach Abschluss einer Untersuchung im Sinne einer Präzisierung überarbeitet - vgl. Definition, lexikalische Definition, Nominaldefinition, Realdefinition, extensionale Definition,
 
 
 Arbeitsgliederung
Arbeitsschritt bei der Problemerörterung; Festlegung der Reihenfolge der Gedanken und einer Gesamtstruktur der Niederschrift - vgl. Problemerörterung

  pfote_bl.gif (897 Byte)

Arbeitstechnik
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Kreative Arbeitstechniken
 
Arbeitstechnik, kreative
vgl. kreative Arbeitstechnik

  . pfote_bl.gif (897 Byte)

Archaismus
veralteter sprachlicher Ausdruck; a) gehört nicht mehr zum aktiven Wortschatz b) hat eine veraltete Bedeutung c) weist eine veraltete syntaktische Form auf (z.B. (finite Verbform)
Beispiel: a) abhold; allezeit b) ein höherer Beruf c) Goethens Werk ... ward aufgeführt

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Argument
Begründung für eine Behauptung (These) im Rahmen einer Argumentation; allgemein: Punkt einer Beweisführung; anerkannter Begründungswert für eine These (plausibel, stichhaltig, schlüssig) - vgl. Argumentation, Argumentationsmodell, Basisargument
     
  Argument, deduktives
vgl. deduktives Argument
 
     
  Argument, induktives
vgl. induktives Argument
 
     
  Argument, statistisches
vgl. statistisches Argument
 

  pfote_bl.gif (897 Byte)

Argumentation
Typus sprachlichen Handelns; allgemein: Darlegung der Argumente, Beweisführung, Begründung; Schritt oder Reihe von Schritten zur Begründung einer Aussage; Schlüssigkeit der Argumentation als Beweis einer Aussage - vgl. Argument, Argumentationsmodell, einfache Argumentation, erweiterte Argumentation, DiskussionFünfsatz, These
 
Argumentation, einfache
Argumentationsschema bestehend aus einer These und einem oder mehreren Argumenten, die nicht weiteren Stützungen versehen sind - vgl. Argumentation, erweiterte Argumentation

  pfote_bl.gif (897 Byte)

Argumentation, erweiterte
Argumentationsschema bestehend aus einer These und einem oder mehreren Argumenten, die mit  Stützungen (Beweis, Beispiel, Schlussfolgerung)  versehen sind - vgl. Argumentation, einfache Argumentation

  pfote_bl.gif (897 Byte)

Argumentationskette
Aufbau einer Argumentation, bei der jedem Argument ein anderes vorausgeht und jedes Argument auf das Ergebnis des vorangehenden Argumentes aufbaut (vgl. Metzler Lexikon Sprache 1993) - vgl. Argumentation, Argumentationsmodell,
 
Argumentationsmodell
Schematische Darstellung einer Argumentation - vgl. einfache Argumentation, erweiterte Argumentation,

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Argumentationsskizze
Gegliederte und mit vielfältigen visuellen Mitteln gestaltete Darstellung einer Argumentation, die das Ziel hat a) die explizit geäußerten sprachlichen Argumentationssignale zu erkennen b) den argumentativen Zusammenhang der gemachten Äußerungen zu erfassen c) die Argumentation, soweit möglich, hierarchisch strukturiert darzustellen  - Argumentation, Argumentationsmodell
     
  Argumentationstheorie
(derzeit nur Platzhalter!) - Argumentation, Argumentationsmodell
 
 
Argumentative Themenentfaltung
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl. thematische Entfaltung, deskriptive Themenentfaltungexplikative Themenentfaltung, argumentative Themenentfaltung
     
  Arrangiertes Gespräch
(auch: natürliches arrangiertes Gespräch) - im gesprächsanalytischen Ansatz von Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für natürliche Gespräche, die im Gegensatz zu den spontanen Gesprächen längerfristig vorbereitet sind - vgl. Gespräch, natürliches Gespräch spontanes Gespräch
 
 
Assonanz
Gleichklang zwischen mindestens zwei oder mehreren Wörtern; häufig nur auf Vokale bezogen; meist am Versende eines lyrischen Textes - vgl. Klangfiguren
Beispiel:
Endlich auch, nach langem Ringen,
Muß die Nacht dem Tage weichen;
Wie ein bunter Blumengarten
Liegt Toledo ausgebreitet.
(Heinrich Heine, Don Ramiro, 9. Strophe)

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Assoziation
1) psychologisch: Verknüpfung eines Gedankens oder eines Gefühls mit einem Objekt oder einem anderen Gedanken oder Gefühl; beim Assoziieren werden die so miteinander verknüpften Elemente bewusst, ohne dass der Grund für die Verknüpfung offenkundig sein muss 2) Zusammenschluss von Personen und Unternehmen zu einem bestimmten Zweck - vgl. Assoziationskette, assoziative MethodeKreativität, Kreative Arbeitstechniken, Brainstorming Clustering, Mind Mapping,

  pfote_bl.gif (897 Byte)

Assoziationskette
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Assoziation, Kreativität, Kreative Arbeitstechniken, Brainstorming Clustering, Mind Mapping
 
Assoziative Methode
Methoden, die die individuelle Verknüpfung von Gedanken und Gefühlen miteinander zur Aktivierung von Gedächtnisinhalten und zur kreativen Ideenfindung ausnützen - vgl. Assoziation, Assoziationskette, Kreativität, Kreative Arbeitstechniken, Brainstorming Clustering, Mind Mapping,

. pfote_bl.gif (897 Byte)

Ästhetik
Wissenschaft von der Erkenntnis der Sinneswahrnehmung, insbesondere in der Kunst die Wahrnehmung des Schönen und des Hässlichen
     
  Asyndeton
rhetorische Figur: Aneinanderreihung gleichgeordneter Wörter, Wortgruppen, Satzteilen oder Sätzen, die nicht mit Konjunktionen (Verknüpfungswörter) miteinander verbunden sind; Funktion: entweder Ausdruck einer unkompliziert ungezwungenen Sprechweise oder zur pathetisch wirkenden Stilerhöhung (z. B. als Klimax oder auch Antithese ) - vgl. rhetorische Figuren, Polysyndeton
Beispiele: (Klimax): "es muss auf unser Fragen ein Vieh, ein Baum, ein Bild, ein Marmor Antwort sagen" (Andreas Gryphius); (Antithese): "der Wahn ist kurz, die Reu ist land" (Schiller, Lied von der Glocke)
 
     
  Attribuierung
Einbettung eines Satzes durch ein Attribut in einem anderen Satz, in dem es Satzgliedteil wird; Funktion: Informationsverdichtung durch syntaktische Kondensierung;
Beispiele: Die Katze ist schwarz. Die Katze springt auf den Tisch. → Die schwarze Katze springt auf den Tisch. oder: Die auf den Tisch springende Katze ist schwarz.
 
 
Attributsatz
1. auch: Gliedteilsatz, Beifügungssatz; Gliedsatz, der von einem Bezugswort im Hauptsatz (Obersatz) abhängig ist und dieses genauer und ausführlicher erläutert; Attributsätze können von Konjunktionalsätzen (incl. Interrogativsätze), Relativsätzen, uneingeleiteten Nebensätzen, Infinitivsätzen oder Partizipialkonstruktionen gebildet werden; erfüllen die Funktion eines Attributs; 2. manchmal auch nicht zur engeren Gruppe der Gliedsätze (Subjektsätze, Objektsätze, Adverbialsätze) gerechnet- vgl. Satz, Gliedsatz,
Beispiele: Die Trauer darüber, dass er verloren hatte / verloren zu haben / Die Frage, ob er verloren hatte / Die Mitteilung, wann er zurückkommt / Hunde, die bellen, beißen nicht / Diese These, schon längst ausdiskutiert / Früher, in den achtziger Jahren, als noch nicht alle ein Handy hatten / ... (vgl. Metzler Lexikon Sprache, S.66)

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Aufbau
vgl. Textaufbau
 
Aufbau, gedanklicher
vgl. gedanklicher Aufbau

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Aufforderung
Sprechakt; Sprecher will seine/n Partner zu einem bestimmten Verhalten veranlassen. Äußerung wird ohne weitere, zusätzliche Absichten gemacht - vgl. Sprechakte, (vgl. Engel, 1996, S.47f.)
Beispiele: Ich bitte dich, ich befehle dir - Kannst du die Tür schließen? - Du solltest mal vorbeikommen. - Sie könnten ruhig auch mal eine Überstunde machen. - Das wist du nicht tun. - Alle mal herhören! - Schnauze! - 
 
Aufforderungssatz
vgl. Imperativsatz
 
Aufnehmendes Zuhören
Zuhörer-, Sprech- und allgemeines Kommunikationsverhalten des Empfängers einer Nachricht in der Kommunikation; Aufmerksamkeit hör- und sichtbar zeigen, kommentierender Blickkontakt, Mitteilungsakt (Kontaktsignal Hörer) Zuhörfloskeln in Form von Antwortpartikeln o. ä. (Mhm, so, ja...) (Weisbach 1994)- vgl. Zuhören, aktives Zuhören, "Ich-verstehe"-Zuhören, umschreibendes Zuhören 

  .pfote_bl.gif (897 Byte)

Aufsatz
1. schulische Schreibform: von Schülern unter einer bestimmten Themenstellung verfasster schriftlicher Text; jeweils aufsatzspezifisch in Form, Stil, Schreibsituation und Adressatenbezug; als Übungsaufgabe oder als Klassenarbeit bzw. Klausur im DU verwendet  2. wissenschaftlich: Bezeichnung für eine in ihrem Umfang kleinere wissenschaftliche Veröffentlichung, meistens in einer Fachzeitschrift o.ä. 3. häufig auch als für Essay verwendet - vgl. schulische Schreibformen

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Aufsatzbeurteilung
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Aufsatz, Aufsatzlehre, Klassenarbeit, Klausur, schulische Schreibformen

  pfote_bl.gif (897 Byte)

Aufsatzlehre
Didaktik und Methodik des Aufsatzunterrichtes - vgl. Aufsatz, schulische Schreibformen
 
Aufsatz, literarischer
vgl. literarischer Aufsatz
 
Aufsatzthema
1. Allgemein: Thema eines Aufsatzes 2. Als schulische Schreibform: Formulierung eines Themas mit expliziter oder impliziter Schreibaufforderung - vgl. Thema, Themenstellung, Themafrage 
 
Auftakt, dramatischer
vgl. dramatischer Auftakt

  .pfote_bl.gif (897 Byte)

Auftreten
im epischen Text: implizite Information zur Figurencharakterisierung durch  den Erzähler bzw. die Erzählinstanz durch Einordnung und Vorkommenshäufigkeit im "plot" im Vergleich zur Einordnung und Häufigkeit des Vorkommens einer Figur in der "story"
Beispiel: Eine Figur wird im "plot" schon häufig thematisiert, ehe sie überhaupt in der "story" auftritt.
 
Auftritt
auch: Szene; kleinste Gliederungseinheit im dramatischen Text; bestimmt durch das Auftreten bzw. Abtreten mindestens einer Figur im Drama (Konfigurationswechsel) - vgl. Drama, Akt, Szene, Konfigurationswechsel
 
Aufzug
auch: Akt; vom Aufmarsch der Mitwirkenden bei festlichen Tanzaufführungen oder der mitwirkenden Schauspieler vor dem jeweiligen Aktbeginn hergeleitete deutsche Bezeichnung für die größte Gliederungseinheit im Drama (Lessing  u. a. 18. Jh.) - vgl. Akt, Auftritt, Szene, 
 
Auktoriale Charakterisierungstechnik
Technik zur Figurencharakterisierung im Drama; Informationen, mit denen der Autor (impliziter Autor) die Zuschauer/Leser eines dramatischen Textes unmittelbar anspricht; Formen: explizit-auktoriale und implizit auktoriale Charakterisierungstechniken  (vgl. Pfister 1977, S. 251ff.)  vgl. Charakterisierungstechnik, figurale Charakterisierungstechnik, explizit-auktoriale Charakterisierungstechniken, implizit-auktoriale Charakterisierungstechniken 

.pfote_bl.gif (897 Byte)

Auktoriales Erzählen
auch: auktoriale Erzählperspektive, auktoriale Erzählsituation ; epische Darstellungstechnik als Ich- oder Er-Erzählung; mit kommentierenden Einmischungen, Bewertungen, Reflexionen, Vorausdeutungen oder Rückwendungen des Erzählers bzw. der Erzählinstanz (telling); beliebiger Wechsel zwischen Außen- und Innensicht und u. U. zwischen verschiedenen Perspektiven
Beispiel: Der Leser soll hier von mir erfahren, wie es meiner bemitleidenswerten Freundin Antonia ergangen ist, als sie sich in den jungen Martin Bach verliebt hat, der auch in späten Jahren nicht bereute, was er ihr angetan hatte.
 
Auktoriale Erzählperspektive
vgl. auktoriales Erzählen
 
Auktoriale Erzählsituation
vg. auktoriales Erzählen
 
Auktoriale Ich-Erzählperspektive
Variationsrichtung der Ich-Erzählperspektive (Ich-Erzählsituation); Ich-Form, Innenperspektive, zweipolige Ich-ich-Struktur (erzählendes/sich erinnerndes Ich und erlebendes/erinnertes Ich); Ich-Erzähler als erzählendes Ich mit z. T. vergleichbaren Funktionen wie ein auktorialer Erzähler - vgl. Ich-Erzählperspektive - personale Ich-Erzählperspektive 
     
  Ausdrucksgeste
Signale des Gesichtsausdrucks und der Hände (=Gestikulation) - vgl. Geste, primäre Geste
 
 
Ausführliches Protokoll
vgl. Verlaufsprotokoll 

  pfote_bl.gif (897 Byte)

Aussage
(Derzeit nur Platzhalter!) -
 
Aussageabsicht
allg.: Redeabsicht eines Sprechers, die bei einer Äußerung verfolgt wird; Vielfalt von Aussageabsichten, z.B. im Bereich der emotionalen Wirkung: provozieren; im Bereich der rationalen Wirkung: überzeugen; im Bereich der appellativen Wirkung: auffordern - vgl. Intention

  pfote_bl.gif (897 Byte)

Aussagekern
Teil der Inhaltsangabe; leitet diese ein mit Angaben zu Autor, Titel, Textart, Textentstehung, Thema, Kurzinhalt - vgl. Inhaltsangabe
     
  Aussagenliste
Arbeitsmethode zur inhaltlichen Erfassung von Texten; dabei werden die Aussagen eines Textes in Form von Sätzen untereinander aufgelistet. Formen: einfache Aussagenliste, strukturierende Aussagenliste - vgl. Thesenpapier
 
     
  Aussagenliste, einfache
vgl. einfache Aussagenliste
 
     
  Aussagenliste, strukturierende
vgl. strukturierende Aussagenliste
 
 
Aussagenlogik
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Analogieschluss, Syllogismus

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Aussagesatz
Satzart mit Satzart; vgl. Konstativsatz
     
  Aussage, deskriptive
vgl. deskriptive Aussage
 
     
  Aussage, normative
vgl. normative Aussage
 
     
  Aussageweise
vgl. Modus
 

  .pfote_bl.gif (897 Byte)

Ausruf 
vgl. Apostrophe
Beispiel: Zum Teufel mit dir!
  .
Außenperspektive
Ggs. Innenperspektive; Begriff der Erzähltechnik, der den Standort des Erzählers näher beschreibt; Erzähler befindet sich räumlich und zeitlich außerhalb der Welt der fiktiven Figuren;  auktorialer Erzählerstandort (auktoriales Erzählen).

  .pfote_bl.gif (897 Byte)

Außensicht
Ggs. Innensicht; Begriff der Erzähltechnik; Verzicht auf die Wiedergabe von inneren Vorgängen; kann sogar so weit gehen, dass auch die inneren Vorgänge der erzählenden Figur bzw. des erlebenden Ichs wegfallen.
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund. Sie bestellte einen Kaffee und blickte zur Tür.. Fünf Minuten später erschien er.
     
  Äußerung
in der strukturalistischen Linguistik Gliederungseinheit auf der Gesprächsoberfläche:  Bezeichnung für einen beliebigen Abschnitt in der Rede einer einzigen Person, die vorher und hinterher schweigt; Mündlichkeit als konstitutives Merkmal ohne weitere grammatische, thematische oder pragmatische Implikationen (vgl. Brinker/Sager 1989, S.11)
 
     
  Äußerung, performative
vgl. performative Äußerung
 
 
Autobiographie
i. e. S. rückblickender Prosabericht in der ersten Person, der von einer historisch realen Person über ihr eigenes Leben gegeben wird; Gegenstände der A. häufig: Privatleben, Bildungsgang bis zur Übernahme einer sozial verantwortlichen Rolle, berufliches oder öffentliches Wirken (»Memoiren«); autobiographische Texte sind aber über die bloße Rekapitulation von Geschehen immer auch Interpretation der Vergangenheit (vgl. Vogt 1990, S.69) - vgl. autobiographischer Roman, Memoirenroman, Tagebuchroman, Memoiren, Tagebuch 
 
Autobiographischer Roman
Typus des Romans im Rahmen der Ich-Erzählsituation; Merkmale: zeitliche Retrospektive aus der mitunter genau datierten Erzähl- oder Schreibgegenwart, Geschehnisse aus der Vergangenheit des Ich-Erzählers, Unterscheidung zwischen erlebendem (erinnertem)  und erzählendem (sich erinnerndem) Ich (zweipolige Ich-ich-Struktur) (vgl. Vogt 1990, S.69)
Beispiele: Thomas Mann, Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull; Max Frisch, Homo faber; Max Frisch, Peter Weiss, Abschied von den Eltern ...

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Autonomous monologue
Begriff der Erzählforschung (Cohn 1978); vgl. Monologerzählung
 
Autorisierung
Sprechakt, der den Partner festlegt; Sprecher weist seinem Partner eine ganz klar umrissene Rolle in der Kommunikation zu - vgl. Sprechakte
Beispiele: Ich verweise Sie aus dem Klassenzimmer. - Ich entziehe Ihnen das Wort. - Ich taufe dich auf den Namen ... - Sie sind entlassen.  (vgl. Engel, 1996, S.50)

 pfote_bl.gif (897 Byte)

Auxiliarverb
die perfekt- und passivbildenden Verben (haben, sein, werden...) in diesen finiten Verbformen - vgl. Hilfsverb, Modalverb
Beispiele: Er ist gegangen. - Sie wurde von ihm betrogen. - Er hat gelogen. - nicht aber: "Ich bin ein Berliner." (John F. Kennedy)

pfote_bl.gif (897 Byte)

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

 

logo_sm.jpg (3144 Byte)
Copyright 1999/2010

Home ] Sitemap ] News ] Suche ] Arbeitstechniken ] Deutsch ] Geschichte ] Medien ] Pädagogik ] Politik ] Projekte ] Psychologie ] Didaktik ] Spiele ] Prüfungen ] textPlus ] Pool ] teachSam-Glossar ] FAQ's ] Copyright ] Über teachSam ] Quellen ] Impressum ] teachSam-Corner ] twitter ]