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a. a. O.
Abkürzung
Abitursaufsatz
Abschreiben
Abstract
Abstractor
Abtönungspartikeln
Abschreiben
Abwehrende Frage
accounts
Adäquanz
Adjektion
Adressat
Adressatenbezug
Advance Organizer
Adverb
Adverbialpronomen
Adverbialsatz
Akkumulation
Akrostichon
Akt
Akt,
initiierender
Akt, illokutiver
Akt, propositionaler
Akt,
respondierender
Aktives Zuhören
Akustische Kommunikation
Akzent
Akzeptabilität
Alexandrinervers
Allegorese
Allegorie
Alliteration
Alltagswissen
Allusion
Alternative Figuren
Alternativfrage
Ambiguitätstoleranz
Amerikanische Debatte
Amplifikation
Anagramm
Anakoluth
Anakreontik
Analogie
Analogieschluss
Analytisches Drama
Anapäst
Anapher
Anaphorischer Verweis
Anastrophe
Änderungskategorie,
rhetorische
Änderungsoperation,
rhetorische
Anekdote
Anführungszeichen
Annonce
Anrede
Anspielung
Anschaulichkeit
Ansichten, schematisierte
Anthropomor-
phisierung
Antihermeneutische Methode
Antilabe
Antithese
Antonomasie
Apokope
Aposiopese
Apostroph
Apostrophe
Apotheose
Appellativer Text |
Appellativum
Appellcharakter
Apperzeption
Apposition
Aprosdoketon
Arbeitsanweisung, mehrteilige
Arbeitsdefinition
Arbeitsgliederung
Arbeitstechnik
Arbeitstechnik, kreative
Archaismus
Argument
Argument,
deduktives
Argument,
induktives
Argument, statistisches
Argumentation
Argumentationskette
Argumentationsmodell
Argumentationsskizze
Argumentationstheorie
Argumentative
Themenentfaltung
Arrangiertes Gespräch
Assonanz
Assoziation
Assoziationskette
Ästhetik
Asyndeton
Attribuierung
Attributsatz
Aufbau
Aufbau, gedanklicher
Aufforderung
Aufforderungssatz
Aufnehmendes Zuhören
Aufsatz
Aufsatzlehre
Aufsatz, literarischer
Aufsatzthema
Auftakt, dramatischer
Auftreten
Auftritt
Aufzug
Auktoriale
Charakterisierungs-
technik
Auktoriales Erzählen
Auktoriale Erzählperspektive
Auktoriale Erzählsituation
Auktoriale
Ich-Erzählperspektive
Ausdrucksgeste
Ausführliches Protokoll
Aussage
Aussageabsicht
Aussagekern
Aussagenliste
Aussagenliste, einfache
Aussagenliste, strukturierende
Aussagenlogik
Aussagesatz
Aussage,
deskriptive
Aussage,
normative
Aussageweise
Ausruf
Außenperspektive
Außensicht
Äußerung
Äußerung, performative
Autobiographie
Autonomous monologue
Autorisierung
Auxiliarverb |
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a. a. O.
Abkürzung für: am angegebenen Ort; Hinweis beim Zitieren in der Quellenangabe; wird
verwendet, wenn ein Titel auf einer Seite mehrmals zitiert wird - vgl.
ebd.,
ebenda,
Zitieren,
Quellenangabe
Beispiele: (a. a .O., S.234) - (vgl. a. a. O., S.2) - (Müller,
a .a. O., S.42) - (vgl. Merger, a. a. O., S.36) |
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Abkürzung
linguistisch betrachtet kein Wortbildungsprodukt und damit ohne
Wortcharakter; können nicht mit Artikel versehen und nicht flektiert
(konjugiert) werden; gekürzt aus längeren Wörtern (Hbf. = Hauptbahnhof) oder
es liegen ihnen ganze Phrasen zugrunde (usw. z. B.); gewöhnlich in
mündlicher Rede wie die Vollform gesprochen. d. h. Abkürzungen existieren
eigentlich nur in Schriftform; allerdings auch Übergangsformen, die durch
häufigen Gebrauch, meistens zuerst in der Umgangssprache in der Kurzform in
die mündliche Kommunikation gelangen (a.D. - km/h - med.) - vgl.
lexikalische Kurzformen,
Kurzwort |
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Abitursaufsatz
vgl.
Literarisches Thema,
literarische
Erörterung,
Problemerörterung,
Textanalyse,
Texterörterung,
Textinterpretation |
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Abschreiben
schriftliche Übertragung eines Textes von einer schriftlichen Vorlage; Vorlage kann dabei
betrachtet werden; Form zum Üben der Schreibfertigkeit und für die Rechtschreibung |
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Abstract
(engl. to abstract = einen Auszug machen), auch in deutscher Schreibung
Abstrakt; "Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Abhandlung" (Werlich
1979, S.75); meistens nichtfiktionale Gegenstände wie wissenschaftliche Thesen oder
ganze wissenschaftliche Arbeiten, Rückblicke auf Ereignisse oder die Darstellung von Konferenzverläufen;
Funktion: kurze und bündige Information über die Quintessenz der Sachverhalte;
Länge abhängig vom
Gegenstand und der jeweiligen Fachdisziplin, meistens zwischen 100 und 500 Wörtern; »American National Standards Institute (ANSI)
defiiniert Abstract als "an abbreviated accurate representation of the contents of
a document" definiert "eine gekürzte präzise Darstellung des Inhalts
eines Dokuments“)"; nach
DIN 1426 (Abs. 3.5; Fassung vom Oktober 1988) gleichbedeutend mit
Kurzreferat, das den Inhalt eines Dokuments kurz und klar, informativ ohne
Interpretation und Wertung wiedergibt und zugleich auch ohne die
Originalvorlage verständlich sein muss; kein Anspruch auf vollständige
Wiedergabe aller Inhaltskomponenten, sondern auch Auswahl besonders
wichtiger möglich; im englischen Sprachraum auch normative Vorgaben, die
sogar Kommentare des Abstractors zulassen, was die strenge Bedingung der
Objektivität lockert (vgl.
Kretzenbacher 1990, S.25) - vgl.
Inhaltsangabe -
Kurzreferat
-
Rekapitulation -
Summary |
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Abstractor
Verfasser eines
Abstracts; meistens andere Person als der Autor, aber kann auch mit
dem Autor identisch sein |
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Abtönungspartikeln
Gruppe der Partikeln, die im Allgemeinen die Redeabsicht mehr oder weniger
modifizieren, verstärken oder auch abmildern können; Beispiele:
aber, also, denn, durchaus, ja (unbetont oder betont gedehnt), nicht,
schon, vielleicht, wohl (vgl.
Engel
1996 , S.231-238) - vgl.
Partikeln |
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Abwehrende Frage
unter inhaltlichem Aspekt: Frage, die deutlich erkennen lässt, dass sie eigentlich als
Aufforderungen zu verstehen sind vgl.
Fragearten
Beispiel: Du wirst doch nicht auch mitgehen? |
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accounts
Begriff aus der
Konversationsanalyse; "Begriff für alle jene kommunikativen Handlungen,
durch die die Gesprächsteilnehmer sich gegenseitig den Sinn ihres
Gesprächshandelns aufzeigen bzw. die anderen dazu anhalten, diesen Sinn
offenzulegen, oder durch die er in kritischen Momenten problematisch
gewordene Sinn wieder in Ordnung gebracht wird:" (Brinker/Sager
1989, S.135); man unterscheidet: Hervorbringungs-, Sicherungs- und
Wiederherstellungsverfahren - vgl.
Gesprächsanalyse,
Konversationsanalyse |
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Adäquanz
Prinzip beim
trivialen
Lesen; "Zusammenspiel von Lesererwartung und
Textdisposition" (Hoppe 1973), so dass es zu einer
"Übereinstimmung zwischen den Leseerwartungen der Käufer und dem
Leseerlebnis, das der Text ermöglicht" (Hoppe 1973) kommt. - (vgl.
Hussong
1973, S.53) |
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Adjektiv
veränderliche Wortart; auch: Eigenschaftswort, Wiewort; Kriterien:
attributive Verwendung, deklinierbar, können gesteigert werden
(Komparation), können abgestuft oder graduiert werden (z.B. sehr schlau,
echt schlau), können ein direktes Gegenteil haben; Formen:
geborene Adjektive, Partizipien, abgeleitete Adjektive; einwertige
Adjektive (ernst, dick, groß), zweiwertige Adjektive (gespannt auf,
wohnhaft in, jemandem dankbar), dreiwertige Adjektive ( mit jemandem einig
sein über); Arten: Eigenschaftswörter (dick, kalt, trocken),
Orientierungswörter (gestrig, hiesig, heutig), Wertwörter (gut, böse,
schlecht), Zahlwörter (Numeralia) (eine, zwei, sieben, tausend) - vgl.
Heringer
1989, S.92f.) - vgl.
Wortarten,
veränderliche
Wortarten,
Eigenschaftswort |
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Adjektion
1. Mehrgebot bei Versteigerungen 2. im Zusammenhang mit rhetorischen
Änderungsoperationen (adjectio): Hinzufügen eines Elementes oder
mehrerer Elemente; vgl.
rhetorische
Änderungsoperation, Detraktion,
Beispiele: und / rund; |
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Adressat
auch: Empfänger; 1. in der Kommunikation: Person, an die eine bestimmte Nachricht
(sprachliche Handlung) gerichtet ist; in "unmittelbarer" Kommunikation
(face-to-face) Adressat = Hörer; in medial vermittelter Kommunikation (z.B. Radio,
Fernsehen, Internet) Mehrfachadressierung; 2.
Rezipient
- vgl.
Kommunikation,
Face-to-face-Kommunikation,
Adressatenbezug |
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Adressatenbezug
1. Beziehung, die zwischen einer sprachlichen Handlung und dem, an den sie gerichtet ist
besteht; sprachliche und außersprachliche Elemente, die erkennen lassen, an wen eine
bestimmte Nachricht (sprachliche Handlung) gerichtet ist; 2.
Wirkungsakzent
eines
rhetorischen Mittels
/ einer rhetorischen Figur
- vgl. Adressat,
Aufsatz,
Wirkungsakzent |
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Advance Organizer
auch: Vorstrukturierungen; in der kognitiven Lerntheorie Ausubels
Bezeichnung für vorstrukturierende kurze, dem eigentlichen Lernmaterial
vorangestellte Einführungstexte |
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Adverb
auch: Umstandswort, Beiwort; unveränderliche Wortart
(daher mitunter zu
Partikeln
gezählt); leicht verwechselbar mit
Adjektiven,
die ohne Endung als Adverbial oder Prädikativum verwendet werden; Funktionen:
1. als Attribut: a) Attribut zu einem Substantiv/Nomen b) Attribut zu
einem Adjektiv c) Attribut zu einem Adverb 2. als
Prädikativum 3. als Adverbial; verschiedene Klassifizierungsansätze:
1. syntaktisch: a) frei vorkommende Adverbien (z.B. heute,
morgens), b) Konjunktional-Adverbien (z.B. daher, dennoch, deswegen) c)
Interrogativ-Adverbien zur Einleitung von Frage- und Relativsätzen (z.B.
wann; Erkläre mir, wo du wohnst.), d)
Pronominal-Adverbien
(z.B. darauf, dorthin), werden als sog.
Pro-Formen
für ganze Präpositionalobjekte oder adverbiale Bestimmungen verwendet 2.
semantisch: a) Lokaladverbien (z.B. rechts, unten, hier) b)
Temporaladverbien (z.B. gestern, heute, morgen) c) Modaladverbien ( z.B.
gern, höchstens, beinahe) Kausaladverbien (deshalb, demzufolge); - vgl.
unveränderliche
Wortarten
Beispiele: heute, dort, darum, gern, vielleicht
- Funktionen: 1. a) die Hochzeit morgen b) Sie singen ziemlich
falsch. c) Wir verreisen sehr selten. 2. Es ist genug. Eltern sind anders.
3. Wir verabschieden uns heute. Ihr mögt euch dennoch. |
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Adverbialpronomen
häufig auch:
Pronominaladverb,
unveränderliche Wortart, die präpositionale Ausdrücke ersetzen; enthalten
häufig eine Präposition und/oder können mit einer Präposition verbunden
werden (vgl.
Heringer
1989, S.125) - vgl.
Pronominaladverb
Beispiele: dort, von dort, ab heute, dafür, deswegen |
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Adverbialsatz
Gliedsatz, bei dem der untergeordnete Nebensatz anstelle des Satzgliedes
Adverbiale steht: a) statt einer adverbialen Bestimmung der Zeit (Temporalsatz)
b) statt einer adverbialen Bestimmung des Ortes (Lokalsatz)
c) statt einer adverbialen Bestimmung der Art und Weise (Modalsatz)
d) statt einer adverbialen Bestimmung des Mittels (Instrumentalsatz)
e) statt einer adverbialen Bestimmung des Grundes (Kausalsatz)
f) statt einer adverbialen Bestimmung der Bedingung (Konditionalsatz)
g) statt einer adverbialen Bestimmung der Einräumung
(nichtzureichender Gegengrund) (Konzessivsatz)
h) statt einer adverbialen Bestimmung der Folge (Konsekutivsatz)
i) statt einer adverbialen Bestimmung des Zwecks (Finalsatz);
Form: meistens Konjunktionalsatz- vgl.
Gliedsatz
Beispiele: a) Ich habe
gehört, dass der Film heute anläuft. b) Wir |
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Akkumulation
Anhäufung von Synonymen oder Aufzählung mehrerer Unterbegriffe statt des
zusammenfassenden Oberbegriffes vgl.
Wortfiguren
Beispiele: Meine Knie zittern, mein Herz klopft, ich
schwebe wie auf einer Wolke - ich liebe dich. - "Nun ruhen alle
Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder." (Paul Gerhardt) - "Nenn's
Glück! Herz! Liebe! Gott!" - |
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Akrostichon
Name, Wort oder Satz, der aus den jeweils ersten Buchstaben, Silben oder
Wörtern von Versen oder Strophen gebildet wird, die aufeinander folgen;
wird häufig als Huldigung oder Anspielung auf den Empfänger oder
Verfasser eingesetzt |
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Akt
auch: Aufzug; größter, im Allgemeinen
geschlossener Handlungsabschnitt eines
Dramas;
umfasst häufig eine Anzahl von Auftritten oder Szenen; wird häufig durch
Pausen, Lichteinsatz oder Öffnen und Schließen des Vorhanges markiert;
seit Renaissance im Anschluss an die antike Poetik von
Aristoteles
und Horaz Drei- bzw. Fünfteilung des Handlungsverlaufs; im
klassizistischen Drama seit Gottsched (1731, Sterbender Cato) und in der
deutschen Klasse fünfteiliger Aktaufbau als Norm; unter dem Einfluss
Shakespeares seit dem Sturm und Drang (Ende des 18.Jh.) allmähliche
Auflösung fester Aktstrukturen; stattdessen Tendenz zu lockerer epischer
Aneinanderreihung von Szenen (z.B. episches Theater) - vgl.
Drama,
Aufzug |
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Akt, initiierender
vgl.
initiierender Akt |
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Akt, illokutiver
vgl.
illokutiver Akt |
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Akt, propositionaler
vgl.
propositionaler Akt |
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Akt, respondierender
vgl. respondierender
Akt |
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Aktives Zuhören
Zuhörerverhalten und Sprechverhalten des Empfängers einer Nachricht in
der Kommunikation; in Worte fassen, was gefühlsmäßig in den
Äußerungen des Senders der Nachricht mitschwingt, auf die Gefühle des
anderen in besonderer Weise eingehen (Weisbach
1994)- vgl.
Zuhören,
aufnehmendes
Zuhören,
"Ich-verstehe"-Zuhören,
umschreibendes
Zuhören |
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Akustische Kommunikation
Form der nonverbalen Kommunikation, bei der mit akustischen, aber nicht
sprachlichen Signalen, über den Gehörsinn kommuniziert wird - vgl.
nonverbale Kommunikation |
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Akzent
prosodisches Merkmale der Sprache;
Bezeichnung für die (linguistisch funktionelle) Hervorhebung einer Silbe
innerhalb eine Wortes; verschiedene Möglichkeiten zur phonetischen
Realisierung dieses suprasegmentalen Merkmals der Sprache: höhere, manchmal
auch tiefere Grundfrequenz, größere Intensität, längere dauer, andere
Klangfarbe; Akzentformen: dynamischer Akzent (entsteht durch höhere
Intensität), melodischer Akzent (durch Erhöhung der Grundfrequenz); - vgl.
suprasegmentale Merkmale,
Prosodie |
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Akzeptabilität
In der
Textlinguistik Kriterium der
Textualität, das das eine aktive Rezeption des Textes voraussetzt
(Beaugrande/Dressler (1981,
S.13f.); Grad der Akzeptabilität hängt davon ab, wie groß der
gemeinsame Wissensvorrat von Textproduzent und Textrezipient ist und ob und
wie weit beide herrschende Konventionen berücksichtigen; damit
abhängig von der Qualität des Textes, seiner Kohärenz, Verständlichkeit und
Informativität, sowie von den Erwartungen des Rezipienten an den Text und
seiner Bereitschaft, den Text zu verstehen (ebd. 118 ff); aktive Rezeption
bedeutet daher auch, eigenes Wissen den Textinformationen
hinzuzufügen, zu
inferieren, die Kohärenz
nicht nur zu rekonstruieren, sondern sie z. T. erst herzustellen; Die
Akzeptabilität eines Textes ergibt sich auch daraus, - vgl.
Textlinguistik,
Textualität,
Informativität,
Situationalität,
Intentionalität,
Intertextualität |
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Alexandrinervers
Vers mit einem sechshebigen Jambus und
Mittelzäsur nach der dritten Hebung;
benannt nach seiner Verwendung in der altfranzösischen Alexandrinerepik
- vgl. Jambus,
Metrum,
Vers,
Versmaß
Beispiel:
Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden,
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein ...
(Andreas Gryphius,
Es ist alles eitel) |
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Allegorese
Hermeneutisches Verfahren zur systematischen Suche nach allegorischen
Bedeutungen - vgl. Allegorie
Beispiel:
Allegorese am
Beispiel von Gryphius »Abend« |
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Allegorie
(gr. allegorein = etwas anders sagen, bildlich reden) bildhafte Veranschaulichung eines
Begriffes, eines abstrakten Gedankens oder Begriffsfeldes durch eine Bild- und/oder
Handlungsfolge; oftmals in Form der Personifikation, die quasi flächendeckend über einen
ganzen Text oder mindestens einen Textabschnitt ausgedehnt wird; im Unterschied zur
Metapher willkürliche Beziehung zwischen Bild und Bedeutung, die rational erklärt werden
will; im Vergleich zum
Symbol meist ad hoc
konstruiert; zielt auf Sinn und Gefühl; - vgl.
Bild,
Gleichnis,
Metapher,
Personifikation,
Symbol,
Sinnfiguren,
Beispiele: "Justitia" als blinde Frau oder Frau mit verbundenen Augen;
"Ehe" als Hafen; "Staat" Schiff |
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Alliteration
Übereinstimmung im Anlaut von zwei oder mehreren Wörtern vgl.
Klangfiguren,
Stabreim
Beispiel: Winterwinde wichen
dem Wonnemond |
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Alltagswissen
Teil des
Weltwissens, bzw.
enzyklopädischen
Wissens
Beispiel: Man weiß, ein Apfel aussieht, wie eine
Briefmarke aufgeklebt wird, wie eine Stadt aussieht) |
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Allusion
vgl. Anspielung |
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Alternative Figuren
Figuren in einen Drama, die während des dramatischen Geschehens niemals
in einer gemeinsamen Szene auftreten - vgl.
Konfiguration |
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Alternativfrage
den Partner festlegender
Sprechakt:
(Mindestens) zwei Sachverhalte oder zwei Elemente eines Sachverhaltes werden in
Frage gestellt; Sprecher erwartet, dass eine seiner aufgezeigten Alternativen
bestätigt wird; Mischform: als Standardform wie
Entscheidungsfrage
finites Verb an erster Stelle, aber:
Antwort wie bei
Sachfrage (vgl.
Engel 1996) - vgl.
Fragearten |
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Ambiguitätstoleranz
Fähigkeit, mehrdeutige Situationen, Sachverhalte, sprachliche Ausdrücke oder
widersprüchliche Merkmale einer Erscheinung hinzunehmen, ohne eine Seite zu übersehen |
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Amerikanische Debatte
(vorläufig nur Platzhalter!) |
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Amplifikation
rhetorisches Mittel; kunstvolle Erweiterung bzw. Aufschwellung einer Aussage
über das hinaus, was eigentlich zur Kommunikation nötig wäre, durch
wiederholte Betrachtung unter verschiedenen Gesichtspunkten und
ausführliches Ausmalen der verschiedenen Aspekte |
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Anagramm
Umstellung der Buchstaben eines Wortes zu einer neuen sinnvollen Wortfolge
- vgl.
Wortfiguren
Beispiel: "Ave - Eva" |
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Anakoluth
Störung des Satzbaus, der grammatisch nicht folgerichtig aufgebaut ist;
häufig auch stilistischer Fehler; dient als rhetorisches Mittel zur
Nachahmung einer sozial oder emotional bestimmten Redeweise - vgl.
Satzfiguren
Beispiel: "deine Mutter glaubt nie, dass du
vielleicht erwachsen bist und kannst allein für dich aufkommen" (U.
Johnson, Mutmaßungen über Jakob) |
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Anakreontik
Bezeichnung für Nachahmungen der Anakreon (6. Jh. v. Chr.) zugeschriebenen
reim- und strophenlosen Oden; aber auch im weiteren Sinne verwendet für
Gedichte, die - ohne Nachahmung der Formmerkmale der sog.
Anakreonteen -
eine Freude an und gegenüber Welt und Leben ausdrücken; in dt. Literatur oft
auch Bezeichnung für die Lyrik des Rokoko (1740-1780), der die rationale,
der Aufklärung verpflichtete Weltsicht mit einem neuartigen Lebensgefühl,
einer heiteren Lebensfreude und einem verfeinerten sinnlichen Erleben, mit
ästhetischem Spiel verbinden will; betont gesellige Literatur, die das
Schöne als das zugleich moralisch Gute zum Ausdruck bringen will und das an
literarischen Vorbildern (Anakreon, Horaz, Catull) orientierte Natürliche
zum Ideal verklärt; anakreontische Motivik als "Ausdruck der aufklärerischen
Diesseitsgesinnung und Glückseligkeitsreligion" (Kaiser
1976, S.88) - Wegbereiter der Anakreontik:
Friedrich von Hagedorn (1708-1754) |
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Analogie
allg.: Verhältnisgleichheit; zwischen Dingen besteht eine gewisse Übereinstimmung bei
gleichzeitiger Verschiedenheit - vgl.
Analogieschluss,
Aussagenlogik,
Syllogismus, |
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Analogieschluss
auch: Analogismus; von einzelnen Übereinstimmungen zwischen Dingen wird auf ihre
Übereinstimmung oder Ähnlichkeit in anderer Beziehung geschlossen; A. stellt keinen
wissenschaftlich zwingenden Beweis dar - vgl.
Analogie,
Aussagenlogik,
Syllogismus |
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Analytisches Drama
auch: Enthüllungsdrama Dramentyp, bei dem das entscheidende Ereignis für das dramatische Geschehen auf der
Bühnen der Vorgeschichte liegt; Aufklärung des vor dem Handlungsbeginn liegenden Vorgangs
oder
Konflikts durch das szenische
Spiel; Gegensatz:
Zieldrama
(bzw. synthetisches Drama oder Entfaltungsdrama) - vgl.
Drama,
Zieldrama
Beispiele: Sophokles: König Ödipus,
Lessing, Nathan der Weise;
Schiller:
Maria Stuart; Kleist:
Der zerbrochene Krug, Ibsen: Gespenster |
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Anapäst
(gr. anapaiein = zurückschlagen); auch: Doppelsteiger; 1) antiker
Versfuß: Bezeichnung für einen dreisilbigen Versfuß mit zwei kurzen Silben
und nachfolgend einer langen Silbe ( ˇ
ˇ /) 2) in deutscher Metrik: zweimal unbetont und einmal betont
(xxx', bzw. vv-) - vgl.
Daktylus,
Jambus,
Metrum,
Takt,
Taktart,
Trochäus,
Vers,
Versfuß,
Versmaß,
Beispiele: Paradies, Malerei, nebenbei |
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Anapher
Wiederholung des Anfangswortes bei aufeinander folgenden Sätzen, Versen oder Strophen;
vgl. Klangfiguren,
Epipher,
Wortfiguren,
Klangfiguren
Beispiel: "Das Wasser rauscht, das Wasser
schwoll..." |
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Anaphorischer Verweis
auch: Rückverweis; rückverweisende Verweisrichtung von
Pro-Formen
als Kohäsionsmittel auf der
Textoberflächenstruktur
vgl.
kataphorischer
Verweis
Beispiel: Heiner geht
mit dem Hund raus. Das macht er immer. |
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Anastrophe
auch: Inversion, Veränderung der üblichen Abfolge von Satzgliedern, ;
vgl. Inversion
Beispiele: der Verstellung
schwere Kunst; zweifelsohne statt ohne Zweifel; Büblein klein statt kleines
Büblein |
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Änderungskategorie, rhetorische
vgl.
rhetorische
Änderungsoperation |
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Änderungsoperation, rhetorische
vgl.
rhetorische
Änderungsoperation |
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Anedokte
epische Kleinform; Gegenstand der Erzählung meist eine historische
Persönlichkeit oder eine bezeichnende Begebenheit; meist pointeartiger
Schluss, mit dem verborgene Zusammenhänge blitzartig erleuchtet werden;
(historische) Wahrheit ist zwar nicht verbürgt, aber erscheint plausibel;
Kunstform bei Heinrich von Kleist, Johann Peter Hebel
Beispiel: Heinrich von Kleist,
Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege; |
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Anführungszeichen
auch: Anführungsstriche, Zeichen der deutschen Zeichensetzung; A. schließen etwas
wörtlich Wiedergegebenes ein. - umgangsspr.:
Gänsefüßchen
- vgl. Redewiedergabe,
direkte Rede, |
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Annonce
vgl.
Werbeanzeige |
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Anrede
Hinwendung an den Adressaten
Beispiel: meine Damen und Herren |
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Anschaulichkeit
1. Wirkungsakzent rhetorischer Figuren |
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Anschauungsraum
Raumtyp der
Raumgestaltung im epischen Text: eher
statisch wirkender Großraum, der der Fern- und Übersicht dient |
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Ansichten, schematisierte
vgl.
schematisierte
Ansichten |
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Anspielung
auch: Allusion; versteckter Hinweis auf einen Zusammenhang, eine Person, die der Adressat kennt
Beispiel: Ich brauche nicht zu sagen,
... - Sie wissen, was ich meine ... - |
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Antihermeneutische Methoden
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Hermeneutik,
hermeneutische Methode,
hermeneutischer Zirkel |
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Antilabe
Form der Dialoggestaltung in einem Versdrama; dabei wird ein Vers auf zwei
oder mehrere Sprecher aufgeteilt; häufig bei emphatischen oder
pathetischem Sprechen verwendet - vgl. dagegen
Stichomythie |
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Antithese:
Entgegenstellung von Begriffen und Gedanken vgl.
Sinnfiguren
Beispiel: Heiß geliebt und kalt
getrunken |
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Anthropomorphisierung
Vermenschlichung; besonderer Fall der
Belebung von etwas Unbelebtem; - vgl.
Personifikation, |
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Antonomasie
Abart der
Synekdoche; 1.
Umschreibung eines Eigennamens durch besondere Kennzeichen
(charakteristische Beiwörter oder Eigenschaften), um eine mehrfache
Namensnennung zu vermeiden; setzt einen kompetenten Sender/Empfänger voraus;
Formen: Patronymikon (= Nennung des
Vaternamens); Ethnicum (= Nennung der
Volkszugehörigkeit); Berufsbezeichnung; ausholende Beschreibung (Periphrase)
2. Umschreibung einer Gattung durch den Eigennamen eines
herausragenden Vertreters oder einer herausragenden Vertreterin
Beispiele: zu 1) Patronymikon: der Pelide = Achilleus; der Atride =
Agamemnon, Sohn des Atreus - Etrhnicum: der Galiläer = Jesus; der Korse =
Napoleon, der Leimener = Boris Becker - Berufsbezeichnung: der Dichterfürst
= Goethe; der Erlöser = Jesus - ausholende Beschreibung/Periphrase: der
Besieger Karthagos = Scipio, Vater der Götter und Menschen = Zeus |
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Apokopé
Wegfallen eines Lautes oder einer Silbe am Wortende; sprachgeschichtl.
Ursachen, metrische Zwänge ("manch' bunte Blumen", Goethe,
Erlkönig) oder aus artikulatorischen Gründen (z.B. in der Mundart oder
Umgangssprache); meistens mit dem Satzzeichen Apostroph gekennzeichnet
Beispiele: Bitt' Sie! - 'n Bier, bitte! |
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Aposiopese
rhetorische Figur; bewusstes Abbrechen der Rede, bevor die entscheidende
Aussage gemacht wird; a) Abbruch der syntaktischen Konstruktion b) Gedanke
wird nicht einem vollständigen Satz zu Ende geführt; Hörer muss
Gemeintes aus dem Kontext schließen
Beispiel: Ich werd' Euch gleich! - Ich sag'
nur... |
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Apostroph
Auslassungszeichen, Häkchen, das den Wegfall eines Lautes oder einer
Silbe kennzeichnet
Beispiele: Bitt' Sie! - 'n Bier,
bitte! |
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Apostrophe
Anrede an das Publikum; auch direkte Anrede von Dingen; häufig als
Ausruf
oder Frage formuliert vgl.
Sinnfiguren
Beispiel: Alter Freund! Immer getreuer Schlaf! Fliehst du mich auch,
wie die übrigen Freunde? Wie willig senktest du dich sonst auf mein freies
Haupt herunter und kühltest, wie ein schöner Myrtenkranz der Liebe, meine
Schläfe! (Goethe, Egmont, V) |
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Apotheose
(griech. Vergöttlichung) Verklärung des Menschlichen zum Göttlichen hin oder
Enthüllung des bis dahin in seiner Bedeutung unterschätzten Göttlichen am
Ende eines Dramas
Beispiel: Schlussszene in
Goethes »Egmont«
oder die Auffahrt des 'unsterblichen' Fausts am Schluss von Goethes »Faust
II« |
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Appellativer Text
Bezeichnung für Textsorten, die den Adressaten in seinem Denken,
Fühlen und Handeln beeinflussen wollen - vgl.
Textfunktion |
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Appelativum
Gattungsbezeichnung; im Gegensatz zum Eigennamen, der singulär vorkommende
Lebewesen oder Gegenstände bezeichnet, Bezeichnung für Gattungen,
Klassen von Personen, Pflanzen, Tieren oder Dingen), aber auch zur
Bezeichnung eines bestimmten, einzelnen Elements dieser Gattung; z. B.
Frau als Bezeichnung der Gattung und Bezeichnung einer ganz bestimmten Frau |
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Appellcharakter
Bezeichnung für eine Textfunktion, die den Adressaten in seinem Denken,
Fühlen und Handeln in bestimmter Weise beeinflussen will - vgl.
Textfunktion |
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Apperzeption
aktives, bewusstes und zugleich willentliches Wahrnehmen bzw. Erfassen von
Denkinhalten; im Gegensatz zur Assoziation Beteiligung des Willens und im
Unterschied zur eher passiven Rezeption aktive Geistestätigkeit; Begriff in
der heutigen Psycholinguistik kaum verbreitet |
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Apposition
(auch: Zusatz oder Beisatz); ein besonderer Fall der
Attribuierung: substantivisches Attribut zu einem Substantiv, das den
gleichen Kasus wie sein Bezugswort aufweist; Formen: a) vorangestellte A. b)
nachgestellte A.
Beispiele: a) Sie hat der Stadt Konstanz einen Dienst erwiesen. b) Er
pfiff nach seinem Hund, einem Tibetterrier. |
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Aprosdoketon
rhetorische Figur; überraschender und unerwarteter Ausdruck (Redewendung,
Wort), der anstelle eines Ausdrucks verwendet wird, der vom Leser oder Hörer
erwartet wird
Beispiel: "(Trompeten), die den Marsch blasen, die griechischen den
Trojanern, die trojanischen - na, wem wohl?" (anstelle "den Griechen") (R.
Hagelstange, "Spielball der Götter") |
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Arbeitsanweisung, mehrteilige
vgl.
mehrteilige Arbeitsanweisung |
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Arbeitsdefinition
vorläufige Definition eines Sachverhaltes, die noch nicht den Anspruch
erhebt, diesen Sachverhalt erschöpfend zu definieren; dient in der Regel als
Arbeitsgrundlage für bestimmte Fragestellungen und wird im Allgemeinen nach
Abschluss einer Untersuchung im Sinne einer Präzisierung überarbeitet - vgl.
Definition,
lexikalische Definition,
Nominaldefinition,
Realdefinition,
extensionale Definition, |
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Arbeitsgliederung
Arbeitsschritt bei der
Problemerörterung;
Festlegung der Reihenfolge der Gedanken und einer Gesamtstruktur der
Niederschrift - vgl.
Problemerörterung |
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Arbeitstechnik
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Kreative
Arbeitstechniken |
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Arbeitstechnik, kreative
vgl. kreative Arbeitstechnik |
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Archaismus
veralteter sprachlicher Ausdruck; a) gehört nicht mehr zum aktiven
Wortschatz b) hat eine veraltete Bedeutung c) weist eine veraltete
syntaktische Form auf (z.B. (finite Verbform)
Beispiel: a) abhold; allezeit
b) ein höherer Beruf c) Goethens Werk ... ward aufgeführt |
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Argument
Begründung für eine Behauptung (These) im Rahmen einer Argumentation;
allgemein: Punkt einer Beweisführung; anerkannter Begründungswert für eine These
(plausibel, stichhaltig, schlüssig) - vgl.
Argumentation,
Argumentationsmodell,
Basisargument |
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Argument, deduktives
vgl.
deduktives Argument |
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Argument, induktives
vgl.
induktives Argument |
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Argument, statistisches
vgl.
statistisches Argument |
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Argumentation
Typus sprachlichen Handelns; allgemein: Darlegung der Argumente, Beweisführung,
Begründung; Schritt oder Reihe von Schritten zur Begründung einer Aussage;
Schlüssigkeit der Argumentation als Beweis einer Aussage - vgl.
Argument,
Argumentationsmodell,
einfache Argumentation,
erweiterte Argumentation,
Diskussion,
Fünfsatz,
These, |
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Argumentation,
einfache
Argumentationsschema bestehend aus einer
These und einem oder mehreren Argumenten, die
nicht weiteren Stützungen versehen sind - vgl.
Argumentation,
erweiterte Argumentation |
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Argumentation,
erweiterte
Argumentationsschema bestehend aus einer
These
und einem oder mehreren
Argumenten, die mit Stützungen (Beweis, Beispiel, Schlussfolgerung) versehen
sind - vgl. Argumentation,
einfache
Argumentation |
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Argumentationskette
Aufbau einer Argumentation, bei der jedem Argument ein anderes vorausgeht und jedes
Argument auf das Ergebnis des vorangehenden Argumentes aufbaut (vgl. Metzler Lexikon
Sprache 1993) - vgl. Argumentation,
Argumentationsmodell, |
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Argumentationsmodell
Schematische Darstellung einer Argumentation - vgl.
einfache Argumentation,
erweiterte Argumentation, |
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Argumentationsskizze
Gegliederte und mit vielfältigen visuellen Mitteln gestaltete Darstellung
einer Argumentation, die das Ziel hat a) die explizit geäußerten
sprachlichen Argumentationssignale zu erkennen b) den argumentativen
Zusammenhang der gemachten Äußerungen zu erfassen c) die Argumentation,
soweit möglich, hierarchisch strukturiert darzustellen -
Argumentation,
Argumentationsmodell |
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Argumentationstheorie
(derzeit nur Platzhalter!) -
Argumentation,
Argumentationsmodell |
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Argumentative Themenentfaltung
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
thematische
Entfaltung,
deskriptive
Themenentfaltung,
explikative
Themenentfaltung,
argumentative
Themenentfaltung |
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Arrangiertes Gespräch
(auch: natürliches arrangiertes Gespräch) - im gesprächsanalytischen Ansatz
von
Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für natürliche
Gespräche, die im Gegensatz zu den spontanen Gesprächen längerfristig
vorbereitet sind - vgl.
Gespräch,
natürliches Gespräch,
spontanes Gespräch |
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Assonanz
Gleichklang zwischen mindestens zwei oder mehreren Wörtern; häufig nur
auf Vokale bezogen; meist am Versende eines lyrischen Textes - vgl.
Klangfiguren
Beispiel:
Endlich auch, nach langem Ringen,
Muß die Nacht dem Tage weichen;
Wie ein bunter Blumengarten
Liegt Toledo ausgebreitet.
(Heinrich Heine, Don Ramiro, 9. Strophe) |
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Assoziation
1) psychologisch: Verknüpfung eines Gedankens oder eines Gefühls mit einem
Objekt oder einem anderen Gedanken oder Gefühl; beim Assoziieren werden die so
miteinander verknüpften Elemente bewusst, ohne dass der Grund für die Verknüpfung
offenkundig sein muss 2) Zusammenschluss von Personen und Unternehmen zu einem bestimmten
Zweck - vgl. Assoziationskette, assoziative
Methode,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken,
Brainstorming
Clustering,
Mind Mapping, |
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Assoziationskette
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Assoziation,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken,
Brainstorming
Clustering,
Mind Mapping |
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Assoziative Methode
Methoden, die die individuelle Verknüpfung von Gedanken und Gefühlen
miteinander zur Aktivierung von Gedächtnisinhalten und zur kreativen
Ideenfindung ausnützen - vgl.
Assoziation,
Assoziationskette,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken,
Brainstorming
Clustering,
Mind Mapping, |
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Ästhetik
Wissenschaft von der Erkenntnis der Sinneswahrnehmung, insbesondere in der Kunst
die Wahrnehmung des Schönen und des Hässlichen |
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Asyndeton
rhetorische Figur: Aneinanderreihung gleichgeordneter Wörter, Wortgruppen,
Satzteilen oder Sätzen, die nicht mit Konjunktionen (Verknüpfungswörter)
miteinander verbunden sind; Funktion: entweder Ausdruck einer unkompliziert
ungezwungenen Sprechweise oder zur pathetisch wirkenden Stilerhöhung (z. B.
als Klimax
oder auch Antithese ) - vgl.
rhetorische Figuren,
Polysyndeton
Beispiele: (Klimax):
"es muss auf unser Fragen ein Vieh, ein Baum, ein Bild, ein Marmor Antwort
sagen" (Andreas
Gryphius); (Antithese):
"der Wahn ist kurz, die Reu ist land" (Schiller,
Lied von der Glocke) |
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Attribuierung
Einbettung eines Satzes durch ein Attribut in einem anderen Satz, in dem es
Satzgliedteil wird; Funktion: Informationsverdichtung durch syntaktische
Kondensierung;
Beispiele: Die Katze ist schwarz. Die Katze springt auf den Tisch. →
Die schwarze Katze springt auf den Tisch. oder: Die auf den Tisch
springende Katze ist schwarz. |
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Attributsatz
1. auch:
Gliedteilsatz,
Beifügungssatz; Gliedsatz, der von einem Bezugswort im
Hauptsatz
(Obersatz) abhängig ist und dieses genauer und ausführlicher erläutert;
Attributsätze können von Konjunktionalsätzen (incl.
Interrogativsätze),
Relativsätzen, uneingeleiteten
Nebensätzen,
Infinitivsätzen oder
Partizipialkonstruktionen gebildet werden; erfüllen die Funktion eines
Attributs; 2. manchmal auch nicht zur engeren Gruppe der Gliedsätze
(Subjektsätze, Objektsätze, Adverbialsätze) gerechnet- vgl.
Satz,
Gliedsatz,
Beispiele: Die Trauer darüber, dass er verloren
hatte / verloren zu haben / Die Frage, ob er verloren hatte / Die
Mitteilung, wann er zurückkommt / Hunde, die bellen, beißen nicht / Diese
These, schon längst ausdiskutiert / Früher, in den achtziger Jahren, als
noch nicht alle ein Handy hatten / ... (vgl. Metzler Lexikon Sprache,
S.66) |
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Aufbau
vgl. Textaufbau |
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Aufbau, gedanklicher
vgl.
gedanklicher Aufbau |
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Aufforderung
Sprechakt; Sprecher will seine/n Partner zu einem bestimmten Verhalten
veranlassen. Äußerung wird ohne weitere, zusätzliche Absichten gemacht
- vgl.
Sprechakte, (vgl.
Engel,
1996, S.47f.)
Beispiele: Ich bitte dich, ich befehle dir - Kannst
du die Tür schließen? - Du solltest mal vorbeikommen. - Sie könnten
ruhig auch mal eine Überstunde machen. - Das wist du nicht tun. - Alle
mal herhören! - Schnauze! - |
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Aufforderungssatz
vgl.
Imperativsatz |
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Aufnehmendes Zuhören
Zuhörer-, Sprech- und allgemeines Kommunikationsverhalten des Empfängers
einer Nachricht in der Kommunikation; Aufmerksamkeit hör- und sichtbar
zeigen, kommentierender Blickkontakt, Mitteilungsakt (Kontaktsignal
Hörer) Zuhörfloskeln in Form von Antwortpartikeln o. ä. (Mhm, so,
ja...) (Weisbach
1994)- vgl.
Zuhören,
aktives
Zuhören,
"Ich-verstehe"-Zuhören,
umschreibendes
Zuhören |
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Aufsatz
1. schulische Schreibform: von Schülern unter einer bestimmten
Themenstellung verfasster schriftlicher Text; jeweils aufsatzspezifisch in
Form, Stil, Schreibsituation und
Adressatenbezug; als Übungsaufgabe oder als
Klassenarbeit bzw.
Klausur im DU verwendet 2.
wissenschaftlich: Bezeichnung für eine in ihrem Umfang kleinere wissenschaftliche
Veröffentlichung, meistens in einer Fachzeitschrift o.ä. 3. häufig
auch als für
Essay verwendet - vgl.
schulische Schreibformen |
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Aufsatzbeurteilung
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Aufsatz,
Aufsatzlehre,
Klassenarbeit,
Klausur,
schulische Schreibformen |
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Aufsatzlehre
Didaktik und Methodik des Aufsatzunterrichtes - vgl.
Aufsatz,
schulische Schreibformen |
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Aufsatz, literarischer
vgl.
literarischer
Aufsatz |
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Aufsatzthema
1. Allgemein: Thema eines Aufsatzes 2. Als
schulische
Schreibform: Formulierung eines Themas mit expliziter oder impliziter
Schreibaufforderung - vgl.
Thema,
Themenstellung,
Themafrage |
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Auftakt, dramatischer
vgl.
dramatischer Auftakt |
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Auftreten
im epischen Text: implizite Information zur
Figurencharakterisierung durch
den Erzähler bzw. die Erzählinstanz durch Einordnung und Vorkommenshäufigkeit im "plot" im Vergleich zur Einordnung und Häufigkeit
des Vorkommens einer Figur in der "story"
Beispiel: Eine Figur wird im "plot" schon häufig
thematisiert, ehe sie überhaupt in der "story" auftritt. |
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Auftritt
auch: Szene; kleinste Gliederungseinheit im dramatischen Text; bestimmt
durch das Auftreten bzw. Abtreten mindestens einer Figur im Drama (Konfigurationswechsel) - vgl.
Drama,
Akt, Szene,
Konfigurationswechsel |
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Aufzug
auch: Akt; vom Aufmarsch der Mitwirkenden bei
festlichen Tanzaufführungen oder der mitwirkenden Schauspieler vor dem
jeweiligen Aktbeginn hergeleitete deutsche Bezeichnung für die größte
Gliederungseinheit im Drama (Lessing
u. a. 18. Jh.) - vgl. Akt,
Auftritt, Szene, |
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Auktoriale Charakterisierungstechnik
Technik zur Figurencharakterisierung im Drama; Informationen, mit denen
der Autor (impliziter Autor) die Zuschauer/Leser eines dramatischen Textes
unmittelbar anspricht; Formen: explizit-auktoriale und implizit auktoriale
Charakterisierungstechniken (vgl. Pfister 1977, S. 251ff.)
vgl. Charakterisierungstechnik,
figurale
Charakterisierungstechnik,
explizit-auktoriale
Charakterisierungstechniken,
implizit-auktoriale
Charakterisierungstechniken |
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Auktoriales
Erzählen
auch:
auktoriale
Erzählperspektive,
auktoriale
Erzählsituation ; epische Darstellungstechnik als
Ich- oder
Er-Erzählung; mit kommentierenden
Einmischungen, Bewertungen, Reflexionen,
Vorausdeutungen
oder Rückwendungen des Erzählers bzw. der
Erzählinstanz (telling); beliebiger Wechsel
zwischen Außen- und
Innensicht
und u. U. zwischen verschiedenen Perspektiven
Beispiel: Der Leser soll hier von mir erfahren, wie es meiner
bemitleidenswerten Freundin Antonia ergangen ist, als sie sich in den jungen Martin Bach
verliebt hat, der auch in späten Jahren nicht bereute, was er ihr angetan hatte. |
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Auktoriale Erzählperspektive
vgl. auktoriales Erzählen |
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Auktoriale Erzählsituation
vg. auktoriales Erzählen |
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Auktoriale Ich-Erzählperspektive
Variationsrichtung der
Ich-Erzählperspektive
(Ich-Erzählsituation); Ich-Form,
Innenperspektive,
zweipolige Ich-ich-Struktur (erzählendes/sich
erinnerndes Ich und
erlebendes/erinnertes
Ich); Ich-Erzähler als erzählendes Ich mit z. T. vergleichbaren
Funktionen wie ein
auktorialer Erzähler -
vgl.
Ich-Erzählperspektive
-
personale
Ich-Erzählperspektive |
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Ausdrucksgeste
Signale des Gesichtsausdrucks und der Hände (=Gestikulation) - vgl.
Geste,
primäre Geste |
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Ausführliches Protokoll
vgl.
Verlaufsprotokoll |
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Aussage
(Derzeit nur Platzhalter!) - |
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Aussageabsicht
allg.: Redeabsicht eines Sprechers, die bei einer Äußerung verfolgt wird;
Vielfalt von Aussageabsichten, z.B. im Bereich der emotionalen Wirkung:
provozieren; im Bereich der rationalen Wirkung: überzeugen; im Bereich
der appellativen Wirkung: auffordern - vgl.
Intention |
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Aussagekern
Teil der
Inhaltsangabe; leitet diese ein mit
Angaben zu Autor, Titel, Textart, Textentstehung,
Thema,
Kurzinhalt - vgl.
Inhaltsangabe |
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Aussagenliste
Arbeitsmethode zur inhaltlichen Erfassung von Texten; dabei werden die Aussagen eines Textes in Form von
Sätzen untereinander aufgelistet. Formen:
einfache Aussagenliste,
strukturierende Aussagenliste
- vgl.
Thesenpapier |
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Aussagenliste, einfache
vgl.
einfache Aussagenliste |
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Aussagenliste, strukturierende
vgl.
strukturierende Aussagenliste |
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Aussagenlogik
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Analogieschluss,
Syllogismus |
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Aussagesatz
Satzart mit
Satzart; vgl.
Konstativsatz |
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Aussage, deskriptive
vgl.
deskriptive Aussage |
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Aussage, normative
vgl.
normative Aussage |
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Aussageweise
vgl. Modus |
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Ausruf
vgl. Apostrophe
Beispiel: Zum Teufel mit dir! |
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Außenperspektive
Ggs.
Innenperspektive; Begriff der
Erzähltechnik, der den
Standort des
Erzählers näher beschreibt; Erzähler befindet sich räumlich und zeitlich
außerhalb der Welt der fiktiven Figuren; auktorialer Erzählerstandort (auktoriales Erzählen). |
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Außensicht
Ggs.
Innensicht; Begriff der
Erzähltechnik; Verzicht auf die Wiedergabe von inneren Vorgängen; kann sogar so weit
gehen, dass auch die inneren Vorgänge der erzählenden Figur bzw. des erlebenden Ichs
wegfallen.
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund.
Sie bestellte einen Kaffee und blickte zur Tür.. Fünf Minuten später erschien er. |
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Äußerung
in der strukturalistischen Linguistik Gliederungseinheit auf der
Gesprächsoberfläche: Bezeichnung für einen beliebigen Abschnitt in der
Rede einer einzigen Person, die vorher und hinterher schweigt; Mündlichkeit
als konstitutives Merkmal ohne weitere grammatische, thematische oder
pragmatische Implikationen (vgl.
Brinker/Sager 1989, S.11) |
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Äußerung, performative
vgl.
performative Äußerung |
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Autobiographie
i. e. S. rückblickender Prosabericht in der ersten Person, der von einer
historisch realen Person über ihr eigenes Leben gegeben wird;
Gegenstände der A. häufig: Privatleben, Bildungsgang bis zur Übernahme
einer sozial verantwortlichen Rolle, berufliches oder öffentliches Wirken
(»Memoiren«); autobiographische Texte sind aber über die bloße
Rekapitulation von Geschehen immer auch Interpretation der Vergangenheit
(vgl.
Vogt 1990, S.69) -
vgl. autobiographischer Roman,
Memoirenroman,
Tagebuchroman,
Memoiren,
Tagebuch
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Autobiographischer Roman
Typus des Romans im Rahmen der
Ich-Erzählsituation;
Merkmale: zeitliche Retrospektive aus der mitunter genau datierten
Erzähl- oder Schreibgegenwart, Geschehnisse aus der Vergangenheit des
Ich-Erzählers, Unterscheidung zwischen
erlebendem
(erinnertem) und
erzählendem
(sich erinnerndem) Ich
(zweipolige Ich-ich-Struktur) (vgl.
Vogt
1990, S.69)
Beispiele: Thomas Mann, Die Bekenntnisse des
Hochstaplers Felix Krull; Max Frisch, Homo faber; Max Frisch, Peter Weiss,
Abschied von den Eltern ...
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Autonomous monologue
Begriff der Erzählforschung (Cohn
1978); vgl.
Monologerzählung |
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Autorisierung
Sprechakt, der den Partner festlegt; Sprecher weist seinem Partner eine
ganz klar umrissene Rolle in der Kommunikation zu - vgl.
Sprechakte,
Beispiele: Ich verweise Sie aus dem Klassenzimmer. - Ich entziehe Ihnen
das Wort. - Ich taufe dich auf den Namen ... - Sie sind entlassen.
(vgl.
Engel, 1996, S.50) |
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Auxiliarverb
die perfekt- und passivbildenden Verben (haben, sein, werden...) in diesen
finiten Verbformen - vgl.
Hilfsverb,
Modalverb
Beispiele: Er ist gegangen. - Sie wurde von ihm
betrogen. - Er hat gelogen. - nicht aber: "Ich bin ein
Berliner." (John F. Kennedy) |
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A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z |
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