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a. a. O.
Abfolgekarikatur
Abhandlung
Abkürzung
Abitursaufsatz
Abschreiben
Abstract
Abstractor
Abtönungspartikeln
Abschreiben
Abwehrende Frage
accounts
Adäquanz
Adjektion
Adressat
Adressatenbezug
Advance Organizer
Adverb
Adverbialpronomen
Adverbialsatz
Affektive
Fertigkeiten
Akkumulation
Akrostichon
Akt
Akt,
initiierender
Akt, illokutiver
Akt, lokutiver
Akt, perlokutiver
Akt, propositionaler
Akt,
respondierender
Aktives Wissen
Aktives Zuhören
Aktivitätszerlegendes
Schreiben
Akustische Kommunikation
Akzent
Akzeptabilität
Alexandrinervers
Allegorese
Allegorie
Allgemeine Wertfrage
Allgemeines Wissen
Allgemeinwissen
Alliteration
Alltagswissen
Allusion
Alternative Figuren
Alternativfrage
Ambiguitätstoleranz
Amerikanische Debatte
Amplifikation
Anagramm
Anakoluth
Anakreontik
Analogie
Analogieschluss
Analysieren Sie ...
Analytisches Drama
Anapäst
Anapher
Anaphorischer Verweis
Anastrophe
Änderungskategorie,
rhetorische
Änderungsoperation,
rhetorische
Anekdote
Anforderungsbereich
Anführungszeichen
Annonce
Anrede
Anredepronomen
Anspielung
Anschaulichkeit
Ansichten, schematisierte
Anthropomor-
phisierung
Antihermeneutische Methode
Antilabe
Antithese
Antonomasie
Anwendungswissen
Apokope
Aposiopese
Apostroph
Apostrophe
Apotheose
Appellativer Text
Appellativum
Appellcharakter |
Apperzeption
Apposition
Aprosdoketon
Arbeiten Sie heraus ...
Arbeitsanweisung, mehrteilige
Arbeitsdefinition
Arbeitsgliederung
Arbeitsjournal
Arbeitsportfolio
Arbeitstagebuch
Arbeitstechnik
Arbeitstechnik, kreative
Archaismus
Argument
Argument,
deduktives
Argument,
induktives
Argument, statistisches
Argumentation
Argumentationskette
Argumentationsmodell
Argumentationsskizze
Argumentationstabelle
Argumentationstheorie
Argumentative
Themenentfaltung
Argumentatives Schreiben
Arrangiertes Gespräch
Assonanz
Assoziation
Assoziationskette
Assoziatives Schreiben
Ästhetik
Asyndeton
Atelier
Attribuierung
Attributsatz
Audiopodcast
Aufbau
Aufbau, gedanklicher
Aufbau, pyramidaler
Aufforderung
Aufforderungssatz
Aufnehmendes Zuhören
Aufsatz
Aufsatz, freier
Aufsatz, funktionaler
Aufsatz, gebundener
Aufsatz, literarischer
Aufsatz, sprachgestaltender
Aufsatz, wissenschaftlicher
Aufsatzbeurteilung
Aufsatzlehre
Aufsatzthema
Auftakt, dramatischer
Auftreten
Auftritt
Aufzug
Auktoriale
Charakterisierungs-
technik
Auktoriales Erzählen
Auktoriale Erzählperspektive
Auktoriale Erzählsituation
Auktoriale
Ich-Erzählperspektive
Ausdrucksgeste
Ausführliches Protokoll
Aussage
Aussageabsicht
Aussagekern
Aussagenliste
Aussagenliste, einfache
Aussagenliste, strukturierende
Aussagenlogik
Aussagesatz
Aussage,
deskriptive
Aussage,
normative
Aussageweise
Ausruf
Außenperspektive
Außensicht
Äußerung
Äußerungsakt
Äußerung, performative
Authentisch-gestaltendes
Schreiben
Autobiographie
Automatisches Schreiben
Autonomous monologue
Autoreninterview
Autorisierung
Auxiliarverb |

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a. a. O.
Abkürzung für: am angegebenen Ort; Hinweis beim Zitieren in der Quellenangabe; wird
verwendet, wenn ein Titel auf einer Seite mehrmals zitiert wird - vgl.
ebd.,
ebenda,
Zitieren,
Quellenangabe
Beispiele: (a. a .O., S.234) - (vgl. a. a. O., S.2) - (Müller,
a .a. O., S.42) - (vgl. Merger, a. a. O., S.36) |
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Abfolgekarikatur
Form der (politischen) Karikatur, bei der eine Folge mehrerer Einzelbilder
(Ablauf) eine Aussage gestaltet wird, deren Pointe erst durch das lesende
Verstehend sämtlicher Bilder deutlich wird; die Abfolge der Bilder kann
dabei chronologisch, vergleichend oder sowohl chronologisch als auch
vergleichen gestaltet sein (vgl.
Schneider 1988)
- vgl. Karikatur,
politische Karikatur |
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Abkürzung
linguistisch betrachtet kein Wortbildungsprodukt und damit ohne
Wortcharakter; können nicht mit Artikel versehen und nicht flektiert
(konjugiert) werden; gekürzt aus längeren Wörtern (Hbf. = Hauptbahnhof) oder
es liegen ihnen ganze Phrasen zugrunde (usw. z. B.); gewöhnlich in
mündlicher Rede wie die Vollform gesprochen. d. h. Abkürzungen existieren
eigentlich nur in Schriftform; allerdings auch Übergangsformen, die durch
häufigen Gebrauch, meistens zuerst in der Umgangssprache in der Kurzform in
die mündliche Kommunikation gelangen (a.D. - km/h - med.) - vgl.
lexikalische Kurzformen,
Kurzwort |
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Abhandlung
1. eine den
pragmatischen Texten (Gebrauchstexten)
zuzuordnende Textsorte, die im
Allgemeinen eine wissenschaftliche Schreibform (wissenschaftlicher
Gebrauchstext) darstellt, die eine selbständig erscheinende
Einzelpublikation (im Ggs. zum wissenschaftlichen Aufsatz) darstellt; wie
beim wissenschaftlichen Aufsatz ist die A. gekennzeichnet von methodischem
Vorgehen, einem systematischen Aufbau, logischer Beweisführung, einer der
Objektivität verpflichteten Argumentation, ihrer Orientierung am Gegenstand;
sie verwendet eine sachliche und klare Sprache (vgl.
Belke 1980, S.30), 2. in
der älteren Aufsatzlehre eine Form des Schulaufsatzes - vgl.
Gebrauchstext,
wissenschaftliche Gebrauchstexte,
Traktat,
wissenschaftlicher Aufsatz, |
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Abitursaufsatz
vgl.
Literarisches Thema,
literarische
Erörterung,
Problemerörterung,
Textanalyse,
Texterörterung,
Textinterpretation |
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Abschreiben
schriftliche Übertragung eines Textes von einer schriftlichen Vorlage; Vorlage kann dabei
betrachtet werden; Form zum Üben der Schreibfertigkeit und für die Rechtschreibung |
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Abstract
(engl. to abstract = einen Auszug machen), auch in deutscher Schreibung
Abstrakt; "Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Abhandlung" (Werlich
1979, S.75); meistens nichtfiktionale Gegenstände wie wissenschaftliche Thesen oder
ganze wissenschaftliche Arbeiten, Rückblicke auf Ereignisse oder die Darstellung von Konferenzverläufen;
Funktion: kurze und bündige Information über die Quintessenz der Sachverhalte;
Länge abhängig vom
Gegenstand und der jeweiligen Fachdisziplin, meistens zwischen 100 und 500 Wörtern; »American National Standards Institute (ANSI)
defiiniert Abstract als "an abbreviated accurate representation of the contents of
a document" definiert "eine gekürzte präzise Darstellung des Inhalts
eines Dokuments“)"; nach
DIN 1426 (Abs. 3.5; Fassung vom Oktober 1988) gleichbedeutend mit
Kurzreferat, das den Inhalt eines Dokuments kurz und klar, informativ ohne
Interpretation und Wertung wiedergibt und zugleich auch ohne die
Originalvorlage verständlich sein muss; kein Anspruch auf vollständige
Wiedergabe aller Inhaltskomponenten, sondern auch Auswahl besonders
wichtiger möglich; im englischen Sprachraum auch normative Vorgaben, die
sogar Kommentare des Abstractors zulassen, was die strenge Bedingung der
Objektivität lockert (vgl.
Kretzenbacher 1990, S.25) - vgl.
Inhaltsangabe -
Kurzreferat
-
Rekapitulation -
Summary |
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Abstractor
Verfasser eines
Abstracts; meistens andere Person als der Autor, aber kann auch mit
dem Autor identisch sein |
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Abtönungspartikeln→
Gruppe der Partikeln, die im Allgemeinen die Redeabsicht mehr oder weniger
modifizieren, verstärken oder auch abmildern können; Beispiele:
aber, also, denn, durchaus, ja (unbetont oder betont gedehnt), nicht,
schon, vielleicht, wohl (vgl.
Engel
1996 , S.231-238) - vgl.
Partikeln |
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Abwehrende Frage
unter inhaltlichem Aspekt: Frage, die deutlich erkennen lässt, dass sie eigentlich als
Aufforderungen zu verstehen sind vgl.
Fragearten
Beispiel: Du wirst doch nicht auch mitgehen? |
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accounts
Begriff aus der
Konversationsanalyse; "Begriff für alle jene kommunikativen Handlungen,
durch die die Gesprächsteilnehmer sich gegenseitig den Sinn ihres
Gesprächshandelns aufzeigen bzw. die anderen dazu anhalten, diesen Sinn
offenzulegen, oder durch die er in kritischen Momenten problematisch
gewordene Sinn wieder in Ordnung gebracht wird:" (Brinker/Sager
1989, S.135); man unterscheidet: Hervorbringungs-, Sicherungs- und
Wiederherstellungsverfahren - vgl.
Gesprächsanalyse,
Konversationsanalyse |
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Adäquanz
Prinzip beim
trivialen
Lesen; "Zusammenspiel von Lesererwartung und
Textdisposition" (Hoppe 1973), so dass es zu einer
"Übereinstimmung zwischen den Leseerwartungen der Käufer und dem
Leseerlebnis, das der Text ermöglicht" (Hoppe 1973) kommt. - (vgl.
Hussong
1973, S.53) |
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Adjektiv
veränderliche Wortart; auch: Eigenschaftswort, Wiewort; Kriterien:
attributive Verwendung, deklinierbar, können gesteigert werden
(Komparation), können abgestuft oder graduiert werden (z.B. sehr schlau,
echt schlau), können ein direktes Gegenteil haben; Formen:
geborene Adjektive, Partizipien, abgeleitete Adjektive; einwertige
Adjektive (ernst, dick, groß), zweiwertige Adjektive (gespannt auf,
wohnhaft in, jemandem dankbar), dreiwertige Adjektive ( mit jemandem einig
sein über); Arten: Eigenschaftswörter (dick, kalt, trocken),
Orientierungswörter (gestrig, hiesig, heutig), Wertwörter (gut, böse,
schlecht), Zahlwörter (Numeralia) (eine, zwei, sieben, tausend) - vgl.
Heringer
1989, S.92f.) - vgl.
Wortarten,
veränderliche
Wortarten,
Eigenschaftswort |
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Adjektion
1. Mehrgebot bei Versteigerungen 2. im Zusammenhang mit rhetorischen
Änderungsoperationen (adjectio): Hinzufügen eines Elementes oder
mehrerer Elemente; vgl.
rhetorische
Änderungsoperation, Detraktion,
Beispiele: und / rund; |
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Adressat
auch: Empfänger; 1. in der Kommunikation: Person, an die eine bestimmte Nachricht
(sprachliche Handlung) gerichtet ist; in "unmittelbarer" Kommunikation
(face-to-face) Adressat = Hörer; in medial vermittelter Kommunikation (z.B. Radio,
Fernsehen, Internet) Mehrfachadressierung; 2.
Rezipient
- vgl.
Kommunikation,
Face-to-face-Kommunikation,
Adressatenbezug |
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Adressatenbezug
1. Beziehung, die zwischen einer sprachlichen Handlung und dem, an den sie gerichtet ist
besteht; sprachliche und außersprachliche Elemente, die erkennen lassen, an wen eine
bestimmte Nachricht (sprachliche Handlung) gerichtet ist; 2.
Wirkungsakzent
eines
rhetorischen Mittels
/ einer rhetorischen Figur
- vgl. Adressat,
Aufsatz,
Wirkungsakzent |
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Advance Organizer
auch: Vorstrukturierungen; in der kognitiven Lerntheorie Ausubels
Bezeichnung für vorstrukturierende kurze, dem eigentlichen Lernmaterial
vorangestellte Einführungstexte |
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Adverb
auch: Umstandswort, Beiwort; unveränderliche Wortart
(daher mitunter zu
Partikeln
gezählt); leicht verwechselbar mit
Adjektiven,
die ohne Endung als Adverbial oder Prädikativum verwendet werden; Funktionen:
1. als Attribut: a) Attribut zu einem Substantiv/Nomen b) Attribut zu
einem Adjektiv c) Attribut zu einem Adverb 2. als
Prädikativum 3. als Adverbial; verschiedene Klassifizierungsansätze:
1. syntaktisch: a) frei vorkommende Adverbien (z.B. heute,
morgens), b) Konjunktional-Adverbien (z.B. daher, dennoch, deswegen) c)
Interrogativ-Adverbien zur Einleitung von Frage- und Relativsätzen (z.B.
wann; Erkläre mir, wo du wohnst.), d)
Pronominal-Adverbien
(z.B. darauf, dorthin), werden als sog.
Pro-Formen
für ganze Präpositionalobjekte oder adverbiale Bestimmungen verwendet 2.
semantisch: a) Lokaladverbien (z.B. rechts, unten, hier) b)
Temporaladverbien (z.B. gestern, heute, morgen) c) Modaladverbien ( z.B.
gern, höchstens, beinahe) Kausaladverbien (deshalb, demzufolge); - vgl.
unveränderliche
Wortarten
Beispiele: heute, dort, darum, gern, vielleicht
- Funktionen: 1. a) die Hochzeit morgen b) Sie singen ziemlich
falsch. c) Wir verreisen sehr selten. 2. Es ist genug. Eltern sind anders.
3. Wir verabschieden uns heute. Ihr mögt euch dennoch. |
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Adverbialpronomen
häufig auch:
Pronominaladverb,
unveränderliche Wortart, die präpositionale Ausdrücke ersetzen; enthalten
häufig eine Präposition und/oder können mit einer Präposition verbunden
werden (vgl.
Heringer
1989, S.125) - vgl.
Pronominaladverb
Beispiele: dort, von dort, ab heute, dafür, deswegen |
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Adverbialsatz
Gliedsatz, bei dem der untergeordnete Nebensatz anstelle des Satzgliedes
Adverbiale steht: a) statt einer adverbialen Bestimmung der Zeit (Temporalsatz)
b) statt einer adverbialen Bestimmung des Ortes (Lokalsatz)
c) statt einer adverbialen Bestimmung der Art und Weise (Modalsatz)
d) statt einer adverbialen Bestimmung des Mittels (Instrumentalsatz)
e) statt einer adverbialen Bestimmung des Grundes (Kausalsatz)
f) statt einer adverbialen Bestimmung der Bedingung (Konditionalsatz)
g) statt einer adverbialen Bestimmung der Einräumung
(nichtzureichender Gegengrund) (Konzessivsatz)
h) statt einer adverbialen Bestimmung der Folge (Konsekutivsatz)
i) statt einer adverbialen Bestimmung des Zwecks (Finalsatz);
Form: meistens Konjunktionalsatz- vgl.
Gliedsatz
Beispiel: Ich habe
gehört, dass der Film heute anläuft. |
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Affektive Fertigkeiten
Tätigkeiten im Bereich des
Handlungswissens;
Formen: Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Körpers und
"Können", neue Ideen zu gewinnen (Kreativität) (vgl.
Jarz
1997, S.77,
Mandl/Spada
(1988) - vgl.
Fertigkeiten,
Handlungswissen
Beispiele: Komponieren, malen
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Akkumulation
Anhäufung von Synonymen oder Aufzählung mehrerer Unterbegriffe statt des
zusammenfassenden Oberbegriffes vgl.
Wortfiguren
Beispiele: Meine Knie zittern, mein Herz klopft, ich
schwebe wie auf einer Wolke - ich liebe dich. - "Nun ruhen alle
Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder." (Paul Gerhardt) - "Nenn's
Glück! Herz! Liebe! Gott!" - |
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Akrostichon
Name, Wort oder Satz, der aus den jeweils ersten Buchstaben, Silben oder
Wörtern von Versen oder Strophen gebildet wird, die aufeinander folgen;
wird häufig als Huldigung oder Anspielung auf den Empfänger oder
Verfasser eingesetzt |
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Akt
auch: Aufzug; größter, im Allgemeinen
geschlossener Handlungsabschnitt eines
Dramas;
umfasst häufig eine Anzahl von Auftritten oder Szenen; wird häufig durch
Pausen, Lichteinsatz oder Öffnen und Schließen des Vorhanges markiert;
seit Renaissance im Anschluss an die antike Poetik von
Aristoteles
und Horaz Drei- bzw. Fünfteilung des Handlungsverlaufs; im
klassizistischen Drama seit Gottsched (1731, Sterbender Cato) und in der
deutschen Klasse fünfteiliger Aktaufbau als Norm; unter dem Einfluss
Shakespeares seit dem Sturm und Drang (Ende des 18.Jh.) allmähliche
Auflösung fester Aktstrukturen; stattdessen Tendenz zu lockerer epischer
Aneinanderreihung von Szenen (z.B. episches Theater) - vgl.
Drama,
Aufzug |
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Akt, initiierender
vgl.
initiierender Akt |
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Akt, illokutiver
vgl.
illokutiver Akt |
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Akt, lokutiver
vgl. lokutiver Akt |
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vgl.
perlokutiver Akt |
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Akt, propositionaler
vgl.
propositionaler Akt |
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Akt, respondierender
vgl. respondierender
Akt |
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Aktives Zuhören
Zuhörerverhalten und Sprechverhalten des Empfängers einer Nachricht in
der Kommunikation; in Worte fassen, was gefühlsmäßig in den
Äußerungen des Senders der Nachricht mitschwingt, auf die Gefühle des
anderen in besonderer Weise eingehen (Weisbach
1994)- vgl.
Zuhören,
aufnehmendes
Zuhören,
"Ich-verstehe"-Zuhören,
umschreibendes
Zuhören |
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Aktives Wissen,
Wissensbestände, die in konkreten Situationen Verwendung finden als
Handlungswissen,
Anwendungswissen oder
Faktenwissen
- vgl.
Wissen,
träges
Wissen
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Aktivitätszerlegendes Schreiben
nach Ortner (2000,
S.346ff.) den Schreibprozess zerlegende Schreibstrategie (=zerlegendes
Schreiben); vom Schreiber werden z. B. Stichwortlisten,
Gliederungsentwürfe, Konzeptfassungen bis zu vollständigen Textentwürfen als
Vorfassungen des Textprodukts angefertigt und, mitunter mehrfach,
überarbeitet; Schreibtypen, die einer solchen Schreibstrategie folgen,
lassen sich als Einen-Text-zu-einer-Idee-Schreiber,
Mehrversionenschreiber
oder Neuversionenschreiber,
Versionenredigierer,
Planer und
Niederschreiber
weiter differenzieren. - vgl.
Schreibstrategie,
zerlegendes Schreiben,
produktzerlegendes
Schreiben, planendes
Schreiben, |
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Akustische Kommunikation
Form der nonverbalen Kommunikation, bei der mit akustischen, aber nicht
sprachlichen Signalen, über den Gehörsinn kommuniziert wird - vgl.
nonverbale Kommunikation |
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Akzent
prosodisches Merkmale der Sprache;
Bezeichnung für die (linguistisch funktionelle) Hervorhebung einer Silbe
innerhalb eine Wortes; verschiedene Möglichkeiten zur phonetischen
Realisierung dieses suprasegmentalen Merkmals der Sprache: höhere, manchmal
auch tiefere Grundfrequenz, größere Intensität, längere dauer, andere
Klangfarbe; Akzentformen: dynamischer Akzent (entsteht durch höhere
Intensität), melodischer Akzent (durch Erhöhung der Grundfrequenz); - vgl.
suprasegmentale Merkmale,
Prosodie |
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Akzeptabilität
In der
Textlinguistik Kriterium der
Textualität, das das eine aktive Rezeption des Textes voraussetzt
(Beaugrande/Dressler (1981,
S.13f.); Grad der Akzeptabilität hängt davon ab, wie groß der
gemeinsame Wissensvorrat von Textproduzent und Textrezipient ist und ob und
wie weit beide herrschende Konventionen berücksichtigen; damit
abhängig von der Qualität des Textes, seiner Kohärenz, Verständlichkeit und
Informativität, sowie von den Erwartungen des Rezipienten an den Text und
seiner Bereitschaft, den Text zu verstehen (ebd. 118 ff); aktive Rezeption
bedeutet daher auch, eigenes Wissen den Textinformationen
hinzuzufügen, zu
inferieren, die Kohärenz
nicht nur zu rekonstruieren, sondern sie z. T. erst herzustellen; Die
Akzeptabilität eines Textes ergibt sich auch daraus, - vgl.
Textlinguistik,
Textualität,
Informativität,
Situationalität,
Intentionalität,
Intertextualität |
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Alexandrinervers
Vers mit einem sechshebigen Jambus und
Mittelzäsur nach der dritten Hebung;
benannt nach seiner Verwendung in der altfranzösischen Alexandrinerepik
- vgl. Jambus,
Metrum,
Vers,
Versmaß
Beispiel:
Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden,
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein ...
(Andreas Gryphius,
Es ist alles eitel) |
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Allegorese
Hermeneutisches Verfahren zur systematischen Suche nach allegorischen
Bedeutungen - vgl. Allegorie
Beispiel:
Allegorese am
Beispiel von Gryphius »Abend« |
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Allegorie
(gr. allegorein = etwas anders sagen, bildlich reden) bildhafte Veranschaulichung eines
Begriffes, eines abstrakten Gedankens oder Begriffsfeldes durch eine Bild- und/oder
Handlungsfolge; oftmals in Form der Personifikation, die quasi flächendeckend über einen
ganzen Text oder mindestens einen Textabschnitt ausgedehnt wird; im Unterschied zur
Metapher willkürliche Beziehung zwischen Bild und Bedeutung, die rational erklärt werden
will; im Vergleich zum
Symbol meist ad hoc
konstruiert; zielt auf Sinn und Gefühl; - vgl.
Bild,
Gleichnis,
Metapher,
Personifikation,
Symbol,
Sinnfiguren,
Beispiele: "Justitia" als blinde Frau oder Frau mit verbundenen Augen;
"Ehe" als Hafen; "Staat" Schiff |
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Allgemeine Wertfrage
Fragestellungen, die sich auf einen angenommenen gemeinsamen Vorrat von
vergleichsweise stabilen Einstellungen und mehr oder weniger normativen
Wertvorstellungen einer großen bzw. einer größeren Menge von Menschen
beziehen, die in kommunikativen Handlungen thematisiert und ggf. beantwortet
oder geklärt werden können; dies kann aber auch zur Klärung des eigenen
Selbst dienen; die Beantwortung von Wertfragen erfolgt in mit einem
Werturteil, in das aber auch häufig Sachurteile eingeschlossen sind; - vgl.
Werturteil, Wertfrage,
Sachurteil,
Sachfrage,
persönliche Wertfrage,
Beispiele: Sollen unheilbar kranken Menschen auf ihren eigenen Wunsch
hin Sterbehilfe geleistet werden? - Ist es angesichts der großen
Umweltprobleme, die vom Flugverkehr ausgehen, überhaupt noch vertretbar, mit
dem Flugzeug in Urlaub zu fliegen? |
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Allgemeines Wissen
oft synonym mit Allgemeinwissen verwendet,
vom Begriffsinhalt jedoch nur teilidentisch; im Ggs. zum Spezialwissen bzw.
Fachwissen Wissensbestände, die
nur bestimmten, vergleichsweise leicht zugänglichen Gegenständen eines
Wissensbereichs oder unterschiedlicher Wissensbereiche zugeordnet werden
können; - vgl. Allgemeinwissen |
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Allgemeinwissen
oft synonym mit allgemeinem Wissen
verwendet, vom Begriffsinhalt aber nur teilidentisch; Wissen, das von allen
Mitgliedern einer Gesellschaft oder gesellschaftlichen Gruppen in
unterschiedlichen Kontexten als in institutionellen und
nichtinstitutionellen Lernprozessen erworben werden kann bzw. bei normativer
Verwendung erworben werden sollte; im Ggs. zum Spezialwissen bzw.
Fachwissen Wissensbestände, die
eine Vielzahl unterschiedlicher Wissensbereiche berührt; was zum
Allgemeinwissen zählt, ist nicht festgelegt, wird je nach Bildungsstand und
sozialem Kontext, in dem der Begriff Verwendung findet, allerdings sehr
unscharf, per Konvention festgelegt; - vgl.
allgemeines Wissen |
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Alliteration
Übereinstimmung im Anlaut von zwei oder mehreren Wörtern vgl.
Klangfiguren,
Stabreim
Beispiel: Winterwinde wichen
dem Wonnemond |
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Alltagswissen
Teil des
Weltwissens, bzw.
enzyklopädischen
Wissens
Beispiel: Man weiß, ein Apfel aussieht, wie eine
Briefmarke aufgeklebt wird, wie eine Stadt aussieht) |
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Allusion
vgl. Anspielung |
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Alternative Figuren
Figuren in einen Drama, die während des dramatischen Geschehens niemals
in einer gemeinsamen Szene auftreten - vgl.
Konfiguration |
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Alternativfrage
den Partner festlegender
Sprechakt:
(Mindestens) zwei Sachverhalte oder zwei Elemente eines Sachverhaltes werden in
Frage gestellt; Sprecher erwartet, dass eine seiner aufgezeigten Alternativen
bestätigt wird; Mischform: als Standardform wie
Entscheidungsfrage
finites Verb an erster Stelle, aber:
Antwort wie bei
Sachfrage (vgl.
Engel 1996) - vgl.
Fragearten |
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Ambiguitätstoleranz
Fähigkeit, mehrdeutige Situationen, Sachverhalte, sprachliche Ausdrücke oder
widersprüchliche Merkmale einer Erscheinung hinzunehmen, ohne eine Seite zu übersehen |
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Amerikanische Debatte
Form der Pro-Contra-Diskussion in einer größeren Gruppe (Klassen- oder
Kursplenum): Variante des
kontrollierten Dialogs - vgl.
Diskussion,
kontrollierter Dialog, |
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Amplifikation
rhetorisches Mittel; kunstvolle Erweiterung bzw. Aufschwellung einer Aussage
über das hinaus, was eigentlich zur Kommunikation nötig wäre, durch
wiederholte Betrachtung unter verschiedenen Gesichtspunkten und
ausführliches Ausmalen der verschiedenen Aspekte |
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Anagramm
Umstellung der Buchstaben eines Wortes zu einer neuen sinnvollen Wortfolge
- vgl.
Wortfiguren
Beispiel: "Ave - Eva" |
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Anakoluth
Störung des Satzbaus, der grammatisch nicht folgerichtig aufgebaut ist;
häufig auch stilistischer Fehler; dient als rhetorisches Mittel zur
Nachahmung einer sozial oder emotional bestimmten Redeweise - vgl.
Satzfiguren
Beispiel: "deine Mutter glaubt nie, dass du
vielleicht erwachsen bist und kannst allein für dich aufkommen" (U.
Johnson, Mutmaßungen über Jakob) |
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Anakreontik
Bezeichnung für Nachahmungen der Anakreon (6. Jh. v. Chr.) zugeschriebenen
reim- und strophenlosen Oden; aber auch im weiteren Sinne verwendet für
Gedichte, die - ohne Nachahmung der Formmerkmale der sog.
Anakreonteen -
eine Freude an und gegenüber Welt und Leben ausdrücken; in dt. Literatur oft
auch Bezeichnung für die Lyrik des Rokoko (1740-1780), der die rationale,
der Aufklärung verpflichtete Weltsicht mit einem neuartigen Lebensgefühl,
einer heiteren Lebensfreude und einem verfeinerten sinnlichen Erleben, mit
ästhetischem Spiel verbinden will; betont gesellige Literatur, die das
Schöne als das zugleich moralisch Gute zum Ausdruck bringen will und das an
literarischen Vorbildern (Anakreon, Horaz, Catull) orientierte Natürliche
zum Ideal verklärt; anakreontische Motivik als "Ausdruck der aufklärerischen
Diesseitsgesinnung und Glückseligkeitsreligion" (Kaiser
1976, S.88) - Wegbereiter der Anakreontik:
Friedrich von Hagedorn (1708-1754) |
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Analogie
allg.: Verhältnisgleichheit; zwischen Dingen besteht eine gewisse Übereinstimmung bei
gleichzeitiger Verschiedenheit - vgl.
Analogieschluss,
Aussagenlogik,
Syllogismus, |
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Analogieschluss
auch: Analogismus; von einzelnen Übereinstimmungen zwischen Dingen wird auf ihre
Übereinstimmung oder Ähnlichkeit in anderer Beziehung geschlossen; A. stellt keinen
wissenschaftlich zwingenden Beweis dar - vgl.
Analogie,
Aussagenlogik,
Syllogismus |
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Analytisches Drama
auch: Enthüllungsdrama Dramentyp, bei dem das entscheidende Ereignis für das dramatische Geschehen auf der
Bühnen der Vorgeschichte liegt; Aufklärung des vor dem Handlungsbeginn liegenden Vorgangs
oder
Konflikts durch das szenische
Spiel; Gegensatz:
Zieldrama
(bzw. synthetisches Drama oder Entfaltungsdrama) - vgl.
Drama,
Zieldrama
Beispiele: Sophokles: König Ödipus,
Lessing, Nathan der Weise;
Schiller:
Maria Stuart; Kleist:
Der zerbrochene Krug, Ibsen: Gespenster |
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Analysieren Sie
...
1. allg.: unter gezielten Fragestellungen sprachliche, inhaltliche und / oder
strukturelle Merkmale eines Textes systematisch herausarbeiten oder
erschließen und im Zusammenhang darstellen; bei literarischen Texten
Grundlage des Interpretierens (→Operator
Analysieren im Operatorenkatalog); 2.
→Übergeordneter
Operator
- →Analysieren (Interpretieren)
-, der sich auf alle drei →Anforderungsbereiche der
→Abiturprüfung
im Fach Deutsch bezieht; zielt auf das
untersuchende
Erschließen von →literarischen
Texten bei der →Textinterpretation und
von →pragmatischen Texten bei
der →Textanalyse i. e.
S. ; als Oberbegriff Analysieren die Begriffe Interpretation und
Deutung mit ein, die oft auch nur auf die Analyse von literarischen Texten
angewendet werden; in allen →Operatorenlisten der einzelnen
Bundesländer (z. B. →Baden-Württemberg)
vorhanden, überwiegend als übergeordneter Operator, aber auch z. T. den
Operatoren des jeweiligen Anforderungsbereiches zu geordnet, z. B. für
Organisations- und
Transferaufgaben (→Anforderungsbereich
II) oder für →Reflexions-
und Problemlösungsaufgaben (→Anforderungsbereich
III); darin auch häufig weitgehend bedeutungsgleich mit dem Operator "→Untersuchen
Sie ..." ; vgl.
übergeordneter Operator,
fächerübergreifender Operator,
untersuchendes
Erschließen,
Beispiele: 1.
Analysieren Sie
Kafkas
Tagebuchnotiz in Bezug auf die Beziehung Kafkas zu seinem Vater; 2.
Analysieren Sie den Romananfang unter den Gesichtspunkten der
Erzählperspektive und der
Figurenkonstellation. |
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Anapäst
(gr. anapaiein = zurückschlagen); auch: Doppelsteiger; 1) antiker
Versfuß: Bezeichnung für einen dreisilbigen Versfuß mit zwei kurzen Silben
und nachfolgend einer langen Silbe ( ˇ
ˇ /) 2) in deutscher Metrik: zweimal unbetont und einmal betont
(xxx', bzw. vv-) - vgl.
Daktylus,
Jambus,
Metrum,
Takt,
Taktart,
Trochäus,
Vers,
Versfuß,
Versmaß,
Beispiele: Paradies, Malerei, nebenbei |
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Anapher
Wiederholung des Anfangswortes bei aufeinander folgenden Sätzen, Versen oder Strophen;
vgl. Klangfiguren,
Epipher,
Wortfiguren,
Klangfiguren
Beispiel: "Das Wasser rauscht, das Wasser
schwoll..." |
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Anaphorischer Verweis
auch: Rückverweis; rückverweisende Verweisrichtung von
Pro-Formen
als Kohäsionsmittel auf der
Textoberflächenstruktur
vgl.
kataphorischer
Verweis
Beispiel: Heiner geht
mit dem Hund raus. Das macht er immer. |
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Anastrophe
auch: Inversion, Veränderung der üblichen Abfolge von Satzgliedern, ;
vgl. Inversion
Beispiele: der Verstellung
schwere Kunst; zweifelsohne statt ohne Zweifel; Büblein klein statt kleines
Büblein |
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Änderungskategorie, rhetorische
vgl.
rhetorische
Änderungsoperation |
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Änderungsoperation, rhetorische
vgl.
rhetorische
Änderungsoperation |
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Anedokte
epische Kleinform; Gegenstand der Erzählung meist eine historische
Persönlichkeit oder eine bezeichnende Begebenheit; meist pointeartiger
Schluss, mit dem verborgene Zusammenhänge blitzartig erleuchtet werden;
(historische) Wahrheit ist zwar nicht verbürgt, aber erscheint plausibel;
Kunstform bei Heinrich von Kleist, Johann Peter Hebel
Beispiel: Heinrich von Kleist,
Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege; |
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Anforderungsbereich
1. allg. Bezeichnung für einen Bereich, in dem von jemandem eine
bestimmte Leistung erwartet wird; 2. bildungspolitisch Bezeichnung
für in der Regel drei nach der Komplexität abgestuften Bereiche, in denen
von Schülerinnen und Schülern einer bestimmten Jahrgangsstufe bestimmte
Leistungen erwartet werden; den Anforderungsbereichen (Afb) werden im
Allgemeinen bestimmte →Operatoren
zugeordnet, die präziser beschreiben, welche Leistungen erwartet werden;
Beispiele: a) →Anforderungsbereiche
für die
→Abiturprüfung
im Fach Deutsch (→Anforderungsbereich I,
→Anforderungsbereich II,
→Anforderungsbereich III
b) →KMK-Bildungsstandards für das Fach Deutsch,
z. B. den
→Bildungsstandards
für den Mittleren Abschluss (Jahrgangsstufe 10) (4.12.2003 im Bereich
→Schreiben
für die verschiedenen
→Anforderungsbereiche
(→Anforderungsbereich I,
→Anforderungsbereich II,
→Anforderungsbereich III)
- vgl. Operator, |
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Anführungszeichen
auch: Anführungsstriche, Zeichen der deutschen Zeichensetzung; A. schließen etwas
wörtlich Wiedergegebenes ein. - umgangsspr.:
Gänsefüßchen
- vgl. Redewiedergabe,
direkte Rede, |
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Annonce
vgl.
Werbeanzeige |
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Anrede
1. allg.
Hinwendung an den Adressaten; 2.
→Anrede als →Sprechakt
der Kontaktumgrenzung
Sprechakt; →im (privaten) Geschäftsbrief;
Bezeichnung für a) die Verwendung der (persönlichen) Kontaktdaten unter
Hinzufügung des →Anredepronomens Herr bzw. Frau bei der Gestaltung der
Empfängeranschrift b) die unmittelbare Ansprache des
Adressaten eines (privaten, offiziellen) Briefes vor dem eigentlichen
Brieftext (Haupttext)
c) (persönliche) Anrede eines Adressaten im Haupttext eines Briefes zur
Kontaktintensivierung - vgl. Anredepronomen,
Beispiele: 1. Meine Damen und Herren, 2. a)
Herr Müller, Frau Meier b) Sehr geehrte Frau Dr. Kratzmann, Lieber Herr
Köhler, Liebe Elsa c) Es ist nicht unsere Absicht, Sie, Herr Möller, zu
beeinflussen. - Ich habe dir, liebe Edeltraut, schon immer gesagt ... |
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Anredepronomen
1. Verwendung der →Personalpronomen
du, ihr und Sie bei der Anrede einer Person beim →Duzen,
→Siezen
oder →"Ihrzen"
; 2.
Verwendung der Wörter "Herr" und "Frau" in Verbindungen mit dem Namen bei
der Anrede (vgl.
Engel, 22009, S.51)
Beispiele: a) Herr Moser, Frau Mayer b) Ich habe Herrn Kanneberg
getroffen. c) im Auftrag des Herrn Landrats - vgl.
Pronomen,
Personalpronomen,
duzen,
siezen, "ihrzen" |
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Anschaulichkeit
1. Wirkungsakzent rhetorischer Figuren |
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Anschauungsraum
Raumtyp der
Raumgestaltung im epischen Text: eher
statisch wirkender Großraum, der der Fern- und Übersicht dient |
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Ansichten, schematisierte
vgl.
schematisierte
Ansichten |
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Anspielung
auch: Allusion; versteckter Hinweis auf einen Zusammenhang, eine Person, die der Adressat kennt
Beispiele: Ich brauche nicht zu sagen,
... - Sie wissen, was ich meine ... - |
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Antihermeneutische Methoden
vgl.
Hermeneutik,
hermeneutische Methode,
hermeneutischer Zirkel |
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Antilabe
Form der Dialoggestaltung in einem Versdrama; dabei wird ein Vers auf zwei
oder mehrere Sprecher aufgeteilt; häufig bei emphatischen oder
pathetischem Sprechen verwendet - vgl. dagegen
Stichomythie |
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Antithese:
Entgegenstellung von Begriffen und Gedanken vgl.
Sinnfiguren
Beispiel: Heiß geliebt und kalt
getrunken |
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Anthropomorphisierung
Vermenschlichung; besonderer Fall der
Belebung von etwas Unbelebtem; - vgl.
Personifikation, |
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Antonomasie
Abart der
Synekdoche; 1.
Umschreibung eines Eigennamens durch besondere Kennzeichen
(charakteristische Beiwörter oder Eigenschaften), um eine mehrfache
Namensnennung zu vermeiden; setzt einen kompetenten Sender/Empfänger voraus;
Formen: Patronymikon (= Nennung des
Vaternamens); Ethnicum (= Nennung der
Volkszugehörigkeit); Berufsbezeichnung; ausholende Beschreibung (Periphrase)
2. Umschreibung einer Gattung durch den Eigennamen eines
herausragenden Vertreters oder einer herausragenden Vertreterin
Beispiele: zu 1) Patronymikon: der Pelide = Achilleus; der Atride =
Agamemnon, Sohn des Atreus - Etrhnicum: der Galiläer = Jesus; der Korse =
Napoleon, der Leimener = Boris Becker - Berufsbezeichnung: der Dichterfürst
= Goethe; der Erlöser = Jesus - ausholende Beschreibung/Periphrase: der
Besieger Karthagos = Scipio, Vater der Götter und Menschen = Zeus |
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Anwendungswissen
- vgl.
Wissen,
Faktenwissen,
Handlungswissen,
prozedurales Wissen,
generisches
Wissen
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Apokopé
Wegfallen eines Lautes oder einer Silbe am Wortende; sprachgeschichtl.
Ursachen, metrische Zwänge ("manch' bunte Blumen", Goethe,
Erlkönig) oder aus artikulatorischen Gründen (z.B. in der Mundart oder
Umgangssprache); meistens mit dem Satzzeichen Apostroph gekennzeichnet
Beispiele: Bitt' Sie! - 'n Bier, bitte! |
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Aposiopese
rhetorische Figur; bewusstes Abbrechen der Rede, bevor die entscheidende
Aussage gemacht wird; a) Abbruch der syntaktischen Konstruktion b) Gedanke
wird nicht einem vollständigen Satz zu Ende geführt; Hörer muss
Gemeintes aus dem Kontext schließen
Beispiel: Ich werd' Euch gleich! - Ich sag'
nur... |
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Apostroph
Auslassungszeichen, Häkchen, das den Wegfall eines Lautes oder einer
Silbe kennzeichnet
Beispiele: Bitt' Sie! - 'n Bier,
bitte! |
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Apostrophe
Anrede an das Publikum; auch direkte Anrede von Dingen; häufig als
Ausruf
oder Frage formuliert vgl.
Sinnfiguren
Beispiel: Alter Freund! Immer getreuer Schlaf! Fliehst du mich auch,
wie die übrigen Freunde? Wie willig senktest du dich sonst auf mein freies
Haupt herunter und kühltest, wie ein schöner Myrtenkranz der Liebe, meine
Schläfe! (Goethe, Egmont, V) |
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Apotheose
(griech. Vergöttlichung) Verklärung des Menschlichen zum Göttlichen hin oder
Enthüllung des bis dahin in seiner Bedeutung unterschätzten Göttlichen am
Ende eines Dramas
Beispiel: Schlussszene in
Goethes »Egmont«
oder die Auffahrt des 'unsterblichen' Fausts am Schluss von Goethes »Faust
II« |
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Appellativer Text
Bezeichnung für Textsorten, die den Adressaten in seinem Denken,
Fühlen und Handeln beeinflussen wollen - vgl.
Textfunktion |
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Appelativum
Gattungsbezeichnung; im Gegensatz zum Eigennamen, der singulär vorkommende
Lebewesen oder Gegenstände bezeichnet, Bezeichnung für Gattungen,
Klassen von Personen, Pflanzen, Tieren oder Dingen), aber auch zur
Bezeichnung eines bestimmten, einzelnen Elements dieser Gattung; z. B.
Frau als Bezeichnung der Gattung und Bezeichnung einer ganz bestimmten Frau |
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Appellcharakter
Bezeichnung für eine Textfunktion, die den Adressaten in seinem Denken,
Fühlen und Handeln in bestimmter Weise beeinflussen will - vgl.
Textfunktion |
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Apperzeption
aktives, bewusstes und zugleich willentliches Wahrnehmen bzw. Erfassen von
Denkinhalten; im Gegensatz zur Assoziation Beteiligung des Willens und im
Unterschied zur eher passiven Rezeption aktive Geistestätigkeit; Begriff in
der heutigen Psycholinguistik kaum verbreitet |
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Apposition
(auch: Zusatz oder Beisatz); ein besonderer Fall der
Attribuierung: substantivisches Attribut zu einem Substantiv, das den
gleichen Kasus wie sein Bezugswort aufweist; Formen: a) vorangestellte A. b)
nachgestellte A.
Beispiele: a) Sie hat der Stadt Konstanz einen Dienst erwiesen. b) Er
pfiff nach seinem Hund, einem Tibetterrier. |
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Aprosdoketon
rhetorische Figur; überraschender und unerwarteter Ausdruck (Redewendung,
Wort), der anstelle eines Ausdrucks verwendet wird, der vom Leser oder Hörer
erwartet wird
Beispiel: "(Trompeten), die den Marsch blasen, die griechischen den
Trojanern, die trojanischen - na, wem wohl?" (anstelle "den Griechen") (R.
Hagelstange, "Spielball der Götter") |
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Arbeiten Sie heraus .../ arbeite heraus ...
Operator zur Arbeitsanweisung einer
Reproduktionsaufgabe; Anforderungsbereich I und II; verlangt ist: Erkennen spezifischer Inhalte, Aussagen und Zusammenhänge in einem Text
und in einem korrektes Darstellen in einem strukturierten Zusammenhang -
vgl. Operator, Anforderungsbereich
I, Anforderungsbereich II, Reproduktionsaufgabe, |
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Arbeitsanweisung, mehrteilige
vgl.
mehrteilige Arbeitsanweisung |
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Arbeitsdefinition
vorläufige Definition eines Sachverhaltes, die noch nicht den Anspruch
erhebt, diesen Sachverhalt erschöpfend zu definieren; dient in der Regel als
Arbeitsgrundlage für bestimmte Fragestellungen und wird im Allgemeinen nach
Abschluss einer Untersuchung im Sinne einer Präzisierung überarbeitet - vgl.
Definition,
lexikalische Definition,
Nominaldefinition,
Realdefinition,
extensionale Definition, |
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Arbeitsjournal
1. Arbeitstagebuch in Form eines nicht zur Veröffentlichung
gedachten, daher nur teils öffentlichen Werkstattberichts, der die Funktion
hat, einen Arbeitsprozess mit seinen Arbeitsschritten, Zwischenergebnissen,
Überlegungen zum methodischen Vorgehen, Leitfragen, Hypothesen und
Einzelragen, aber auch mit seinen (vorläufigen) Ergebnissen zu dokumentieren
und so der Selbstreflexion und/oder Fremdkommentierung zugänglich zu machen;
2. im Rahmen der Portfoliokonzepts
mit dem →Arbeitsportfolio (Working
Portfolio) zu vergleichen.2. schreibdidaktische Funktion:
reflexives Schreiben
auf einer halböffentlichen bzw. teil öffentlichen Ebene, das zur Entwicklung
von Selbstreflexion während eines →Schreibprozesses
auch in anderen Bereichen reflexiver Schreibpraxis (z.B. →Portfolio,
→Schreibportfolio)
beitragen kann und über das individuelle Lernen hinaus vielfältige Formen →kooperativen
Schreibens ermöglichen kann; - vgl. 1)
Tagebuchroman,
Autobiographie,
Memoiren;
2) Schreibprozess,
reflexives Schreiben,
Arbeitsjournal,
Portfolio,
kooperatives Schreiben, |
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Arbeitsgliederung
Arbeitsschritt bei der
Problemerörterung;
Festlegung der Reihenfolge der Gedanken und einer Gesamtstruktur der
Niederschrift - vgl.
Problemerörterung |
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Arbeitsportfolio
1. Sammlung von Arbeiten eines Schülers/einer Schülerin zu einem
speziellen Lerngegenstand als "Mappe" mit verschiedenen Materialien und
Texten, Arbeitsgliederungen, Teilausarbeitungen u. dgl. mehr, die als
Sammlung mehr oder weniger reflexiv verfasster Teile Grundlage für weitere
Reflexionen und/oder →Überarbeitungen
(Revisionen) in einem individuellen
oder
schrittweise kooperativen Schreibprozess dienen; weitgehend ähnlich mit
dem Arbeitsjournal; 2. Grundlage für
Auswahlentscheidungen, die aus dem Arbeitsportfolio Zusammenstellungen als →Beurteilungsportfolio
(Status Report- bzw. Assessment Portfolio) oder auch →Vorzeigeportfolios
(Showcase Portfolio, Präsentationsportfolio) machen können - vgl.
Portfolio, |
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Arbeitstagebuch
- vgl. Arbeitsjournal,
Arbeitsportfolio,
Lerntagebuch, |
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Arbeitstechnik
vgl.
Kreative
Arbeitstechniken |
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Arbeitstechnik, kreative
vgl. kreative Arbeitstechnik |
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Archaismus
veralteter sprachlicher Ausdruck; a) gehört nicht mehr zum aktiven
Wortschatz b) hat eine veraltete Bedeutung c) weist eine veraltete
syntaktische Form auf (z.B. (finite Verbform)
Beispiel: a) abhold; allezeit
b) ein höherer Beruf c) Goethens Werk ... ward aufgeführt |
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Argument
Begründung für eine Behauptung (These) im Rahmen einer Argumentation;
allgemein: Punkt einer Beweisführung; anerkannter Begründungswert für eine These
(plausibel, stichhaltig, schlüssig) - vgl.
Argumentation,
Argumentationsmodell,
Basisargument |
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Argument, deduktives
vgl.
deduktives Argument |
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Argument, induktives
vgl.
induktives Argument |
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Argument, statistisches
vgl.
statistisches Argument |
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Argumentation
Typus sprachlichen Handelns; allgemein: Darlegung der Argumente, Beweisführung,
Begründung; Schritt oder Reihe von Schritten zur Begründung einer Aussage;
Schlüssigkeit der Argumentation als Beweis einer Aussage - vgl.
Argument,
Argumentationsmodell,
einfache Argumentation,
erweiterte Argumentation,
Diskussion,
Fünfsatz,
These, Geltungsansprüche,
Gültigkeit,
strittig, |
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Argumentation,
einfache
Argumentationsschema bestehend aus einer
These und einem oder mehreren Argumenten, die
nicht weiteren Stützungen versehen sind - vgl.
Argumentation,
erweiterte Argumentation,
Geltungsansprüche, |
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Argumentation,
erweiterte
Argumentationsschema bestehend aus einer
These
und einem oder mehreren
Argumenten, die mit Stützungen (Beweis, Beispiel, Schlussfolgerung) versehen
sind - vgl. Argumentation,
einfache
Argumentation,
Geltungsansprüche, |
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Argumentationskette
Aufbau einer Argumentation, bei der jedem Argument ein anderes vorausgeht und jedes
Argument auf das Ergebnis des vorangehenden Argumentes aufbaut (vgl. Metzler Lexikon
Sprache 1993) - vgl. Argumentation,
Argumentationsmodell, |
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Argumentationsmodell
Schematische Darstellung einer Argumentation - vgl.
einfache Argumentation,
erweiterte Argumentation, |
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Argumentationsskizze
Gegliederte und mit vielfältigen visuellen Mitteln gestaltete Darstellung
einer Argumentation, die das Ziel hat a) die explizit geäußerten
sprachlichen Argumentationssignale zu erkennen b) den argumentativen
Zusammenhang der gemachten Äußerungen zu erfassen c) die Argumentation,
soweit möglich, hierarchisch strukturiert darzustellen -
Argumentation,
Argumentationsmodell |
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Argumentationstabelle
-
Argumentation,
Argumentationsmodell |
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Argumentationstheorie
- vgl.
Argumentation,
Argumentationsmodell |
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Argumentative Themenentfaltung
- vgl.
thematische
Entfaltung,
deskriptive
Themenentfaltung,
explikative
Themenentfaltung,
argumentative
Themenentfaltung,
Geltungsansprüche, |
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Argumentatives Schreiben
- vgl. Erörterndes
Schreiben |
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Arrangiertes Gespräch
(auch: natürliches arrangiertes Gespräch) - im gesprächsanalytischen Ansatz
von
Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für natürliche
Gespräche, die im Gegensatz zu den spontanen Gesprächen längerfristig
vorbereitet sind - vgl.
Gespräch,
natürliches Gespräch,
spontanes Gespräch |
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Assonanz
Gleichklang zwischen mindestens zwei oder mehreren Wörtern; häufig nur
auf Vokale bezogen; meist am Versende eines lyrischen Textes - vgl.
Klangfiguren
Beispiel:
Endlich auch, nach langem Ringen,
Muß die Nacht dem Tage weichen;
Wie ein bunter Blumengarten
Liegt Toledo ausgebreitet.
(Heinrich Heine, Don Ramiro, 9. Strophe) |
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Assoziation
1) psychologisch: Verknüpfung eines Gedankens oder eines Gefühls mit einem
Objekt oder einem anderen Gedanken oder Gefühl; beim Assoziieren werden die so
miteinander verknüpften Elemente bewusst, ohne dass der Grund für die Verknüpfung
offenkundig sein muss 2) Zusammenschluss von Personen und Unternehmen zu einem bestimmten
Zweck - vgl. Assoziationskette, assoziative
Methode,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken,
Brainstorming
Clustering,
Mind Mapping, |
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Assoziationskette
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Assoziation,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken,
Brainstorming
Clustering,
Mind Mapping |
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Assoziative Methode
Methoden, die die individuelle Verknüpfung von Gedanken und Gefühlen
miteinander zur Aktivierung von Gedächtnisinhalten und zur kreativen
Ideenfindung ausnützen - vgl.
Assoziation,
Assoziationskette,
Kreativität,
Kreative Arbeitstechniken,
Brainstorming
Clustering,
Mind Mapping, |
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Assoziatives Schreiben
(associative writing) in
Carl Bereiters (1980)
→Stadien-Modell der
Schreibentwicklung das erste Stadium, in dem Schreibender über die
grundlegenden Fähigkeiten, sich schriftsprachlich zu äußern und assoziativ
zu schreiben, verfügt - vgl.
Schreibentwicklung,
performatives Schreiben,
kommunikatives
Schreiben,
authentisch-gestaltendes Schreiben,
epistemisches Schreiben, |
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Ästhetik
Wissenschaft von der Erkenntnis der Sinneswahrnehmung, insbesondere in der Kunst
die Wahrnehmung des Schönen und des Hässlichen |
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Asyndeton
rhetorische Figur: Aneinanderreihung gleichgeordneter Wörter, Wortgruppen,
Satzteilen oder Sätzen, die nicht mit Konjunktionen (Verknüpfungswörter)
miteinander verbunden sind; Funktion: entweder Ausdruck einer unkompliziert
ungezwungenen Sprechweise oder zur pathetisch wirkenden Stilerhöhung (z. B.
als Klimax
oder auch Antithese ) - vgl.
rhetorische Figuren,
Polysyndeton
Beispiele: (Klimax):
"es muss auf unser Fragen ein Vieh, ein Baum, ein Bild, ein Marmor Antwort
sagen" (Andreas
Gryphius); (Antithese):
"der Wahn ist kurz, die Reu ist land" (Schiller,
Lied von der Glocke) |
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Atelier
vgl. Schreibatelier |
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Attribuierung
Einbettung eines Satzes durch ein Attribut in einem anderen Satz, in dem es
Satzgliedteil wird; Funktion: Informationsverdichtung durch syntaktische
Kondensierung;
Beispiele: Die Katze ist schwarz. Die Katze springt auf den Tisch. →
Die schwarze Katze springt auf den Tisch. oder: Die auf den Tisch
springende Katze ist schwarz. |
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Attributsatz
1. auch:
Gliedteilsatz,
Beifügungssatz; Gliedsatz, der von einem Bezugswort im
Hauptsatz
(Obersatz) abhängig ist und dieses genauer und ausführlicher erläutert;
Attributsätze können von Konjunktionalsätzen (incl.
Interrogativsätze),
Relativsätzen, uneingeleiteten
Nebensätzen,
Infinitivsätzen oder
Partizipialkonstruktionen gebildet werden; erfüllen die Funktion eines
Attributs; 2. manchmal auch nicht zur engeren Gruppe der Gliedsätze
(Subjektsätze, Objektsätze, Adverbialsätze) gerechnet- vgl.
Satz,
Gliedsatz,
Beispiele: Die Trauer darüber, dass er verloren
hatte / verloren zu haben / Die Frage, ob er verloren hatte / Die
Mitteilung, wann er zurückkommt / Hunde, die bellen, beißen nicht / Diese
These, schon längst ausdiskutiert / Früher, in den achtziger Jahren, als
noch nicht alle ein Handy hatten / ... (vgl. Metzler Lexikon Sprache,
S.66) |
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Audiopodcast
- vgl. Podcast,
Videopodcast |
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Aufbau
vgl. Textaufbau |
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Aufbau, gedanklicher
vgl.
Gedanklicher Aufbau |
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Aufbau, pyramidaler
vgl. Pyramidaler Aufbau |
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Aufforderung→
Sprechakt; Sprecher will seine/n Partner zu einem bestimmten Verhalten
veranlassen. Äußerung wird ohne weitere, zusätzliche Absichten gemacht
- vgl.
Sprechakte, (vgl.
Engel,
1996, S.47f.)
Beispiele: Ich bitte dich, ich befehle dir - Kannst
du die Tür schließen? - Du solltest mal vorbeikommen. - Sie könnten
ruhig auch mal eine Überstunde machen. - Das wist du nicht tun. - Alle
mal herhören! - Schnauze! - |
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Aufforderungssatz
vgl.
Imperativsatz |
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Aufnehmendes Zuhören
Zuhörer-, Sprech- und allgemeines Kommunikationsverhalten des Empfängers
einer Nachricht in der Kommunikation; Aufmerksamkeit hör- und sichtbar
zeigen, kommentierender Blickkontakt, Mitteilungsakt (Kontaktsignal
Hörer) Zuhörfloskeln in Form von Antwortpartikeln o. ä. (Mhm, so,
ja...) (Weisbach
1994)- vgl.
Zuhören,
aktives
Zuhören,
"Ich-verstehe"-Zuhören,
umschreibendes
Zuhören |
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Aufsatz
1. schulische Schreibform: von Schülern unter einer bestimmten
Themenstellung verfasster schriftlicher Text; jeweils aufsatzspezifisch in
Form, Stil, Schreibsituation und
Adressatenbezug; als Übungsaufgabe oder als
Klassenarbeit bzw.
Klausur im DU verwendet 2.
wissenschaftlicher
Aufsatz: Bezeichnung für eine in ihrem Umfang kleinere wissenschaftliche
Veröffentlichung, meistens in einer Fachzeitschrift o. ä. 3. häufig
auch synonym für
Essay verwendet - vgl.
schulische Schreibformen,
wissenschaftlicher
Aufsatz |
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Aufsatz, freier
vgl. Freier Aufsatz |
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Aufsatz funktionaler
vgl. Funktionaler Aufsatz |
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Aufsatz, gebundener
vgl. Gebundener Aufsatz |
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Aufsatz, literarischer
vgl.
Literarischer
Aufsatz |
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Aufsatz, sprachgestaltender
vgl.
Sprachgestaltender Aufsatz |
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Aufsatz, wissenschaftlicher
vgl.
Wissenschaftlicher Aufsatz |
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Aufsatzbeurteilung
- vgl.
Bewertend-prüfende Beurteilung, Beurteilung,
Benotung,
bewertend-prüfende Beurteilung,
fördernde Beurteilung,
.auch:
fördernde Beurteilung,
Aufsatz,
Aufsatzlehre,
Klassenarbeit,
Klausur,
schulische Schreibformen,
Bewerten Sie ..,
Beurteilen Sie ... |
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Aufsatzlehre
Didaktik und Methodik des Aufsatzunterrichtes - vgl.
Aufsatz,
schulische Schreibformen,
gebundener Aufsatz,
funktionaler Aufsatz,
sprachgestaltender
Aufsatz, freier Aufsatz,
Erlebnisaufsatz, |
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Aufsatzthema
1. Allgemein: Thema eines Aufsatzes 2. Als
schulische
Schreibform: Formulierung eines Themas mit expliziter oder impliziter
Schreibaufforderung - vgl.
Thema,
Themenstellung,
Themafrage |
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Auftakt, dramatischer
vgl.
dramatischer Auftakt |
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Auftreten
im epischen Text: implizite Information zur
Figurencharakterisierung durch
den Erzähler bzw. die Erzählinstanz durch Einordnung und Vorkommenshäufigkeit im "plot" im Vergleich zur Einordnung und Häufigkeit
des Vorkommens einer Figur in der "story"
Beispiel: Eine Figur wird im "plot" schon häufig
thematisiert, ehe sie überhaupt in der "story" auftritt. |
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Auftritt
auch: Szene; kleinste Gliederungseinheit im dramatischen Text; bestimmt
durch das Auftreten bzw. Abtreten mindestens einer Figur im Drama (Konfigurationswechsel) - vgl.
Drama,
Akt, Szene,
Konfigurationswechsel |
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Aufzug
auch: Akt; vom Aufmarsch der Mitwirkenden bei
festlichen Tanzaufführungen oder der mitwirkenden Schauspieler vor dem
jeweiligen Aktbeginn hergeleitete deutsche Bezeichnung für die größte
Gliederungseinheit im Drama (Lessing
u. a. 18. Jh.) - vgl. Akt,
Auftritt, Szene, |
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Auktoriale Charakterisierungstechnik→
Technik zur Figurencharakterisierung im Drama; Informationen, mit denen
der Autor (impliziter Autor) die Zuschauer/Leser eines dramatischen Textes
unmittelbar anspricht; Formen: explizit-auktoriale und implizit auktoriale
Charakterisierungstechniken (vgl. Pfister 1977, S. 251ff.)
vgl. Charakterisierungstechnik,
figurale
Charakterisierungstechnik,
explizit-auktoriale
Charakterisierungstechniken,
implizit-auktoriale
Charakterisierungstechniken |
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Auktoriales
Erzählen→
auch:
auktoriale
Erzählperspektive,
auktoriale
Erzählsituation ; epische Darstellungstechnik als
Ich- oder
Er-Erzählung; mit kommentierenden
Einmischungen, Bewertungen, Reflexionen,
Vorausdeutungen
oder Rückwendungen des Erzählers bzw. der
Erzählinstanz (telling); beliebiger Wechsel
zwischen Außen- und
Innensicht
und u. U. zwischen verschiedenen Perspektiven
Beispiel: Der Leser soll hier von mir erfahren, wie es meiner
bemitleidenswerten Freundin Antonia ergangen ist, als sie sich in den jungen Martin Bach
verliebt hat, der auch in späten Jahren nicht bereute, was er ihr angetan hatte. |
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Auktoriale Erzählperspektive
vgl. auktoriales Erzählen |
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Auktoriale Erzählsituation
vg. auktoriales Erzählen |
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Auktoriale Ich-Erzählperspektive→
Variationsrichtung der
Ich-Erzählperspektive
(Ich-Erzählsituation); Ich-Form,
Innenperspektive,
zweipolige Ich-ich-Struktur (erzählendes/sich
erinnerndes Ich und
erlebendes/erinnertes
Ich); Ich-Erzähler als erzählendes Ich mit z. T. vergleichbaren
Funktionen wie ein
auktorialer Erzähler -
vgl.
Ich-Erzählperspektive
-
personale
Ich-Erzählperspektive |
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Ausdrucksgeste
Signale des Gesichtsausdrucks und der Hände (=Gestikulation) - vgl.
Geste,
primäre Geste |
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Ausführliches Protokoll
vgl.
Verlaufsprotokoll |
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Aussage
1. .... 2. in der
postrukturalistischen Diskurstheorie
»Michel Foucaults (1926-1984) im Ggs. zur Verwendung des Begriffs in der
Logik und der Grammatik Bezeichnung für "eine vereinzelte, kontingente,
materiale Einheit, die keinem Sprecher zuzuordnen ist:" (Köppe/Winko
2008, S.99); Aussagen (frz. énoncé) stellen dabei
nicht den Aussageinhalt dar und transportieren keine Bedeutung oder
verweisen auf etwas außerhalb ihrer sprachlichen Materialität, sondern
stellen einfach sprachliche Ereignisse dar, die dadurch untersucht werden
können, dass man Fakten zu ihnen sammelt; mehrere Aussagen zusammen bilden,
wenn sie einem gleichen Formationssystem mit bestimmten, historisch
unterschiedlich realisierten Regeln unterworfen werden, einen
Diskurs. (vgl.
ebd.)
- vgl. Diskurs,
Poststrukturalismus, |
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Aussageabsicht
allg.: Redeabsicht eines Sprechers, die bei einer Äußerung verfolgt wird;
Vielfalt von Aussageabsichten, z.B. im Bereich der emotionalen Wirkung:
provozieren; im Bereich der rationalen Wirkung: überzeugen; im Bereich
der appellativen Wirkung: auffordern - vgl.
Intention |
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Aussagekern→
Teil der
Inhaltsangabe; leitet diese ein mit
Angaben zu Autor, Titel, Textart, Textentstehung,
Thema,
Kurzinhalt - vgl.
Inhaltsangabe |
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Aussagenliste→
Arbeitsmethode zur inhaltlichen Erfassung von Texten; dabei werden die Aussagen eines Textes in Form von
Sätzen untereinander aufgelistet. Formen:
einfache Aussagenliste,
strukturierende Aussagenliste
- vgl.
Thesenpapier |
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Aussagenliste, einfache
vgl.
einfache Aussagenliste |
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Aussagenliste, strukturierende
vgl.
strukturierende Aussagenliste |
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Aussagenlogik
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Analogieschluss,
Syllogismus |
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Aussagesatz
Satzart mit
Satzart; vgl.
Konstativsatz |
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Aussage, deskriptive
vgl.
deskriptive Aussage |
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Aussage, normative
vgl.
normative Aussage |
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Aussageweise
vgl. Modus |
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Ausruf
vgl. Apostrophe
Beispiel: Zum Teufel mit dir! |
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Außenperspektive→
Ggs.
Innenperspektive; Begriff der
Erzähltechnik, der den
Standort des
Erzählers näher beschreibt; Erzähler befindet sich räumlich und zeitlich
außerhalb der Welt der fiktiven Figuren; auktorialer Erzählerstandort (auktoriales Erzählen). |
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Außensicht→
Ggs.
Innensicht; Begriff der
Erzähltechnik; Verzicht auf die Wiedergabe von inneren Vorgängen; kann sogar so weit
gehen, dass auch die inneren Vorgänge der erzählenden Figur bzw. des erlebenden Ichs
wegfallen.
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund.
Sie bestellte einen Kaffee und blickte zur Tür.. Fünf Minuten später erschien er. |
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Äußerung
in der strukturalistischen Linguistik Gliederungseinheit auf der
Gesprächsoberfläche: Bezeichnung für einen beliebigen Abschnitt in der
Rede einer einzigen Person, die vorher und hinterher schweigt; Mündlichkeit
als konstitutives Merkmal ohne weitere grammatische, thematische oder
pragmatische Implikationen (vgl.
Brinker/Sager 1989, S.11) |
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Äußerungsakt
in der Sprechakttheorie
»John R. Searles
(geb. 1932) die auf die Äußerung von Lauten, Wörtern und Sätzen bezogene
Teilhandlung, die im Rahmen eines Sprechaktes vollzogen wird; vgl.
Sprechakte,
illokutiver Akt,
propositionaler Akt,
perlokutiver Akt |
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Äußerung, performative
vgl.
performative Äußerung |
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Authentisch-gestaltendes Schreiben
(unified writing) in
Carl Bereiters (1980)
→Stadien-Modell
der Schreibentwicklung das vierte von fünf Stadien, in dem Schreibender
a) über die grundlegenden Fähigkeiten, sich schriftsprachlich zu äußern und
assoziativ zu schreiben, verfügt
(assoziatives Schreiben) b) das Schreiben normgerecht beherrscht (performatives
Schreiben) c) sich in andere Personen hineinversetzen kann, um ein
adressatenorientiertes Schreiben umzusetzen (=kommunikatives
Schreiben) und d) seine eigene Textproduktion in einer Art feedback loop
unter stilistischen und logischen Gesichtspunkten kritisch beurteilen kann;
in der deutschsprachigen Literatur wird der Bereiters Begriff nicht in einer
einheitlichen Übersetzung verwendet; auch üblich: reflektiertes Schreiben -
vgl. Schreibentwicklung,
assoziatives Schreiben,
performatives Schreiben,
kommunikatives
Schreiben,
epistemisches Schreiben,
reflexives Schreiben |
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Autobiographie
i. e. S. rückblickender Prosabericht in der ersten Person, der von einer
historisch realen Person über ihr eigenes Leben gegeben wird;
Gegenstände der A. häufig: Privatleben, Bildungsgang bis zur Übernahme
einer sozial verantwortlichen Rolle, berufliches oder öffentliches Wirken
(»Memoiren«); autobiographische Texte sind aber über die bloße
Rekapitulation von Geschehen immer auch Interpretation der Vergangenheit
(vgl.
Vogt 1990, S.69) -
vgl. autobiographischer Roman,
Memoirenroman,
Tagebuchroman,
Memoiren,
Tagebuch
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Autobiographischer Roman
Typus des Romans im Rahmen der
Ich-Erzählsituation;
Merkmale: zeitliche Retrospektive aus der mitunter genau datierten
Erzähl- oder Schreibgegenwart, Geschehnisse aus der Vergangenheit des
Ich-Erzählers, Unterscheidung zwischen
erlebendem
(erinnertem) und
erzählendem
(sich erinnerndem) Ich
(zweipolige Ich-ich-Struktur) (vgl.
Vogt
1990, S.69)
Beispiele: Thomas Mann, Die Bekenntnisse des
Hochstaplers Felix Krull; Max Frisch, Homo faber; Max Frisch, Peter Weiss,
Abschied von den Eltern ...
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Automatisches Schreiben
1.
nicht-zerlegende Schreibstrategie; →Schreiben
in einem Zug im Stil der Pensée parlée/écriture automatique;
2.
auch: →rapid writing;
assoziativ-expressive Schreibmethode zur Ideenfindung; eine Art
Brainstorming im Schreibmodus; Ideen zu einem Thema werden dadurch
entwickelt, dass ohne Absetzen des Schreibgeräts für eine kurze
Zeitspanne einfach niedergeschrieben wird, was einem durch den Kopf
geht. |
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Autonomous monologue
Begriff der Erzählforschung (Cohn
1978); vgl.
Monologerzählung |
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Autoreninterview
(Sozial-)Form des
schrittweise kooperativen Schreibens; beim Autoreninterview agieren die
Partner nicht nur in ihren jeweiligen Rollen als →Feedbackgeber
und →Feedbacknehmer
im Rahmen eines förderlichen Feedbackprozesses, sondern in einem
dialogisch-konversationellen Verfahren werden die jeweiligen Textproduzenten
auch nach inhaltlichen Aspekten, zum Textaufbau und zu Problemen, die mit
dem Verständnis des Textes zusammenhängen, befragt; - vgl.
kooperatives Schreiben,
schrittweise kooperatives Schreiben; |
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Autorisierung
Sprechakt, der den Partner festlegt; Sprecher weist seinem Partner eine
ganz klar umrissene Rolle in der Kommunikation zu - vgl.
Sprechakte,
Beispiele: Ich verweise Sie aus dem Klassenzimmer. - Ich entziehe Ihnen
das Wort. - Ich taufe dich auf den Namen ... - Sie sind entlassen.
(vgl.
Engel, 1996, S.50) |
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Auxiliarverb
die perfekt- und passivbildenden Verben (haben, sein, werden...) in diesen
finiten Verbformen - vgl.
Hilfsverb,
Modalverb
Beispiele: Er ist gegangen. - Sie wurde von ihm
betrogen. - Er hat gelogen. - nicht aber: "Ich bin ein
Berliner." (John F. Kennedy) |
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A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z |
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