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Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

a. a. O. 
A parte
Abfolgekarikatur
Abhandlung
Abkürzung
Abitursaufsatz 
Abschreiben
Abstract
Abstractor
Abtönungspartikeln
Abschreiben
Abwehrende Frage 
accounts
Adäquanz 
Adjektion
Adressat
Adressatenbezug 
Advance Organizer 
Adverb 
Adverbialpronomen
Adverbialsatz 
ad spectatores
Affektive Fertigkeiten
Akkumulation 
Akrostichon 
Akt 
Akt, initiierender
Akt, illokutiver 
Akt, lokutiver
Akt, perlokutiver
Akt, propositionaler 
Akt, respondierender
Aktives Wissen
Aktives Zuhören
Aktivitätszerlegendes Schreiben
Akustische Kommunikation
Akzent
Akzeptabilität
Alexandrinervers
Allegorese
Allegorie 
Allgemeine Wertfrage
Allgemeines Wissen
Allgemeinwissen
Alliteration
Alltagswissen 
Allusion
Alternative Figuren
Alternativfrage
Ambiguitätstoleranz 
Amerikanische Debatte 
Amplifikation
Anagramm 
Anakoluth
Anakreontik
Analogie
Analogieschluss 
Analysieren Sie ...
Analytisches Drama 
Anapäst
Anapher 
Anaphorischer Verweis 

Anastrophe
Änderungskategorie, rhetorische
Änderungsoperation,
rhetorische

Anekdote
Anforderungsbereich
Anführungszeichen
Annonce
Anrede

Anredepronomen
Anspielung
 
Anschaulichkeit  
Ansichten, schematisierte 
Anthropomor-
phisierung
 
Antihermeneutische Methode 
Antilabe 
Antithese 
Antonomasie
Anwendungswissen
Aphorismus
Apokope 
Aposiopese 
Apostroph
Apostrophe 
Apotheose
Appellativer Text 
Appellativum

Appellcharakter
Apperzeption
Apposition
Aprosdoketon
Arbeiten Sie heraus ...

Arbeitsanweisung, mehrteilige
Arbeitsdefinition
Arbeitsgliederung 
Arbeitsjournal
Arbeitsportfolio
Arbeitstagebuch
Arbeitstechnik
Arbeitstechnik, kreative
Archaismus

Argument
Argument, deduktives
Argument, induktives
Argument, statistisches
Argumentation
Argumentationskette
Argumentationsmodell 
Argumentationsskizze 
Argumentationstabelle
Argumentationstheorie
Argumentative Themenentfaltung 
Argumentatives Schreiben
Arrangiertes Gespräch
Assonanz

Assoziation
Assoziationskette
Assoziatives Schreiben

Ästhetik 
Asyndeton
Atelier
Attribuierung
Attributsatz
Audiopodcast

Aufbau 
Aufbau, gedanklicher
Aufbau, pyramidaler

Aufforderung
Aufforderungssatz
Aufnehmendes Zuhören
Aufsatz
Aufsatz, freier
Aufsatz, funktionaler
Aufsatz, gebundener
Aufsatz, literarischer 
Aufsatz, sprachgestaltender
Aufsatz, wissenschaftlicher
Aufsatzbeurteilung
Aufsatzlehre 
Aufsatzthema 
Auftakt, dramatischer 
Auftreten
Auftritt 

Aufzug 
Auktoriale Charakterisierungs-
technik
 
Auktoriale Episierung
Auktorialer Nebentext
Auktoriales Erzählen 
Auktoriale Erzählperspektive 
Auktoriale Erzählsituation 
Auktoriale Ich-Erzählperspektive 
Ausdrucksgeste
Ausführliches Protokoll 
Aussage
Aussageabsicht
Aussagekern
Aussagenliste
Aussagenliste, einfache
Aussagenliste, strukturierende
Aussagenlogik 
Aussagesatz
Aussage, deskriptive
Aussage, normative
Aussageweise
Ausruf
Außenperspektive
Außensicht 
Äußerung
Äußerungsakt
Äußerung, performative
Authentisch-gestaltendes Schreiben
Autobiographie
Automatisches Schreiben
Autonomous monologue
Autoreninterview
Autorisierung 
Auxiliarverb 

 
 
a. a. O.
Abkürzung für: am angegebenen Ort; Hinweis beim Zitieren in der Quellenangabe; wird verwendet, wenn ein Titel auf einer Seite mehrmals zitiert wird - vgl. ebd., ebendaZitieren, Quellenangabe
Beispiele: (a. a .O., S.234) - (vgl. a. a. O., S.2) - (Müller, a .a. O., S.42) - (vgl.  Merger, a. a. O., S.36)
     
  a parte
Monologfragment einer Figur im dramatischen Text, das in einen Dialog eingefügt ist und auf die dramatische Handlung Bezug nimmt; monologisches Beiseite: ähnlich wie beim Monolog zur unmittelbaren Darstellung der Gedanken einer Figur, die in Gegenwart anderer Figuren stattfindet, die das Gesprochene aber nicht hören; manchmal in Klammern gesetzt  - vgl. ad spectatores, monologisches Beiseite, Monolog, Dialog
Beispiel: Lessing, Nathan der Weise, III,8 V 1991f.
NATHAN. [...]
   Kann ich von dir verlangen, dass du deine
   Vorfahren Lügen strafst, um meinen nicht
   Zu widersprechen? Oder umgekehrt.
   Das nämliche gilt von den Christen. Nicht? -                                  1990
SALADIN. (Bei dem Lebendigen! Der Mann hat recht.
   Ich muss verstummen.
)
 
     
  Abfolgekarikatur
Form der (politischen) Karikatur, bei der eine Folge mehrerer Einzelbilder (Ablauf) eine Aussage gestaltet wird, deren Pointe erst durch das lesende Verstehend sämtlicher Bilder deutlich wird; die Abfolge der Bilder kann dabei chronologisch, vergleichend oder sowohl chronologisch als auch vergleichen gestaltet sein (vgl. Schneider 1988)
- vgl. Karikatur, politische Karikatur
 
     
  Abkürzung
linguistisch betrachtet kein Wortbildungsprodukt und damit ohne Wortcharakter; können nicht mit Artikel versehen und nicht flektiert (konjugiert) werden; gekürzt aus längeren Wörtern (Hbf. = Hauptbahnhof) oder es liegen ihnen ganze Phrasen zugrunde (usw. z. B.); gewöhnlich in mündlicher Rede wie die Vollform gesprochen. d. h. Abkürzungen existieren eigentlich nur in Schriftform; allerdings auch Übergangsformen, die durch häufigen Gebrauch, meistens zuerst in der Umgangssprache in der Kurzform in die mündliche Kommunikation gelangen (a.D. - km/h - med.) - vgl. lexikalische Kurzformen, Kurzwort
 
     
  Abhandlung
1. eine den pragmatischen Texten (Gebrauchstexten) zuzuordnende Textsorte, die im Allgemeinen eine wissenschaftliche Schreibform (wissenschaftlicher Gebrauchstext) darstellt, die eine selbständig erscheinende Einzelpublikation (im Ggs. zum wissenschaftlichen Aufsatz) darstellt; wie beim wissenschaftlichen Aufsatz ist die A. gekennzeichnet von methodischem Vorgehen, einem systematischen Aufbau, logischer Beweisführung, einer der Objektivität verpflichteten Argumentation, ihrer Orientierung am Gegenstand; sie verwendet eine sachliche und klare Sprache (vgl. Belke 1980, S.30), 2. in der älteren Aufsatzlehre eine Form des Schulaufsatzes - vgl. Gebrauchstext, wissenschaftliche Gebrauchstexte, Traktat, wissenschaftlicher Aufsatz,
 
 
Abitursaufsatz
vgl. Literarisches Thema, literarische Erörterung, Problemerörterung, Textanalyse, Texterörterung, Textinterpretation

 

Abschreiben
schriftliche Übertragung eines Textes von einer schriftlichen Vorlage; Vorlage kann dabei betrachtet werden; Form zum Üben der Schreibfertigkeit und für die Rechtschreibung
     
  Abstract
(engl. to abstract = einen Auszug machen), auch in deutscher Schreibung Abstrakt; "Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Abhandlung" (Werlich 1979, S.75); meistens nichtfiktionale Gegenstände wie wissenschaftliche Thesen oder ganze wissenschaftliche Arbeiten, Rückblicke auf Ereignisse oder die Darstellung von Konferenzverläufen; Funktion:  kurze und bündige Information über die Quintessenz der Sachverhalte;  Länge abhängig vom Gegenstand und der jeweiligen Fachdisziplin, meistens zwischen 100 und 500 Wörtern;  »American National Standards Institute (ANSI) defiiniert Abstract als "an abbreviated accurate representation of the contents of a document" definiert "eine gekürzte präzise Darstellung des Inhalts eines Dokuments“)"; nach DIN 1426 (Abs. 3.5; Fassung vom Oktober 1988) gleichbedeutend mit Kurzreferat, das den Inhalt eines Dokuments kurz und klar, informativ ohne Interpretation und Wertung wiedergibt und zugleich auch ohne die Originalvorlage verständlich sein muss; kein Anspruch auf vollständige Wiedergabe aller Inhaltskomponenten, sondern auch Auswahl besonders wichtiger möglich; im englischen Sprachraum auch normative Vorgaben, die sogar Kommentare des Abstractors zulassen, was die strenge Bedingung der Objektivität lockert (vgl. Kretzenbacher 1990, S.25) - vgl. Inhaltsangabe - Kurzreferat - Rekapitulation - Summary
 
     
  Abstractor
Verfasser eines Abstracts; meistens andere Person als der Autor, aber kann auch mit dem Autor identisch sein
 
 
Abtönungspartikeln
Gruppe der Partikeln, die im Allgemeinen die Redeabsicht mehr oder weniger modifizieren,  verstärken oder auch abmildern können; Beispiele: aber, also, denn, durchaus, ja (unbetont oder betont gedehnt), nicht, schon, vielleicht, wohl (vgl. Engel 1996 , S.231-238) - vgl. Partikeln
 
Abwehrende Frage
unter inhaltlichem Aspekt: Frage, die deutlich erkennen lässt, dass sie eigentlich als Aufforderungen zu verstehen sind vgl. Fragearten
Beispiel: Du wirst doch nicht auch mitgehen?
     
  accounts
Begriff aus der Konversationsanalyse; "Begriff für alle jene kommunikativen Handlungen, durch die die Gesprächsteilnehmer sich gegenseitig den Sinn ihres Gesprächshandelns aufzeigen bzw. die anderen dazu anhalten, diesen Sinn offenzulegen, oder durch die er in kritischen Momenten problematisch gewordene Sinn wieder in Ordnung gebracht wird:" (Brinker/Sager 1989, S.135); man unterscheidet: Hervorbringungs-, Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren - vgl. Gesprächsanalyse, Konversationsanalyse
 
 
Adäquanz
Prinzip beim  trivialen Lesen;   "Zusammenspiel von Lesererwartung und Textdisposition" (Hoppe 1973), so dass es zu einer "Übereinstimmung zwischen den Leseerwartungen der Käufer und dem Leseerlebnis, das der Text ermöglicht" (Hoppe 1973) kommt. - (vgl. Hussong 1973, S.53)

 

Adjektiv
veränderliche Wortart; auch: Eigenschaftswort, Wiewort; Kriterien: attributive Verwendung, deklinierbar, können gesteigert werden (Komparation), können abgestuft oder graduiert werden (z.B. sehr schlau, echt schlau), können ein direktes Gegenteil haben; Formen: geborene Adjektive, Partizipien, abgeleitete Adjektive; einwertige Adjektive (ernst, dick, groß), zweiwertige Adjektive (gespannt auf, wohnhaft in, jemandem dankbar), dreiwertige Adjektive ( mit jemandem einig sein über); Arten: Eigenschaftswörter (dick, kalt, trocken), Orientierungswörter (gestrig, hiesig, heutig), Wertwörter (gut, böse, schlecht), Zahlwörter (Numeralia) (eine, zwei, sieben, tausend) - vgl. Heringer 1989, S.92f.) - vgl. Wortarten, veränderliche Wortarten, Eigenschaftswort

 

Adjektion
1. Mehrgebot bei Versteigerungen 2. im Zusammenhang mit rhetorischen Änderungsoperationen (adjectio): Hinzufügen eines Elementes oder mehrerer Elemente; vgl. rhetorische ÄnderungsoperationDetraktion
Beispiele: und / rund; 
 
Adressat
auch: Empfänger; 1. in der Kommunikation: Person, an die eine bestimmte Nachricht (sprachliche Handlung) gerichtet ist; in "unmittelbarer" Kommunikation (face-to-face) Adressat = Hörer; in medial vermittelter Kommunikation (z.B. Radio, Fernsehen, Internet) Mehrfachadressierung; 2. Rezipient - vgl. Kommunikation, Face-to-face-Kommunikation, Adressatenbezug

 

Adressatenbezug
1. Beziehung, die zwischen einer sprachlichen Handlung und dem, an den sie gerichtet ist besteht; sprachliche und außersprachliche Elemente, die erkennen lassen, an wen eine bestimmte Nachricht (sprachliche Handlung) gerichtet ist; 2. Wirkungsakzent eines rhetorischen Mittels / einer rhetorischen Figur - vgl. Adressat, Aufsatz, Wirkungsakzent
 
Advance Organizer
auch: Vorstrukturierungen; in der kognitiven Lerntheorie Ausubels Bezeichnung für vorstrukturierende kurze, dem eigentlichen Lernmaterial vorangestellte Einführungstexte
 
Adverb
auch: Umstandswort, Beiwort; unveränderliche Wortart (daher mitunter zu Partikeln gezählt); leicht verwechselbar mit Adjektiven, die ohne Endung als Adverbial oder Prädikativum verwendet werden; Funktionen: 1. als Attribut: a) Attribut zu einem Substantiv/Nomen b) Attribut zu einem Adjektiv c) Attribut zu einem Adverb 2. als Prädikativum 3. als Adverbial; verschiedene Klassifizierungsansätze: 1. syntaktisch: a) frei vorkommende Adverbien (z.B. heute, morgens), b) Konjunktional-Adverbien (z.B. daher, dennoch, deswegen) c) Interrogativ-Adverbien zur Einleitung von Frage- und Relativsätzen (z.B. wann; Erkläre mir, wo du wohnst.), d) Pronominal-Adverbien (z.B. darauf, dorthin), werden als sog. Pro-Formen für ganze Präpositionalobjekte oder adverbiale Bestimmungen verwendet 2. semantisch: a) Lokaladverbien (z.B. rechts, unten, hier) b) Temporaladverbien (z.B. gestern, heute, morgen) c) Modaladverbien ( z.B. gern, höchstens, beinahe) Kausaladverbien (deshalb, demzufolge); - vgl. unveränderliche Wortarten
Beispiele: heute, dort, darum, gern, vielleicht… - Funktionen: 1. a) die Hochzeit morgen b) Sie singen ziemlich falsch. c) Wir verreisen sehr selten. 2. Es ist genug. Eltern sind anders. 3. Wir verabschieden uns heute. Ihr mögt euch dennoch.
     
  Adverbialpronomen
häufig auch: Pronominaladverb, unveränderliche Wortart, die präpositionale Ausdrücke ersetzen; enthalten häufig eine Präposition und/oder können mit einer Präposition verbunden werden (vgl. Heringer 1989, S.125) - vgl. Pronominaladverb
Beispiele: dort, von dort, ab heute, dafür, deswegen
 
 
Adverbialsatz
Gliedsatz, bei dem der untergeordnete Nebensatz anstelle des Satzgliedes Adverbiale steht: a) statt einer adverbialen Bestimmung der Zeit (Temporalsatz) b) statt einer adverbialen Bestimmung des Ortes (Lokalsatz) c) statt einer adverbialen Bestimmung der Art und Weise (Modalsatz) d) statt einer adverbialen Bestimmung des Mittels (Instrumentalsatz) e) statt einer adverbialen Bestimmung des Grundes (Kausalsatz) f) statt einer adverbialen Bestimmung der Bedingung (Konditionalsatz)  g)  statt einer adverbialen Bestimmung der Einräumung (nichtzureichender Gegengrund) (Konzessivsatz) h) statt einer adverbialen Bestimmung der Folge (Konsekutivsatz) i) statt einer adverbialen Bestimmung des  Zwecks (Finalsatz); Form: meistens Konjunktionalsatz- vgl. Gliedsatz
Beispiel: Ich habe gehört, dass der Film heute anläuft.
     
  ad spectatores
lat. zu den Zuschauern; auch: Beiseite-Sprechen; bei der dramatischen Rede die Äußerung einer Figur, die eigentlich zur Information des Publikums dient; beim Sprechen ist der Sprecher aber nicht allein auf der Bühne, noch glaubt er allein zu sein; es ist ein "lautes Denken", das im Unterschied zu dem sonst dafür genutzten Monolog dadurch eigentlich noch mehr der Realität widerspricht, als dieses Sprechen auch noch von den auf der Bühne anwesenden Figuren nicht, vom Zuschauer aber wohl gehört und verstanden werden kann; nach Pfister (1977, S.192f.) kann man drei verschiedene Formen des Beiseite-Sprechens unterscheiden: a) Monologisches Beiseite (a parte) : Ähnlich wie beim Monolog dient es dazu, die Gedanken einer Figur unmittelbar darbieten zu können; es findet aber in Gegenwart anderer Figuren statt, die das Gesprochene nicht hören b) Beiseite ad spectatores: als Form der Publikumsanrede dient es häufig dazu, die Zuschauer "über die Voraussetzungen der Situation und die Pläne des Sprechers zu informieren und damit Spannung auf das Kommende zu wecken." c) Dialogisches Beiseite: Sonderform des Dialogs, wenn z. B. eine Personengruppe sprechen kann, ohne dass dies - so die Theaterkonvention - eine andere Gruppe auf der Bühne hören kann; häufig auch durch das Figurenarrangement auf der Bühne zum Ausdruck gebracht, wenn z. B. die Beiseite-sprechende Gruppe näher an der Bühnenrampe agiert. - vgl. Beiseite-Sprechen, Dialog, Monolog, a parte,
 
     
  Affektive Fertigkeiten
Tätigkeiten im Bereich des Handlungswissens; Formen: Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Körpers und "Können", neue Ideen zu gewinnen (Kreativität) (vgl. Jarz 1997, S.77, Mandl/Spada (1988) - vgl. Fertigkeiten, Handlungswissen
Beispiele: Komponieren, malen
 

 

Akkumulation
Anhäufung von Synonymen oder Aufzählung mehrerer Unterbegriffe statt des zusammenfassenden Oberbegriffes vgl. Wortfiguren
Beispiele: Meine Knie zittern, mein Herz klopft, ich schwebe wie auf einer Wolke - ich liebe dich. - "Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder." (Paul Gerhardt) - "Nenn's Glück! Herz! Liebe! Gott!" - 
 
Akrostichon
Name, Wort oder Satz, der aus den jeweils ersten Buchstaben, Silben oder Wörtern von Versen oder Strophen gebildet wird, die aufeinander folgen; wird häufig als Huldigung oder Anspielung auf den Empfänger oder Verfasser eingesetzt
 
Akt
auch: Aufzug; größter, im Allgemeinen geschlossener Handlungsabschnitt eines Dramas; umfasst häufig eine Anzahl von Auftritten oder Szenen; wird häufig durch Pausen, Lichteinsatz oder Öffnen und Schließen des Vorhanges markiert; seit Renaissance im Anschluss an die antike Poetik von Aristoteles und Horaz  Drei- bzw. Fünfteilung des Handlungsverlaufs; im klassizistischen Drama seit Gottsched (1731, Sterbender Cato) und in der deutschen Klasse fünfteiliger Aktaufbau als Norm; unter dem Einfluss Shakespeares seit dem Sturm und Drang (Ende des 18.Jh.) allmähliche Auflösung fester Aktstrukturen; stattdessen Tendenz zu lockerer epischer Aneinanderreihung von Szenen (z.B. episches Theater) - vgl. Drama, Aufzug 
     
  Akt, initiierender
vgl. initiierender Akt
 
 
Akt, illokutiver
vgl. illokutiver Akt
     
  Akt, lokutiver
vgl. lokutiver Akt
 
     
  vgl. perlokutiver Akt  
 
Akt, propositionaler
vgl. propositionaler Akt
     
  Akt, respondierender
vgl. respondierender Akt
 
 
Aktives Zuhören
Zuhörerverhalten und Sprechverhalten des Empfängers einer Nachricht in der Kommunikation; in Worte fassen, was gefühlsmäßig in den Äußerungen des Senders der Nachricht mitschwingt, auf die Gefühle des anderen in besonderer Weise eingehen (Weisbach 1994)- vgl. Zuhören, aufnehmendes Zuhören, "Ich-verstehe"-Zuhören, umschreibendes Zuhören 
     
  Aktives Wissen, 
Wissensbestände, die in konkreten Situationen Verwendung finden als Handlungswissen, Anwendungswissen oder Faktenwissen - vgl. Wissen, träges Wissen 
 
     
  Aktivitätszerlegendes Schreiben
nach Ortner (2000, S.346ff.) den Schreibprozess zerlegende Schreibstrategie (=zerlegendes Schreiben); vom Schreiber werden z. B. Stichwortlisten, Gliederungsentwürfe, Konzeptfassungen bis zu vollständigen Textentwürfen als Vorfassungen des Textprodukts angefertigt und, mitunter mehrfach, überarbeitet; Schreibtypen, die einer solchen Schreibstrategie folgen, lassen sich als Einen-Text-zu-einer-Idee-Schreiber, Mehrversionenschreiber oder Neuversionenschreiber, Versionenredigierer, Planer und  Niederschreiber weiter differenzieren. - vgl. Schreibstrategie, zerlegendes Schreiben, produktzerlegendes Schreiben, planendes Schreiben,
 
     
  Akustische Kommunikation
Form der nonverbalen Kommunikation, bei der mit akustischen, aber nicht sprachlichen Signalen, über den Gehörsinn kommuniziert wird - vgl. nonverbale Kommunikation
 
     
  Akzent
prosodisches Merkmale der Sprache; Bezeichnung für die (linguistisch funktionelle) Hervorhebung einer Silbe innerhalb eine Wortes; verschiedene Möglichkeiten zur phonetischen Realisierung dieses suprasegmentalen Merkmals der Sprache: höhere, manchmal auch tiefere Grundfrequenz, größere Intensität, längere dauer, andere Klangfarbe; Akzentformen: dynamischer Akzent (entsteht durch höhere Intensität), melodischer Akzent (durch Erhöhung der Grundfrequenz); - vgl. suprasegmentale Merkmale, Prosodie
 
      
  Akzeptabilität
In der Textlinguistik Kriterium der Textualität, das das eine aktive Rezeption des Textes voraussetzt  (Beaugrande/Dressler (1981, S.13f.); Grad der Akzeptabilität hängt davon ab, wie groß der gemeinsame Wissensvorrat von Textproduzent und Textrezipient ist und ob und wie weit beide herrschende Konventionen berücksichtigen; damit  abhängig von der Qualität des Textes, seiner Kohärenz, Verständlichkeit und Informativität, sowie von den Erwartungen des Rezipienten an den Text und seiner Bereitschaft, den Text zu verstehen (ebd. 118 ff); aktive Rezeption bedeutet daher auch,  eigenes Wissen den Textinformationen hinzuzufügen, zu inferieren, die Kohärenz nicht nur zu rekonstruieren, sondern sie z. T. erst herzustellen;  Die Akzeptabilität eines Textes ergibt sich auch daraus, -  vgl. Textlinguistik, Textualität, Informativität, Situationalität Intentionalität, Intertextualität 
 
     
  Alexandrinervers
Vers mit einem sechshebigen Jambus und Mittelzäsur nach der dritten Hebung; benannt nach seiner Verwendung in der altfranzösischen Alexandrinerepik
- vgl. Jambus, Metrum, Vers, Versmaß
Beispiel:
Du siehst, wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden,
Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein ...
(Andreas Gryphius, Es ist alles eitel)
 
     
  Allegorese
Hermeneutisches Verfahren zur systematischen Suche nach allegorischen Bedeutungen - vgl. Allegorie
Beispiel: Allegorese am Beispiel von Gryphius »Abend«
 

 

Allegorie
(gr. allegorein = etwas anders sagen, bildlich reden) bildhafte Veranschaulichung eines Begriffes, eines abstrakten Gedankens oder Begriffsfeldes durch eine Bild- und/oder Handlungsfolge; oftmals in Form der Personifikation, die quasi flächendeckend über einen ganzen Text oder mindestens einen Textabschnitt ausgedehnt wird; im Unterschied zur Metapher willkürliche Beziehung zwischen Bild und Bedeutung, die rational erklärt werden will;  im Vergleich zum Symbol meist ad hoc konstruiert; zielt auf Sinn und Gefühl; - vgl. Bild, GleichnisMetapher, Personifikation, Symbol, Sinnfiguren
Beispiele: "Justitia" als blinde Frau oder Frau mit verbundenen Augen; "Ehe" als Hafen; "Staat" Schiff
     
  Allgemeine Wertfrage
Fragestellungen, die sich auf einen angenommenen gemeinsamen Vorrat von  vergleichsweise stabilen Einstellungen und mehr oder weniger normativen Wertvorstellungen einer großen bzw. einer größeren Menge von Menschen beziehen, die in kommunikativen Handlungen thematisiert und ggf. beantwortet oder geklärt werden können; dies kann aber auch zur Klärung des eigenen Selbst dienen; die Beantwortung von Wertfragen erfolgt in mit einem Werturteil, in das aber auch häufig Sachurteile eingeschlossen sind; - vgl. Werturteil, Wertfrage, Sachurteil, Sachfrage, persönliche Wertfrage,
Beispiele: Sollen unheilbar kranken Menschen auf ihren eigenen Wunsch hin Sterbehilfe geleistet werden? - Ist es angesichts der großen Umweltprobleme, die vom Flugverkehr ausgehen, überhaupt noch vertretbar, mit dem Flugzeug in Urlaub zu fliegen?
 
     
  Allgemeines Wissen
oft synonym mit Allgemeinwissen verwendet, vom Begriffsinhalt jedoch nur teilidentisch; im Ggs. zum Spezialwissen bzw. Fachwissen Wissensbestände, die nur bestimmten, vergleichsweise leicht zugänglichen Gegenständen eines Wissensbereichs oder unterschiedlicher Wissensbereiche zugeordnet werden können; - vgl. Allgemeinwissen
 
     
  Allgemeinwissen
oft synonym mit allgemeinem Wissen verwendet, vom Begriffsinhalt aber nur teilidentisch; Wissen, das von allen Mitgliedern einer Gesellschaft oder gesellschaftlichen Gruppen in unterschiedlichen Kontexten als in institutionellen und nichtinstitutionellen Lernprozessen erworben werden kann bzw. bei normativer Verwendung erworben werden sollte;  im Ggs. zum Spezialwissen bzw. Fachwissen Wissensbestände, die eine Vielzahl unterschiedlicher Wissensbereiche berührt; was zum Allgemeinwissen zählt, ist nicht festgelegt, wird je nach Bildungsstand und sozialem Kontext, in dem der Begriff Verwendung findet, allerdings sehr unscharf, per Konvention festgelegt; - vgl. allgemeines Wissen
 

 

Alliteration
Übereinstimmung im Anlaut von zwei oder mehreren Wörtern vgl. Klangfiguren, Stabreim
Beispiel: Wint
erwinde wichen dem Wonnemond
 
Alltagswissen
Teil des Weltwissens, bzw. enzyklopädischen Wissens
Beispiel: Man weiß, ein Apfel aussieht, wie eine Briefmarke aufgeklebt wird, wie eine Stadt aussieht) 
     
  Allusion
vgl. Anspielung
 
 
Alternative Figuren
Figuren in einen Drama, die während des dramatischen Geschehens niemals in einer gemeinsamen Szene auftreten - vgl. Konfiguration

 

Alternativfrage
den Partner festlegender Sprechakt:   (Mindestens) zwei Sachverhalte oder zwei Elemente eines Sachverhaltes werden in Frage gestellt;  Sprecher erwartet, dass eine seiner aufgezeigten Alternativen bestätigt wird; Mischform: als Standardform wie  Entscheidungsfrage finites Verb an erster Stelle, aber: Antwort wie bei  Sachfrage (vgl. Engel 1996) - vgl. Fragearten
 
Ambiguitätstoleranz
Fähigkeit, mehrdeutige Situationen, Sachverhalte, sprachliche Ausdrücke oder widersprüchliche Merkmale einer Erscheinung hinzunehmen, ohne eine Seite zu übersehen; von Aesop in seiner Fabel →"Die zwei Frösche" bildhaft gestaltet;
 
Amerikanische Debatte
Form der Pro-Contra-Diskussion in einer größeren Gruppe (Klassen- oder Kursplenum): Variante des kontrollierten Dialogs - vgl. Diskussion kontrollierter Dialog,
     
  Amplifikation
rhetorisches Mittel; kunstvolle Erweiterung bzw. Aufschwellung einer Aussage über das hinaus, was eigentlich zur Kommunikation nötig wäre, durch wiederholte Betrachtung unter verschiedenen Gesichtspunkten und ausführliches Ausmalen der verschiedenen Aspekte
 

 

Anagramm
Umstellung der Buchstaben eines Wortes zu einer neuen sinnvollen Wortfolge - vgl. Wortfiguren
Beispiel: "Ave - Eva"
 
Anakoluth
Störung des Satzbaus, der grammatisch nicht folgerichtig aufgebaut ist; häufig auch stilistischer Fehler; dient als rhetorisches Mittel zur Nachahmung einer sozial oder emotional bestimmten Redeweise - vgl. Satzfiguren
Beispiel: "deine Mutter glaubt nie, dass du vielleicht erwachsen bist und kannst allein für dich aufkommen" (U. Johnson, Mutmaßungen über Jakob)
     
  Anakreontik
Bezeichnung für Nachahmungen der Anakreon (6. Jh. v. Chr.) zugeschriebenen reim- und strophenlosen Oden; aber auch im weiteren Sinne verwendet für Gedichte, die - ohne Nachahmung der Formmerkmale der sog. Anakreonteen - eine Freude an und gegenüber Welt und Leben ausdrücken; in dt. Literatur oft auch Bezeichnung für die Lyrik des Rokoko (1740-1780), der die rationale, der Aufklärung verpflichtete Weltsicht mit einem neuartigen Lebensgefühl, einer heiteren Lebensfreude und einem verfeinerten sinnlichen Erleben, mit ästhetischem Spiel verbinden will; betont gesellige Literatur, die das Schöne als das zugleich moralisch Gute zum Ausdruck bringen will und das an literarischen Vorbildern (Anakreon, Horaz, Catull) orientierte Natürliche zum Ideal verklärt; anakreontische Motivik als "Ausdruck der aufklärerischen Diesseitsgesinnung und Glückseligkeitsreligion" (Kaiser 1976, S.88) - Wegbereiter der Anakreontik: Friedrich von Hagedorn (1708-1754)
 

 

Analogie
allg.: Verhältnisgleichheit; zwischen Dingen besteht eine gewisse Übereinstimmung bei gleichzeitiger Verschiedenheit - vgl. Analogieschluss, Aussagenlogik, Syllogismus
 
Analogieschluss
auch: Analogismus; von einzelnen Übereinstimmungen zwischen Dingen wird auf ihre Übereinstimmung oder Ähnlichkeit in anderer Beziehung geschlossen; A. stellt keinen wissenschaftlich zwingenden Beweis dar - vgl. Analogie, Aussagenlogik, Syllogismus
 
Analytisches Drama
auch: Enthüllungsdrama Dramentyp, bei dem das entscheidende Ereignis für das dramatische Geschehen auf der Bühnen der Vorgeschichte liegt; Aufklärung des vor dem Handlungsbeginn liegenden Vorgangs  oder Konflikts durch das szenische Spiel; Gegensatz: Zieldrama (bzw. synthetisches Drama oder Entfaltungsdrama) - vgl. Drama, Zieldrama
Beispiele: Sophokles: König Ödipus, Lessing, Nathan der Weise; Schiller: Maria Stuart; Kleist: Der zerbrochene Krug, Ibsen: Gespenster
     
  Analysieren Sie ...
1. allg.: unter gezielten Fragestellungen sprachliche, inhaltliche und / oder strukturelle Merkmale eines Textes systematisch herausarbeiten oder erschließen und im Zusammenhang darstellen; bei literarischen Texten Grundlage des Interpretierens (→Operator Analysieren im Operatorenkatalog);  2.Übergeordneter Operator - Analysieren (Interpretieren) -, der sich auf alle drei →Anforderungsbereiche der →Abiturprüfung im Fach Deutsch bezieht; zielt auf das untersuchende Erschließen von →literarischen Texten bei der →Textinterpretation und von →pragmatischen Texten bei der →Textanalyse i. e. S. ; als Oberbegriff Analysieren die Begriffe Interpretation und Deutung mit ein, die oft auch nur auf die Analyse von literarischen Texten angewendet werden; in allen →Operatorenlisten der einzelnen Bundesländer (z. B. →Baden-Württemberg) vorhanden, überwiegend als übergeordneter Operator, aber auch z. T. den Operatoren des jeweiligen Anforderungsbereiches zu geordnet, z. B. für Organisations- und Transferaufgaben (→Anforderungsbereich II) oder für →Reflexions- und Problemlösungsaufgaben (→Anforderungsbereich III); darin auch häufig weitgehend bedeutungsgleich mit dem Operator "→Untersuchen Sie ..." ; vgl. übergeordneter Operator, fächerübergreifender Operator, untersuchendes Erschließen,
Beispiele: 1. Analysieren Sie Kafkas Tagebuchnotiz in Bezug auf die Beziehung Kafkas zu seinem Vater;  2.  Analysieren Sie den Romananfang unter den Gesichtspunkten der Erzählperspektive und der Figurenkonstellation.
 
     
  Anapäst
(gr. anapaiein = zurückschlagen);  auch: Doppelsteiger; 1) antiker Versfuß: Bezeichnung für einen dreisilbigen Versfuß mit zwei kurzen Silben und nachfolgend einer langen Silbe ( ˇ ˇ /) 2) in deutscher Metrik: zweimal unbetont und einmal betont  (xxx', bzw. vv-) - vgl. DaktylusJambusMetrum, Takt, Taktart, Trochäus, Vers, Versfuß, Versmaß,
Beispiele: Paradies, Malerei, nebenbei
 

.

Anapher
Wiederholung des Anfangswortes bei aufeinander folgenden Sätzen, Versen oder Strophen; vgl. Klangfiguren, Epipher, Wortfiguren, Klangfiguren
Beispiel: "Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll..."
 
Anaphorischer Verweis
auch: Rückverweis; rückverweisende Verweisrichtung von Pro-Formen als Kohäsionsmittel auf der Textoberflächenstruktur vgl. kataphorischer Verweis 
Beispiel: Heiner geht mit dem Hund raus. Das macht er immer. 
     
  Anastrophe
auch: Inversion, Veränderung der üblichen Abfolge von Satzgliedern, ; vgl. Inversion
Beispiele: der Verstellung schwere Kunst; zweifelsohne statt ohne Zweifel; Büblein klein statt kleines Büblein
 
 
Änderungskategorie, rhetorische
vgl. rhetorische Änderungsoperation

 

Änderungsoperation, rhetorische
vgl. rhetorische Änderungsoperation
     
  Anedokte
epische Kleinform; Gegenstand der Erzählung meist eine historische Persönlichkeit oder eine bezeichnende Begebenheit; meist pointeartiger Schluss, mit dem verborgene Zusammenhänge blitzartig erleuchtet werden; (historische) Wahrheit ist zwar nicht verbürgt, aber erscheint plausibel; Kunstform bei Heinrich von Kleist, Johann Peter Hebel
Beispiel: Heinrich von Kleist, Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege;
 
     
  Anforderungsbereich
1. allg. Bezeichnung für einen Bereich, in dem von jemandem eine bestimmte Leistung erwartet wird; 2. bildungspolitisch Bezeichnung für in der Regel drei nach der Komplexität abgestuften Bereiche, in denen von Schülerinnen und Schülern einer bestimmten Jahrgangsstufe bestimmte Leistungen erwartet werden; den Anforderungsbereichen (Afb) werden im Allgemeinen bestimmte →Operatoren zugeordnet, die präziser beschreiben, welche Leistungen erwartet werden;  Beispiele: a)Anforderungsbereiche für die Abiturprüfung im Fach Deutsch (→Anforderungsbereich I, →Anforderungsbereich II, →Anforderungsbereich III b) →KMK-Bildungsstandards für das Fach Deutsch, z. B. den Bildungsstandards für den Mittleren Abschluss (Jahrgangsstufe 10) (4.12.2003 im Bereich Schreiben für die verschiedenen Anforderungsbereiche (Anforderungsbereich I, Anforderungsbereich II, Anforderungsbereich III) - vgl. Operator,
 
 
Anführungszeichen
auch: Anführungsstriche, Zeichen der deutschen Zeichensetzung; A. schließen etwas wörtlich Wiedergegebenes ein. - umgangsspr.: Gänsefüßchen - vgl. Redewiedergabe, direkte Rede,
     
  Annonce
vgl. Werbeanzeige
 

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Anrede
1. allg. Hinwendung an den Adressaten; 2. →Anrede als →Sprechakt der Kontaktumgrenzung Sprechakt; →im (privaten) Geschäftsbrief; Bezeichnung für a) die Verwendung der (persönlichen) Kontaktdaten unter Hinzufügung des →Anredepronomens Herr bzw. Frau bei der Gestaltung der Empfängeranschrift b) die unmittelbare Ansprache des Adressaten eines  (privaten, offiziellen) Briefes vor dem eigentlichen Brieftext (Haupttext) c) (persönliche) Anrede eines Adressaten im Haupttext eines Briefes zur Kontaktintensivierung - vgl. Anredepronomen,
Beispiele: 1. Meine Damen und Herren, 2. a) Herr Müller, Frau Meier b) Sehr geehrte Frau Dr. Kratzmann, Lieber Herr Köhler, Liebe Elsa c) Es ist nicht unsere Absicht, Sie, Herr Möller, zu beeinflussen. - Ich habe dir, liebe Edeltraut, schon immer gesagt ...
     
  Anredepronomen
1. Verwendung der →Personalpronomen du, ihr und Sie bei der Anrede einer Person beim →Duzen, →Siezen oder →"Ihrzen" ; 2. Verwendung der Wörter "Herr" und "Frau" in Verbindungen mit dem Namen bei der Anrede (vgl. Engel, 22009, S.51)
Beispiele: a) Herr Moser, Frau Mayer b) Ich habe Herrn Kanneberg getroffen. c) im Auftrag des Herrn Landrats - vgl. Pronomen, Personalpronomen, duzen, siezen, "ihrzen"
 
 
Anschaulichkeit
1. Wirkungsakzent rhetorischer Figuren 

 

Anschauungsraum
Raumtyp der Raumgestaltung im epischen Text: eher statisch wirkender Großraum, der der Fern- und Übersicht dient
 
Ansichten, schematisierte
vgl. schematisierte Ansichten

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Anspielung
auch: Allusion; versteckter Hinweis auf einen Zusammenhang, eine Person, die der Adressat kennt
Beispiele: Ich brauche nicht zu sagen, ... - Sie wissen, was ich meine ... - 
 
Antihermeneutische Methoden
vgl. Hermeneutik, hermeneutische Methode, hermeneutischer Zirkel
 
Antilabe
Form der Dialoggestaltung in einem Versdrama; dabei wird ein Vers auf zwei oder mehrere Sprecher aufgeteilt; häufig bei emphatischen oder pathetischem Sprechen verwendet - vgl. dagegen Stichomythie

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Antithese:
Entgegenstellung von Begriffen und Gedanken vgl. Sinnfiguren
Beispiel: Heiß geliebt und kalt getrunken

 

Anthropomorphisierung
Vermenschlichung; besonderer Fall der Belebung von etwas Unbelebtem; - vgl. Personifikation,
     
  Antonomasie
Abart der Synekdoche; 1. Umschreibung eines Eigennamens durch besondere Kennzeichen (charakteristische Beiwörter oder Eigenschaften), um eine mehrfache Namensnennung zu vermeiden; setzt einen kompetenten Sender/Empfänger voraus; Formen: Patronymikon (= Nennung des Vaternamens); Ethnicum (= Nennung der Volkszugehörigkeit); Berufsbezeichnung; ausholende Beschreibung (Periphrase) 2. Umschreibung einer Gattung durch den Eigennamen eines herausragenden Vertreters oder einer herausragenden Vertreterin
Beispiele: zu 1) Patronymikon: der Pelide = Achilleus; der Atride = Agamemnon, Sohn des Atreus - Etrhnicum: der Galiläer = Jesus; der Korse = Napoleon, der Leimener = Boris Becker - Berufsbezeichnung: der Dichterfürst = Goethe; der Erlöser = Jesus - ausholende Beschreibung/Periphrase: der Besieger Karthagos = Scipio, Vater der Götter und Menschen = Zeus
 
     
  Anwendungswissen
 - vgl. Wissen, Faktenwissen, Handlungswissen, prozedurales Wissen, generisches Wissen
 
   
  Aphorismus
knappe, geistreiche bis spitzfindige Formulierung eines Gedankens oder einer Lebensweisheit, der inhaltlich und stilistisch wegen der von ihm verwendeten rhetorischer Mittel anspruchsvoller wirkt als das eher nüchtern daherkommende Sprichwort; soll den Hörer/Leser verblüffen und/oder seine Kritik herausfordern
Beispiele: 1) "Das Schlimmste fürchten, heilt oft das Schlimmere." (William Shakespeare) 2) "Es gibt Leute, die so wenig Herz haben etwas zu behaupten, dass sie sich nicht getrauen zu sagen, es wehe ein kalter Wind, so sehr sie ihn auch fühlen möchten, wenn sie nicht vorher gehört haben, daß es andre Leute gesagt haben." (Georg Christoph Lichtenberg)
 
 
Apokopé
Wegfallen eines Lautes oder einer Silbe am Wortende; sprachgeschichtl. Ursachen, metrische Zwänge ("manch' bunte Blumen", Goethe, Erlkönig) oder aus artikulatorischen Gründen (z.B. in der Mundart oder Umgangssprache); meistens mit dem Satzzeichen Apostroph gekennzeichnet
Beispiele: Bitt' Sie! - 'n Bier, bitte! 
 
Aposiopese
rhetorische Figur; bewusstes Abbrechen der Rede, bevor die entscheidende Aussage gemacht wird; a) Abbruch der syntaktischen Konstruktion b) Gedanke wird nicht einem vollständigen Satz zu Ende geführt; Hörer muss Gemeintes aus dem Kontext schließen
Beispiel: Ich werd' Euch gleich! - Ich sag' nur... 

 

Apostroph
Auslassungszeichen, Häkchen, das den Wegfall eines Lautes oder einer Silbe kennzeichnet
Beispiele: Bitt' Sie! - 'n Bier, bitte! 
 
Apostrophe
Anrede an das Publikum; auch direkte Anrede von Dingen; häufig als Ausruf oder Frage formuliert vgl. Sinnfiguren
Beispiel: Alter Freund! Immer getreuer Schlaf! Fliehst du mich auch, wie die übrigen Freunde? Wie willig senktest du dich sonst auf mein freies Haupt herunter und kühltest, wie ein schöner Myrtenkranz der Liebe, meine Schläfe! (Goethe, Egmont, V)
     
  Apotheose
(griech. Vergöttlichung) Verklärung des Menschlichen zum Göttlichen hin oder Enthüllung des bis dahin in seiner Bedeutung unterschätzten Göttlichen am Ende eines Dramas
Beispiel: Schlussszene in Goethes »Egmont« oder die Auffahrt des 'unsterblichen' Fausts am Schluss von Goethes »Faust II«
 
 
Appellativer Text
Bezeichnung für Textsorten,  die den Adressaten in seinem Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen wollen - vgl. Textfunktion
     
  Appelativum
Gattungsbezeichnung; im Gegensatz zum Eigennamen, der singulär vorkommende Lebewesen oder Gegenstände bezeichnet,  Bezeichnung für Gattungen, Klassen von Personen, Pflanzen, Tieren oder Dingen), aber auch zur Bezeichnung eines bestimmten, einzelnen Elements dieser Gattung; z. B.  Frau als Bezeichnung der Gattung und Bezeichnung einer ganz bestimmten Frau
 
 
Appellcharakter
Bezeichnung für eine Textfunktion, die den Adressaten in seinem Denken, Fühlen und Handeln in bestimmter Weise beeinflussen will - vgl. Textfunktion
     
  Apperzeption
aktives, bewusstes und zugleich willentliches Wahrnehmen bzw. Erfassen von Denkinhalten; im Gegensatz zur Assoziation Beteiligung des Willens und im Unterschied zur eher passiven Rezeption aktive Geistestätigkeit; Begriff in der heutigen Psycholinguistik kaum verbreitet
 
     
  Apposition
(auch: Zusatz oder Beisatz); ein besonderer Fall der Attribuierung: substantivisches Attribut zu einem Substantiv, das den gleichen Kasus wie sein Bezugswort aufweist; Formen: a) vorangestellte A. b) nachgestellte A.
Beispiele: a) Sie hat der Stadt Konstanz einen Dienst erwiesen. b) Er pfiff nach seinem Hund, einem Tibetterrier.
 
     
  Aprosdoketon
rhetorische Figur; überraschender und unerwarteter Ausdruck (Redewendung, Wort), der anstelle eines Ausdrucks verwendet wird, der vom Leser oder Hörer erwartet wird
Beispiel: "(Trompeten), die den Marsch blasen, die griechischen den Trojanern, die trojanischen - na, wem wohl?" (anstelle "den Griechen") (R. Hagelstange, "Spielball der Götter")
 
     
  Arbeiten Sie heraus .../ arbeite heraus ...
Operator zur Arbeitsanweisung einer Reproduktionsaufgabe; Anforderungsbereich I und II; verlangt ist: Erkennen spezifischer Inhalte, Aussagen und Zusammenhänge in einem Text und in einem korrektes Darstellen in einem strukturierten Zusammenhang - vgl. Operator, Anforderungsbereich I, Anforderungsbereich II, Reproduktionsaufgabe,
 
     
  Arbeitsanweisung, mehrteilige
vgl. mehrteilige Arbeitsanweisung
 
     
  Arbeitsdefinition
vorläufige Definition eines Sachverhaltes, die noch nicht den Anspruch erhebt, diesen Sachverhalt erschöpfend zu definieren; dient in der Regel als Arbeitsgrundlage für bestimmte Fragestellungen und wird im Allgemeinen nach Abschluss einer Untersuchung im Sinne einer Präzisierung überarbeitet - vgl. Definition, lexikalische Definition, Nominaldefinition, Realdefinition, extensionale Definition,
 
     
  Arbeitsjournal
 1. Arbeitstagebuch in Form eines nicht zur Veröffentlichung gedachten, daher nur teils öffentlichen Werkstattberichts, der die Funktion hat, einen Arbeitsprozess mit seinen Arbeitsschritten, Zwischenergebnissen, Überlegungen zum methodischen Vorgehen, Leitfragen, Hypothesen und Einzelragen, aber auch mit seinen (vorläufigen) Ergebnissen zu dokumentieren und so der Selbstreflexion und/oder Fremdkommentierung zugänglich zu machen; 2. im Rahmen der Portfoliokonzepts mit dem →Arbeitsportfolio (Working Portfolio) zu vergleichen.2. schreibdidaktische Funktion: reflexives Schreiben auf einer halböffentlichen bzw. teil öffentlichen Ebene, das zur Entwicklung von Selbstreflexion während eines →Schreibprozesses auch in anderen Bereichen reflexiver Schreibpraxis (z.B. →Portfolio, →Schreibportfolio) beitragen kann und über das individuelle Lernen hinaus vielfältige Formen →kooperativen Schreibens ermöglichen kann; - vgl. 1) Tagebuchroman, Autobiographie, Memoiren; 2) Schreibprozess, reflexives Schreiben, Arbeitsjournal, Portfolio, kooperatives Schreiben,
 
 
Arbeitsgliederung
Arbeitsschritt bei der Problemerörterung; Festlegung der Reihenfolge der Gedanken und einer Gesamtstruktur der Niederschrift - vgl. Problemerörterung
     
  Arbeitsportfolio
1. Sammlung von Arbeiten eines Schülers/einer Schülerin zu einem speziellen Lerngegenstand als "Mappe" mit verschiedenen Materialien und Texten, Arbeitsgliederungen, Teilausarbeitungen u. dgl. mehr, die als Sammlung mehr oder weniger reflexiv verfasster Teile Grundlage für weitere Reflexionen und/oder →Überarbeitungen (Revisionen) in einem individuellen oder schrittweise kooperativen Schreibprozess dienen; weitgehend ähnlich mit dem Arbeitsjournal; 2. Grundlage für Auswahlentscheidungen, die aus dem Arbeitsportfolio Zusammenstellungen als →Beurteilungsportfolio (Status Report- bzw. Assessment Portfolio) oder auch →Vorzeigeportfolios (Showcase Portfolio, Präsentationsportfolio) machen können  - vgl. Portfolio,
 
     
  Arbeitstagebuch
- vgl. Arbeitsjournal, Arbeitsportfolio, Lerntagebuch,
 

 

Arbeitstechnik
vgl. Kreative Arbeitstechniken
 
Arbeitstechnik, kreative
vgl. kreative Arbeitstechnik

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Archaismus
veralteter sprachlicher Ausdruck; a) gehört nicht mehr zum aktiven Wortschatz b) hat eine veraltete Bedeutung c) weist eine veraltete syntaktische Form auf (z.B. (finite Verbform)
Beispiel: a) abhold; allezeit b) ein höherer Beruf c) Goethens Werk ... ward aufgeführt

 

Argument
Begründung für eine Behauptung (These) im Rahmen einer Argumentation; allgemein: Punkt einer Beweisführung; anerkannter Begründungswert für eine These (plausibel, stichhaltig, schlüssig) - vgl. Argumentation, Argumentationsmodell, Basisargument
     
  Argument, deduktives
vgl. deduktives Argument
 
     
  Argument, induktives
vgl. induktives Argument
 
     
  Argument, statistisches
vgl. statistisches Argument
 

 

Argumentation
Typus sprachlichen Handelns; allgemein: Darlegung der Argumente, Beweisführung, Begründung; Schritt oder Reihe von Schritten zur Begründung einer Aussage; Schlüssigkeit der Argumentation als Beweis einer Aussage - vgl. Argument, Argumentationsmodell, einfache Argumentation, erweiterte Argumentation, DiskussionFünfsatz, TheseGeltungsansprüche, Gültigkeit, strittig,
 
Argumentation, einfache
Argumentationsschema bestehend aus einer These und einem oder mehreren Argumenten, die nicht weiteren Stützungen versehen sind - vgl. Argumentation, erweiterte Argumentation, Geltungsansprüche,

 

Argumentation, erweiterte
Argumentationsschema bestehend aus einer These und einem oder mehreren Argumenten, die mit  Stützungen (Beweis, Beispiel, Schlussfolgerung)  versehen sind - vgl. Argumentation, einfache Argumentation, Geltungsansprüche,

 

Argumentationskette
Aufbau einer Argumentation, bei der jedem Argument ein anderes vorausgeht und jedes Argument auf das Ergebnis des vorangehenden Argumentes aufbaut (vgl. Metzler Lexikon Sprache 1993) - vgl. Argumentation, Argumentationsmodell,
 
Argumentationsmodell
Schematische Darstellung einer Argumentation - vgl. einfache Argumentation, erweiterte Argumentation,

 

Argumentationsskizze
Gegliederte und mit vielfältigen visuellen Mitteln gestaltete Darstellung einer Argumentation, die das Ziel hat a) die explizit geäußerten sprachlichen Argumentationssignale zu erkennen b) den argumentativen Zusammenhang der gemachten Äußerungen zu erfassen c) die Argumentation, soweit möglich, hierarchisch strukturiert darzustellen  - Argumentation, Argumentationsmodell
     
  Argumentationstabelle
- Argumentation, Argumentationsmodell
 
     
  Argumentationstheorie
- vgl.  Argumentation, Argumentationsmodell
 
 
Argumentative Themenentfaltung
 - vgl. thematische Entfaltung, deskriptive Themenentfaltungexplikative Themenentfaltung, argumentative Themenentfaltung, Geltungsansprüche,
     
  Argumentatives Schreiben
- vgl. Erörterndes Schreiben
 
     
  Arrangiertes Gespräch
(auch: natürliches arrangiertes Gespräch) - im gesprächsanalytischen Ansatz von Helmut Henne und Helmut Rehbock (1995) Bezeichnung für natürliche Gespräche, die im Gegensatz zu den spontanen Gesprächen längerfristig vorbereitet sind - vgl. Gespräch, natürliches Gespräch spontanes Gespräch
 
 
Assonanz
Gleichklang zwischen mindestens zwei oder mehreren Wörtern; häufig nur auf Vokale bezogen; meist am Versende eines lyrischen Textes - vgl. Klangfiguren
Beispiel:
Endlich auch, nach langem Ringen,
Muß die Nacht dem Tage weichen;
Wie ein bunter Blumengarten
Liegt Toledo ausgebreitet.
(Heinrich Heine, Don Ramiro, 9. Strophe)

 

Assoziation
1) psychologisch: Verknüpfung eines Gedankens oder eines Gefühls mit einem Objekt oder einem anderen Gedanken oder Gefühl; beim Assoziieren werden die so miteinander verknüpften Elemente bewusst, ohne dass der Grund für die Verknüpfung offenkundig sein muss 2) Zusammenschluss von Personen und Unternehmen zu einem bestimmten Zweck - vgl. Assoziationskette, assoziative MethodeKreativität, Kreative Arbeitstechniken, Brainstorming Clustering, Mind Mapping,

 

Assoziationskette
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Assoziation, Kreativität, Kreative Arbeitstechniken, Brainstorming Clustering, Mind Mapping
 
Assoziative Methode
Methoden, die die individuelle Verknüpfung von Gedanken und Gefühlen miteinander zur Aktivierung von Gedächtnisinhalten und zur kreativen Ideenfindung ausnützen - vgl. Assoziation, Assoziationskette, Kreativität, Kreative Arbeitstechniken, Brainstorming Clustering, Mind Mapping,
     
  Assoziatives Schreiben
(associative writing) in Carl Bereiters (1980)  →Stadien-Modell der Schreibentwicklung das erste Stadium, in dem Schreibender über die grundlegenden Fähigkeiten, sich schriftsprachlich zu äußern und assoziativ zu schreiben, verfügt - vgl. Schreibentwicklung, performatives Schreiben, kommunikatives Schreiben, authentisch-gestaltendes Schreiben, epistemisches Schreiben,
 

. 

Ästhetik
Wissenschaft von der Erkenntnis der Sinneswahrnehmung, insbesondere in der Kunst die Wahrnehmung des Schönen und des Hässlichen
     
  Asyndeton
rhetorische Figur: Aneinanderreihung gleichgeordneter Wörter, Wortgruppen, Satzteilen oder Sätzen, die nicht mit Konjunktionen (Verknüpfungswörter) miteinander verbunden sind; Funktion: entweder Ausdruck einer unkompliziert ungezwungenen Sprechweise oder zur pathetisch wirkenden Stilerhöhung (z. B. als Klimax oder auch Antithese ) - vgl. rhetorische Figuren, Polysyndeton
Beispiele: (Klimax): "es muss auf unser Fragen ein Vieh, ein Baum, ein Bild, ein Marmor Antwort sagen" (Andreas Gryphius); (Antithese): "der Wahn ist kurz, die Reu ist land" (Schiller, Lied von der Glocke)
 
     
  Atelier
vgl. Schreibatelier
 
     
  Attribuierung
Einbettung eines Satzes durch ein Attribut in einem anderen Satz, in dem es Satzgliedteil wird; Funktion: Informationsverdichtung durch syntaktische Kondensierung;
Beispiele: Die Katze ist schwarz. Die Katze springt auf den Tisch. → Die schwarze Katze springt auf den Tisch. oder: Die auf den Tisch springende Katze ist schwarz.
 
 
Attributsatz
1. auch: Gliedteilsatz, Beifügungssatz; Gliedsatz, der von einem Bezugswort im Hauptsatz (Obersatz) abhängig ist und dieses genauer und ausführlicher erläutert; Attributsätze können von Konjunktionalsätzen (incl. Interrogativsätze), Relativsätzen, uneingeleiteten Nebensätzen, Infinitivsätzen oder Partizipialkonstruktionen gebildet werden; erfüllen die Funktion eines Attributs; 2. manchmal auch nicht zur engeren Gruppe der Gliedsätze (Subjektsätze, Objektsätze, Adverbialsätze) gerechnet- vgl. Satz, Gliedsatz,
Beispiele: Die Trauer darüber, dass er verloren hatte / verloren zu haben / Die Frage, ob er verloren hatte / Die Mitteilung, wann er zurückkommt / Hunde, die bellen, beißen nicht / Diese These, schon längst ausdiskutiert / Früher, in den achtziger Jahren, als noch nicht alle ein Handy hatten / ... (vgl. Metzler Lexikon Sprache, S.66)
     
  Audiopodcast
- vgl. Podcast, Videopodcast
 

 

Aufbau
vgl. Textaufbau
 
Aufbau, gedanklicher
vgl. Gedanklicher Aufbau
     
  Aufbau, pyramidaler
vgl. Pyramidaler Aufbau
 

 

Aufforderung
Sprechakt; Sprecher will seine/n Partner zu einem bestimmten Verhalten veranlassen. Äußerung wird ohne weitere, zusätzliche Absichten gemacht - vgl. Sprechakte, (vgl. Engel, 1996, S.47f.)
Beispiele: Ich bitte dich, ich befehle dir - Kannst du die Tür schließen? - Du solltest mal vorbeikommen. - Sie könnten ruhig auch mal eine Überstunde machen. - Das wist du nicht tun. - Alle mal herhören! - Schnauze! - 
 
Aufforderungssatz
vgl. Imperativsatz
 
Aufnehmendes Zuhören
Zuhörer-, Sprech- und allgemeines Kommunikationsverhalten des Empfängers einer Nachricht in der Kommunikation; Aufmerksamkeit hör- und sichtbar zeigen, kommentierender Blickkontakt, Mitteilungsakt (Kontaktsignal Hörer) Zuhörfloskeln in Form von Antwortpartikeln o. ä. (Mhm, so, ja...) (Weisbach 1994)- vgl. Zuhören, aktives Zuhören, "Ich-verstehe"-Zuhören, umschreibendes Zuhören 

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Aufsatz
1. schulische Schreibform: von Schülern unter einer bestimmten Themenstellung verfasster schriftlicher Text; jeweils aufsatzspezifisch in Form, Stil, Schreibsituation und Adressatenbezug; als Übungsaufgabe oder als Klassenarbeit bzw. Klausur im DU verwendet  2. wissenschaftlicher Aufsatz: Bezeichnung für eine in ihrem Umfang kleinere wissenschaftliche Veröffentlichung, meistens in einer Fachzeitschrift o. ä. 3. häufig auch synonym für Essay verwendet - vgl. schulische Schreibformen, wissenschaftlicher Aufsatz
     
  Aufsatz, freier
vgl. Freier Aufsatz
 
     
  Aufsatz funktionaler
vgl. Funktionaler Aufsatz
 
     
  Aufsatz, gebundener
vgl. Gebundener Aufsatz
 
 
Aufsatz, literarischer
vgl. Literarischer Aufsatz
     
  Aufsatz, sprachgestaltender
vgl. Sprachgestaltender Aufsatz
 
     
  Aufsatz, wissenschaftlicher
vgl. Wissenschaftlicher Aufsatz
 

 

Aufsatzbeurteilung
- vgl. Bewertend-prüfende Beurteilung, Beurteilung, Benotung, bewertend-prüfende Beurteilung, fördernde Beurteilung, .auch:  fördernde Beurteilung, Aufsatz, Aufsatzlehre, Klassenarbeit, Klausur, schulische Schreibformen, Bewerten Sie .., Beurteilen Sie ...

 

Aufsatzlehre
Didaktik und Methodik des Aufsatzunterrichtes - vgl. Aufsatz, schulische Schreibformen, gebundener Aufsatz, funktionaler Aufsatz, sprachgestaltender Aufsatz, freier Aufsatz, Erlebnisaufsatz,
 
Aufsatzthema
1. Allgemein: Thema eines Aufsatzes 2. Als schulische Schreibform: Formulierung eines Themas mit expliziter oder impliziter Schreibaufforderung - vgl. Thema, Themenstellung, Themafrage 
 
Auftakt, dramatischer
vgl. dramatischer Auftakt

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Auftreten
im epischen Text: implizite Information zur Figurencharakterisierung durch  den Erzähler bzw. die Erzählinstanz durch Einordnung und Vorkommenshäufigkeit im "plot" im Vergleich zur Einordnung und Häufigkeit des Vorkommens einer Figur in der "story"
Beispiel: Eine Figur wird im "plot" schon häufig thematisiert, ehe sie überhaupt in der "story" auftritt.
 
Auftritt
auch: Szene; kleinste Gliederungseinheit im dramatischen Text; bestimmt durch das Auftreten bzw. Abtreten mindestens einer Figur im Drama (Konfigurationswechsel) - vgl. Drama, Akt, Szene, Konfigurationswechsel
 
Aufzug
auch: Akt; vom Aufmarsch der Mitwirkenden bei festlichen Tanzaufführungen oder der mitwirkenden Schauspieler vor dem jeweiligen Aktbeginn hergeleitete deutsche Bezeichnung für die größte Gliederungseinheit im Drama (Lessing  u. a. 18. Jh.) - vgl. Akt, Auftritt, Szene, 
 
Auktoriale Charakterisierungstechnik
Technik zur Figurencharakterisierung im Drama; Informationen, mit denen der Autor (impliziter Autor) die Zuschauer/Leser eines dramatischen Textes unmittelbar anspricht; Formen: explizit-auktoriale und implizit auktoriale Charakterisierungstechniken  (vgl. Pfister 1977, S. 251ff.)  vgl. Charakterisierungstechnik, figurale Charakterisierungstechnik, explizit-auktoriale Charakterisierungstechniken, implizit-auktoriale Charakterisierungstechniken 
     
  Auktoriale Episierung
dramentechnisches Verfahren, mit dem der Autor eines Dramas in Form einerexpliziten Bühnenanweisung das dramatische Geschehen episch kommentiert; solche Textpassagen können nach Pfister (1977, S.107) als auktorialer Nebentext bezeichnet werden. - vgl. auktorialer Nebentext,
 
     
  Auktorialer Nebentext
auktorialer→Nebentext in Form einerexpliziten Bühnenanweisung im Drama, mit dem der Autor eines Dramas  das dramatische Geschehen episch kommentiert (→auktoriale Episierung); entsprechende Textpassungen beziehen sich dann eigentlich nicht mehr "auf die Faktizität des Bühnenraums" und lassen sich in der Regel auch nicht mehr vollständig auf der Bühne realisieren; im Grunde genommen durchgeformte erzählende und beschreibende Texte, die das nachfolgende dramatische Geschehen schon einer bestimmten Deutungsperspektive unterwerfen; (vgl. Pfister (1977, S.107) - vgl. Nebentext, auktoriale Episierung,
Beispiele: 1) →Textauszug aus »Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904) Drama »"Der Kirschgarten" (1904) der Fall: , 2)Textauszug aus »Gerhart Hauptmanns (1862-1946) Drama »"Die Weber" (1893/94)
 

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Auktoriales Erzählen
auch: auktoriale Erzählperspektive, auktoriale Erzählsituation ; epische Darstellungstechnik als Ich- oder Er-Erzählung; mit kommentierenden Einmischungen, Bewertungen, Reflexionen, Vorausdeutungen oder Rückwendungen des Erzählers bzw. der Erzählinstanz (telling); beliebiger Wechsel zwischen Außen- und Innensicht und u. U. zwischen verschiedenen Perspektiven
Beispiel: Der Leser soll hier von mir erfahren, wie es meiner bemitleidenswerten Freundin Antonia ergangen ist, als sie sich in den jungen Martin Bach verliebt hat, der auch in späten Jahren nicht bereute, was er ihr angetan hatte.
 
Auktoriale Erzählperspektive
vgl. auktoriales Erzählen
 
Auktoriale Erzählsituation
vg. auktoriales Erzählen
 
Auktoriale Ich-Erzählperspektive
Variationsrichtung der Ich-Erzählperspektive (Ich-Erzählsituation); Ich-Form, Innenperspektive, zweipolige Ich-ich-Struktur (erzählendes/sich erinnerndes Ich und erlebendes/erinnertes Ich); Ich-Erzähler als erzählendes Ich mit z. T. vergleichbaren Funktionen wie ein auktorialer Erzähler - vgl. Ich-Erzählperspektive - personale Ich-Erzählperspektive 
     
  Ausdrucksgeste
Signale des Gesichtsausdrucks und der Hände (=Gestikulation) - vgl. Geste, primäre Geste
 
 
Ausführliches Protokoll
vgl. Verlaufsprotokoll 

 

Aussage
1. .... 2. in der postrukturalistischen Diskurstheorie »Michel Foucaults (1926-1984) im Ggs. zur Verwendung des Begriffs in der Logik und der Grammatik Bezeichnung für "eine vereinzelte, kontingente, materiale Einheit, die keinem Sprecher zuzuordnen ist:" (Köppe/Winko 2008, S.99); Aussagen (frz. énoncé) stellen dabei nicht den Aussageinhalt dar und transportieren keine Bedeutung oder verweisen auf etwas außerhalb ihrer sprachlichen Materialität, sondern stellen einfach sprachliche Ereignisse dar, die dadurch untersucht werden können, dass man Fakten zu ihnen sammelt; mehrere Aussagen zusammen bilden, wenn sie einem gleichen Formationssystem mit bestimmten, historisch unterschiedlich realisierten Regeln unterworfen werden, einen Diskurs. (vgl. ebd.)  - vgl. Diskurs, Poststrukturalismus,
 
Aussageabsicht
allg.: Redeabsicht eines Sprechers, die bei einer Äußerung verfolgt wird; Vielfalt von Aussageabsichten, z.B. im Bereich der emotionalen Wirkung: provozieren; im Bereich der rationalen Wirkung: überzeugen; im Bereich der appellativen Wirkung: auffordern - vgl. Intention

 

Aussagekern
Teil der Inhaltsangabe; leitet diese ein mit Angaben zu Autor, Titel, Textart, Textentstehung, Thema, Kurzinhalt - vgl. Inhaltsangabe
     
  Aussagenliste
Arbeitsmethode zur inhaltlichen Erfassung von Texten; dabei werden die Aussagen eines Textes in Form von Sätzen untereinander aufgelistet. Formen: einfache Aussagenliste, strukturierende Aussagenliste - vgl. Thesenpapier
 
     
  Aussagenliste, einfache
vgl. einfache Aussagenliste
 
     
  Aussagenliste, strukturierende
vgl. strukturierende Aussagenliste
 
 
Aussagenlogik
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Analogieschluss, Syllogismus

 

Aussagesatz
Satzart mit Satzart; vgl. Konstativsatz
     
  Aussage, deskriptive
vgl. deskriptive Aussage
 
     
  Aussage, normative
vgl. normative Aussage
 
     
  Aussageweise
vgl. Modus
 

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Ausruf 
vgl. Apostrophe
Beispiel: Zum Teufel mit dir!
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Außenperspektive
Ggs. Innenperspektive; Begriff der Erzähltechnik, der den Standort des Erzählers näher beschreibt; Erzähler befindet sich räumlich und zeitlich außerhalb der Welt der fiktiven Figuren;  auktorialer Erzählerstandort (auktoriales Erzählen).

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Außensicht
Ggs. Innensicht; Begriff der Erzähltechnik; Verzicht auf die Wiedergabe von inneren Vorgängen; kann sogar so weit gehen, dass auch die inneren Vorgänge der erzählenden Figur bzw. des erlebenden Ichs wegfallen.
Beispiel: Antonia wartete im Restaurant auf ihren Freund. Sie bestellte einen Kaffee und blickte zur Tür.. Fünf Minuten später erschien er.
     
  Äußerung
in der strukturalistischen Linguistik Gliederungseinheit auf der Gesprächsoberfläche:  Bezeichnung für einen beliebigen Abschnitt in der Rede einer einzigen Person, die vorher und hinterher schweigt; Mündlichkeit als konstitutives Merkmal ohne weitere grammatische, thematische oder pragmatische Implikationen (vgl. Brinker/Sager 1989, S.11)
 
     
  Äußerungsakt
in der Sprechakttheorie »John R. Searles (geb. 1932) die auf die Äußerung von Lauten, Wörtern und Sätzen bezogene Teilhandlung, die im Rahmen eines Sprechaktes vollzogen wird; vgl. Sprechakte, illokutiver Akt, propositionaler Akt, perlokutiver Akt
 
     
  Äußerung, performative
vgl. performative Äußerung
 
     
  Authentisch-gestaltendes Schreiben
(unified writing) in Carl Bereiters (1980)Stadien-Modell der Schreibentwicklung das vierte von fünf Stadien, in dem Schreibender a) über die grundlegenden Fähigkeiten, sich schriftsprachlich zu äußern und assoziativ zu schreiben, verfügt (assoziatives Schreiben) b) das Schreiben normgerecht beherrscht (performatives Schreiben) c) sich in andere Personen hineinversetzen kann, um ein adressatenorientiertes Schreiben umzusetzen (=kommunikatives Schreiben) und d) seine eigene Textproduktion in einer Art feedback loop unter stilistischen und logischen Gesichtspunkten kritisch beurteilen kann; in der deutschsprachigen Literatur wird der Bereiters Begriff nicht in einer einheitlichen Übersetzung verwendet; auch üblich: reflektiertes Schreiben - vgl. Schreibentwicklung, assoziatives Schreiben, performatives Schreiben, kommunikatives Schreiben, epistemisches Schreiben, reflexives Schreiben
 
 
Autobiographie
i. e. S. rückblickender Prosabericht in der ersten Person, der von einer historisch realen Person über ihr eigenes Leben gegeben wird; Gegenstände der A. häufig: Privatleben, Bildungsgang bis zur Übernahme einer sozial verantwortlichen Rolle, berufliches oder öffentliches Wirken (»Memoiren«); autobiographische Texte sind aber über die bloße Rekapitulation von Geschehen immer auch Interpretation der Vergangenheit (vgl. Vogt 1990, S.69) - vgl. autobiographischer Roman, Memoirenroman, Tagebuchroman, Memoiren, Tagebuch 
 
Autobiographischer Roman
Typus des Romans im Rahmen der Ich-Erzählsituation; Merkmale: zeitliche Retrospektive aus der mitunter genau datierten Erzähl- oder Schreibgegenwart, Geschehnisse aus der Vergangenheit des Ich-Erzählers, Unterscheidung zwischen erlebendem (erinnertem)  und erzählendem (sich erinnerndem) Ich (zweipolige Ich-ich-Struktur) (vgl. Vogt 1990, S.69)
Beispiele: Thomas Mann, Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull; Max Frisch, Homo faber; Max Frisch, Peter Weiss, Abschied von den Eltern ...
     
  Automatisches Schreiben
1. nicht-zerlegende Schreibstrategie; →Schreiben in einem Zug im Stil der Pensée parlée/écriture automatique;  2. auch: →rapid writing; assoziativ-expressive Schreibmethode zur Ideenfindung; eine Art Brainstorming im Schreibmodus; Ideen zu einem Thema werden dadurch entwickelt, dass ohne Absetzen des Schreibgeräts für eine kurze Zeitspanne einfach niedergeschrieben wird, was einem durch den Kopf geht.
 

 

Autonomous monologue
Begriff der Erzählforschung (Cohn 1978); vgl. Monologerzählung
     
  Autoreninterview
(Sozial-)Form des schrittweise kooperativen Schreibens; beim Autoreninterview agieren die Partner nicht nur in ihren jeweiligen Rollen als →Feedbackgeber und →Feedbacknehmer im Rahmen eines förderlichen Feedbackprozesses, sondern in einem dialogisch-konversationellen Verfahren werden die jeweiligen Textproduzenten auch nach inhaltlichen Aspekten, zum Textaufbau und zu Problemen, die mit dem Verständnis des Textes zusammenhängen, befragt; - vgl. kooperatives Schreiben, schrittweise kooperatives Schreiben;
 
 
Autorisierung
Sprechakt, der den Partner festlegt; Sprecher weist seinem Partner eine ganz klar umrissene Rolle in der Kommunikation zu - vgl. Sprechakte
Beispiele: Ich verweise Sie aus dem Klassenzimmer. - Ich entziehe Ihnen das Wort. - Ich taufe dich auf den Namen ... - Sie sind entlassen.  (vgl. Engel, 1996, S.50)

 

Auxiliarverb
die perfekt- und passivbildenden Verben (haben, sein, werden...) in diesen finiten Verbformen - vgl. Hilfsverb, Modalverb
Beispiele: Er ist gegangen. - Sie wurde von ihm betrogen. - Er hat gelogen. - nicht aber: "Ich bin ein Berliner." (John F. Kennedy)

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