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Nacherzählung
1.
schulische
Schreibform; Form der Erzählung; Ausgangspunkt der Erzählung ist
kein eigenes Erlebnis (vgl.
Erlebniserzählung)
oder der Inhalt eines Bildes, sondern ein Erzähltext; Probleme: verleitet
zur nahezu wörtlichen Übernahme, Gedächtnisleistung stark im
Vordergrund, ausschl. reproduktiv 2. alltagsübliche Form der Wiedergabe
von Erzählungen, Berichten, Gesprächen Dritter, an denen andere
innerlich teilhaben sollen - vgl.
schulische
Schreibformen,
Erlebniserzählung,
Inhaltsangabe |
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Nachricht
1. Mitteilung 2. tatsachenbetonte Darstellungsform des Journalismus, nach
bestimmten Regeln (Lead-Stil u.ä.) gestaltete aktuelle Information über
Ereignisse, Sachverhalte und Argumente; vollständig gibt sie Antwort auf
die folgenden W-Fragen: Wer-was-wann-wo-warum-wie; Formen: harte
Nachrichten (hard news) und weiche Nachrichten (soft news) - vgl.
journalistische
Darstellungsformen |
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Nahperspektive
vgl.
Fernperspektive,
Standort des Erzählers |
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Namengebung (im literarischen Text)
Lautmalerische (onomatopoetische), sprechende,
klassifizierende o.ä. Namen
Beispiel: Der preußisch-pflichtbessene Amtsvorsteher von Wehrhahn in
Gerhart Hauptmanns Komödie "Der Biberpelz" |
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Narrated monologue
engl. Bezeichnung von
D. Cohn
1978 für erlebte Rede - vgl.
erlebte
Rede |
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Narrativer Text
engl. narrativ = erzählend; vgl.
epischer Text |
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Narrativik
vgl.
Erzähltheorie |
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Narratologie
vgl.
Erzähltheorie |
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Nationalliteratur
schriftliche Texte, die in einer bestimmten Nationalsprache abgefasst sind; |
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Natürliches Gespräch
Gespräch, das real in gesellschaftliche Funktionsabläufe eingelassen ist
bzw. diese begründet; Typen: spontane (natürliche) Gespräche
(unvorbereitet); arrangierte Gespräche (vorbereitet) - vgl.
Gespräch,
Gesprächsanalyse,
arrangiertes Gespräch,
spontanes Gespräch |
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Nebenfigur
1. Im dramatischen Text auftretende Figuren des
Personals,
die sich z. T. nur ein einziges Mal sprachlich äußern oder stumme Figuren
oder Figurengruppen darstellen (vgl.
Pfister
1977, S.225) - vgl.
Drama,
Dramentheorie,
Figur,
Personal,
backstage character |
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Nebenhandlung
Strukturbegriff der Dramenanalyse; quantitativ und/oder funktional einer
dominierenden Haupthandlung bzw. Handlungssequenz graduell untergeordnete
Handlung, von der für die Haupthandlung neue Entwicklungsimpulse ausgehen
oder die durch Korrespondenz- oder Kontrastbezüge die Haupthandlung
verdeutlicht oder relativiert; S; - vgl.
Pfister 1977, S.286f.) - vgl.
Nebenhandlung,
Handlung
- vgl.
Handlung,
Haupthandlung |
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Nebensatz
unter dem Aspekt der Satzverbindung unselbständiger Satz, der von einem
Haupt- oder einem Nebensatz abhängig ist - vgl.
Satzverbindungen,
Hauptsatz,
Satzgefüge,
Untersatz |
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Nebentext
Textschicht des dramatischen Textes, die bei der Inszenierung eines
dramatischen Textes nicht gesprochen wird: Dramentitel, Epigraphe,
Widmungsschriften, Vorwörter, Personenverzeichnis, Akt- und
Szenenmarkierungen, Bühnenanweisungen zur Szenerie und zum Verhalten
einer Figur; Abgrenzung vom Haupttext, der die gesprochene dramatische
Rede enthält; Unterscheidung von Haupt- und Nebentext geht auf Roman
Ingarden zurück und wurde von
Manfred
Pfister (1977, S.35f.) wieder aufgegriffen - vgl.
Haupttext,
Drama, dramatische Rede |
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Neologismus
Wortneuschöpfung
Beispiel: Technologiepark |
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Neutrale Erzählperspektive
vgl. neutrales Erzählen |
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Neutrales Erzählen
epische Darstellungstechnik; Form der
Er-Erzählung,
die von keiner Perspektive einer Figur geprägt ist; keine Innensicht; ohne spürbare
Erzählerfigur und ohne Einmischungen jedweder Art durch den Erzähler bzw. die
Erzählinstanz - vgl.
Erzählperspektive,
Erzählsituation,
auktoriales
Erzählen,
personales
Erzählen
Beispiel: Die Vorstandssitzung des FC Ringersbergen befasste sich mit dem
anstehenden Rechenschaftsbericht. Der Vorsitzender, Hans Rosenhaus, lobte die
zuverlässige Haushaltsüberwachung durch den Kassenwart Thomas Kurz. |
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Neutrale Erzählsituation
vgl. neutrales Erzählen |
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Nicht-fiktionaler Text
auch: Gebrauchstexte, Sachtexte pragmatische oder expositorische Texte
genannt; Texte, die im Unterschied zu den
fiktionalen Texten
(literarische Texte) von zweckgebundenen Anlässen oder Gegenständen ausgehen
und einen nachprüfbaren Bezug zur außersprachlichen Realität besitzen - vgl.
fiktionaler Text,
Gebrauchstext, pragmatischer Text, Sachtext, Gebrauchstext |
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Nicht-lineares Erzählen
Eine Geschichte wird durch
Rückwendungen und
Vorausdeutungen in ihrem sukzessiven,
chronologischen Zeitablauf (lineares
Erzählen) unterbrochen. |
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Niederschrift
1. synonym für
Protokoll 2.
allgemein: schriftliche Abfassung eines Textes |
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Nomen
veränderliche Wortart; auch: Substantiv, Hauptwort, Dingwort, (derzeit
nur Platzhalter!) - vgl.
Wortarten,
veränderliche
Wortarten, Nominalstil |
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Nominaldefinition
Begriffserläuterung, die die "ursprüngliche Bedeutung" des Wortes umschreibt
und keine besonderen Begriffsinhalte und Begriffsmerkmale erwähnt; Aussagen, über die
"richtige" bzw. "übliche" Verwendung eines sprachlichen Ausdrucks in
der Metasprache. - vgl.
Definition,
Realdefinition,
lexikalische
Definition,
Beispiele: Die Linguistik ist eine Wissenschaft,
die Sprache erforscht. - Ein Sonett ist eine Gedichtform, die aus 14 Versen besteht, die
entweder aus 2 Quartetten und aus 2 Terzetten oder aus 3 Quartetten und einem
abschließenden Reimpaar besteht. |
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Nominalisierung
auch: Substantivierung; Bildung eines Substantivs (Nomens) aus einem Wort
einer anderen Wortart - vgl.
Nominalstil
Beispiele: das Grün, das Tauchen, das Ich, |
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Nominalstil
auch: Substantivstil; sprachliche Äußerungen, in denen Nominalisierungen
überwiegen; meist komprimiert wirkende Sätze, aber auch häufig schwerer
verständlich als im Verbalstil abgefasste Sätze - vgl.
Verbalstil,
Nominalisierung, Amtssprache,
Beispiel: Die Zustimmung des Fürsorgeberechtigten
müssen - statt - Der Fürsorgeberechtigte muss zustimmen |
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Nonverbale Kommunikation
häufig synonym für
Körpersprache; Sammelbegriff und nicht zuletzt deshalb auch in gewisser
Hinsicht fragwürdig; Abgrenzung zwischen Verhalten und (zielbewusstem)
Handeln nicht immer möglich; im Allgemeinen alle Arten von Signalen, die in
der menschlichen Kommunikation eingesetzt werden und dabei nicht zur Sprache
gehören oder zusätzlich zur Sprache verwendet oder rezipiert werden; i. e.
S.
Körpersprache eines Individuums; i. w. S. auch Signale wie Geruch,
Kleidung, Accessoires; Klassifikation nach funktionalen oder
kanalorientierten Gesichtspunkten - vgl.
Kommunikation,
akustische Kommunikation
haptische Kommunikation,
olfaktorische Kommunikation,
taktile Kommunikation,
visuelle Kommunikation,
Körpersprache |
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Normative Aussage
Aussage, die eine moralische, ethische, gesellschaftliche, politische usw.
Forderung beinhaltet; normative Aussagen beziehen sich auf Wertvorstellungen
und Normen, die von Menschen mit unterschiedlichen Interessen auch in
unterschiedlichem Maße akzeptiert werden (können); sie bezeichnen ein
Sollen; normative Aussagen können mit dem Hinweis auf eine übernatürliche
oder sonst wie autoritäre Weisung begründet werden; meistens wird die
Anwendung der normativen Aussagen aber damit begründet, dass sie aufgrund
bestimmter gesetzmäßiger Zusammenhänge eine bestimmte Folge nach sich zieht;
die
Haltbarkeit normativer Thesen hängt davon ab, für wie wahrscheinlich das
Eintreten der behaupteten positiven oder negativen Folgen einer Norm bzw.
deren Nichteinhaltung gehalten werden (Konklusionen)
(vgl.
Bayer 1999, S.158, 237) - vgl.
deskriptive Aussage,
Argumentation,
Argumentationstheorie
Beispiel: Man soll niemanden betrügen. |
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Normative Texte
Texttyp
bzw.
Textklasse zu der Textsorten zählen, die "explizit bindende Regeln
des Verhaltens und Geltens aussprechen". (Große
1976, S.29f.) - vgl.
Texttyp,
Textklasse,
Textart,
Textsorte, |
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Notation
h: System von Zeichen und Symbolen einer Metasprache bzw. Fachsprache, z. B.
Zeichensysteme bei der Transkription im Zusammenhang mit der
Gesprächsanalyse - vgl.
Gesprächsanalyse,
Transkriptionssystem,
Partiturnotation,
Textnotation, |
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Notebook, collective
vgl.
Collective Notebook |
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Novelle
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl.
Erzählung |
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Nullkonfiguration
vgl.
leere Konfiguration |
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