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Feedback geben

Sachlich richtiges Feedback

 
 
 
 

Das Geben von Feedback stellt ein Angebot an den Feedback-Nehmer dar, sich und sein Verhalten im Lichte der Wahrnehmung anderer zu sehen.
Das Geben von Feedback scheint auf den ersten Blick einfach und ein paar Regeln sind meist schnell formuliert. Doch wie so häufig geht die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Realität schnell auseinander. Feedback will, wenn man vorhat, es bewusst einsetzen, gelernt sein. Und: Ohne sich zu vergegenwärtigen, warum es in dieser oder jener Form gestaltet werden soll, und ohne entsprechende Übung als Feedback-Geber und Feedback-Nehmer können die angestrebten Ziele kaum erreicht werden.

Soll das Feedback für den Feedback-Nehmer förderlich sein, muss es vom Feedback-Geber sachlich richtig gestaltet und vorgebracht werden.

sachlich richtig

Der Anspruch auf sachliche Richtigkeit dessen, was beim Feedback vorgebracht wird, lässt sich nicht ohne Weiteres einlösen. Richtig und falsch, so wie wir es gemeinhin verstehen, sind keine geeigneten Kategorien, mit denen sich beschreiben ließe, ob das, was vorgebracht wird, eine förderliche Wirkung für das Selbst des Feedback-Nehmers entfalten kann. Wenn wir diese Kategorie verwenden, beschreibt sie etwa soviel wie "echt", "authentisch", "ehrlich" und "persönlich" zugleich. Was wir empfinden, wenn wir uns ein Bild über jemanden machen, und die Elemente, die es ausmachen, haben Realität, egal ob sie nun im strengsten Sinne des Wortes sachlich richtig sind oder nicht. Es handelt es sich dabei doch häufig nur um Interpretationen von Wirklichkeit bzw. eines Verhaltens. Unsachlich im ursprünglichen Sinne wären Äußerungen, die entweder frei erfunden sind oder nicht zu dem Bereich gehören, über den der Feedback-Nehmer Rückmeldung erwartet. Dazu zählen desweiteren solche, die reine Werturteile ohne oder mit nur geringem Bezug zu dem beobachtbaren Verhalten enthalten.

Positiv-Beispiel

"Ich habe von meinem Platz aus nur mit Mühe lesen können, was auf deinen Folien draufgestanden hat. Deshalb konnte ich dir auch nicht immer gedanklich folgen."

Negativ-Beispiel

"Deine Folien waren oft richtig unleserlich, manchmal fast schlampig. Das ist mir auch schon bei anderen Sachen aufgefallen: Wenn du einmal deine eigenen Aufsätze lesen müsstest, würdest du wissen, welchen schlechten Eindruck so ein Gekritzel macht."

 

 
     
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