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Typen des Ich-Romans

Detektiverzählung


Die Detektiverzählung oder der Detektivroman stellt einen Typus des Ich-Romans dar, bei der das erzählende Ich als Augenzeuge (engl. I as witness; frz. je témoin) auftritt. Sie zeichnet sich nach Vogt (1996) durch die folgenden Merkmale aus:
 
  • Der Ich-Erzähler erzählt ohne ausgeprägte zeitliche Retrospektive.
  • Erzähler, z.B. Dr. Watson in Doyles Sherlock Holmes (1892) "funktioniert gewissermaßen als Stellvertreter der Leser in der Erzählung, als Perspektivfigur, vor allem als Informationsfilter. Seine Begriffsstutzigkeit ist nur die psychologische Hülle dafür, dass Beobachtungen, Folgerungen und Erkenntnisse des genialen Detektivs erzähltechnisch so lange zurückgehalten oder dosiert werden, wie es für die Lesewirkung - vor allem also für den Aufbau von »Spannung« erforderlich ist." (Vogt 1996, S.75)
  • Grundsätzlich verbleibt das erzählende Ich dabei jedoch in einer Randstellung innerhalb des erzählten Geschehens.

Beispiele:  

  • Edgar Allen Poe: Der Doppelmord in der Rue Morgue (1843)
  • Arthur Conan Doyle: Eine Studie in Scharlachrot (1888)
  • Arthur Conan Doyle (1892): Die Abenteuer des Sherlock Holmes (1892)

(vgl. Vogt 1996, S.73-75)

                    
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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.06.2016


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