Home
Nach oben
Baustein 1
Zurück
Weiter
 

 

deu.jpg (1524 Byte)

Ausgleichsakte

Aufhebung


Beim Ausgleichsakt der Aufhebung will ein Sprecher die Spannung abbauen, die dadurch entstanden ist, dass sich der Partner zuvor bedankt oder entschuldigt hat. 

Hintergrund dieses Sprechaktes sind kulturell festgelegte Formen im Umgang mit den Sprechakten des Dankes und der Entschuldigung. Vom Empfänger des Dankes oder der Entschuldigung wird nämlich erwartet, dass er darauf reagiert, wenn er nicht als unhöflich o. ä. gelten will.

Insofern sind Dank und Entschuldigung "ungesättigte Sprechakte" (Engel), und das Gleichgewicht zwischen den Partner kann nur wiederhergestellt werden, wenn der Empfänger des Dankes oder der Entschuldigung, diese entstandene Spannung aufhebt (Aufhebungsakt). 

Beispiele:

  • Bitte.

  • Bitte, bitte!

  • Keine Ursache!

  • Gern geschehen.

  • Das macht doch nichts.

  • War ja nur halb so schlimm.

  • Nicht der Rede wert.

  • Aber das tue ich doch gern.

(vgl. Engel 1996, S.44)

 

 
   Arbeitsanregungen:

  1. Welche der genannten Sprechakte eignen sich als Aufhebungen für Dank und Entschuldigung gleichermaßen?

  2. Welche nur für den Dank oder nur für die Entschuldigung?

  3. Was bewirkt die satzeinleitende Partikel aber? Versuchen Sie dies dadurch herauszubekommen, dass sie eine passende Voräußerung (Dank oder Entschuldigung) erfinden.

  4. Was bewirken die Partikeln  ja und doch im Satzinnern?

→Lösungsvorschlag

  
  Überblick ] Mitteilungsakte ] Ausgleichsakte ] Pers. festlegend ]  
 

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de