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Sprecherbezogene Sprechakte

Resignation

 

Wenn ein Sprecher resigniert, bringt er damit zum Ausdruck "dass er einen Sachverhalt, den er nicht zu ändern vermag, mehr oder weniger widerwillig akzeptiert." (Engel 1996, S.70) Auch wenn die Resignation sich in der Regel auf den Sprecher bezieht, können derartige Äußerungen auch einen Vorwurf gestalten und bei einem Partner entsprechend ankommen.

Beispiele:

  • Da kann man eben nichts machen!

  • Schwamm drüber!

  • So sind die Männer.

  • Was kann man mit so wenig Geld schon anfangen.

  • Bei mir geht eben immer alles schief!

  • Warum hat er sie denn auch nicht in Ruhe gelassen.

  • Er hat eben so eine Art.

  • Ich bin halt so.

  • Was kann sie schon zu ihrer Entschuldigung gesagt haben.

  • Mir klebt einfach das Pech an den Händen.

Wer resigniert, lässt natürlich im übertragenen Sinn den Kopf hängen. Aber auch die →Körpersprache macht dies mit entsprechenden →Körperhaltungen, →Gesten und der →Mimik meistens sehr deutlich. Und selbst die Art und Weise, wie der Sprecher schaut, ob er Blickkontakt aufnimmt oder nicht, wenn er resigniert, ist ein deutliches körpersprachliches Signal.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

  


   Arbeitsanregungen:

  1. Ordnen Sie die Beispiele nach explizit performativen Äußerungen, nominalen Ausdrücken und Kurzäußerungen.

  2. Wie verändert sich der Bedeutungsakzent, wenn man bei den resignierenden Äußerungen Partikeln wie halt, eben, einfach weglässt.
     

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Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de