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Kontaktumgrenzung

Absender


Mit dem Absender als Sprechakt gibt man sich, ganz ähnlich wie bei der Vorstellung, als Kommunikationspartner zu erkennen. Wie bei dieser setzt man damit auch ein Begrenzungssignal im Rahmen des aktuellen Kommunikationsvorgangs, wie dies auch bei den anderen  Sprechakten zur Kontaktumgrenzung der Fall ist. Funktional gesehen, erfüllt die Angabe des Absenders in der schriftlichen Kommunikation wie die Vorstellung in der mündlichen.

Der Absender kann sowohl zur Eröffnung als auch zur Beendigung des aktuellen Kommunikationsprozesse verwendet werden (Eröffnungs- und Schlusssignal).
Absender als Sprechakte finden sich z. B. in privaten Geschäftsbriefen stets oben auf der Seite als standardisierte Form der Adresse (Musterbrief).
Auch wenn dies im herkömmlichen Sprachgebrauch nicht so gesehen wird, steht dieser Absender als Sprechakt betrachtet, in einem Brief nicht allein. Denn auch am Ende eines Briefes (Haupttextes, Brieftextes) schließt sich im Anschluss an die abschließende Grußformel mit der hand- und/oder maschinenschriftlichen Unterschrift ein solcher Sprechakt an. Wird ein Brief nicht eigenhändig vom Absender unterschrieben, notiert man "(gez.) Maurer" (= (stellvertretend gezeichnet von) o. ä.
Und natürlich zählt auch der Absender, den man, mitunter mit dem expliziten Begriff "Absender:" versehen, auf einen Briefumschlag vorne oder hinten oder im dafür vorgesehenen Feld einer Paketkarte z. B. notiert, ebenfalls dazu.

Die Angabe der vollständigen Absenderadresse in einem Brief wie z. B. dem privaten Geschäftsbrief folgt grundsätzlich den gleichen Regeln wie die Adresse. Auch die Absenderadresse wird in Deutschland in folgenden Formen angegeben (Eingeklammertes ist nicht verbindlich):

  • ohne Absatzgliederung:
    (Berufs-, Amtsbezeichnung, Titel) (Vorname) Familienname, Straße/Platz Hausnummer, Postleitzahl Ort (Ortsteil), (Land)

    Beispiel: Dipl. Ing. Franz Kretschmann, Guntramstr. 42, 76562 Geratshausen
     

  • mit Absatzgliederung:
    (Berufs-, Amtsbezeichnung, Titel) (Vorname) Familienname
    Straße/Platz Hausnummer
    Postleitzahl Ort (Ortsteil)
    (Land)

    Beispiel:
    Dr. Inga Haase-Paus
    Benediktusplatz 2
    72456 Grazheim
    Österreich

In Briefen, z. B. dem privaten Geschäftsbrief  wird die erste Form ohne Absatzgliederung gewöhnlich für die Absenderanschrift verwendet, wenn sie oberhalb der Empfängeranschrift vor der Zeile für die postalischen Beförderungsvermerke notiert wird, um in einem Fensterkuvert sichtbar zu sein. Auf der Rückseite des Briefes ist es dagegen eher üblich, den Absender ohne Absatzgliederung anzugeben. Wenn beide Adressen, Empfängeranschrift und Absenderanschrift auf der Vorderseite eines Briefumschlages platziert werden, stehen sie in der in Absätzen gegliederten Form.
Im Gegensatz zu einer unspezifischen Adressenangabe wird die Empfängeranschrift aber meistens noch mit dem passenden Anredepronomen "Herr" oder "Frau" versehen. Außerdem können weitere Ergänzungen dazu kommen.

 (vgl. Engel 1996, S.65f.)

Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

 

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