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Ausgewählte Regeln (nach DIN 5008)

Absenderanschrift


Die äußere Form eines privaten Geschäftsbriefs folgt bestimmten, auf Konvention beruhenden Regeln. Als standardisierte Form ist sie auch in einer DIN-Norm  (»DIN 5008) niedergelegt.
Als schulische Schreibform, insbesondere im Rahmen des Deutschunterrichts oder entsprechenden Abschlussprüfungen, gelten zum Teil freilich auch noch kulturell bedingte Schreibgewohnheiten, die nicht unbedingt und in letzter Konsequenz mit der DIN-Norm konform sind. Dies entspricht auch der Tatsache, dass sich solche Normierungen, auch wenn es dafür gute Gründe geben mag, gegen kulturell konventionalisierte Formen auch im Zeitalter der Globalisierung nicht so ohne weiteres durchsetzen lassen.
Dennoch muss es nach Veröffentlichung der Norm Ziel sein, auch zum normgerechten Schreiben anzuleiten. Dafür gibt es gute Gründe. Denn, wie es im Einführungsbeitrag zur neuen DIN 5008 auf der Webseite des DIN-Instituts heißt, sollen die Regeln dafür weder zu speziell und damit (zu) aufwendig in ihrer Anwendung sein. Dadurch, so der Anspruch, müssten sie auch in der beruflichen Bildung einfach zu vermitteln sein.

Als Sprechakt kommt der Absender nur im geschriebenen Deutsch vor und dient bei der Kontaktumgrenzung als Eröffnungs- oder Schlusssignal für den aktuellen Kommunikationsprozess. (vgl. Engel 1996, S.65).

Absenderanschrift Die Anschrift des Absenders (Absenderanschrift, Absenderadresse oder auch einfach der Absender), der beim privaten Geschäftsbrief eine natürliche Person angibt, informiert darüber, wer den Brief verfasst oder in wessen Auftrag ein solcher Brief verfasst worden ist.
  • Die Eingabe der Daten des Absenders erfolgt beim privaten Geschäftsbrief ganz oben auf der Seite, nach vier Leerzeilen, also beginnend mit der Zeile 5.

  • Die Absenderangaben werden gewöhnlich an der Fluchtlinie auf der linken Seite des Blattes positioniert (→Beispiel 1). Aber, insbesondere beim privaten Geschäftsbrief, ist es auch üblich, die Absenderangaben am rechten Blattrand unterzubringen. (→Beispiel 5) (vgl. DUDEN Praxis, 2010, S.22; vgl. DUDEN Privatkorrespondenz 2011, S.174f.)

  • Im Allgemeinen umfasst die Absenderangabe drei Zeilen. Allerdings können weitere Informationen wie z.B. die Angabe einer Telefonnummer oder Email-Adresse an die postalische Absenderadresse in weiteren Zeilen angefügt werden. (→Beispiel 1)

  • Geht der Brief ins Ausland, wird vor solchen zusätzlichen Angaben noch das Bestimmungsland genannt, von dem aus der Brief versendet worden ist.

  • Mit der Absenderadresse informiert der Absender/die Absenderin den Empfänger, wie er/sie heißt und wo er/sie wohnt und ermöglicht so u. U. auch eine Rücksendung.

  • Die Angaben zur Person sollten auch den Vornamen und Titel umfassen. So kann in ein eventuelles Antwortschreiben mit der richtigen Bezeichnung als Herr oder Frau und der Name mit dem Titel bzw. akademischen Grad versehen werden.

  • Wenn es sinnvoll ist, können in den Zeilen unterhalb der postalischen Absenderadresse Ergänzungen vorgenommen werden. Hier ist z. B. Platz für die Angabe einer  Telefonnummer und/oder einer Email-Adresse. (→Beispiel 2)

  • Man kann aber auch in diesen Ergänzungszeilen, wenn dies erforderlich ist, andere Zusatzangaben machen. (→Beispiel 3) So kann es durchaus sinnvoll und erforderlich sein, seine Bankverbindung anzugeben oder auch eine Versicherungs- oder Steuernummer o. ä.. Allerdings sollten diese Angaben mit einer Leerzeile von der postalischen Absenderadresse abgehoben werden . Genauso gut kann man diese Zusatzangaben aber auch in Höhe der ersten Absenderzeile mit mindestens 8,1 mm Abstand zur rechten Blattkante unterbringen. ( →Beispiel 4) Dann freilich rückt die Angabe des Datums sinnvoller Weise zwischen Empfängeranschrift und Betreff

  • Man kann die Absenderanschrift auch, wie bei offiziellen Geschäftsbriefen mit Fensterkuvert versendet werden, üblich ist, auch in einer kleineren Schriftgröße (z.B. 6 oder 8 pt) in einer Zeile direkt über der Adresse des Empfängers positionieren. Dann wird sie unterstrichen und mit Kommas gegliedert, so dass die Angaben in einer Linie stehen. 
    Ebenso ist es bei Platzmangel möglich - das Ganze soll ja in ein Brieffenster von 85 mm Größe passen - sinnvolle Abkürzungen vorzunehmen. (→Beispiel 6) Ob man in einem solchen Fall die Zeilen für postalische Vermerke, sofern sie nicht benötigt werden freilassen soll oder nicht (→Beispiel 7, nach DUDEN), kann offenbar nach Wunsch gehandhabt werden. (vgl. die unterschiedliche Betrachtung und Umsetzung durch Goldmann 2007, S.52, und DUDEN Praxis, 2010, S.22)

Beispiel 1


Beispiel 2


Beispiel 3


Beispiel 4:


Beispiel 5:


Beispiel 6:


Beispiel 7:

 

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