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Ausgewählte Regeln (nach DIN 5008)

Betreff


Die äußere Form eines privaten Geschäftsbriefs folgt bestimmten, auf Konvention beruhenden Regeln. Als standardisierte Form ist sie auch in einer DIN-Norm  (»DIN 5008) niedergelegt.
Als schulische Schreibform, insbesondere im Rahmen des Deutschunterrichts oder entsprechenden Abschlussprüfungen, gelten zum Teil freilich auch noch kulturell bedingte Schreibgewohnheiten, die nicht unbedingt und in letzter Konsequenz mit der DIN-Norm konform sind. Dies entspricht auch der Tatsache, dass sich solche Normierungen, auch wenn es dafür gute Gründe geben mag, gegen kulturell konventionalisierte Formen auch im Zeitalter der Globalisierung nicht so ohne weiteres durchsetzen lassen.
Dennoch muss es nach Veröffentlichung der Norm Ziel sein, auch zum normgerechten Schreiben anzuleiten. Dafür gibt es gute Gründe. Denn, wie es im Einführungsbeitrag zur neuen DIN 5008 auf der Webseite des DIN-Instituts heißt, sollen die Regeln dafür weder zu speziell und damit (zu) aufwendig in ihrer Anwendung sein. Dadurch, so der Anspruch, müssten sie auch in der beruflichen Bildung einfach zu vermitteln sein.
 
Betreff Mit dem Betreff wird im (privaten) Geschäftsbrief kurz und prägnant festgehalten, worum es darin geht. Das ist der Inhalt in knappster Form, besser: das Thema des Briefes. Das Textthema stellt nach Brinker 1985/2001 "die größtmögliche Kurzfassung des Textinhalts" dar. (ebd., S. 56, Hervorh. d. Verf.). Mit Hilfe eines gut gestalteten und sprachlich prägnanten Betreff kann der Empfänger zum Beispiel auf einen Blick erkennen, worum es geht, wie dringlich die Sache ist und wer zuständig ist.
  • Der Betreff wird mindestens zwei Leerzeilen unter dem Empfängerfeld geschrieben. Dabei wird an der Fluchtlinie angesetzt.

  • Die Worte "Betreff" oder "Bezug", die früher üblich waren, werden heute nicht mehr verwendet.

  • Er endet ohne Satzzeichen.

  • Das Thema/der Sachverhalt wird in einer kurzen Wortgruppe oder einem kurzen Satz zusammengefasst.

  • Im Betreff sollen die Daten angeben und aufgelistet werden, die dem Empfänger möglich machen, den Brief einem bestimmten Geschäftsvorgang zuzuordnen (z.B. Kundennummer, Rechnungsnummer, Artikelnummer, Geschäftszeichen, Aktenzeichen, letztes Schreiben usw.)

  • Der Betreff kann durch Fettschrift hervorgehoben werden. Auch andere Formen der Hervorhebung bei der Schriftgestaltung, wie z. B. Schriftgröße und Unterstreichung sind heutzutage möglich.

  • Nach dem Betreff werden 2 Leerzeilen vor der Anrede gesetzt.

→Arbeitsschritt Betreff formulieren

Übung: Wie formuliert man die Betreffzeile?

Beispiel


 

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Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de