|
|
|
|
|
|||||
|
|
|||||
| Sprechen zeichnet sich nach Kallmeyer zunächst einmal dadurch aus, "dass
es als eine zielgerichtete Tätigkeit betrachtet werden kann. Sprechen ist ein intentionales
Verhalten. Während anderes menschliches Verhalten, wie Atmen, Gähnen oder Schnarchen
als Automatismus abläuft, kann Sprechen intentional eingesetzt werden, um Ziele zu
erreichen oder zu verwirklichen."
Ferner ist die spezifisch menschliche Tätigkeit Sprechen eine Tätigkeit, mit der ein subjektiver Sinn verbunden ist. Kallmeyer führt dazu aus: "Ein solches "sinnvolles" intentionales Verhalten nennen wir Handeln. Ein Individuum, das eine sinnvolle, d.h. mit einem (subjektiven) Sinn versehene Tätigkeit ausführt, handelt [...]." [Hervorh. d. Verf.] Selbst- oder partnerbezogenes Handeln - Soziales Handeln Das so definierte Handeln kann ein selbst- oder partnerbezogenes Handeln sein. Soziales Handeln als kommunikatives Handeln Das soziale Handeln erweist sich folgerichtig in bestimmten Situationen als kommunikatives Handeln. Kallmeyer sieht den Zusammenhang wie folgt: "In den Interaktionen Gestik und Mimik ("Körpersprache") zu den kommunikativen Handlungen. zwischen den Mitgliedern einer Gruppe nimmt es eine besondere Stellung ein. Es ist nicht nur das Hervorbringen von Lauten, sondern von Lauten, die "Bedeutung" haben, mit denen also kommuniziert werden kann. Wir können daher innerhalb des sozialen Handelns Sprechen als kommunikatives Handeln (symbolische Interaktion) ausgliedern. Kommunikativ sind alle diejenigen Handlungen, denen ein semiotisches System, ein Zeichensystem bzw. Kode zugrunde liegt. Insofern zählen auch Sprechen erscheint dann als eine besondere Form kommunikativen Handelns." (Zitate aus: Kallmeyer/Klein u. a., Lektürekolleg zur Textlinguistik, Bd. 1, Frankfurt/M. 1974, S.15) |
|||||
| Arbeitsanregung
|
|||||
| |
|||||
|
|
|||||
| |||||||||