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Mitteilungsakte

Paraphrase


Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter dem Begriff Paraphrase verstanden:

  • verdeutlichende Umschreibung oder Wiedergabe eines Textes in derselben Sprache, um z.B. bei einer Interpretation den Sinn einer Äußerung herauszustellen;

  • freie, oder auch nur sinngemäße Übertragung eines Textes in eine andere sprachliche Gestaltung

  • in der Musik: freie, meist virtuose Konzertphantasie über beliebte Melodien

In sprechakttheoretischer Perspektive gibt der Sprecher beim Mitteilungsakt der Paraphrase die Bedeutung einer Äußerung oder einen Teil einer Äußerung in einer anderen sprachlichen Form wieder. Dabei ist es  nicht immer leicht, Paraphrasen von der Korrektur zu trennen.

In der schulischen Aufsatzlehre, insbesondere bei schulischen Schreibformen der Textwiedergabe (aber auch bei Textanalyse, Texterörterung oder Textinterpretation)  wird die eigenständige Leistung der Paraphrase als Form der Textwiedergabe häufig nicht hinreichend gesehen und das "bloße" Paraphrasieren eines Textes wird meist sehr kritisch beurteilt. Allerdings werden dabei die Trennlinien zwischen dem sinngemäßen Zitieren und dem Paraphrasieren eines Textes, das immer auch eine Erläuterung und Erweiterung des Ausgangstextes im Dienst eines besseren Verständnisses darstellen soll, nicht besonders klar gezogen.

Beispiele:

  • (Ich fand den Film sterbenslangweilig.) - Ich will damit sagen, dass mich das Thema nicht sonderlich interessiert hat.

  • Das Fernsehen, besser gesagt die ganze moderne Medienlandschaft, hat die Bedingungen, unter denen Jugendliche heute aufwachsen, grundlegend verändert.

  • Mir ist nicht wohl bei der Sache, das heißt, ich fürchte mich vor den Konsequenzen.

  • Unsere Abteilung, eigentlich die ganze Firma, muss sich sehr anstrengen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

 (vgl. Engel, 1996, S.41)

In der schulischen Aufsatzlehre, insbesondere bei schulischen Schreibformen der Textwiedergabe (aber auch bei Textanalyse, Texterörterung oder Textinterpretation)  wird die eigenständige Leistung der Paraphrase als Form der Textwiedergabe häufig nicht hinreichend gesehen und das "bloße" Paraphrasieren eines Textes wird meist sehr kritisch beurteilt. Allerdings werden dabei die Trennlinien zwischen dem sinngemäßen Zitieren und dem Paraphrasieren eines Textes, das immer auch eine Erläuterung und Erweiterung des Ausgangstextes im Dienst eines besseren Verständnisses darstellen soll, nicht besonders klar gezogen.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.02.2014
 

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