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So klappt die Durchführung einer Schreibkonferenz
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Peer-Feedback: So gelingt die
Rückmeldung in der Schreibgruppe
Szenenbilder, die in
unterschiedlichen Medien und in unterschiedlicher medialer
Umgebung erschienen sind, können als
eigenständige Analyseobjekte behandelt werden oder Teil von
▪ Schreibaufgaben bei der ▪
Analyse und Interpretation einer
dramatischen Szene sein.
Prozessorientierte
Schreibaufgaben stehen dabei generell auf der Grundlage ▪
prozessorientierter didaktischer Konzepte und zielen auf ▪
selbstreguliertes,
eigenverantwortliches Lernen.
Sie richten im
Unterschied zu den ▪
produktorientierten
ihren
Fokus darauf, wie ein Schüler bzw. eine Schülerin schreibt (Schreibverhalten,
Schreibstrategien) und wie er/sie die gesetzten Schreibziele
erreicht oder erreichen kann.

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Prozessorientierte
Schreibaufgaben lassen sich am besten mit dem
kooperativen Schreiben im Allgemeinen bzw. dem
teilweise oder schrittweise kooperativen Schreiben
verbinden.
Die beim
schrittweise bzw. teilweise kooperativen Schreiben, z. B. bei
▪
Schreibkonferenzen, eingebauten Arbeitsschritte, bei dem sich
die Schreibgruppenmitglieder
Feedback
geben und
nehmen,
Peerfeedback
obendrein, können also sehr effektive Impulse für die Bereitschaft
geben, seinen Text in einem fortlaufenden
Schreibprozess immer wieder zu überarbeiten.
Um
prozessorientierte Schreibaufgaben in ▪
selbstreguliertem,
eigenverantwortlichem Lernen bewältigen zu können, benötigen die
Schüler*innen Wissen (Weltwissen,
Handlungswissen,
Textmusterwissen)
aber vor allen Dingen auch Kriterien, mit denen sie das
Geschriebene beurteilen können. Solche Kriterien können im
Klassenplenum zuvor erarbeitet und festgelegt werden und sich
auf verschiedene Aspekte der ▪
Textqualität
beziehen:

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Man kann sich dabei auch, um den Schreibprozess zu entlasten,
auch auf vorhandene ▪
Kriterienkataloge
stützen und diese entsprechend der konkreten Schreibaufgaben und
ihrer Schreibziele modifizieren.
Im Allgemeinen
werden sich diese Kriterien in einer schreibaufgabengemäßen
Ausrichtung auf Textqualitäten auf allen Ebenen und in allen ▪
Dimensionen (z.B.
▪
sprachliche
Richtigkeit,
▪
sprachliche
Angemessenheit, ▪
Aufbau,
▪ Inhalt,
▪
Schreibprozess und
ggf. ▪
Textverständlichkeit
als übergreifendes Kriterium) beziehen.
Der Erwerb spezifischer
Kompetenzen für den Inhalt und den Aufbau der Analyse von ▪
Illustrationen muss den
Schülerinnen und Schülern mit geeigneten
▪
Lernaufgaben und ▪
Übungsaufgaben in
vielfältig gestalten Lehr- und Lernprozessen ermöglicht worden
sein.( vgl. auch:
• Kriterienkataloge
zur Feststellung von Textqualität)
Eine prozessorientierte Schreibaufgabe für den Vergleich von •
Szenenbildern einer bestimmten
Szene (aus verschiedenen Buchausgaben /Printmedien von .....
aus dem Jahr .... ) als •
teilweise kooperatives Schreiben könnte in Form der folgenden •
mehrteiligen Arbeitsanweisung gestellt werden, die Elemente des
schreibdidaktischen Konzepts der •
Schreibkonferenz
aufnimmt.
Untersuchen Sie in Ihrer Kleingruppe die von Ihnen
selbst recherchierten oder vorgegebenen Szenenbilder aus
(verschiedenen Buchausgaben /Printmedien von .....
aus dem/den Jahr/en .... ......)
-
Zeigen Sie auf, ob es sich bei den Szenenbildern um
die Darstellung von Bühnengeschehen oder um außerhalb der Bühne in einem anderen fiktiven Raum
situierte Situationen darstellt.
-
Ordnen Sie die •
Szenenbilder einer Handlungssituation
in dem Drama
zu.
-
Analysieren Sie
gemeinsam, wie durch die Raumgestaltung auf der Bühne,
durch die Positionierung der Figuren im Raum, durch ihre
•
Körperhaltung, •
Gestik und •
Mimik
und andere
Aspekte ihrer äußeren Erscheinung (•
Kleidung/Kostüme, •
Abzeichen und Schmuck
(Accessoires), •
Haar und Haargestaltung
etc.), sowie durch Kostüm, Licht und Requisiten
Beziehungen, Machtverhältnisse und zentrale Konflikte in
der dargestellten Szene visualisiert werden.
-
Vergleichen Sie
in Ihrem Team die •
Szenenbilder
darauf, welche Gestaltungselemente den jeweiligen
Inszenierungen gemeinsam sind und in welchen sie sich
unterscheiden.
-
Formulieren Sie in Ihrer Kleingruppe auf dieser
Grundlage je eine Deutungshypothese zu der von den
jeweiligen • Illustrationen repräsentierten Inszenierung.
(Schreibkonferenz, •
gemeinsames kooperatives Schreiben)
-
Verfassen
Sie anschließend – als ersten Entwurf – einen
individuell formulierten, zusammenhängenden Analyse- und
Vergleichstext, in dem Sie die •
Szenenbilder der
verschiedenen Buchausgaben/Printmedien miteinander vergleichen und
die von Ihnen ermittelten Deutungshypothesen an den
jeweiligen Bildern plausibel machen.
-
Tragen
Sie Ihren Text in Ihrer Kleingruppe vor und •
holen Sie sich das Feedback Ihrer Teammitglieder ein.
(Schreibkonferenz)
-
Entscheiden Sie dann, welche Hinweise Ihres Teams
aufgreifen wollen und
überarbeiten Sie Ihren Entwurf entsprechend, so dass
die Endfassung Ihres Textes entsteht.
|
Prozessorientierte Schreibaufgaben wie die oben dargestellte sind
keine Selbstläufer, sondern bei ihrer Bewältigung spielen stets auch ▪
gruppendynamische Faktoren eine Rolle.
Daher ist auch das Schreiben im Team nicht voraussetzungslos und
bedeutet im Vergleich zum produktorientierten Schreiben kein "Draufloswursteln"
in der Gruppe.
Um die eigene Textarbeit und Leistung angemessen einschätzen zu können, muss
jedes Mitglied des Teams in der Lage sein, dem jeweils anderen so Feedback
zu geben, dass es ihm helfen kann, sich und seine Leistungen einzuschätzen
und sich weiterzuentwickeln (metakognitive
Fähigkeiten).
Das ist gar nicht so einfach: ▪
Feedback geben
und ▪
Feedback nehmen
will geübt sein. Nur so kann ein insgesamt ▪
förderliches
Feedback entstehen, das zum Schreiben motiviert.
Dies gilt um so mehr, wenn die Teammitglieder Schülerinnen und Schüler sind,
die noch nicht soviel Erfahrung mit dem Feedback der Gleichaltrigen (Peer-Feedback)
haben und dessen Bedeutung für das eigenverantwortliche Arbeiten noch nicht
in vollem Umfang begriffen haben.
So sollte das ▪
Feedback Geben
im Rahmen eines ▪
förderlichen
Feedback folgende Regeln beachten.