Der wissenssoziologische
Ansatz der Diskursanalyse (WDA) ist
ein sozialwissenschaftliches Verfahren zur Untersuchung
gesellschaftlicher Diskurse mit ihren verschieden
Strukturierungen wie z. B. Deutungsmuster, Machstrukturen und
die gesellschaftlichen Bedingungen der gesellschaftlichen
Wissensproduktion in einem analytischen und interpretativen
Vorgehen. Er hilft zu verstehen, wie
bestimmte Wahrheiten entstehen, wer sie definiert und welche
sozialen Folgen sie haben.
Die WDA wurde maßgeblich von »Reiner
Keller (geb. 1962 entwickelt.
Er verbindet Elemente der von »Michel Foucault
(1926-1984) dargestellten
• Diskursperspektive mit der »sozialkonstruktivistischen
»neueren
Wissenssoziologie von »Peter
L. Berger (1929-2017) und »Thomas
Luckmann (1927-2016) und den soziologisch-pragmatischen
Traditionen des »Symbolischen
Interaktionismus. (vgl.
Keller 2015).
Der nachfolgende Text ist mit Hilfe von KI erstellt:
Der WDA geht davon aus, dass Wissen
nicht einfach existiert, sondern sozial konstruiert wird.
Diskurse sind dabei zentrale Mechanismen der Wissensproduktion.
Sie bestimmen, was als gültige Wahrheit oder Realität anerkannt
wird.
-
Diskurse sind
strukturierte Kommunikationsprozesse, die unser Wissen über
die Welt beeinflussen.
-
Sie umfassen
Sprache, Texte, Symbole, Bilder und soziale Praktiken.
-
Diskurse
bestimmen, was
sagbar, denkbar oder vorstellbar ist –
und was nicht.
Beispiel: Der Diskurs über Klimawandel bestimmt,
welche Ursachen und Maßnahmen als „wissenschaftlich
gesichert“ gelten. Andere Deutungen, wie
Klimawandel-Leugnung, sind sozial weniger legitimiert.
Während Michel
Foucaults Diskursanalyse, zumindest im Rahmen seiner
späteren Werkentwicklung, stärker
auf Machtstrukturen
und epistemische Brüche fokussiert,
legt die WDA
nach Keller mehr
Wert auf empirische
Untersuchungen und die soziale Konstruktion von Wissen durch
bestimmte Akteure.
Die WDA kombiniert qualitative und interpretative Methoden
zur Analyse von Diskursen:
-
Rekonstruktion
von Diskursstrukturen
-
Analyse von
Akteurskonstellationen
-
Wer
nimmt am Diskurs teil (z. B. Medien, Wissenschaft,
Politik)?
-
Wer
hat die Deutungshoheit?
-
Untersuchung
von Machtverhältnissen
-
Historische
Entwicklung von Diskursen
-
Untersuchung
diskursiver Praktiken
IV. Beispiele für
Diskursanalysen im WDA
-
Migration &
Integration: Welche
Begriffe dominieren (z. B. „Flüchtlingskrise“ vs.
„Willkommenskultur“)?
-
Gesundheit &
Krankheit: Wie
wird Depression oder Burnout gesellschaftlich konstruiert?
-
Technologie &
Digitalisierung: Wie
wird Künstliche Intelligenz als Chance oder Bedrohung
beschrieben?
-
Corona-Pandemie: Welche
Narrative gab es über Impfungen, Lockdowns oder
Schutzmaßnahmen?
Eine umfassende
Darstellung der • Wissenssoziologischen
Diskursanalyse (WDA) kann hier nicht
geleistet werden. Stattdessen sollen hier unter einer mehr oder
weniger subjektiven Perspektive einige Aspekte und Begriffe
ausgewählt werden, die bestimmte Denkansätze und
Analyseschwerpunkte repräsentieren, die
in die WDA Eingang gefunden haben.
Adressaten dieser
Ausführungen sind daher Leserinnen und Leser, die sich
etwas mehr als nur einen ersten Eindruck von der Wissenssoziologischen
Diskursanalyse verschaffen wollen, ohne sich ganz in die
wissenschaftlichen Untiefen des Ansatzes begeben zu müssen.
Was wir hier
bieten können, ist ein selektiver Blick in den
Werkzeugkasten der
Wissenssoziologischen Diskursanalyse.
[
•
Wissenssoziologische Diskursanalyse (WDA)
►
Überblick ◄
•
Diskursbegriff •
Die Rolle der sozialen Akteure
und Sprecher •
Praktiken als Skripte für
Handlungsausführungen •
Dispositive als Formen der
Vermittlung zwischen Diskursen und Handlungsfeldern
• Die "Wissensseite" der Diskurse
•
Vorgehen
in der Praxis
]