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Wissenssoziologische Diskursanalyse (WDA)

Überblick

« Diskursanalytisches Modell – Diskursanalyse in der Praxis – Sozialwissenschaftliche Diskursanalysen

 
Fachbereich Deutsch
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Aus dem Werkzeugkasten der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA)
Aus dem Werkzeugkasten der Diskursanalyse

Im deutschsprachigen Raum spielt die auf »Reiner Keller (geb. 1962) zurückgehende • Wissenssoziologische Diskursanalyse (WDA) eine herausragende Rolle im Bereich der sozialwissenschaftlichen Diskursanalyse.

Kurzüberblick

Der wissenssoziologische Ansatz der Diskursanalyse (WDA) ist ein sozialwissenschaftliches Verfahren zur Untersuchung gesellschaftlicher Diskurse mit ihren verschieden Strukturierungen wie z. B. Deutungsmuster, Machstrukturen und die gesellschaftlichen Bedingungen der gesellschaftlichen Wissensproduktion in einem analytischen und interpretativen Vorgehen. Er hilft zu verstehen, wie bestimmte Wahrheiten entstehen, wer sie definiert und welche sozialen Folgen sie haben.

Die WDA wurde maßgeblich von »Reiner Keller (geb. 1962 entwickelt. Er verbindet Elemente der von »Michel Foucault (1926-1984) dargestellten • Diskursperspektive mit der »sozialkonstruktivistischen »neueren Wissenssoziologie von »Peter L. Berger (1929-2017) und »Thomas Luckmann (1927-2016) und den soziologisch-pragmatischen Traditionen des »Symbolischen Interaktionismus. (vgl. Keller 2015).

Der nachfolgende Text ist mit Hilfe von KI erstellt:

I. Grundannahmen der WDA

Der WDA geht davon aus, dass Wissen nicht einfach existiert, sondern sozial konstruiert wird. Diskurse sind dabei zentrale Mechanismen der Wissensproduktion. Sie bestimmen, was als gültige Wahrheit oder Realität anerkannt wird.

II. Was sind Diskurse?
  • Diskurse sind strukturierte Kommunikationsprozesse, die unser Wissen über die Welt beeinflussen.

  • Sie umfassen Sprache, Texte, Symbole, Bilder und soziale Praktiken.

  • Diskurse bestimmen, was sagbar, denkbar oder vorstellbar ist – und was nicht.

Beispiel: Der Diskurs über Klimawandel bestimmt, welche Ursachen und Maßnahmen als „wissenschaftlich gesichert“ gelten. Andere Deutungen, wie Klimawandel-Leugnung, sind sozial weniger legitimiert.

Während Michel Foucaults Diskursanalyse, zumindest im Rahmen seiner späteren Werkentwicklung, stärker auf Machtstrukturen und epistemische Brüche fokussiert, legt die WDA nach Keller mehr Wert auf empirische Untersuchungen und die soziale Konstruktion von Wissen durch bestimmte Akteure.

III. Methoden der WDA

Die WDA kombiniert qualitative und interpretative Methoden zur Analyse von Diskursen:

  1. Rekonstruktion von Diskursstrukturen

    • Welche Themen und Begriffe dominieren?

    • Wie sind bestimmte Narrative aufgebaut?

  2. Analyse von Akteurskonstellationen

    • Wer nimmt am Diskurs teil (z. B. Medien, Wissenschaft, Politik)?

    • Wer hat die Deutungshoheit?

  3. Untersuchung von Machtverhältnissen

    • Welche Meinungen sind hegemonial?

    • Welche Positionen werden ausgegrenzt?

  4. Historische Entwicklung von Diskursen

    • Wie haben sich Diskurse über die Zeit verändert (z. B. Wandel der Geschlechterrollen)?

  5. Untersuchung diskursiver Praktiken

    • Welche sprachlichen Mittel und Argumentationsmuster werden genutzt?

    • Welche Metaphern oder Narrative dominieren?

IV. Beispiele für Diskursanalysen im WDA
  • Migration & Integration: Welche Begriffe dominieren (z. B. „Flüchtlingskrise“ vs. „Willkommenskultur“)?

  • Gesundheit & Krankheit: Wie wird Depression oder Burnout gesellschaftlich konstruiert?

  • Technologie & Digitalisierung: Wie wird Künstliche Intelligenz als Chance oder Bedrohung beschrieben?

  • Corona-Pandemie: Welche Narrative gab es über Impfungen, Lockdowns oder Schutzmaßnahmen?

Ein Blick in den Werkzeugkasten der WDA

Eine umfassende Darstellung der • Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA) kann hier nicht geleistet werden. Stattdessen sollen hier unter einer mehr oder weniger subjektiven Perspektive einige Aspekte und Begriffe ausgewählt werden, die bestimmte Denkansätze und Analyseschwerpunkte repräsentieren, die in die WDA Eingang gefunden haben.

Adressaten dieser Ausführungen sind daher Leserinnen und Leser, die sich etwas mehr als nur einen ersten Eindruck von der Wissenssoziologischen Diskursanalyse verschaffen wollen, ohne sich ganz in die wissenschaftlichen Untiefen des Ansatzes begeben zu müssen.

Was wir hier bieten können, ist ein selektiver Blick in den Werkzeugkasten der Wissenssoziologischen Diskursanalyse.

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Aus dem Werkzeugkasten der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA)

Akteure

Deutungsmuster

Diskursarena

Diskursbegriff

Diskursfelder

Diskurskoalition

diskursive Praktiken

diskursiver Wandel

Dispositive

Dispositive der Diskursproduktion

Dispositive zur problembezogenen Weltintervention

Klassifikationen

implizite Akteure

Modellpraktiken

narrative Strukturen

Phänomenstrukturen

Plot

Spezialdiskurse

Sprecherinnen/Sprecher

Sprecherpositionen

story lines

Subjektfiguren

Subjektpositionen

Subjektivierungmuster

tatsächliche Subjektivierungsweisen

Aus dem Werkzeugkasten der Diskursanalyse (Foucault)

Allianzdispositiv der Souveränitätsmacht

Alltags- und bildungssprachlicher Diskursbegriff

Akteure

Analyse von Dispositiven

Archäologische Methode zur Analyse der Wissensordnungen (Episteme)

Archäologisches Vorgehen

Archiv

Aussage(n)

Aussagensystem

Ausschlussmechanismen

Autor

Biopolitik

Biomacht

Diskursbegriff

Diskursexterne Ausschlussprozeduren

Diskursive Praktiken

Diskursiver Wandel

Diskursive Ereignisse

Diskursive Formation

Diskursspezifisches Wissen

Diskurs über Geschlechterbinarität

Dispositiv

Dispositivanalyse

Dispositive der Macht

Dispositiv vom "guten" Amerikaner

Disziplinarmacht und Disziplinargesellschaft

Einzeltextanalyse

Episteme

Genealogie
Gesagtes und Ungesagtes

Gesetzesmacht

Gouvernementalität

Grunddimensionen des diskursiven Regelsystems

Hermeneutischer Zirkel

Horizontverschmelzung

Juridisch-diskursive Machtkonzepte

Klassifikationen

Kontrollgesellschaft

Materialität von Aussagen

Macht-Wissens-Komplexe

Macht und Herrschaft

Medialiät der Diskurse

Normalisierungsmacht

Oberfläche

Polymorphe Techniken der Macht

Praxen

Produktive Seite der Macht

Repressionshypothese

richtiges/falsches Bewusstsein

Sagbarkeitsregeln

Schicht des konstitutiven historischen Wissens

Schwelle der Epistomologisierung

Souveränitätsmacht

Wissen und Ideologie

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.08.2026

  

 
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