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Strukturbegriffe für die schulische Erzähltextanalyse

ABC der wichtigsten Strukturbegriffe

 
FAChbereich Deutsch
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Literatur:▪ Autorinnen und Autoren Gattungen Erzählende Texte Strukturen von Erzähltexten Strukturbegriffe der Erzähltextanalyse Überblick Auswahl (Zusammenstellungen wichtiger Strukturbegriffe) Alles auf einen Blick: Sammelsurium Strukturbegriffe der älteren Erzähltheorie Strukturbegriffe der neueren Erzähltheorie [ Strukturbegriffe für die schulische Erzähltextanalyse Didaktische Aspekte ABC der Strukturbegriffe ] WIE WIRD ERZÄHLT? (Zeitgestaltung, Distanz, Perspektiven ...) WAS WIRD ERZÄHLT? (Handlung, erzählte Welt, Figur, Raum) Bausteine Formen erzählender Texte  Dramatische Texte Lyrische Texte Literarische Zweckformen  ▪ Literaturgeschichte Motive der Literatur Grundlagen der Textanalyse und Interpretation Literaturunterricht Schreibformen ▪ Analyse und Interpretation von Erzähltexten in der Schule Operatoren im Fach Deutsch

Die wichtigsten Strukturbegriffe für die schulische Erzähltextanalyse im Überblick

Die nachfolgende Aufstellung stellt die für den schulischen Literaturunterricht wichtigsten Strukturbegriffe für die ▪ Analyse von Erzähltexten in der Schule (S II) in alphabetischer Ordnung zusammen. Eine systematisch gegliederte Auswahl ist in Vorbereitung.

Die Begriffe entstammen unterschiedlichen Ansätzen der älteren und neueren Erzähltheorie. Daraus ergeben sich zwangsläufig Überschneidungen und auch die Abgrenzung der Begriffe voneinander kann im Einzelfall schwierig sein. Das liegt in der Natur der Sache.

Mit den hier zusammengestellten Begriffen lassen sich Erzähltexte analysieren und beschreiben. Als Erzähltextanalyse fungieren sie als Voraussetzung und Hilfe zur ▪ Interpretation von Erzähltexten (epischen, narrativen Texten) in der Schule. (s. auch Didaktische Aspekte)

So nutzt man das ABC der erzähltechnischen Strukturbegriffe
  • Das Glossar listet die Strukturbegriffe in alphabetischer Reihenfolge auf.

  • Die Strukturbegriffe (Fachtermini) werden möglichst verständlich erklärt. Fachbegriffe der erzählwissenschaftlichen Beschreibungssprache dann verwendet, wenn dies erforderlich ist. Auf überflüssige "Begriffshuberei" wird verzichtet.

  • Die Strukturbegriffe sind als Textlinks mit den entsprechenden Einträgen im umfassenden Glossar "Fachbegriffe für den Deutschunterricht" verlinkt.

  • Sind Strukturbegriffe oder andere Begriffe mit ▪ gekennzeichnet, führt der entsprechende Textlink zu einer ausführlicheren Darstellung in einem Arbeitsbereich von teachSam.

Das Glossar befindet sich derzeit im Aufbau!

A

Bewusstseinsbericht:

B

C

D

E

Erzählte Zeit: Dauer (Zeitrahmen) der Geschichte, die in einem Erzähltext erzählt wird

Erzählgeschwindigkeit: Bez. für die durch das jeweilige Verhältnis von Erzählzeit (= Anzahl der Seiten des Erzähltextes) und der erzählten Zeit (Dauer, Zeitrahmen der erzählten Geschichte) Eigenschaft eines Textes; auf der Erzählgeschwindigkeit beruht, ob eine Erzählung oder bestimmte Teile einer Erzählung zeitdeckend, zeitraffend oder zeitdehnend erzählt wird; in einem "normalen" Erzähltext wechselt die Erzählgeschwindigkeit immer wieder;

Erzählperspektive:


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Erzähltext: Texte, die einen zeitlichen Verlauf (Ereignisse, Geschehen) darstellen und von einem Erzähler oder einer Erzählinstanz dargeboten werden (auch: epischer Text)

Erzählte Figurenrede: Bez. für eine Form des Erzählens, bei dem der Erzähler, das, was eine Figur sagt, nicht wörtlich, sondern aus größerer Distanz in geraffter Form erzählt; also: keine wörtliche Rede wie sie bei der zitierten Figurenrede verwendet wird; oft wird in den Erzählerbericht eingebettet, worum es in einem Gespräch geht, z. B. Sie diskutierten lange, wie man gegen die Beschimpfungen, denen sie im Internet ausgesetzt waren, vorgehen sollten; oft auch nur durch den Sprechakt ausgedrückt, z. B. Sie plauderten die halbe Nacht angeregt miteinander.

Erzählte Gedankenrede: (analog zur erzählten Figurenrede) Was eine Figur denkt, ohne es auszusprechen, wird vom Erzähler nicht wörtlich, sondern aus größerer Distanz in geraffter Form erzählt; also: keine wörtliche Rede, die bei der zitierten Gedankenrede verwendet wird; oft wird in den Erzählerbericht eingebettet, was eine Figur denkt, z. B. Sie dachte lange darüber nach, ob sie ihm noch vertrauen konnte. (= auch als Gedankenbericht bezeichnet)oft auch nur durch den Sprechakt ausgedrückt, z. B. Am liebsten legte er sich mittags aufs Sofa und grübelte vor sich hin.

Erzählzeit: Länge eines Textes (ausgedrückt in Seiten und Zeilen), die das Erzählen einer Geschichte bzw. einzelner Teile der Geschichte benötigt;

F

G

Gedankenbericht: (auch in etwa Gedankenrede) allg. Wiedergabe unausgesprochener Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühle einer Figur durch den Erzähler (Innensicht); unterscheidbar als erzählte Gedankenrede und als zitierte Gedankenrede

Gedankenbericht
1. Form des Erzählerberichtes i. w. S.; auch: psycho-narration (Cohn 1978) ; 2. in der neueren Erzähltheorie unterschieden in a) Formen, bei denen der Erzähler im narrativen Modus darbietet, was eine Figur denkt oder fühlt (= erzählte Gedankenrede) und b) Formen, bei denen der Erzähler im dramatischen Modus (mimetischer Modus) das Gedachte in Form der grammatischen ▪ direkten Rede (mit oder ohne Markierungen durch Anführungszeichen) darbietet und dies in der Regel mit einem verbum dicendi (denken, überlegen, nachsinnen, durch den Kopf gehen, ...) signalisiert (= zitierte Gedankenrede); - vgl. Erzählerbericht, Redebericht, psycho-narration, stumme Rede, Gedankenrede, zitierte Gedankenrede, erzählte Gedankenrede,
Beispiel: a) Emil legte sich ins Gras und grübelte darüber nach, was er gerade erlebt hatte. b) Kein Wunder, dachte sie, hat er mir die ganze Zeit vorgemacht, dass er länger im Büro bleiben muss. Wie konnte ich bloß so blöd sein?

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Y

Z

Zitierte Figurenrede: Form der Figurenrede, bei dem der Erzähler, das, was eine Figur sagt, wörtlich in Gestalt der grammatischen ▪ direkten Rede (mit oder ohne Markierungen durch Anführungszeichen) wiedergibt; meistens mit einem ▪ Verb des Sagens (verbum dicendi) markiert, z. B. "Also doch", sagte sie und wurde laut: "Das hat hat gerade noch gefehlt!"

Zitierte Gedankenrede (auch: Gedankenzitat): (analog zur zitierten Figurenrede) Was eine Figur denkt, wird vom Erzähler wörtlich in Gestalt der grammatischen ▪ direkten Rede (mit oder ohne Markierungen durch Anführungszeichen) wiedergegeben; meistens mit einem ▪ Verb des Sagens (verbum dicendi) markiert, z. B. Jetzt isst er die Kirschen auf, die für mich sind, dachte er. Dabei habe ich das Fieber. (Wolfgang Borchert, Die Kirschen)

 Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 05.10.2020

 
 

 
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