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Erzählerbericht und Figurenrede (Ältere Erzähltheorie)

Überblick

« Strukturbegriffe der Erzähltextanalyse Wie wird erzählt?Darstellung von Rede und mentalen Vorgängen

 
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Erzählerbericht und Figurenrede (ältere Erzähltheorie)
Überblick
Kurzinfo
Erzählerbericht i. w. S.
Figuren-/Personenrede

Die ältere Erzähltheorie (auch ähnlich: traditionelle Erzähltheorie) orientiert sich bei den Darbietungsformen des Erzählens an der auf »Eberhard Lämmert (1924-2015) in seinen "Bauformen des Erzählens" (1953/1955) zurückgehenden Unterscheidung in Figuren-/Personenrede einerseits und Erzählerbericht andererseits.

Diese Unterscheidung wird auch so in den Arbeiten von »Hans-Werner Ludwig (geb. 1934) (z. B. Arbeitsbuch Romananalysen 1982) und »Jochen Vogt (geb. 1943) (z. B. Aspekte erzählender Prosa, 7. neubearb. Auf., 1990) vorgenommen und ist bis heute im schulischen Literaturunterricht aus verschiedenen Gründen weit verbreitet

Die Darbietungsformen des Erzählens lassen sich mit der nachfolgenden Mind-Map-Übersicht darstellen:


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Wenn man das Kriterium der Redewiedergabe zur systematischen Ordnung der Darbietungsformen heranzieht, gehören direkte Rede, indirekte Rede, erlebte Rede, innerer Monolog, Bewusstseinstrom und der Redebericht, mit dem der Erzähler, meist in geraffter Form und mit kommentierenden Einmischungen versehen, die Rede einer Figur losgelöst von deren Wortlaut wiedergibt, in eine Gruppe. (vgl. Fricke/Zymner 1993). 

Verwendet man dagegen die herkömmliche Unterscheidung Figuren-/Personenrede auf der einen und Erzählerbericht i. w. S. auf der anderen Seite, dann gehört der Redebericht- und analog dazu auch der Gedankenbericht - zum Erzählerbericht (vgl. Vogt 1990, S.157).

Bei der Figuren- bzw. Personenrede wird das erzählte Geschehen durch Äußerungen oder Gedanken einer oder mehrerer Figuren vermittelt. Dies erfolgt auf verschiedene Art und Weise: •  direkte Rede, • indirekte Rede, • erlebte Rede, • innerer Monolog oder • Bewusstseinsstrom.

Der Redebericht nimmt eine gewisse Mittelstellung ein. Einerseits kann er, sofern er raffend und kommentierend ausfällt, dem Erzähler zugeordnet werden. Insofern ist er eine Form des • Erzählerberichtes. Andererseits wird damit Rede einer Figur wiedergegeben. Dadurch rückt der Redebericht in die Nähe der Figurenrede.

Man kann das, was von Figuren in einem epischen Text "gesagt" wird, auch danach unterscheiden, um welche Redeform es sich handelt. 

 Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 18.04.2025

   
 

 
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