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Figuren- bzw. Personenrede

Tabellarischer Überblick


Bei der Darbietungsform Figuren- bzw. Personenrede wird das erzählte Geschehen durch Äußerungen oder Gedanken einer oder mehrerer Figuren vermittelt.

Formen der Figurenrede im epischen Text

Beispiel Figurenrede Merkmale der Figurenrede Grammatische Form
Er sagte: „Ich muss sie treffen! Ich darf nicht wieder zu spät kommen!“
Direkte Rede
1./2. Person Indikativ
Er sagte, er müsse sie treffen; er dürfe nicht wieder zu spät kommen.
Indirekte Rede
  • erzeugt Distanz zum erzählten Geschehen

  • Erzähler wird als Vermittler des Geschehens deutlich erkennbar

  • Wirkung: berichtend, mittelbar, distanzierend

  • häufig zu finden bei Verwendung der auktorialen Erzählperspektive (Erzählhaltung, Erzählsituation)

3. (1.=1.) Person Konjunktiv I bzw. ersatzweise Konjunktiv II
Er musste sie treffen. Sofort. Durfte nicht wieder zu spät kommen.
Erlebte Rede
3. Person Indikativ Präteritum
Hoffentlich treffe ich sie. Bloß nicht wieder zu spät kommen.
Innerer Monolog
  • reine Wiedergabe von Gedanken der Figur

  • eine Art stilles Selbstgespräch

  • Erzähler tritt hinter die Figur zurück

  • unmittelbares Mitfühlen mit der Figur

1. (2.=1.) Person Indikativ Präsens
Sie. Einfach nur sie. Schnell, schnell. Was gucken die denn so blöd, FORD - DIE TUN WAS, nur nicht zu spät, bloß das nicht.
Bewusst-
seinsstrom
  • unmittelbar protokollhafte Wiedergabe von Bewusstseinsinhalten: Gedanken, sinnlichen Wahrnehmungen, Äußerungen des Unterbewussten und der Wirklichkeit

  • fast suggestive Unmittelbarkeit

1. Person Indikativ Präsens

Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

                    
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