Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

In Uniform gegen den Markenwahn

Inhaltsangabe und strukturierte Textwiedergabe


Die Textwiedergabe zu dem Text "In Uniform gegen den Markenwahn" von Gert Egle (2008) kann auf zwei verschiedene Art und Weise gestaltet werden, nämlich
Inhaltsangabe Strukturierte Textwiedergabe
Jugendliche in Deutschland begegnen Schuluniformen solange mit nur wenig Vorbehalten, wenn sie nicht gänzlich unmodisch sind. Manchmal dürfen sie auch bei der Zusammenstellung der Stoffe und Textilien mitbestimmen. Doch hat diese Mitbestimmung auch ihre Grenzen. Dies betont auch Dirk Vollhammer, der Leiter eines Gymnasiums am Bodensee, der "bauchfrei" zu tragende Kleidung als Peep-Show ablehnt. Wie andere Pädagogen meint er, man könne mit Schulkleidung der Sexualisierung der Mädchenmode wirksam entgegenwirken. Andere Pädagogen sehen in der Schulkleidung eine Möglichkeit, dem Markenwahn einen Riegel vorzuschieben, der vor allem die finanziell nicht so ausgestatteten Schülern, das Leid des Konkurrieren-Müssens mit Markenklamotten erspart. Auch wenn das kein Allheilmittel gegen Markenwahn und Markenmobbing sei, setzt sich der Verfasser doch eindeutig dafür ein. Allerdings können seiner Ansicht nach auch Schuluniformen soziale Unterschiede nicht einfach vom Tisch fegen. Und selbst dort, wo sie eingeführt seien, machten z. B. angesagte Apple-Produkte wie iPhone oder iPad schnell wieder klar, wer sich etwas leisten könne und wer nicht. Dazu kommt nach Ansicht des Verfassers ein weiteres Problem: die Finanzierung der Schuluniformen, die von vielen Eltern eben auch nicht so ohne weiteres gestemmt werden kann.

 

Der Verfasser behauptet, dass Jugendliche von vornherein keine größeren Vorbehalte gegen Schuluniformen haben. Als Beleg lässt er eine Schülerin zu Wort kommen, die sich nur gegen einen altmodischen Stil verwehrt. Aus solchen Gründen, fährt er fort, gäbe es dort, wo in Deutschland Schuluniformen eingeführt würden, durchaus Bereitschaft, die Schulkleidung modisch aufzupeppen. Hinzukomme, dass man bei der Auswahl der Textilien häufig sogar die Schüler mitentscheiden lasse, was zu seiner Zeit - er ist wohl in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts aufgewachsen - undenkbar gewesen sei. Der Autor spricht sich mit mehreren Argumenten für die Einführung von Schuluniformen an deutschen Schulen aus. Sein erstes Argument besagt, eine einheitliche Schulkleidung könne bis zu einem gewissen Grad der Sexualisierung der Mädchenmode, die mit ihrem "Bauchfrei-Stil" auch vor der Schultüre nicht haltmache, entgegenwirken. Als zweites Argument sieht er die Chance mit Hilfe von Schuluniformen dem weit verbreiteten "Markenwahn", einen Riegel vorzuschieben, der Schülerinnen und Schüler zwinge, sich immer die aktuellen und angesagten Markenklamotten zu tragen, wenn sie sich nicht minderwertig fühlen wollten. Auch wenn er einräumt, dass die Schule gegen den Markenwahn allein nicht viel bewirken könne, setzt er sich doch entschieden für die prinzipielle Geltung dieses Arguments in der Schule ein. Das dritte Argument, dass der Verfasser anführt, besteht in der Behauptung, dass in Schulen, die Schuluniformen eingeführt hätten, ein insgesamt besseres Lernklima herrsche, was sich in einem größeren Lernerfolg und am konzentrierteren Arbeiten der Schüler ablesen lasse. Solche Aussagen, so behauptet er, ohne die Quellen allerdings anzugeben, seien wissenschaftlich belegt und von Lehrkräften in Deutschland, die erste Erfahrungen mit Schuluniformen gemacht hätten, bestätigt worden. Dass in einem solcherart positiv geprägten Lernklima, sich auch das Zusammenhgehörigkeitsgefühl und die Solidarität der Schüler verbessere, ist sein viertes Argument, mit dem er sich auf nicht näher bezeichnete Erfahrungen in den USA beruft. Und als fünftes Argument sieht der Autor die positiven Wirkungen, die das Tragen von Schuluniformen für die Schüler selbst brächten. Sie könnten, so behauptet er erneut unter Berufung auf US-Erfahrungen, ihr Selbstwertgefühl und ihre Achtung vor sich selbst, verbessern. So ergibt sich für den Verfasser aus diesen Argumenten nur eine Schlussfolgerung, nämlich für die Einführung von Schuluniformen zu plädieren, zumal alle Argumente zusammengenommen zeigten, dass dadurch auch die Chance zur Entwicklung einer Schulkultur eröffnet würde, die Lernen in einem förderlichen Klima gegenseitigen Vertrauens zwischen Lehrerinnen und Lehrern auf der einen und Schülerinnen und Schülern auf der anderen Seite ermögliche.
Für den Autor steht fest, dass die berechtigten Einwände der Eltern hinsichtlich der Finanzierung von Schuluniformen gemacht würden ...

  Gert Egle, www.teachsam.de, 29.09.2013
 

 
   Arbeitsanregungen:
  1. Vergleichen Sie die beiden Formen der Textwiedergabe zu Gert Egles Text »In Uniform gegen den Markenwahn«  miteinander und arbeiten Sie die Unterschiede heraus.

  2. Zeigen Sie, auf welche Textpassagen des Originaltextes sich die beiden Textwiedergaben beziehen.

  3. Führen Sie jede der beiden unter Befolgung der von Ihnen ermittelten Unterschiede fort.
     

                  
Kurzversion ] Bausteine ]
        

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de