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In Uniform gegen den Markenwahn

Strukturierte Textwiedergabe

Kurzversion des Textes


In dem Kommentar "In Uniform gegen den Markenwahn" von Gert Egle, der auf der Webseite www.teachsam.de am 9.11.2008 erschienen und vom Autor zuletzt am 29.09.2013 bearbeitet worden ist, geht es um das Thema Schuluniformen in Deutschland. Dargestellt werden die Vor- und Nachteile bei einer möglichen Einführung von Schuluniformen an deutschen Schulen. Der Autor greift mit seinem Beitrag in eine immer wieder aufkeimende, öffentlich geführte Debatte ein und richtet seine Ausführungen an die interessierte Öffentlichkeit, insbesondere wohl an Lehrkräfte und Eltern.
Gert Egle leitet seine Ausführungen mit einem Blick auf andere Länder ein, in denen Schuluniformen zum normalen Schulalltag gehören, und verweist damit darauf, dass in Deutschland, bis auf wenige Ausnahmen, Schulkleidung nicht üblich sei.
Im daran anschließenden ersten Sinnabschnitt des Textes führt der Verfasser als maßgeblichen Grund für die in Deutschland verbreitete Abneigung gegenüber Schulkleidung die Erfahrungen der älteren Generation an, die in der Vergangenheit in den Diktaturen des Nazi- und des SED-Regimes schlechte Erfahrungen mit uniformierten Jugendlichen gemacht hätten.
Jugendliche von heute, so behauptet Gert Egle im anschließenden Sinnabschnitt, hätten indessen von vornherein keine größeren Vorbehalte gegen Schuluniformen, vorausgesetzt, sie seien, wie er eine Schülerin zu Wort kommen lässt, nicht so altmodisch. Dies hätten sich auch die wenigen Schulen mit Schulkleidung zu eigen gemacht, die ihre Schülern weitgehende Mitspracherechte eingeräumt hätten. Der Autor fordert allerdings, dass die Schuluniformen nicht jeden modischen Trend mitmachen sollten. Auch wenn er die Einschätzung mancher Pädagogen nicht teile, wonach eine einheitliche Schulkleidung der zunehmenden Sexualisierung der Mädchenmode entgegenwirken könne, behauptet er doch, dass Schuluniformen der inzwischen auch von vielen Schülern als lästig empfundenen Konkurrenz mit Markenkleidung in der Schule einen gewissen Riegel vorschieben können. Er hält daran fest, auch wenn er einräumt, dass dies keineswegs ein Patentrezept gegen Markenwahn und Markenmobbing an der Schule sei.
Den nächsten Sinnabschnitt, indem sich der Autor mit weiteren Argumenten zum Thema auseinandersetzt, beginnt er daher auch mit der ausdrücklichen Warnung, von Schuluniformen die Einebnung sozialer Unterschiede in der Schule zu erwarten. Angesichts der Tatsache, dass andere Markenartikel wie Smartphones u. ä. längst zur normalen Ausstattung von Schülern gehörten, verweist er derartige Hoffnungen in den Bereich von Märchen. Ein weiteres Argument gegen die These von der Einebnung sozialer Unterschiede sieht er darin, dass sich sozial schwache Eltern ohne beträchtliche finanzielle Unterstützung des Staates teure Schuluniformen überhaupt nicht leisten könnten.
Zugleich versteht er dieses Argument aber auch als eine Aufforderung an den Staat, sich angesichts der Vorteile von Schuluniformen stärker zu engagieren. Dafür sprechen nach Ansicht des Autors weitere wichtige Argumente, die er, ohne die Quellen zu nennen, als wissenschaftlich belegt ansieht. Ganz allgemein spräche für die Einführung von Schuluniformen die davon beeinflusste Verbesserung des Schulklimas und der Lernkultur an den Schulen. Dies sei, so begründet er unter Berufung auf diese Quellen, u. a. den Tatsache geschuldet, dass Schuluniformen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schülerinnen und Schüler steigerten und das Selbstwertgefühl der Schüler erhöhten.
Im letzten Sinnabschnitt weist Gert Egle, für den die Vorteile von einheitlicher Schulkleidung überwiegen, noch einmal darauf hin, das Thema nicht mit falschen Erwartungen zu überfrachten und für unterschiedliche Ziele zu instrumentalisieren. So steht für ihn fest, dass Schuluniformen kein Konzept gegen Schwächen des deutschen Bildungssystems, z. B. die Benachteiligung von Ausländerkindern, darstelle und auch kein Mittel zur Herstellung von Disziplin an den Schulen sei.
 
 
   Arbeitsanregungen:
  1. Untersuchen Sie, wie die vorstehende strukturierte Textwiedergabe den inhaltlichen Aufbau des Textes (→Kurzversion des Textes) beschreibt.

  2. Unterstreichen sie alle Formulierungen, mit denen der Gedankengang oder die argumentativen Strukturen des Textes beschrieben werden.

  3. Arbeiten Sie heraus, welche verschiedenen Formen der indirekten Wiedergabe in der strukturierten Textwiedergabe verwendet werden.

  4. Zeigen Sie am Originaltext auf, welche Informationen keinen Eingang in die strukturierte Textwiedergabe gefunden haben.

  5. Überlegen Sie, welche Gesichtspunkte als Erörterungsansätze für eine Texterörterung in Frage kommen könnten.
     

                  
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Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de