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In Uniform gegen den Markenwahn

Eine Diskussion über Schuluniformen


  In dem folgenden frei erfundenen Dialog über Schuluniformen bringen die Gesprächsteilnehmer Argumente für und gegen Schuluniformen vor.
 
1 Peter Ich finde, jeder Schüler sollte Schuluniformen tragen. Der dauernde Konkurrenzdruck wegen der Klamotten ist doch einfach zu groß.
2 Claudia Schuluniformen sehen doch immer absolut bekloppt aus.
3 Peter Quatsch! Da brauchst du nur mal angucken, wie Schuluniformen in den USA aussehen. Nein, ich finde Schuluniformen einfach cool. Schuluniformen können es mit den Markenklamotten durchaus aufnehmen.
4 Claudia Es gibt aber viele, denen gefallen die Markensachen einfach besser. Hast du überhaupt eine Ahnung, wie teuer Schuluniformen sind? Da werden manchmal völlig überzogene Preise verlangt.
5 Peter Dann muss der Staat halt Zuschüsse geben.
6 Claudia Für Millionen von Schülern!
7 Peter Klar, warum nicht? Und dann nehmen die Schüler die Schule auch wieder richtig ernst.
8 Claudia Das funktioniert doch nicht einmal in unserer Klasse! Und dafür möchte ich mich nun wirklich nicht in Schuluniformen zwängen.
9 Peter Sonst zwängst du dich doch auch in jede Markenhose. Außerdem schafft das auch ein Wir-Gefühl an unserer Schule.
10 Claudia Und dafür kloppen wir uns dann mit denen, die von einer anderen Schule sind. Schuluniformen sollen uns doch bloß den Lehrern gegenüber unterwürfig machen. Sollen die doch mal damit anfangen, sich ordentlich anzuziehen.
11 Peter Dann sollen die Lehrer halt auch Anzüge und so anziehen, wenn sie in die Schule kommen.
12 Claudia Mich bringt jedenfalls niemand dazu, Schuluniformen anzuziehen. Wenn ich mir vorstelle, wie wir Mädchen da bis oben geschlossen in der Rüschenbluse zum Klassenfoto antreten! Bauchfrei ade!

(vgl. auch das Beispiel bei Bayer 1999, S.151ff.)
 

 
   
   Arbeitsanregungen:
  1. Arbeiten Sie die Argumente der Gesprächsteilnehmer heraus und ordnen Sie diese nach Pro- und Contra-Argumenten.

  2. Ordnen Sie diese Argumente nach dem Prinzip "Das Wichtigste zuletzt".

  3. Formulieren Sie je zwei Pro- und Contra-Argumente in Form der erweiterten Argumentation.

  4. Stellen eines der Argumente mit dem Toulmin-Modell der Argumentation dar.

vgl. auch: Analyse von Alltagsargumentationen - Argumentationsdiagramm

 
      
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