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Beim Erörtern werden
1. Texterörterung und Problemerörterung Die Unterschiede zwischen der Problemerörterung und der Texterörterung beruhen auf der Problemstellung. Während bei der Problemerörterung im Allgemeinen das zu erörternde Problem im Thema bzw. der Themenstellung mehr oder minder präzise formuliert ist, muss die Problemstellung bei der Texterörterung aus einem vorgegebenen Text ermittelt werden.
2. Der komplexe Weg zur Texterörterung Im Mittelpunkt der Texterörterung steht ein mehr oder minder langer Text, der in der Regel Aussagen zu einem Problem oder problematischen Sachverhalt enthält. Natürlich kann ein Text auch mehrere, sogar verschiedene Probleme behandeln. Ehe man sich mit den Aussagen eines Textes kritisch befassen kann, muss man daher zunächst einmal das Kernproblem bzw. die Hauptprobleme erfassen, mit denen sich der Text befasst. Dazu ist zunächst eine grundsätzliche Betrachtung dieser Frage nötig. Wer
einen Text erörtern will, muss wissen:
3. Texterörterung als kritische Auseinandersetzung mit einem Text Die Texterörterung verlangt eine argumentative Auseinandersetzung mit den Aussagen eines vorgegebenen Textes. Diese argumentative Auseinandersetzung sich auf verschiedene Aspekte, Gegenstände oder Gegenstandsbereiche beziehen. Im Zuge der kritischen Auseinandersetzung mit dem Text können dabei wichtig sein:
Im Rahmen der Texterörterung gibt man also eine Stellungnahme ab. Dabei kann man drei verschiedene Formen der Stellungnahme unterscheiden: Was sich auf den ersten Blick recht einfach anhört (zustimmen, einschränken, ablehnen), entpuppt sich nicht selten als handfestes Problem. Mitunter ist es nämlich gar nicht so einfach, geeignete Erörterungsansätze zu finden. Die genaue Texterfassung, u. a. mit Hilfe einer Aussagenliste und/oder die Beantwortung von Leitfragen zu verschiedenen Erörterungsaspekten können hier eine große Hilfe sein. Um eine überzeugende kritische Auseinandersetzung mit einem Text zu leisten, sollte man sich, sofern dies die Problemfrage zulässt, für eine Erörterungsstrategie entscheiden. Damit legt man fest, ob man hauptsächlich mit den in einem Text selbst gemachten Aussagen beschäftigen will (textimmanentes Erörtern) oder das im Text behandelte Problem in einen größeren Zusammenhang stellen will (texttranszendierendes Erörtern). 4. Texterörterung als komplexe Arbeitsaufgabe Insgesamt betrachtet ist die Texterörterung eine sehr komplexe Arbeitsaufgabe. Eine Vorform dazu stellt der kommentierende Leserbrief dar, der aber keine vom Anspruchsniveau vergleichbare schulische Schreibform darstellt. Die Texterörterung verlangt u. a. :
Darüber hinaus gehören das sichere Beherrschen der indirekten Wiedergabe und der Regeln zum korrekten Zitieren zu den für diese Schreibform besonders wichtigen Grundlagen. |
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