Home
Nach oben
Zurück
 

 

Lineare Erörterung

Die Arbeitsaufgabe


Von den beiden Typen der Problemerörterung lässt sich die lineare Erörterung immer als eine Ergänzungsfrage auffassen und ein lineares Thema ist auch meisten so gestellt. Die Ergänzungsfrage wird in der Regel als die W-Frage (was, warum, weshalb, welche…) formuliert.
 


 

Bei der linearen Erörterung kann aber auch ein als Arbeitsanweisung formuliertes Thema die Bearbeitung einer Sachfrage beinhalten. Dieses  lässt sich zu einer oder zu mehreren Ergänzungsfragen umformulieren.
Ferner kann das jedes Erörterungsthema aus mehreren Bestandteilen bestehen (mehrteilige Arbeitsanweisung). Es kann im Falle des linearen Typs

  • mehrere Ergänzungsfragen beinhalten,

  • kann aus Frage(n) und Arbeitsanweisung bestehen oder

  • kann aus einem vorangestellten Zitat, einer vorangestellten Aussage und nachfolgender Arbeitsanweisung und / oder Ergänzungsfragen bestehen.

Zittathema als Sonderfall

Ein lineares Thema mit einem vorangestellten Zitat oder einer ein- bzw. hinführenden Aussage muss besonders genau erschlossen werden. "Zitatthemen", wie diese Erörterungsthemen häufig genannt werden, kommen bei beiden Erörterungstypen vor. Deshalb muss man besonders aufpassen.

Ein sog. Zitatthema des linearen Typs betrachtet das, was im Zitat ausgedrückt wird, wegen der mit dem Thema kooperierenden Schreibrolle als unstrittig. Die Verwendung eines Zitates in einem linearen Erörterungsthema dient zunächst einmal der Illustration des zu behandelnden Sachverhaltes und lenkt das Augenmerk auf einen oder mehrere besonders wichtige Aspekte dieses Sachverhaltes.
Aus diesem Grund müssen sowohl Inhalt als auch  Aussage des Zitats in die Erörterung miteinbezogen werden. Nicht selten folgt dem Zitat eine Arbeitsanweisung, die die Richtung auf die eigentliche lineare Themafrage weist. Diese herauszuarbeiten und zu formulieren geschieht im ersten Arbeitsschritt bei der so genannten Betrachtung und Erschließung des Themas.

Die Bewältigung der Schreibaufgabe

Im Rahmen eines produktorientierten Schreibprozesses, bei dem,  z.B. im Rahmen einer Klassenarbeit oder Klausur, jeder Schreiber für sich im Rahmen einer bestimmten Zeitvorgabe einen Aufsatz niederschreiben muss, kann man den für das Erörterungsformat allgemein vorgeschlagenen 5 Arbeitsschritten folgen. Dabei ist natürlich auch klar, dass jeder →Schreibprozess komplexer angelegt ist, als dies in diesen Arbeitsschritten dargestellt ist. So stellen sie auch nur ein Angebot dar, das jeder mit seinen eigenen Schreibstrategien abgleichen muss. Insgesamt werden beim erörternden Schreiben natürlich eine Vielzahl von →Kompetenzen  gefördert und vorausgesetzt.

Im Unterricht, aber auch in der Arbeit als Einzelperson, ist es dabei vor allem hilfreich, nicht stets in der Formulierung eines gesamten Aufsatzes das Schreibziel von Übungen zum erörternden Schreiben zu sehen. So können z. B. mit Schreibateliers oder Schreibkonferenzen im Rahmen eines schrittweise kooperativ gestalteten Schreibprozesses einzelne Arbeitsschritte immer wieder einmal trainiert werden, die irgendwann in die Abfassung eines Aufsatzes als Ganzes münden.

Besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der Bewältigung der Arbeitsaufgabe hat dabei auch die Erstellung einer Arbeitsgliederung für die dialektische Erörterung. (→Gliederungsformen a) Buchstaben-Ziffern-System b) Dezimalklassifikationssystem)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 11.01.2017

                          

Überblick ] Linear ] Dialektisch ]

                                 

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de