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Erörtern bedeutet im schulischen
Verwendungszusammenhang die Abfassung eines Aufsatzes, der sich mit einem Problem
auseinandersetzt.
Beim Erörtern werden
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Sachverhalte dargestellt,
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Begriffe voneinander
unterschieden,
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entgegengesetzte Meinungen
einander gegenübergestellt,
-
Stellungnahmen abgegeben und
Urteile gefällt.
Der Ausgangspunkt einer Erörterung kann ein bezeichnetes Problem /
Sachverhalt, ein Zitat oder ein Text sein. Man unterscheidet

- Bei der
Problemerörterung
geht das Erörtern von einem in Frage- oder Aussageform bezeichneten
Problem aus. Manchmal stellt auch ein Zitat den Ausgangspunkt einer freien
Erörterung dar. Diese Form der Erörterung wird auch freie oder
textungebundene Erörterung genannt. Früher sprach man auch vom
Besinnungsaufsatz.
- Die
Texterörterung geht im Unterschied dazu von einem vorgegebenen
Text aus, der inhaltlich erfasst und in seinem argumentativen Aufbau
beschrieben werden muss, ehe Aussagen des Textes erörtert werden. Die
Texterörterung wird auch textgebundene Erörterung genannt.
Problemerörterung oder Sacherörterung?
Die Verwendung der Begriffe zur Bezeichnung der
schulischen
Schreibform der Problemerörterung ist nicht einheitlich. Sie
unterscheidet sich in den deutschsprachigen Ländern wie auch in den
einzelnen Bundesländern in Deutschland. Feststeht nur, dass man heutzutage
aus begreiflichen Gründen nicht mehr vom Besinnungsaufsatz spricht.
Der Begriff Problemerörterung wird mitunter auch in Abgrenzung zur so genannten
Sacherörterung verwendet.
Die in diesem Sinne eng verstandene Problemerörterung zielt so auf die
Erörterung von Problemen, die ein klares Sach- und Werturteil verlangen.
Die Sacherörterung befasst sich dann mit der schriftlichen Diskussion von
Sachverhalten, an deren Ende ein begründetes Sachurteil steht.
Problemerörterung und Sacherörterung stellen schließlich zusammen die zwei Grundformen der
freien Erörterung dar. Dieser Unterscheidung wird hier allerdings
nicht gefolgt, zumal diese Unterscheidung recht künstlich und in der
Praxis nur wenig hilfreich ist.
Für das Verständnis der Arbeitsaufgaben bei der
Problemerörterung ist allerdings wichtig, dass man sich die
Unterschiede
zwischen dem schriftlichen und mündlichen Argumentieren vor Augen
hält.
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