Problemerörterung

Sprachliche Gestaltung


  An die sprachlich-stilistische Gestaltung einer Problemerörterung werden bestimmte Anforderungen gestellt. Auch wenn diese mitunter umstritten sind, liegt der Kern der Kontroverse weniger in der diesem Bereich als in der ihr zugrunde liegenden Schreibhaltung, die Probleme und Sachverhalte
  • eine sachlich "richtige" und angemessene darstellen soll

  • ausgewogen und um Objektivität bemüht beurteilen soll

  • frei von persönlichen Vorurteilen reflektieren soll

Das dabei die Gefühle, damit die affektiven Bedingungen des Denkens und Urteilens ein gut Stück auf der Strecke bleiben, ist gewollt und hat in der Problemerörterung Methode. Sie kommen in anderen erörternden schulischen Schreibformen, wie z. B. dem kommentierenden Leserbrief oder auch der einfachen Stellungnahme eher zu ihrem Recht.

Die sprachlich-stilistische Gestaltung einer Problemerörterung sollte im Allgemeinen die folgenden Merkmale aufweisen.

Sprache und Stil sollen

  • sachlich und nüchtern wirken

  • eine bei der Darstellung der Sachverhalte distanzierte, nicht von eigenen (Vor-)Urteilen durchzogene Haltung zum Problem bzw. Sachverhalt ausdrücken

  • die argumentative Themenentfaltung unterstützen

  • dem Gegenstand der Darstellung bei der Wahl der Stilhöhe angemessen

  • klar und verständlich sein

 

 
                  

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