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Einfache Vergleiche

Überblick

 
 
 

Ein einfacher Vergleich liegt vor, wenn ein Ganzes in seinen (An-)Teilen gezeigt werden soll oder wenn Teilmengen im Vergleich visualisiert werden sollen. Dabei müssen bei dieser Form der Bildstatistik bzw. des Diagramms zwei Gesichtspunkte beachtet werden.

Zusammensetzung

Liegt der Schwerpunkt des Interesses auf der Zusammensetzung des Ganzen, eignet sich vor allem das Kreisdiagramm mit seiner Stärke im Strukturvergleich. Dabei kann man das einfache Kreisdiagramm von dem  Kreis mit einem Außensektor unterscheiden. Voraussetzung für die Verwendung des Kreisdiagramms ist, dass die darin dargestellten Mengen eine sinnvolle Ganzheit darstellen und die Gesamtmenge stets den Wert von 100 Prozent besitzt.

Wenn es um einen Teilmengenvergleich geht, sollte die Gestaltung als Säulen- oder Balkendiagramm in Betracht gezogen werden.
Das Balken - und das Säulendiagramm (einfaches Säulendiagramm, gruppiertes Säulendiagramm, Spannen-Säulendiagramm, Abweichungs-Säulendiagramm, unterteiltes Säulendiagramm, Staffel-Säulendiagramm) sollten dabei von einer Grundlinie ausgehen und die Breite der Balken bzw. Säulen sollte sich nicht verändern.

Entwicklung (Zeitreihenvergleich)

Die Darstellung einer Entwicklung im Zeitreihenvergleich erfolgt, je nachdem ob eine Entwicklung oder eine Tendenz dargestellt werden soll, mit verschiedenen Diagrammformen.
Wenn ein möglichst anschaulicher Verlauf einer Menge in ihrer Entwicklung dargestellt werden soll, geschieht dies am besten mit einem Linien-/Kurvendiagramm oder einem (unterteilten) Flächendiagramm

Wenn eine Tendenz dargestellt werden soll, dann ersetzen verlaufstypische Schnitte die ganze Kurve bzw. Linie. Dazu wählt man am besten ein Säulen- oder Balkendiagramm, bei dem man darauf achtet, dass die Zeitabstände zwischen den Balken möglichst gleichmäßig ausfallen.
Unbedingt erforderlich für eine Zeit- bzw. Tendenzreihe ist das Vorhandensein einer beschrifteten Grundlinie als Zeitachse.

Kennziffern-Vergleich

Wenn Teilmengen verschiedener Art unter dem Aspekt eines gleichen Parameters miteinander verglich werden sollen, liegt ein Kennziffern-Vergleich vor. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich diese Mengen einem gemeinsamen Maßstab beugen, also ein gemeinsames Vergleichendes haben.
Kennziffernvergleiche bringen meistens eine Rangfolge zur Darstellung. (z. B. Prozentuale Gewinne und Verluste der besten und schlechtesten, an der österreichischen Börse im April 2004 gehandelten europäischen Aktien; Personen pro Haushalt in den Ländern der EU; Geburtenrate in der EU
Geeignet dafür sind die verschiedenen Formen von des Balken - und des Säulendiagramms, wobei sollte die Anordnung ihrer Elemente eine Rangfolge darstellen. Ebenso möglich sind aber verschieden große Bildsymbole, wenn z. B. die höchsten Bauwerke der Welt mit einer schematisierten Grafik des Gebäudes dargestellt wird.

Mengen im nicht-geografischen Raum

Auch Mengen in einem Raum (abstrakt, nicht geografisch!) können Gegenstand eines einfachen Vergleichs sein. Hierzu kann man am besten ein Streudiagramm, auch x-y-Diagramm genannt verwenden, aber auch andere abstrakte Flächen mit entsprechenden Figursymbolen können verwendet werden.

Einfache Streudiagramme, die Wertepaare von zwei statistischen Merkmalen ( sog. bivarianter Datensatz) darstellen, nutzen ein x-y-Koordinatensystem (kartesisches Koordinatensystem). Wenn diese Wertepaare in ein x-y-Diagramm eingetragen werden, entsteht eine entsprechende Anzahl von Datenpunkten, so wie dies das nachfolgende Beispiel des Durchschnittsgewichts von Männern nach Alter darstellt.
Komplexere Streudiagramme, die mehr als zwei statistische Merkmale umfassen werden wegen ihrer oft schwer erkennbaren Aussagen in der (populären) Infografik kaum verwendet.

 
     
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