Elsa wird als Figur in ... n von •
Franz Kafkas Roman •"Der
Prozess" erwähnt. Dabei geschieht dies nur indirekt, in
Gedanken und Reflexionen Josef K.s oder dem personal gehaltenen
Erzählerbericht.

Die in den Kategorien
der älteren
Erzähltheorie (»Franz
K. Stanzels Konzept der ▪
Erzählsituationen), auf die sich die ▪
schulische Analyse und Interpretation erzählender Texte ▪
vorwiegend
stützt, als ganz überwiegend •
personal
zu bezeichnende •
Erzählperspektive des Romans, bringt es mit sich, dass der "point
of view“, von dem aus erzählt wird, im Inneren, im Bewussten und
Unbewussten von Josef K. liegt. (vgl.
Stanzel 91979., S. 43)
Dementsprechend erfolgt
die •
Figurencharakterisierung Elsas im Roman stets aus der personalen
Erzählerperspektive von Josef K. entweder •
implizit
oder •
explizit oder durch Leni selbst oder andere Figuren, und zwar ebenso
entweder •
implizit oder
•
explizit.

Elsa stellt wie alle
anderen • Frauen in • Franz
Kafkas Roman •"Der
Prozess" im engeren Sinne keinen Charakter dar, sondern spielt wie diese
eine ziemlich genau festgelegte Rolle als erotisch aufgeladene
Typenfigur innerhalb männlich besetzter
Ordnungen. (vgl.
Alt
2008, S.397) Daher erhält auch sie auf Grund der von Kafkas
Erzähler fast immer streng durchgehaltenen
personalen Erzählperspektive
ihre Kontur als Figur nur
aus der Sicht und Wahrnehmung Josef K.s. Was in ihr vorgeht, wie ihr Leben
jenseits der Wahrnehmung von K. bzw. dessen, was ihm darüber zugetragen
wird, "funktioniert", bleibt dem Leser daher vorenthalten.

Für größere Ansicht bitte an*klicken*tippen!
Elsa ist
wie sämtliche • Frauen im Roman eine Nebenfigur der Handlung, sie ist •
statisch
und eindimensional konzipiert und macht daher auch keine Entwicklung im Laufe
der Prozess-Handlung durch.
•
Gesamttext (Kapiteleinteilung nach Max Brod)
•
Gesamttext (Kapiteleinteilung nach Malcom Pasley 1990)
Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
17.12.2023