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Gert Egle, Früher hätte man getuschelt

Inhaltsangabe und strukturierte Textwiedergabe


Tobias und Alexandra haben  den Text "Früher hätte man getuschelt" von Gert Egle in verschiedener Art und Weise wiedergegeben.

Tobias
 

Alexandra
 

In dem Kommentar "Früher hätte man getuschelt" von Gert Egle, erschienen auf www.teachsam.de am 19.9.08, geht es um öffentliche Demütigung von Personen, die für ihr sozial abweichendes Verhalten auf verschiedene Art und Weise an den Pranger gestellt werden.

Zwei Fälle aus der letzten Zeit zeigen, in welcher Art und Weise heutzutage die bis ins Mittelalter zurückgehende Form des Prangers heutzutage wieder aufkommt, um Menschen öffentlich zu ächten.

So wird eine Frau in den USA, die sich eines Ladendiebstahls schuldig gemacht hatte, um einer längeren Haftstrafe zu entgehen, dazu gezwungen, sich vor dem betreffenden Supermarkt mehrere Stunden mit einem Schild zur Schau zu stellen, auf dem sie eingestehen muss: "Ich bin ein Dieb, ich habe bei Walmart gestohlen." Diese Form öffentlicher Bestrafung trägt in den USA den Namen: "Creative Sentencing" und erfreut sich, trotz gegenteiliger Stimmen, offenbar eines großen Zuspruchs.

Im Internet ist in letzter Zeit eine weitere Tendenz, Menschen an den Pranger aufgekommen. "Internet Shaming" nennt man es, wenn irgendwelche Personen, weil sie angeblich gegen gesellschaftliche anerkannte Normen verstoßen, im Internet gegen ihren Willen mit sämtlichen Personendaten auf irgendwelchen Webseiten oder Blogs an den Pranger gestellt werden. So ist es einer jungen Frau in Korea ergangen, die mit dem Namen "Dog Shit Girl" weit über Korea hinaus bekannt geworden ist.

Auch wenn sich die Fälle hinsichtlich der öffentlichen Ächtung der Betroffenen ähneln, sind sie doch auch unterschiedlich gelagert. Während auf der einen Seite bestellte Richter mit ihren modernen Prangermethoden, strafbare Vergehen ahnden, schwingen sich beim Internet-Shaming x-beliebige Leute zum Richter auf und ruinieren u. U. ein ganzes Leben.

...

In seinem Kommentar "Früher hätte man getuschelt", erschienen auf www.teachsam.de am 19.9.08, setzt sich Gert Egle mit den negativen Folgen des partizipativen Web 2.0 auseinander. Dabei geht es im Vergleich von "Creative Sentencing" und "Internet Shaming" um die öffentliche Demütigung von Personen, die für ihr sozial abweichendes Verhalten per Richterspruch oder von jedem x-Beliebigen im Internet öffentlich geächtet werden können. Der Autor meldet sich dabei in einer aktuellen Diskussion zu Wort und richtet sich an die Nutzer seiner Webseite. Seine Absicht ist es, über das Thema zu informieren, zu der Entwicklung Stellung zu nehmen und Möglichkeiten zur Abhilfe aufzuzeigen.

Das Beispiel zweier Frauen aus verschiedenen Gegenden der Welt, die jede auf ihre Weise am Pranger gestanden hätten bzw. noch immer stünden, veranlasst den Verfasser zu Beginn seines Textes, die mittelalterliche Praxis des Schandpfahles als Ehrenstrafe mit dem Ziel öffentlicher Demütigung und sozialer Ausgrenzung zu erläutern.

In den beiden nächsten Sinnabschnitten befasst er sich mit zwei Formen des modernen Prangers.
Bei der ersten Form handele es sich um das so genannte "Creative Sentencing". Darunter sei, so führt er am Beispiel von Lisa King Fithian aus den USA aus, eine von einem Richter angeordnete Strafe zu verstehen, die Delinquenten für bestimmte Vergehen nicht einfach im Gefängnis festsetze, sondern sie statt solcher Strafen öffentlicher Demütigung aussetze. So habe die erwähnte Ladendiebin, einer Nachricht der Süddeutschen Zeitung zufolge, mit dem Schild "Ich bin ein Dieb, ich habe bei Walmart gestohlen." mehrere Stunden lang vor dem Supermarkt auf- und abgehen müssen. Ohne selbst ein Urteil darüber abzugeben, verweist der Autor darauf, dass solche Maßnahmen in den USA durchaus umstritten seien, zwar viele, aber noch lange nicht alle an die heilende Macht der Scham glaubten.

Im nächsten Sinnabschnitt berichtet der Autor zunächst unter Bezugnahme auf einen Artikel des Nachrichtenmagazins Der Spiegel von einem Fall einer koreanischen Frau, die Opfer eines neuartigen Prangers geworden sei, den man als Internet-Shaming bezeichne.

Inhaltsangabe
 

Strukturierte Textwiedergabe
 

 


   Arbeitsanregungen:
  1. Vergleichen Sie die beiden Textfassungen miteinander.

  2. Mit welchen sprachlichen Mitteln kennzeichnet Alexandra den Gedankengang des Verfassers? - Unterstreichen Sie die entsprechenden Textstellen.

  3. Setzen Sie die strukturierte Textwiedergabe von Alexandra fort.
     

                  
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Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de