Home
Nach oben
Zurück
 

 

Gert Egle, Früher hätte man getuschelt

Erörterungsaspekte ausführen


Bei der Texterörterung von Gert Egles Kommentar "Früher hätte man getuschelt" kann man nach der Herausarbeitung und Konkretisierung von Erörterungsansätzen auf der Grundlage der allgemeinen Leitfragen zu den Erörterungsaspekten z. B. folgende Erörterungsaspekte zu den Prämissen ausführen.

Prämissen

Konkretisierte Fragen

Ausführung der Erörterungsansätze
  • Welchem Menschenbild folgt der Autor?

  • Welches Bild von der modernen Gesellschaft hat er?

  • Welche historischen Erfahrungen gehen in seine Überzeugungen ein?

  • Welche Bedeutung besitzt für ihn die Privatsphäre? Inwiefern stellt sie eine Voraussetzung dafür dar, selbstbestimmt leben zu können?

  • Wie steht er zum Datenschutz?

  • Der Autor geht bei seiner Darstellung von einem Menschbild aus, für das die Würde und die Freiheit des einzelnen und der Schutz seiner Privatsphäre vor willkürlichen Eingriffen des Staates und anderer Personen von zentraler Bedeutung sind.
    ...

  • Die Würde und Freiheit des Menschen ist, so sieht es wohl der Autor, überall da in Gefahr, wo die informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen bedroht ist. Dies geschieht seiner Ansicht nach wohl sowohl durch den Staat als auch durch einzelne Bürger. Wenn der Staat aber nur als "Big Brother" verstanden wird, der, wenn er Daten sammelt, Bürgerinnen und -bürger auf jede erdenklich Weise "ausspionieren" will, dann wird dabei übersehen, dass viele dieser Maßnahmen gerade zum Schutz von Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden. Wer sich z.B. ernsthaft Gedanken darüber macht, wie man Missbrauch von Kindern im Internet verhindern oder der Hass-Werbung rechtsextremer Gruppierungen im Internet Herr werden kann, der wird akzeptieren müssen, dass man dann auch um die Speicherung von Daten, auch von "unauffälligen" Bürgerinnen und Bürger nicht herumkommt. Insofern, so meine ich, muss man an dieser Stelle bemängeln, dass sich der Autor mit dieser Frage nicht weiter auseinandersetzt.
    Auf der anderen Seite kann ich sehr wohl verstehen, dass der Autor seiner Abneigung gegen die öffentliche Ächtung von Personen, sei es als "Creative Sentencing" oder "Internet Shaming", Ausdruck verleiht. Hier schließe ich mich der von ihm vertretenen Meinung an, wonach derartige Phänomene mit der von uns stets geforderten Würde des Menschen kaum zu vereinbaren sind. Allerdings möchte ich auch die Unterschiede beider Phänomene deutlicher herausarbeiten.
    ...

  • ...

 

 


   Arbeitsanregungen:
  1. Untersuchen Sie, inwieweit die teilweise ausgeführten Erörterungsaspekte Antworten auf die konkretisierten Leitfragen zu den Erörterungsaspekte darstellen.

  2. Führen Sie mindestens zwei der dargestellten Erörterungsaspekte im Sinne einer ausführlichen Argumentation aus.

  3. Welchen der dargestellten Erörterungsansätze würden Sie bei einer Texterörterung ausführen? - Begründen Sie Ihre Ansicht.
     

                  
Bausteine ]
        

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de