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Arbeitsschritte bei der Texterörterung

Inhaltliche Erfassung des Textes

4. Arbeitsschritt

 
 

Die inhaltliche Erfassung des Textes ist Gegenstand des 4. Arbeitsschritts zur Texterörterung. Dabei wird die inhaltliche Gliederung des Textes in Sinnabschnitten erfasst und der Text in Sinnabschnitte gegliedert und u. U. eine hierarchische Textgliederung erstellt.

1. Methoden zur inhaltlichen Erfassung des Textes

Die Bezeichnung des Arbeitsschrittes mag ein wenig irreführend sein. Denn die vorangegangenen Arbeitschritte sollen natürlich auch dazu beitragen, den Inhalt des Textes zu erfassen. In diesem Arbeitschritt steht allerdings die vollständige und systematische Erfassung der Aussagen eines Textes im Blickpunkt und dadurch hebt er sich auch von den vorangegangenen Arbeitsschritten ab. Unter einem Dach ließen sich zumindest die ersten beiden und dieser 4. Arbeitschritt auch als Konspektieren des Textes auffassen.

Zur inhaltlichen Erfassung eines Textes eines Textes eignen sich verschiedene Arbeitstechniken wie

Alle drei Methoden haben ihre Vor- und Nachteile und können je nach Schwierigkeitsgrad des Textes jeweils ausschließlich oder auch in Kombination miteinander durchgeführt werden.

2. Den Text in Sinnabschnitte einteilen

Herauskommen soll am Ende eine begründete Einteilung des Textes in Sinnabschnitte, die den inhaltlichen Aufbau des Textes wiedergeben. Dabei muss man herausfinden, welche Passagen eines Textes in einem engeren Sinne thematisch und inhaltlich zusammengehören. Im Idealfall lassen sie sich unter einem Oberbegriff zusammenfassen.

Sinnabschnitte können sprachlich mit einzelnen Begriffen, aber auch in Form kurzer Hauptsätze dargestellt werden. Dies ist z. B. bei der gegliederten Aussagenliste der Fall. Begriffe haben dabei allerdings den Vorteil, dass sie leichter in eine hierarchische Struktur gebracht werden können, in der es Ober- und Unterbegriffe gibt.

Ein Textabsatz und ein Sinnabschnitt können, müssen aber nicht den gleichen Textumfang haben. Häufig sind Sinnabschnitte länger als ein einzelner Absatz, aber es kommt auch vor, dass ein Sinnabschnitt mitten in einem Textabsatz endet und dann im gleichen Absatz der neue Textabschnitt beginnt. Auch wenn der  Absatzgestaltung in einem Text gewöhnlich ein inhaltlicher Ordnungsgedanke zugrunde liegt, spielen mitunter auch einfach Textgestaltungselemente (Layout-Gesichtspunkte) eine Rolle. In jedem Fall sollte man prüfen, ob die in einem Text vorgenommene Absatzgliederung für die Gliederung des Textes in Sinnabschnitte genutzt werden kann.

3. Die hierarchische Textgliederung erstellen

Ist ein Text inhaltlich klar strukturiert, kann man seine Sinnabschnitte relativ einfach in Form einer hierarchischen Textgliederung darstellen. Dabei ist eine klare Erfassung von über- und untergeordneten Sinnabschnitten und Gesichtspunkten, Ober- und Unterbegriffen nötig. Auch wenn die Erstellung einer derartigen Gliederung vielleicht nicht unbedingt zwingend ist, liefert sie doch für die Wiedergabe des Textinhalts und die nachfolgende Erfassung und Beschreibung der gedanklichen Strukturen im Allgemeinen und der argumentativen Strukturen im Besonderen wichtige Hinweise. 

 
        
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