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Produkt- und prozessorientiertes Schreiben
(Schreibdidaktik)
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Allgemeiner Fragebogen zur Selbsterkundung des eigenen
Schreibens
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Was man
über Arbeitsschrittmodelle wissen muss
Wie jemand seine Texterörterung
schreibt, hängt von vielen Faktoren ab
Die
Art und Weise, wie jemand seine ▪
Texterörterung
schreibt und die Arbeitsschritte, die er/sie dazu durchführt,
hängen von vielen Faktoren ab. Manche folgen einfach ihrem
"Gefühl", andere mühen sich von Satz zu Satz, schreiben Konzepte
und versuchen, das, was sich in ihren Augen bzw. ihrer
bisherigen Schreibpraxis als tauglich und mehr oder weniger gut
erwiesen hat, zur Bewältigung der Schreibaufgabe einzusetzen.
Manch einer macht sich schon einmal Gedanken über sein Schreiben
(metakognitive
Kompetenz), andere machen es "halt wie immer".
Kommt es zu Problemen
bei der ▪ Texterörterung bleiben viele einigermaßen ratlos. In jedem Fall lohnt es
sich, möglichst zügig über deren Ursachen nachdenken, um die
"Lust am Schreiben" oder besser gesagt: die eigene
Schreibmotivation zu erhalten.
Schließlich muss man ja nicht
nur daran glauben, dass man auch in diesem Fall lernfähig ist
und sich verbessern kann, sondern auch wissen, wie man dies
erreichen kann.
Gängige ▪
Alltagshypothesen über das
Schreiben, das dem einen angeblich liegt und der anderen
nicht, führen hier nämlich nicht weiter. Wer sich hingegen
angemessen selbst einschätzen kann, kann auch
Schreibhemmungen und ▪
Schreibstörungen und -blockaden, die einem ganz schön zu
schaffen machen können, leichter überwinden.
Arbeitsschrittmodelle beziehen sich, je nach Schreibaufgabe,
stets auf bestimmte ▪
Lesestrategien (wenn zu Texten geschrieben werden soll) und
bestimmte ▪
Schreibstrategien, denen sie
mehr oder weniger folgen. Oft verbinden sie auch
mehrere Strategien als "Vorgehenspläne beim Schreiben" (Becker-Mrotzek/Böttcher
2011, S. 30) miteinander. Das entspricht ohnehin eher dem, wie man
gewöhnlich in der Praxis schreibt.
Das Wichtigste also vorweg: Arbeitsschrittmodelle sind
immer nur Vorschläge dafür, wie man bestimmte Schreibaufgaben
bewältigen kann.
Wer sich also
dafür entscheidet, die vorgestellten Wege zu gehen, entscheidet
sich zunächst einmal dafür, einen solchen Weg zu erproben. Am
Ende
Schreiben ist immer ein vielschichtiger Prozess und keine
"Naturgewalt"
Wie man auch zur Bewältigung der Schreibaufgabe
vorgeht, immer spielen drei Prozesse beim
▪
Schreibprozess
eine Rolle, nämlich
▪
Planen,
▪
Formulieren und
▪
Überarbeiten (Hayes/Flower 1980).
Diese drei Prozesse werden bei der Bewältigung einer
Schreibaufgabe nicht in einem linearen phasenweisen Nacheinander
sukzessiv abgearbeitet oder müssen so abgearbeitet werden,
sondern können und werden auf vielfältige Art und Weise
aufeinander bezogen. (Rekursivität)
Sie können sich, z. B. miteinander vermischen, können nach
Belieben und beliebig oft wiederholt werden und finden oft auch
gleichzeitig statt. Dennoch sind es unterschiedliche Prozesse,
die auch Verschiedenes zum Schreiben beitragen.
Dementsprechend stehen sämtliche Arbeitsschrittmodelle stets
unter dem Vorbehalt der Rekursivität, d. h. sie bilden zwar ein
lineares Nacheinander von Arbeitsschritten ab, erheben aber
nicht den Anspruch, dass nur durch
ein
linear-sequenzielles Bearbeiten eines Schrittes nach dem
anderen, die Schreibaufgabe bewältigt werden kann.
Analog dazu gilt, dass bestimmte ▪
Schreibstrategien und solche Arbeitsschrittmodelle also
auch ▪
nie Patentrezepte für das Erstellen von Texten
sind. Wie jemand
die Schreibaufgabe zur Stellungnahme letzten Endes angeht und bewältigt, hängt
nämlich von zahlreichen Faktoren
ab, wie z. B. der Person,
ihren Schreiberfahrungen und -routinen (Schreibentwicklung), ihrer
Motivation beim
Schreiben, der Schreibaufgabe, dem
Setting, in dem diese angegangen wird, und schließlich dem Texttyp
selbst. (vgl.
Mrotzek/Böttcher
2011, S. 39)
Wer sich also dafür entscheidet, die vorgestellten Wege zu
gehen, entscheidet sich zunächst einmal dafür, einen solchen Weg
zu erproben. Am Ende muss der Schreiber bzw. die Schreiberin
selbst darüber entscheiden, ob er/sie damit klarkommt und die
gesetzten Schreibziele erreicht. Und natürlich kann man immer
auch nur einzelnen Arbeitsschritten folgen und sich sein eigenes
Arbeitsschrittemodell "zimmern".
Arbeitsschritte für das produktorientierte oder das
prozessorientierte Schreiben
Die Arbeitsschritte
für das Schreiben einer ▪ Texterörterung
unterscheiden sich neben den Unterschieden bei der
Schreibaufgabe (Lern-,
Übungs-
oder Leistungsaufgaben)
im Allgemeinen dadurch, ob sie für ein Schreiben gedacht sind,
bei dem ▪ jede/r für sich allein
schreibt und es vor allem darauf ankommt, was am Ende dabei
für ein Text herauskommt (produktorientiertes Schreiben) oder ob
das Schreiben, zumindest ▪ teil- bzw.
schrittweise im Team erfolgt (prozessorientiertes
Schreiben).
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Was man
über Arbeitsschrittmodelle wissen muss
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Produkt- und prozessorientiertes Schreiben
(Schreibdidaktik)
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Allgemeiner Fragebogen zur Selbsterkundung des eigenen
Schreibens
Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
29.12.2023
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