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Schreibstrategien

Wie gehe ich an das Schreiben heran?

Fragebogen zur Selbsterkundung


Der nachfolgende Fragebogen dient zur Selbsterkundung. Seine Ergebnisse sind nicht so zu verstehen, dass sich daraus auf bestimmte Personen festlegbare Schreibtypen ermitteln lassen. Die Reflexion über Verfahrensweisen beim Verfassen von Texten soll indessen für Fragen und Probleme sensibilisieren, die damit in Zusammenhang stehen.

Hintergrund dafür sind Erfahrungen, wonach etliche Schülerinnen und Schüler bei ihren Schreibaufgaben einfach schematisch einer, vielleicht auch zwei, igendwann einmal verinnerlichten Schreibstrategie folgen, weil sie einfach in ihrer Schulzeit keine anderen Strategien kennen gelernt haben. Als Beispiel dafür steht die Äußerung eines Studenten, den Mrotzek/Böttcher (2011, S. 38) wie folgt zu Wort kommen lassen:

"Man hatte mir im Laufe der Schulzeit beigebracht, Texte zu interpretieren, sie zu gliedern und man hatte darauf geachtet, dass sozusagen eine Basis für das Schreiben gelegt wurde. Man hatte mich mit der Rechtschreibung und der Grammatik vertraut gemacht und diese immer weiter ausgebaut. Vernachlässigt wurde jedoch, eine Grundlage zur eigentlichen flexiblen Schreibkompetenz zu legen. Diese Schreibkompetenz musste ich mir in gewisser Weise selbst aneignen und dies führte schließlich dazu, dass ich Texte, seien sie in einem zeitlichen Rahmen oder nicht, seien es Kurzgeschichten oder längere Erörterungen, immer auf die gleiche Weise anging und vollendete. Ich verwendete diese Strategie, obwohl ich wusste, dass sie in vielen Fällen nur zu mittelmäßigen Ergebnissen führte. Dies geschah aus einer gewissen Verlegenheit heraus: 'Ich kannte einfach nichts Besseres.""

Was der Student beschreibt, ist schulische Realität. Wer z. B. einmal als Lehrperson beobachtet hat, wie Schülerinnen und Schüler nahezu jedes Thema in Pro und Contra "durcherörtern", ohne sich um die Klärung der Schreibaufgabe zu kümmern, kann das auch gut nachvollziehen.

So weiß man dann auch, dass viele von ihnen, wenn sie, wie beim schulischen Essay, schreibstrategisch zumindest teilweise auf eine andere Karte setzen müssten, in Blogs und ähnlichem zu hören bekommen: "Mach' dir keinen Kopf! Schreibe einfach so weiter, wie du das beim Erörtern auch gemacht hast. Bei mir jedenfalls hat's geklappt." (→FAQs Essay)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 03.07.2016
 

                 
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