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Kohäsionsmittel

Situationsdeixis


Pro-Formen und der bestimmte Artikel können über die Verknüpfung von Textelementen hinaus auch auf den außersprachlichen Kontext verweisen. In dieser Rolle verweisen sie als  Kohäsionsmittel also über den Text, auf Objekte der außersprachlichen Realität. Sie übernehmen damit eine situationsdeiktische Funktion. (Übung)

Merkmale:

  • Deiktische Ausdrücke besitzen nur einen geringen Bedeutungsumfang (semantischer Gehalt), der sich im Textbezug niederschlagen kann (z.B. dort = lokaler Textbezug, morgen = temporaler Textbezug).

  • Situationsdeiktische Elemente sind als Suchanweisung nach Bezugselementen in der aktuellen, konkreten Kommunikationssituation zu verstehen.

  • Mimik und Gestik begleiten häufig beim Reden situationsdeiktische Ausdrücke.

  • In literarischen Texten dient die (potentielle) deiktische Funktion von Adverbien, bestimmten Artikeln, Demonstrativpronomina mitunter dazu eine imaginäre, jenseits des Textes liegende Bezugswelt aufzubauen. (vgl. Übungstext)

    Beispiel:
    Hier war es. Da stand sie. Diese steinernen Löwen, jetzt kopflos, haben sie angeblickt. Diese Festung, einst uneinnehmbar, ein Steinhaufen jetzt, war das letzte, was sie sah... 
    (Anfang des Romans "Kassandra" von Christa Wolf)

(vgl. Linke u. a. 1994,S. 218f.)

                      
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