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Arbeitsschritte bei der literarischen Charakteristik

Stoffordnung


Bei der Stoffordnung als dem dritten Arbeitsschritt bei einer literarischen Charakteristik werden die im Text gefundenen Aussagen unter geeigneten Oberbegriffen geordnet. Gleichzeitig sollen die Bezüge der Eigenschaften zueinander aufgezeigt werden. Die inhaltlichen Gesichtspunkte, unter denen die bei der Stoffsammlung gefundenen Textstellen geordnet werden müssen, hängen von der geforderten Form der Charakteristik und/oder dem vorgegebenen Aspekt ab, unter dem die Charakterisierung vorgenommen werden soll.
Um die Stoffordnung vorzunehmen, kann man verschieden vorgehen. Es eignen sich dazu besonders:
  • Einzelblatt-Methode:
    Dabei werden die gewählten Oberbegriffe auf getrennte Seiten geschrieben, auf denen dann die einzelnen Belege usw. aufgeschrieben werden.
    Diese Methode hat den Vorteil, dass beim Herausarbeiten der Textstellen unter den gewonnenen Oberbegriffen immer genügend Raum für weitere Ergänzungen zur Verfügung steht. Außerdem kann man natürlich auch zu einem anderen Zeitpunkt ohne weiteres fortfahren.
    Allerdings muss man dafür eine die Unübersichtlichkeit des Ganzen während der Erarbeitung in Kauf nehmen.

  • Tabellen-Methode
    Bei der Tabellenmethode trägt man die Oberbegriffe in vorbereitete Tabellenstrukturen ein und ergänzt die jeweiligen Spalten mit den entsprechenden Textangaben.
    Dies schafft natürlich eine gewisse Übersicht über das Ganze, wenn die Oberbegriffe und Unterbegriffe nicht zu differenziert ausfallen, so dass man dafür doch wieder eine ganze Reihe von Blättern benötigt. (s. Vorlage)

  • Mind Mapping 
    Die Mind Map-Methode ist nicht nur eine andere Form der Visualisierung der vorangehenden Methoden. Bei der Mind Map-Methode ist, zumindest was die Schlüsselbegriffe an den Hauptästen und größeren Nebenästen anbelangt, eine größere begriffliche Präzision bei der Bildung von Ober- und Unterbegriffen nötig.
    Sie eignet sich vor allem auch dann, wenn man hinreichend Platz zur Darstellung hat und wirklich über geeignete Oberbegriffe verfügt, die untereinander über eine klare Begriffshierarchie verfügen.
    Nicht selten kommt es aber schnell auch zu völliger Unübersichtlichkeit, weil beim Sammeln eben immer neue Aspekte hinzukommen, die sich eben nicht so ohne weiteres graphisch so einfügen lassen, wie man sich das eigentlich vorstellt. Das passiert vor allem auch dann, wenn man statt einzelner Begriffe auf den Ästen satzartige Formulierungen unterbringen will, die einfach häufig die vorgegeben Raumgrenzen sprengen.
    So empfiehlt sich ein Mind Map sogar häufig erst dann herzustellen, wenn die eigentliche Stoffsammlung mit den anderen Methoden abgeschlossen ist, um sich per Mind Map als Visualisierungsmethode noch einmal einen Überblick über das Ganze zu verschaffen.
     
     
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