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Franz Kafka: Der Prozess - Handlungsverlauf

Der Prügler


 
Kurzinhalt:
An einem der nächsten Tage hört K. beim Verlassen seines Büros am Abend auf dem Korridor hinter einer Türe, die er stets für eine Tür zu einer Rumpelkammer gehalten hat, menschliche Seufzer. Aus reiner Neugierde sieht er nach und sieht in der Kammer bei geöffneter Türe, wie die beiden Wächter Franz und Willem, die ihn verhaftet hatten, verprügelt werden sollen. Der Prügler, ein braun gebrannter Mann mit einem wilden frischen Gesicht, vollzieht dabei eine Strafe, die über die beiden Wächter verhängt worden ist. Sie werden, wie sie sagen, für ihr Vorhaben bestraft, K.s Wäsche zu Geld zu machen. Sie geben daran freilich K. die Schuld, der dieses ansonsten straflos gebliebene Verhalten beim Untersuchungsrichter zur Anzeige gebracht habe. K. will diese Bestrafung indessen nicht und versucht, allerdings vergeblich, den Prügler zu bestechen. Als K. darauf von Franz bekniet wird, wenigstens ihm zu helfen, beginnt der Prügler auf den Wächter einzuschlagen. Der Schrei, den der Geprügelte von sich gibt, bringt K. gegen ihn auf, so dass er ihn daraufhin umstößt. Aus Angst von einem der beiden Diener, die außer ihm zu diesem Zeitpunkt noch in der Bank sind, wirft er die Türe zur Rumpelkammer wieder hinter sich zu. In Gedanken versucht er daraufhin sein Verhalten gegenüber den beiden Wächtern zu rechtfertigen. Seine Gewaltanwendung gegenüber Franz bedauert er zwar im Nachhinein, entschuldigt sie aber mit einer allgemeinen Aufregung. Bevor er das Gebäude verlässt. horcht K. noch einmal. Da er aber keine Geräusche aus der Rumpelkammer mehr vernehmen kann, macht er sich im Bewusstsein, die Sache aber nicht ruhen zu lassen und die wirklich verantwortlichen hohen Beamten dafür zu bestrafen, auf den Weg. Auch am nächsten Tag findet K., als er auf seinem Nachhauseweg die Tür zur Rumpelkammer erneut öffnet, die Szenerie darin unverändert. Als die Wächter ihn anzuflehen beginnen, schließt er jedoch die Türe sofort wieder. Den Tränen nahe fordert er die Diener auf, die Rumpelkammer endlich einmal auszuräumen. Dann begibt er sich müde und, ohne sich weitere Gedanken darüber zu machen, nach Hause.

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