Nach einer telefonischen Benachrichtigung über den Beginn seines
Prozess erscheint Josef K. etwa zehn Tage nach seiner Verhaftung an
einem Sonntagmorgen um ca. 9 Uhr vor dem Untersuchungsrichter im 5.
Stockwerk eines unscheinbaren Mietshauses in einem Armenviertel der
Stadt. Da er weder genaue Orts- und Zeitangaben für sein
angeordnetes Erscheinen erhalten hat, muss er sich durchfragen.
Dabei gibt er vor, auf der Suche nach dem von ihm erfundenen
Tischler Lanz zu sein. Eine junge Frau, die ihm nach seinem Läuten
in der 5. Etage die Tür öffnet, führt ihn auf die Frage nach diesem
zu einem offenen Nebenzimmer, das sich bei näherem Hinsehen als ein
überfüllter Saal entpuppt, an dessen einem Ende der
Untersuchungsrichter auf einem Podium Position bezogen hat. Als K.
von einem Jungen dort hingeführt wird, gewinnt er den Eindruck, dass
es sich bei den Leuten im Saal um zwei in Parteien gesonderte
Menschengruppen handelt. Der Untersuchungsrichter, der Josef K.
unter Unmutsäußerungen der räumlich rechts befindlichen Partei
vorhält, sich über eine Stunde verspätet habe, beginnt seine
Untersuchung mit der als Frage kaschierten Feststellung, K. sei von
Beruf Zimmermaler. K. stellt richtig, er sei Prokurist einer großen
Bank, und hat damit die Lacher der rechten Partei auf seiner Seite.
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