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Franz Kafka: Der Prozess

Fragen zur Texterschließung

Erste Untersuchung


Mit folgendem Katalog von Fragen lässt sich das Kapitel "Erste Untersuchung" in Franz Kafkas Roman "Der Prozess" in kleinschrittigen W-Fragen (→W-Fragen-Methode) erschließen. Die Reihenfolge der Fragen ist textsukzessiv angelegt. Sie können auch als W-Fragen-Puzzle ausgegeben werden, um bei ihrer Beantwortung auch die Reihenfolge zu ermitteln (→teachSamOER-Dokument):

A. Inhalt:

  1. Was erfährt K. über den Beginn und den Schauplatz seines Prozesses sowie über die Art und Weise, wie das Verfahren durchgeführt werden soll?
  2. Was zeigt die Ablehnung der Einladung des Direktor-Stellvertreters über K.s Haltung zum bevorstehenden Prozess aus? Hätte er die Einladung auch annehmen können?
  3. Mit welcher Einstellung macht sich K. auf den Weg zur ersten Untersuchung? Wann will er dort sein, warum?
  4. Welche Erlebnisse und Erfahrungen macht K. auf dem Weg bis zum Haus des Untersuchungsrichters und welche Wirkung haben sie auf ihn?
  5. Wie verhält sich K. am Haus des Untersuchungsrichters und was sagt dies über seine Befindlichkeit aus? Was nimmt er sich für die Verhandlung vor?
  6. Als K. sich für eine der drei Treppen entscheidet, holt ihn eine Erinnerung ein. Welche? Was lässt sich daraus folgern?
  7. Wie begründet K., dass er sich über die Frage nach dem Tischler Lanz, Einblicke in die verschiedenen Wohnungen verschaffen will?
  8. Wie viel Uhr ist es, als er in das kleine Zimmer der Wäscherin sieht? Was bedeutet in diesem Zusammenhang das Wort "schon"?
  9. Was fällt ihm an der Wäscherin auf?
  10. Wie reagiert Josef K., als die Wäscherin ihn auf seine Frage nach dem Tischler Lanz, zum Nebenzimmer führt? Was überzeugt ihn davon, dass er am richtigen Ort ist?
  11. Was nimmt K. beim Eintreten in das Nebenzimmer zunächst wahr?
  12. Wie wirken die im Saal versammelten Leute auf K.? Was irritiert ihn an ihnen? Warum?
  13. Wobei trifft K. den Untersuchungsrichter am Ende des Saales an und wie wirkt dies auf ihn?
  14. Welche Gruppen gibt es nach Ansicht von K. im Saal? Was unterscheidet sie?
  15. Wie reagiert K. auf die Rüge des Untersuchungsrichters er sei eine Stunde und fünf Minuten zu spät dran? Was sagt die Zeitangabe über das Zeitgefühl von K. in Bezug auf das Prozessgeschehen aus?
  16. Mit welcher Strategie und Taktik will K. bei seinen Einlassungen zunächst vorgehen?
  17. Was bedeutet es, wenn Josef K. auf das Podium des Untersuchungsrichters hinaufsteigt?
  18. Welche Bedeutung besitzt das "Anmerkungsbuch" und dessen Zustand für den Untersuchungsrichter und Josf K.?
  19. Wie eröffnet der Untersuchungsrichter die Vernehmung zur Person?
  20. Welche Wirkung hat die Frage des Untersuchungsrichters an Josef K., ob er von Beruf Zimmermaler sei, auf die anwesenden Leute? Wie kommt deren Reaktion beim Untersuchungsrichter an?
  21. Wie reagiert Josef K. auf die Frage des Untersuchungsrichters, ob er von Beruf Zimmermaler sei? In welcher Haltung beginnt er zu sprechen?
  22. Wie reagieren die anwesenden Leute darauf?
  23. Wie geht Josef K. mit den Reaktionen der Leute um?
  24. Was äußert K. in seiner ersten Ausführung vor dem Untersuchungsrichter über sich und den Charakter des Prozesses? Aus welcher Haltung heraus tut er das?
  25. Inwiefern zeigt er sich dabei von den Reaktionen der Leute abhängig? Wie deutet er diese?
  26. Wie reagiert K. auf das Erscheinen der jungen Wäscherin am Saalende? Warum?
  27. Welche Reaktion zeigt der Untersuchungsrichter nach Ansicht K.s auf seine erste Einlassung?
  28. Wie betreibt er die Demütigung des Untersuchungsrichters und warum tut er das?
  29. Welche Rolle spielen die weißbärtigen Männer in der ersten Reihe für Josef K.s Verhalten vor dem Untersuchungsrichter?
  30. Welchen Stellenwert besitzt für Josef K. der Prozess gegen ihn?
  31. Wie stellt K. in seiner Rede seine Verhaftung und die daran Beteiligten dar? Was will er damit bezwecken und was drückt dies über ihn selbst aus? Hat sich die Sicht Josef K.s auf das Ereignis inzwischen verändert?
  32. Was vermutet K. hinter dem vermeintlichen Zeichen des Untersuchungsrichters an eine Person aus der Menge? Wie reagiert er darauf? Wie kommt das bei den Leuten an?
  33. Um sich Ruhe zu verschaffen, schlägt K. mit der Faust auf den Tisch. Was sagt dies über ihn selbst und dessen Wirkung über die Leute aus? Wie beurteilt K. die Situation?
  34. Warum wird nach Ansicht von K. der Prozess gegen ihn überhaupt geführt?
  35. Wodurch wird K.s Rede endgültig unterbrochen?
  36. Worin besteht die Störung, die zu dieser Unterbrechung führt? Was sagt das über K. aus?
  37. Wie reagieren die Leute auf diese Störung und warum?
  38. Was will K. gegen die Störung unternehmen und wer oder was hindert ihn daran?
  39. Welche Wirkung hat diese neue Situation auf K.? Was geht ihm im Kopf herum?
  40. Wie verändert sich durch diese Störung die Wahrnehmung von Josef K.?
  41. Wie beurteilt er die Anwesenden und wie versucht er sich gegen sie zu wehren?
  42. Was hält der Untersuchungsrichter K. am Ende vor?
  43. Mit welcher Einstellung verlässt K. am Ende die Untersuchung?
  44. Was ist von seinen Erwartungen eingetroffen? Was hat sich bewahrheitet? Welche Fragen bleiben offen?

B. Inhaltliche Gliederung:

  • In welche Sinnabschnitte lässt sich der Handlungsverlauf gliedern?
  • In welche verschiedenen Sinnabschnitte lässt sich der Handlungsverlauf gliedern, wenn man die folgenden Kriterien zugrunde legt:

    • die Personen-/Figurenkonstellation

    • die Handlungsräume

    • inneres und äußeres Verhalten von Josef K.

  • Welches Gliederungsprinzip ist das überzeugendste?

C. Fragen zur weiterführenden Interpretation:

  1. Ulf Abraham (1985, S.159) hat im Hinblick auf das Kapitel "Erste Untersuchung" festgestellt: "Vergleicht man nun Josef K.s selbstbewusstes Auftreten vor Richter und Versammlung in der ersten Untersuchung mit der 'hündischen' Unterwerfung des Hinrichtungskapitels, so hat man genau diese Entwicklung vom Selbst- zum Schuldbewusstsein."
    Führen Sie diesen Vergleich unter Hinweis auf die entsprechenden Textstellen durch.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 19.02.2014

     
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