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Aspekte der Erzähltextanalyse: Bichsel, Die Tochter

Ein alltägliches Kleinfamiliendrama über die Ablösung

 
FAChbereich Deutsch
Center-Map Glossar Literatur Literarische Gattungen Kurzgeschichten Autorinnen und Autoren Peter Bichsel Die Tochter [ ● Aspekte der Erzähltextanalyse Texterfassung mit ParallelkonspektDas ThemaTextgliederung InhaltsangabeDie Eltern: Indirekte CharakterisierungAblösung aus der Kleinfamilie: Lebensweisen von Eltern und Tochter Erzähltechnísche und sprachlich stilistische Mittel Interpretation Textvergleich mit Wolf Wondratscheks "Mittagspause" ] San Salvador Bausteine Schreibformen
So interpretiert man eine Kurzgeschichte Operatoren im Fach Deutsch

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Ein alltägliches Kleinfamiliendrama über die Ablösung - Peter Bichsels, Die Tochter
Die ▪ Kurzgeschichte ▪»Die Tochter«, von ▪ Peter Bichsel im Jahr 1964 im Kontext des heraufziehenden Konsumzeitalters und der beginnenden Individualisierung von Lebensformen veröffentlicht, führt den Leser, wie es für diese literarische Textsorte durchaus üblich ist, unvermittelt, d. h. ohne weitere Informationen über die räumliche und zeitliche Fixierung des Geschehens, die Vorgeschichte oder die handelnden Figuren mitten hinein in ein Geschehen, das sich schnell als ganz alltäglich erweist und in Alltagssprache dargeboten wird.

Ein Elternpaar wartet jeden Abend eine Stunde lang auf die Rückkehr ihrer Tochter, die in einer räumlich entfernten Stadt arbeitet, um nach ihrem Eintreffen, pünktlich jeden Werktagabend gegen halb acht, mit ihr gemeinsam Abend zu essen. Sie sitzen am Tisch in der Küche und ihr äußeres Tun beschränkt sich, abgesehen davon, dass während dieser einstündigen Wartezeit der Tisch nach und nach mit einem sehr einfachen Abendbrot (Butter, Brot, Marmelade) gedeckt und Kaffee gekocht wird, auf dieses Warten, das schon durch die fünfmalige Wiederholung in den ersten fünf Sätzen, eintönig, öde und sinnentleert wirkt. Während sie warten, gehen ihnen verschiedene Dinge über das Berufs- und Alltagsleben und den in naher Zukunft zu erwartenden Auszug ihrer Tochter aus dem Elternhaus durch den Kopf. Das Wenige, was sie in der Wartezeit darüber zueinander sagen, bringt dabei ihre Gedanken und Gefühle kaum zum Ausdruck.

Das Geschehen, das von einem personalen Erzähler dargeboten wird, ist, insgesamt gesehen, keine Darstellung eines einmaligen Geschehens. Schon das erste Wort, mit dem die Geschichte beginnt, macht dies klar. Es ist "abends" und diese Adverb der Zeit macht deutlich, dass das, was nachfolgend erzählt wird, tagtäglich passiert. Die erzählte Zeit umfasst dabei die tägliche einstündige Wartezeit, markiert durch die zweimalige Verwendung des deiktischen Zeitadverbs "jetzt" am Anfang und am Ende der Geschichte, wird aber durch Rückwendungen und Vorausdeutungen in den Gedanken der beiden agierenden Figuren, dem Vater und der Mutter, in die Vergangenheit und die Zukunft ausgeweitet. Während der äußere zeitliche Rahmen damit vorgegeben wird, werden dabei aber nicht nur immer wiederkehrende Geschehnisse iterativ dargestellt, sondern zumindest am Ende der Geschichte, beginnend mit dem Dialog der beiden Protagonisten und der Bemerkung der Mutter "Ich habe den Zug gehört", wird die fiktionale Gegenwart erreicht.

Was sich in der einstündigen Wartezeit ereignet, wird mit Zeitadverbien wie "dann" oder "und dann" vom Erzähler aneinandergereiht, um die zeitlichen Lücken, die sich zwischen dem dargestellten inneren und äußeren Geschehen auftun,  zu überbrücken. Das iterative "oft" betont dabei immer wieder, dass es sich um ein sich wiederholendes Tun handelt. Insgesamt gesehen wird das Geschehen in geraffter Form dargestellt, da die Erzählzeit der Geschichte deutlich kürzer als die erzählte Zeit ist. Dabei wird aber durch die additive Reihung der mit "dann" verbundenen Ereignisse der Eindruck erweckt, dass kein linearer Zeitablauf gestaltet wird, sondern einfach Eindrücke, Gedanken und Handlungen irgendwie hintereinander montiert sind, die sich während der Wartezeit irgendwann zutragen. Und dadurch wird der Eindruck verstärkt, dass es sich trotz der zeitlichen Raffung um eine öde und quälende Wartezeit handelt, die von den beiden Protagonisten weder mit Sinn versehen, noch als solche offenbar abgeschafft werden kann.

Die Familie, in der die Tochter namens Monika aufgewachsen ist, lebt räumlich entfernt von der Stadt, in der die Tochter als Büroangestellte arbeitet. Die näheren Lebensumstände der Familie müssen vom Leser aus dem Text durch vorhandene direkte und indirekte Charakterisierungen rekonstruiert werden.

Vater und Mutter werden in dem Text nicht direkt charakterisiert. Sie haben offensichtlich ein einziges Kind, ihre Tochter Monika, und leben mit schlechten Bahnverbindungen zu einer Stadt in der Umgebung irgendwo auf dem Land. In ihrem Zuhause, in dem "eine Vase aus blauem schwedischem Glas", die sie von ihrer Tochter geschenkt bekommen haben, das einzige ist, was irgendwie heraussticht, gibt es ein eigenes Zimmer für die Tochter. Was abends auf den Tisch kommt, ist das Abendbrot von Leuten, die in sehr bescheidenen, aber existenziell ausreichenden Lebensverhältnissen leben.

Der Vater ist als Arbeiter tätig und empfängt seine "Lohntüte" im Lohnbüro seines Betriebes. Über seine sonstigen Interessen; Wünsche oder Neigungen erfährt man, außer der Tatsache, dass er, zumindest zu einem früheren Zeitpunkt, nach der Arbeit stets "seine Zeitung" gelesen hat, nichts. Über die Mutter erfährt man als Leser noch weniger. Die personale Perspektive des Vaters beschränkt den Erzähler nahezu durchgängig auf dessen Innensicht, die manchmal mit einer Inquit-Formel ("dachte er") explizit markiert ist. Was als aktuelle oder immer wiederkehrende Gedanken im personalen Erzählerbericht präsentiert wird, lässt sich mit wenigen Ausnahmen dem personalen Horizont des Vaters zuordnen. Die Mutter, die wohl Hausfrau ist, kommt jedenfalls als eigenständig denkende Person nicht zu Wort. Was sie angeblich denkt, von Gefühlen ist eigentlich nie die Rede, wird von ihrem Mann "mitgedacht", wenn der personale Erzähler in der grammatischen Mehrzahl des Personalpronomens als "sie" erzählt. ("Sie, er und seine Frau"). Die wenigen wörtlichen Äußerungen der Mutter während des Wartens wirken geradezu zusammenhanglos dahergesagt und können keine Impulse für ein echtes Gespräch zwischen den beiden setzen. Die Art und Wiese, wie sich beide in den wohl eher bruchstückhaft erzählten Dialogpassagen im Grunde nur gegenseitig in ihren Ansichten bestätigen (»"Andere Mädchen rauchen auch", sagte die Mutter. "Ja", sagte er, "das habe ich auch gesagt." « und die Aufforderung an die Tochter, etwas auf Französisch zusagen), scheint das kollektive "Sie" geradezu zu rechtfertigen, mit dem der Vater für beide "denkt". ("Dann versuchten sie wenigstens", "oft fragten sie sie", "das wussten sie"). Wenn man so will, eine Abbildung patriarchalischer Strukturen, wie sie die Kleinfamilie lange Zeit geprägt haben, in der der Vater das Sagen hat.

Mit ihrer Tochter zusammen bilden die Eltern eine traditionelle, allerdings was die Anzahl ihrer Mitglieder anbetrifft, die kleinste Form der sogenannten Kleinfamilie. Seit die Tochter in der Stadt arbeitet, morgens das Haus verlässt und erst abends zurückkehrt, konstituiert sich die Familie jeden Abend quasi neu durch das von den Eltern vorbereitete gemeinsame Abendessen, immer, zumindest werktags, zur gleichen Zeit und jede der Figuren an ihrem gewohnten Platz um den Küchentisch, das wie ein Ritual funktioniert, indem es ein Handlungsschema in Szene setzt, dessen Berechtigung nicht mehr in Frage gestellt werden kann.

Die allabendliche Rekonstituierung der Familie bleibt aber äußerlich. Über den konkreten Ablauf und die dabei stattfindende oder nicht-stattfindende Kommunikation erfährt der Leser nichts, die Geschichte endet schließlich offen mit dem Einfahren des Zuges in den Bahnhof, das die Mutter wahrnimmt. Und doch zeigen die leisen, aber dennoch kritischen Untertöne gegenüber der Tochter in den als kollektiv ausgewiesenen Gedanken ( zweimal: "Sie wusste aber nichts zu sagen"), dass sich Eltern und Tochter nicht viel zu sagen und damit ein Stück weit einander entfremdet haben.

Alles scheint überschattet von der schon absehbaren Zukunft, die mit dem Auszug der Tochter aus dem Elternhaus, ihrem wahrscheinlichen Fortzug in die Stadt und ihrer künftigen Heirat, ein andere Vorstellung vom eigenen Leben in einer von Individualisierung geprägten Gesellschaft scheint nicht einmal denkbar, auch das Ende dieser Kleinfamilie heraufbeschwört. ("Sie wird auch heiraten, dachte er, sie wird in der Stadt wohnen.") Darüber wirklich sprechen können sie aber als Eltern nicht, auch wenn man als Leser herausspürt, wie sehr ihnen die schon im Gang befindliche Ablösung des einzigen Kindes vom Elternhaus zu schaffen macht, auch wenn sie sich die Indizien der fortschreitenden Ablösung mit dem Traum vom sozialen Aufstieg schöndenken bzw. schönreden. Immerhin: Das es so weit kommt, wissen sie, was es für ihr eigenes Lebensmodell , ihre Vorstellungen von Lebenssinn bedeutet, ist ihnen aber nicht bewusst. Wenn es denn so weit ist, wird der Vater eben wieder "seine Zeitung" lesen und das Zimmer, in dem die Tochter gewohnt hat, eben weitgehend leerstehen. Und: Vater und Mutter werden wieder eine Stunde früher gemeinsam zu Abend essen, der Vater wie immer und seiner Rolle als Familienoberhaupt entsprechend "oben" am Tisch und die Mutter irgendwo daneben sitzen. So einfach und zutiefst rationalisierend biegt sich der Vater gedanklich hin, was ihm offensichtlich trotzdem nicht leichtfällt, wie das fast rituelle, krampfhafte Festhalten an dem gemeinsamen Abendessen mit der Tochter, für das er langjährige Gewohnheiten aufgegeben hat, zeigt.

Im kollektiven "Sie" gehen die Eltern damit auf ihre Weise um. Die Art und Weise, wie "sie" ihre Tochter sehen, drückt aus, was sie beschäftigt. Ihre Tochter wird von ihrer äußeren Erscheinung als "größer gewachsen", "blonder" und mit einer "feinen Haut" ausgestattet beschrieben und der dabei vorgenommene Vergleich, der sich unter anderem in den Komparativen zeigt, signalisiert die Bewunderung und den Stolz der Eltern darauf. Dass die Tochter ihnen als "liebes Kind", wie die Mutter sagt, dazu offenbar keine (pubertären oder sonstigen) Probleme bereitet hat, passt dabei ins Bild. Aus ihren Worten spricht die gleiche Bewunderung und der gleiche Stolz, wenn sie die Tochter bitten, etwas auf Französisch zu sagen, oder der Vater daran denkt, dass die Tochter Stenografieren kann. Und genau so verhält es sich, wenn sie sich vorstellen, wie sich ihre Tochter sicher auf dem ihnen selbst fremden Parkett gesellschaftlichen Lebens, in der Bahn oder in Tearooms während der Mittagspause bewegt. Allerdings ist diese Bewunderung und der Stolz der Eltern nur die eine Seite der Medaille.

In ihrem eigenen (!) Zimmer hat die Tochter einige Produkte der modernen Konsumwelt um sich versammelt und signalisiert damit auch die Abgrenzung vom elterlichen Lebensstil: Sie hat einen Plattenspieler, einige Platten, die sie sich hin und wieder aus der Stadt mitbringt und sie kennt, was die Eltern besonders bewundern, sogar die Interpreten der jeweiligen Musikstücke. Dazu besitzt sie ein paar Kosmetikartikel ("verschiedene Fläschchen und Döschen") mit denen sie den Duft der großen weiten Welt in die eigenen vier Wände bringt, einen Hocker mit marokkanischem Lederbezug und eine Schachtel Zigaretten. Allesamt Dinge, die den Eltern zwar fremd sind, aber von ihnen offenbar als Zeichen dafür gedeutet werden, dass es ihrer Tochter einmal besser gehen wird als ihnen selbst.

Alles, was die Tochter hat, und was sie ist, erfüllt sie, mit einer kleinen Ausnahme, ihrem Rauchen, mit Stolz. In ihrer Tochter verkörpert sich der Traum des "kleinen Mannes" nach sozialem Aufstieg und sei es auch nur ein Aufstieg aus der Arbeiterklasse in die besser gestellte und mit höherem Sozialstatus angesehene Schicht der Angestellten. Dass die Tochter sich mittendrin in diesem sozialen Aufstieg befindet, dafür sprechen die wenigen Stücke in ihrem Zimmer, die den Eltern als die ihnen noch verwehrt gebliebene, beginnende Teilhabe an den Annehmlichkeiten der Konsumgesellschaft erscheinen. Als "Bürofräulein" ist sie in ihren Augen zudem auch eine gute Partie für Herren, denen sie bei ihrer täglichen Fahrt zur Arbeit, so wie die Eltern es sich vorstellen, im Zug, am Bahnhof ("wie sie den Gruß eines Herrn lächelnd erwidert") oder als "ein Fräulein, das in Tearooms lächelnd Zigaretten raucht",  im Duft ihres Parfums und mit dem Modejournal unterm Arm selbstbewusst begegnen kann.

Aber all das sind Vorstellungen über das Berufs- und Stadtleben der Tochter, die sich die Eltern bzw. der Vater selbst zusammenreimen müssen, da die Tochter, auf die Fragen, die die Eltern an sie richten, "nichts zu sagen" weiß. Der Vater greift dabei auf Erfahrungen zurück, die er selbst mit einem "Fräulein" mit ihren vielen Stempeln, der Rechenmaschine und ihrer freundlichen Verbindlichkeit in seinem Lohnbüro gemacht hat und überträgt die Bewunderung, die er für die Büroangestellte mit ihren "blondierten Haaren" hat, auch auf sein Vorstellungsbild vom Berufsalltag der Tochter.

Was die Tochter über die Einstellungen ihrer Eltern denkt und wie sie konkret damit und insbesondere der allabendlichen Situation umgeht, bleibt weitgehend offen. Die Tatsache allerdings, dass sie den Eltern auch auf deren immer wieder gestellten Fragen nach ihrem Berufs- und Alltagsleben in der Stadt ausweicht und auch ihre Bitten, etwas in Französisch zu sagen, nicht erfüllt, macht deutlich, dass sie sich durch solche Fragen kontrolliert fühlt und dies in einer Phase ihrer Entwicklung, in der sie mit dem Eintritt in das Berufsleben und der Ausbildung ihrer Geschlechtsidentität (Kosmetik, Parfum) ihren Anspruch auf Selbstkontrolle und Verantwortung für ihr eigenes Leben zu beanspruchen begonnen hat. Doch diese Zeichen der Zeit werden von den Eltern offenbar nicht erkannt. Sie üben mit der von Vater und Mutter wiederholten Aufforderung, die Tochter möge etwas in Französisch sagen, Druck auf die Tochter aus, weil sie in ihrer Bewunderung dafür - Fremdsprachenkenntnisse sind keineswegs selbstverständlich - ein Sinnbild für den Aufstieg aus den einfachen Verhältnissen ihres Arbeiterhaushalts sehen, den sie ihrer Tochter ermöglicht haben. Wie die Tochter das Ganze sieht, bleibt außen vor, sie hat in der Geschichte keine Stimme und weiß - wie immer in solchen Fällen - eben nichts zu sagen.

Schwierig für die einzige Tochter, um die sich nicht nur während der einstündigen Wartezeit für Vater und Mutter alles dreht. Schwierig aber aller dargestellten Alltäglichkeit auch für die Eltern. Schwierig für alle, weil sie über ihre Gefühle offenbar nicht miteinander reden können und sich hinter einem Ritual des gemeinsamen Abendessens für eine gewisse Zeit lang verbarrikadieren und das Bild einer funktionierenden Familie inszenieren. In Wahrheit jedoch spielt sich hinter der Fassade der schon brüchig gewordenen heilen Familienwelt ein alltägliches Kleinfamiliendrama um die Ablösung vom Elternhaus ab, das zwar unausweichlich ist, die Beteiligten aber, so scheint es, gänzlich unvorbereitet trifft.

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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 04.06.2020

   
 

 
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