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Diskontinuierliche Sekundärtextgestaltungen bei der Textwiedergabe

Überblick

 
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Kontinuierliche und diskontinuierliche Texte
Überblick

Lese- und Bildkompetenzen bei diskontinuierlichen Texten
Bezüge von Bild und Text in komplexen Texten
Sehflächen bei diskontinuierlichen Texten

Diskontinuierliche gestaltete Textwiedergaben haben ihr eigenes Gewicht

Texte, i. S. eines erweiterten Textbegriffs, ▪ kontinuierliche und diskontinuierliche Texte, können als Primärtexte Ausgangspunkte einer Textzusammenfassung werden. Diese kann wiederum auch als kontinuierlicher oder ▪ diskontinuierlicher Sekundärtext gestaltet werden.

Diskontinuierlich gestaltete Textwiedergaben haben es als eigenständige ▪ schulische Schreibformen nicht leicht, sich gegenüber den dominierenden ▪ kontinuierlichen Sekundärgestaltungen, zu etablieren und zu behaupten. Während es nämlich für diese lang eingeführte sprachlich-stilistische und auf den Aufbau bezogene Normen gibt, die das  Schreiben vornehmlich am ▪ Output, dem textmusterkonform kohärent und linear fortlaufend geschriebenen Text, orientieren, sind die diskontinuierlichen Sekundärtexte kaum oder wesentlich geringer normiert, selbst wenn es auch für diese allgemeine Gestaltungskriterien gibt.

Ein Grund, weshalb diskontinuierliche Sekundärtextgestaltungen in der "Konkurrenz" mit ihren kontinuierlichen Varianten im Kontext schulischer Schreibformen eine geringere Bedeutung zu haben scheinen, liegt auch darin, dass diese oft Teil von  komplexeren ▪ schulische Schreibformen, wie z. B. der ▪ Textanalyse und der ▪ Textinterpretation ist. Diskontinuierliche Texte wie Skizzen, Listen o. ä. entstehen dabei nur als Zwischenprodukte auf dem Weg zur Bewältigung der umfassenden Schreibaufgabe.

Informierendes Schreiben bei der Textzusammenfassung ist, wenn man den Begriff weiter fasst, aber keineswegs auf kontinuierliche Sekundärtexte begrenzt.

Zudem haben sich wesentliche gesellschaftliche Kontexte für das informierende Schreiben geändert. In einer immer stärker der ▪ visuellen Kommunikation verpflichteten Informationsgesellschaft mit ihrer Informationsüberlastung (information overload) haben schnell erfassbare, visualisierte Informationen heutzutage ein völlig anderes Gewicht bekommen. Und auch in der Bildungspolitik hat sich mit der ▪ Kompetenzorientierung inzwischen vieles auch in diesem Zusammenhang grundlegend verändert, so dass die Funktion der jeweiligen Texterschließung stärker reflektiert wird, das informierende Schreiben damit auch bis zu einem gewissen Grad für stärker visualisierende diskontinuierliche Sekundärtextgestaltungen geöffnet wird.

Dabei ist das Niveau der dafür erforderlichen Kompetenzen,  Sprach- und ▪ Schreibkompetenzen (▪ inhaltliche Kompetenz, Strukturierungs-, Formulierungs- und Überarbeitungs- bzw. Revisionskompetenz) sowie geeignete ▪ Bildkompetenzen keineswegs geringer anzusetzen als das bei kontinuierlichen Formen der Textwiedergabe. Auch die dafür erforderlichen Kompetenzen müssen in einem sich über etliche Jahrgangsstufe hinziehenden Prozess erworben werden.

Lese- und Bildkompetenzen bei diskontinuierlichen Texten


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Gängige diskontinuierliche Formen der Textwiedergabe in der Schule

Hält man sich strikt an die Definition, dann sind alle diejenigen Formen der Textwiedergabe als diskontinuierlich zu bezeichnen, die "die nicht fortlaufend geschrieben sind" (Vera-Projekt von 2005 (S.6) und damit nicht einem linear verlaufenden Rezeptionsprozess gelesen werden.

So hilfreich die didaktische Unterscheidung von ▪ kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten ist, kann sie nicht sämtliche möglichen Texte strikt voneinander abgrenzen und will dies auch nicht. Insbesondere gibt es eine ganze Reihe von Mischformen, die aber dann auch zu den diskontinuierlichen Texten gezählt werden können.

Dies gilt auch für einige der hier aufgeführten Formen der Textwiedergabe, wie z. B. der Konspekt oder das Exzerpt. Die Einordnung der Paraphrase und des sinngemäßen Zitierens als die eine oder die andere Sekundärtextgestaltung erweist sich als schwierig, zumal dies auch davon abhängt, ob damit ein fortlaufend geschriebener Text mit kontinuierlicher sprachlich realisierter Themenentfaltung als Sekundärtext entsteht. (vgl. Vera-Projekt von 2005, S.6)

Kontinuierliche und diskontinuierliche Texte
Überblick

Lese- und Bildkompetenzen bei diskontinuierlichen Texten
Bezüge von Bild und Text in komplexen Texten
Sehflächen bei diskontinuierlichen Texten

Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 02.07.2020

 
 

 
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