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Gesten der Figuren

Überblick

« Strukturen dramatischer Texte Dramaturgie und Inszenierung«Aspekte der praktischen Regiearbeit

 
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Gesten
Redegesten
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Szenische Interpretation

Techniken des szenischen Interpretieren

Rollenbiographie (Selbstdarstellung)

Habitus- und Haltungsübungen

Bei der ▪ Inszenierung eines dramatischen Textes liefern die Gesten der Figuren wichtige Informationen über das dramatische Geschehen (▪ Plurimedialität des dramatischen Textes).

Dabei hat sich, historisch gesehen, die Bedeutung, die dem mimisch-gestischen Spiel zukommt, immer wieder verändert.

  • In der ▪ klassischen antiken griechischen Tragödie, spielte es eher eine untergeordnete Rolle. Ihre Wirkung sollte nicht vom Spiel der Charaktere (Schauspieler) ausgehen, sondern vom gesprochen Wort (Logos). So jedenfalls sah es »Aristoteles (384-322 v. Chr.) in seiner  Theorie der Tragödie (um 335 v. Chr.).

  • Je stärker sich das Drama indessen dem Innenleben der Figuren zuwandte und/oder das Theater als Illusionstheater verstand, desto wichtiger wurde ein illusionierender Darstellungsstil der Schauspieler, der deren Innenleben u. a. mit ihrem mimisch-gestischen Spiel nach außen kehrte.

Im • Literaturunterricht spielt das gestische Spiel der Figuren bei der • Analyse dramatischer Texte eine wichtige Rolle, die von den meisten • dramendidaktischen Konzepten anerkannt ist.

Dies gilt natürlich ohne Abstriche für das Konzept der • aufgeführten Inszenierung, .aber auch für die • mentale und die • implizite Inszenierung. Und selbstredend hat das gestische Spiel der Figuren eines Theaterstücks auch große Bedeutung in • Theater- und spielorientierten sowie • produktionsorientierten Konzepten, wie z. B.  bei der ▪ szenischen Interpretation im Allgemeinen oder ▪ szenischen Erarbeitung von Dramentexten.

Daher sollten auch Grundkenntnisse über die kommunikative Bedeutung von Gesten als Mittel der nonverbalen Kommunikation und auf der Theaterbühne vermittelt werden.

Gesten als Code der Informationsvergabe im plurimedialen dramatischen Text

Für die ▪ Inszenierung eines dramatischen stellt die durch Gesten mögliche ▪ Vorausreaktion eine besonders wichtige dramaturgische Anforderung dar.

Da der ▪ dramatische Text als quasi ▪ Textpartitur vorliegt, der diese Vorausreaktionen, die in einem "natürlichen" Gespräch einfach ablaufen, im Allgemeinen nicht enthält, müssen sie bei jeder Rolle zur Gesprächssituation und zur Figur passend erarbeitet werden.

Dabei sind Gesten in der Regel mehrfach adressiert. Sie stellen auf der Darbietungsebene wesentliche körpersprachliche Signale dar, welche die Kommunikation der Figuren begleitet. Auf der Ebene des externen Kommunikationssystems liefern sie dem Zuschauer Informationen über den Charakter und die Absichten einer Figur, in die sie nicht hineinsehen können.

Ferner sind Gesten dramaturgisch sehr wichtig, weil sie die Aufmerksamkeit des Zuschauers steuern können.

Wenn beispielsweise eine Figur sich während eines Gesprächs lange zurückhält und in den Hintergrund getreten ist, kündigt die gestische Vorreaktion deren Eingreifen in den Dialog an. Damit zieht die Figur also, noch ehe ihr das erste Wort über die Lippen kommt, die Aufmerksamkeit auf sich.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 22.09.2025

 
 

 
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