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Verständliche Texte im Unterricht

Die Bedeutung themengleicher Kleingruppenarbeit

 

Damit verständlich gehaltene Texte ihre größtmögliche Wirkung entfalten können, muss die Informationsvermittlung in Inhalt und Ablauf in einer günstigen Art und Weise gestaltet werden. Im Verständlichkeitskonzept von Langer, Schulz von Thun und Tausch (1993) spielt dabei die themengleiche Kleingruppenarbeit (→Gruppenunterricht) eine herausragende Rolle. Diese Methode (Sozialform) besitzt nach ihrer Ansicht eine ganze Reihe von Vorzügen.
  • Vorbereitung auf Informationen
    • Den Lernenden wird das Problem/das Thema vorgestellt.
    • Danach werden sie aufgefordert, ihre eigenen Erfahrungen zum Thema zu äußern (Voraussetzung für aktives Lesen oder Hören)
  • Darbietung der verständlichen Informationen in schriftlicher Form (vgl. mündlich oder schriftlich?)
    • Individuelles Lesen des (verständlichen) Textes 
    • Kurzzeitige themengleiche Kleingruppenarbeit
      • 3 bzw. 4 Personen
      • 5 - 20 min je nach Thema und Wünschen der Teilnehmer
  • Hinzuziehung von Fachleuten bzw. weiterführende Informationen
    • Im Plenum werden die Ergebnisse der Kleingruppenarbeit und weiterführende Fragen erörtert.
    • Lehrer/-in beantwortet als Fachmann bzw. als Fachfrau die weiterführenden Fragen oder verweist auf zusätzliches Informationsmaterial.

 (vgl. Langer, Inghard, Friedemann Schulz von Thun und Reinhard Tausch, 1993, S.126-128) 

Die Vorzüge der Kleingruppenarbeit bei der schriftlichen Informationsvermittlung

Gegenseitiger Ausgleich von Verständnislücken
  • nicht jeder versteht einen Text sofort

  • gegenseitiges Fragen und Antworten erleichtert und beschleunigt das Verstehen

Doppelt hält besser
  • zuvor leise Gelesenes wird noch einmal gehört

  • zweikanalige Informationsvermittlung

Eigene Gedanken aussprechen
  • Aussprechen der Gedanken (reproduzieren) verändert Gedanken selbst

  • größere Klarheit der Gedanken

Über eigene Gedanken diskutieren
  • erfahren, wie andere über die eigenen Gedanken urteilen

  • sich von den Gedanken der anderen anregen lassen

Die ganze Person einbringen
  • Denken, Fühlen und Handeln können leichter zur Übereinstimmung gebracht werden

  • keine Überbetonung der Verstandesebene

Mehr Spaß beim Lernen mit anderen
  • gegenseitiger Gedankenaustausch motiviert

  • man kann länger effektiv lernen

Weniger Lehren, dafür mehr Lernen
  • individuelle Unterstützung der Lernenden bei fachlichen oder persönlichen Problemen möglich

  • Förderung des Lernens

(vgl. ebd.)

                   
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